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Konsens zum Atommüll-Endlager: Neue Suche, neuer Ärger
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Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.

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no-panic 08.04.2013, 18:25
20.

Die Kostenfrage regelt das Atomgesetz (§21).

Zitat von Wikipedia
Gemäß §21 des deutschen Atomgesetzes ist der Verursacher von radioaktiven Abfällen verpflichtet die Kosten für die Erkundung, Errichtung, sowie den Unterhalt von Anlagen zur geordneten Beseitigung des Abfalls zu tragen. Zu diesem Zweck haben die Energieversorgungsunternehmen Rücklagen zu bilden, deren Höhe sich Ende 2009 auf etwa 28 Milliarden Euro belief.
AtG - Einzelnorm

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interessierter Laie 08.04.2013, 18:26
21.

Zitat von htg-12
Wieso Jahrhundertproblem? Uran hat eine Halbwertszeit von 4.500.000.000 Jahren
Jahrhundert ist sicher falsch. Ihre Aussage aber genauso. Nicht Uran per se hat eine so lange Halbwertszeit sondern das langlebigste Isotop, das übrigens auch natürlich vorkommt. Wegen der langen Zerfallszeit stellt es auch nur eine geringe Gefahr dar - geringe Strahlung über sehr lange Zeiträume. Deswegen wird es z.B. auch in panzerbrechender Munition eingesetzt.
Viel gefährlicher sind Spalt- und Nebenprodukte mit einer deutlich kürzeren Halbwertszeit. Nach 1 Mio Jahren sind die nahezu alle verschwunden und schon nach einigen 100 Jahren ist die Belastung nicht mehr so hoch, dass eine kurzzeitige Exposition sofort tödlich wäre.

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no-panic 08.04.2013, 18:32
22.

Zitat von Pinin
... den Atommüll unserer europäischen Freunde? Sobald wir ein Endlager haben ist doch sicherlich wiedermal Solidarität angesagt - auch für die Abrißkosten von deren Atommeilern.
Der Export von Atommüll ist durch die EU verboten.

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zorr0 08.04.2013, 18:42
23.

Einfach den Müll da lagern, wo er produziert wurde. An den Standorten der jeweiligen Atomanlagen in oberirdischen Bunkern. So steht der Müll unter ständiger Beobachtung und das geologische Risiko einer unterirdischen Lagerung fällt weg. So hat jedes Bundesland etwas davon.

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Dromedar 08.04.2013, 18:43
24.

Zitat von interessierter Laie
JWegen der langen Zerfallszeit stellt es auch nur eine geringe Gefahr dar - geringe Strahlung über sehr lange Zeiträume. Deswegen wird es z.B. auch in panzerbrechender Munition eingesetzt.
Soviel ich weiß spielt die Zerfallszeit von abgereichertem Uran keine Rolle, warum es verwendet wird in panzerbrechender Muni. Es ist eher die Kombination von schwerem + harten Element, plus die hohe Reaktivität (sprich nach Durchschlagung der Panzerung fängt das feine Uran("Pulver") Feuer. Spätestens daran, nicht an der Radioaktivität stirbt der arme Soldat hinter der Panzerung.

Das Kind 10 Jahre später nimmt schaden ebenfalls nicht an der Radioaktivität, sondern an der Toxizität, also Uran ist nun mal ein schwer giftiges Schwermetall, dass halt fein verteilt in ehemaligen Einsatzgebieten existiert.

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hubertrudnick1 08.04.2013, 18:45
25. Man hat die Zeit vertrödelt

Zitat von sysop
Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.
Man hat einfach nur die Zeit vertrödelt, es ist egal welche Partei die Regierungsmacht inne hat, man hat der Atomlobby all seine Handlungsspielräume gelassen und hat gegen die Intersse der Bürger von heute und der zuküntigen Generationen gehandelt.
HR

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fuchs008 08.04.2013, 18:53
26. Besser als Rot-Grün

Offensichtlich kommt Altmaier besser voran als Rot-Grün seinerzeit. Allerdings muss man sich schon fragen, wie ein Endlager über zehntausende Jahre halten soll. Dieser Müll muss oberflächennah, überwacht und zugänglich gelagert werden. Im Fall von Lecks hat man immer Zugang und kann reagieren. Außerdem könnte man das Zeug in 50 Jahren vielleicht als Rohstoff gebrauchen

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_unwissender 08.04.2013, 18:55
27. 10 Halbwertszeiten?

Zitat von panzertom
@htg-12: Sie haben Recht. Uran hat eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren. Aber um Uran geht es nicht. Uran kann man, wie alle Alpha-Strahler, mit einer Papiertüte abschirmen. Um die Trümmer der gespaltenen Uran-Atome geht es, also um "Spaltprodukte" wie Cäsium und Jod. Die haben Halbwertzeiten um 30 Jahre, strahlen also wesentlich heftiger als Uran. Praktiker aus dem Nuklearbereich sagen, dass generell zehn Halbwertzeiten genügen, um Radioaktivität durch Zeitablauf auf harmloses Niveau zu bringen. "Jahrhundertproblem" ist in diesem Sinne also eine Untertreibung. Aber woher solche Zahlen wie eine Million Jahre kommen, habe ich nie begriffen. Zehn Halbwertzeiten sind 300 Jahre. Das reicht. Alles andere ist Hysterie.
Ich bin beeindruckt!
Allein nach der Explosion von Tschernobyl sind die Lebensmittel und Böden so verstrahlt worden, dass auch heute noch die meisten Pilze in Bayern nicht lebensmittelfähig sind (>600 Bequerel).
Und dann erkundigen Sie sich mal!
Die Halbwertzeit von Plutonium-239 beträgt 24.000 Jahre.

Packen Sie Ihre 300 Jahre ein und fahren zum Mars!

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ir² 08.04.2013, 18:56
28.

Zitat von Nonvaio01
jeder der meint Atom energie muss sein, sollte eine Tonne im Heimischen graben stehen haben. Alleine der begriff endlager....ein totaler witz.....bis das nicht mehr radioaktiv ist sind die faesser lange verottet, das zeug im Boden und somit wieder im kreislauf...nur eine frage der Zeit...aber wie ist das Politiker Motto...bis dahin bin ich eh nicht mehr....
Nur her damit. Die Strahlungsbelastung ist minimal, und mit der Abwärme baue ich eine Heizung....

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t.wallace 08.04.2013, 18:58
29.

Kirchenvertreter haben Mitspeacherecht? Soll die Radioaktivität weggebetet werden oder wie soll der Beitrag dieses wissenschaftsfeindlichen Haufens ausschauen?

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