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Konsens zum Atommüll-Endlager: Neue Suche, neuer Ärger
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Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.

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wurzelbär 08.04.2013, 18:07
10. Bund und Länder stehen kurz davor,

ganz offen ihre
"Integritätslosigkeit und Regierungsverantwortungslosigkeit"
dem Volk gegenüber klar auf zu zeigen!
Das Atommüll-Endlager ist mit ein Produkt der Stromgewinnung, wie die dadurch erhobenen Einnahmen aus Industrie, Wirtschaft und Volk.
Also liegt das Atommüll-Endlager allein in der Verantwortung des Betreibers und ist allein das finanzielle Problem des Betreibers !
Keinem Bürger darf hierfür Kosten oder Abgaben entstehen!
Sollten aber Politik und Betreiber eine "Gewinnmaximierung" für sich alle betrieben haben, -
Gewinne für uns - Kosten für das Volk -
hilft nur der Gang zum Europäischen Gerichtshof und anschließender Schadensersatzklage an alle finanziell Gewinnbeteiligten mit Schadensersatzforderungen!

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gog-magog 08.04.2013, 18:07
11.

Zitat von sysop
Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.
Wenn die Suche auf einer weißen Landkarte beginnt, dann gibt es wohl nur einen echten Hauptkandidaten, wo das Zeugs auch in 1 Million Jahre noch sicher lagern wird: in einem Bunker etwa 1000-2000 m tief im trockenen Kristallin des Bayerischen Waldes. Dort hat sich innerhalb der letzten 1 Million Jahre nichts verändert und wird es auch in einer weiteren Million nicht tun. Außerdem wäre es zur Not mit gewissem Aufwand rückholbar. Salzstöcke scheiden komplett aus, da sie hochmobil sind und nur ein dünnes Deckgebirge sie schützt, das sowohl von eiszeitlichem Gletscherschliff, wie auch von warmzeitlicher Flußerosion abgetragen wird. Die Alpen, der Schwarzwald und das Rheinische Schiefergebirge sind tektonisch zu instabil, die Schwaben- und Frankenalb verkarstet und grundwassernah. Alternativ wären Erzgebirge, Thüringer Wald oder Harz zu nennen, aber diese Gebiete sind wegen der Tektonik nicht so sicher, wie der Bayerische Wald. Es wird auf letzteren hinauslaufen, auch wenn Atompolitiker Seehofer das kategorisch ablehnt, weil er den Dreck den er produziert bei sich in Bayern nicht haben will.

Das Bauwerk wird allerdings Abermilliarden kosten, weil ja schon die Elbphilharmonie fast eine kostet und die steht nicht einmal 1/100 der Zeit, die das Endlager existieren soll.

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Nonvaio01 08.04.2013, 18:12
12. sehe ich auch so

Zitat von LK1
Die Verfechter des günstigen Atomstroms stellen hier sicherlich gern ein paar Quadratmeter unterhalb der Grasnarbe des heimischen Gartens zur Verfügung. Ich sehe da kein Problem.
jeder der meint Atom energie muss sein, sollte eine Tonne im Heimischen graben stehen haben.

Alleine der begriff endlager....ein totaler witz.....bis das nicht mehr radioaktiv ist sind die faesser lange verottet, das zeug im Boden und somit wieder im kreislauf...nur eine frage der Zeit...aber wie ist das Politiker Motto...bis dahin bin ich eh nicht mehr....

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Stabhalter 08.04.2013, 18:12
13. nein Kollege

Zitat von L!nk
Bei den Merkels im Garten ... muss ja nicht vor i(h)(r)re Haustür.
in der ganzen Wohnung von der Zonenwachtel.

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rabenkrähe 08.04.2013, 18:17
14. Skandal

Zitat von sysop
Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.
.........

Die Antwort liegt ja schon in der Fragestellung, wenn es nämlich niemandem auf der Welt gelang für den Atromdreck ein Endlager zu finden, obwohl es ja gerade für dieses kritische Material absolute Notwendigkeit gewesen wäre, dann wird die Suche jetzt nicht erfolgreicher sein.
Wie auf dem ganzen Energiesektor herrscht hier hohle Augenwischerei.
rabenkrähe

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einzel haft 08.04.2013, 18:18
15. ... kurz ..

Die nun ergebnissoffene neue Suche finde ich gut. Denke, die potenziellen Standorte im Süden der Republik haben was für sich und sind klar klimawandelfolgensicherer. Meine ich nicht einmal ironisch. Gruß aus Hamburg.

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Pinin 08.04.2013, 18:19
16. Und wo lagern wir ...

... den Atommüll unserer europäischen Freunde?

Sobald wir ein Endlager haben ist doch sicherlich wiedermal Solidarität angesagt - auch für die Abrißkosten von deren Atommeilern.

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pierrotlalune 08.04.2013, 18:23
17. historisch hihihi

was soll denn da historisch sein, höchstens das Haltbarkeitsdatum, und die Gefahr die darin steckt. Das Unvermögen der Politik von Anfang an. Die Gier der Stromriesen, die Abzocke die mit Atom betrieben wurde und wird. usw usw

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Dromedar 08.04.2013, 18:24
18.

Zitat von htg-12
Wieso Jahrhundertproblem? Uran hat eine Halbwertszeit von 4.500.000.000 Jahren
Also, das "kritische" Uran, was z.B. in AKWs oder Atombomben verwendet wird, U235, hat eine Halbwertzeit von etwa 700Mio Jahren.

Zitat von
Alternativ wären Erzgebirge, Thüringer Wald oder Harz zu nennen, aber diese Gebiete sind wegen der Tektonik nicht so sicher, wie der Bayerische Wald. Es wird auf letzteren hinauslaufen, auch wenn Atompolitiker Seehofer das kategorisch ablehnt, weil er den Dreck den er produziert bei sich in Bayern nicht haben will.
Blöderweise wird der bayrische Wald in den nächsten Jahrmillionen zu einem Riesengebirge > Himalaya aufgetürmt. Sehe ich nicht wirklich als Problem, aber das gilt für so ziemlich alles, was sagen wir ab >=10'000 Jahren passiert.

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panzertom 08.04.2013, 18:24
19. 300 Jahre reichen

@htg-12: Sie haben Recht. Uran hat eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren. Aber um Uran geht es nicht. Uran kann man, wie alle Alpha-Strahler, mit einer Papiertüte abschirmen. Um die Trümmer der gespaltenen Uran-Atome geht es, also um "Spaltprodukte" wie Cäsium und Jod. Die haben Halbwertzeiten um 30 Jahre, strahlen also wesentlich heftiger als Uran. Praktiker aus dem Nuklearbereich sagen, dass generell zehn Halbwertzeiten genügen, um Radioaktivität durch
Zeitablauf auf harmloses Niveau zu bringen. "Jahrhundertproblem" ist in diesem Sinne also eine Untertreibung. Aber woher solche Zahlen wie eine Million Jahre kommen, habe ich nie begriffen. Zehn Halbwertzeiten sind 300 Jahre. Das reicht. Alles andere ist Hysterie.

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