Forum: Politik
Konsens zum Atommüll-Endlager: Neue Suche, neuer Ärger
DPA

Wohin bloß mit dem Atommüll? Bund und Länder stehen kurz davor, sich auf die Suche eines Endlagers für den strahlenden Abfall zu einigen. Der Konsens bringt die Chance zum historischen Neustart. Gelöst ist das Jahrhundertproblem damit noch lange nicht.

Seite 7 von 8
klangbart 09.04.2013, 00:26
60. Wofür suchen?

In den Castoren ist der Atommüll wahrscheinlich am sichersten. Da bekommt man wenigstens mit wenn was undicht wird. Unter der Erde geht das nicht. Das sollte man aus den Erfahrungen in der Asse gelernt haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-felix 09.04.2013, 00:40
61. Für

Zitat von panzertom
@htg-12: Sie haben Recht. Uran hat eine Halbwertzeit von 4,5 Milliarden Jahren. Aber um Uran geht es nicht. Uran kann man, wie alle Alpha-Strahler, mit einer Papiertüte abschirmen. Um die Trümmer der gespaltenen Uran-Atome geht es, also um "Spaltprodukte" wie Cäsium und Jod. Die haben Halbwertzeiten um 30 Jahre, strahlen also wesentlich heftiger als Uran. Praktiker aus dem Nuklearbereich sagen, dass generell zehn Halbwertzeiten genügen, um Radioaktivität durch Zeitablauf auf harmloses Niveau zu bringen. "Jahrhundertproblem" ist in diesem Sinne also eine Untertreibung. Aber woher solche Zahlen wie eine Million Jahre kommen, habe ich nie begriffen. Zehn Halbwertzeiten sind 300 Jahre. Das reicht. Alles andere ist Hysterie.
mein Leben sind 300 Jahre wie eine Million und bei Gott ist ein Tag wie tausend Jahre. Wollen Sie wirklich einen philosophischen Exkurs über das Problem Zeit ?
Das Problem ist doch: Der Müll ist da. Ich will ihn nicht, Sie wollen ihn nicht. Irgendwo muss er aber hin. Und dann sind da noch ein paar Irre, die schaffen immer neuen Müll ran, nur um noch schnell paar Millarden zu verdienen. Und dann kommen die Verharmloser und sagen : alles Hysterie.
Also bleibt der Atommüll unseren Nachkommen, die Milliarden bezahlen ohne eine einzige kWh Strom zu bekommen.


Wie weit liegt für Sie 1713 p.C.n zurück? Weiter als die Pippinsche Schenkung? Für mich nicht.

Der normale Mensch würde doch sagen: Stoppt erst mal den Nachschub. Dreht den Wasserhahn zu, wenn die Badewanne überläuft.
Aber nein, da gibt es immer noch einige, die argumentieren: Das Kind liegt im Brunnen, lasst uns noch ein paar hinterherschmeissen, ist bares Geld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Malshandir 09.04.2013, 00:51
62. Nordkorea, Iran, Taliban, Israel, Griechenland

Alles geeignete Abnehmer. Deutshclands Politiker haben sich ja nie darum geschert,wen sie gerade mit Waffen beliefern.Also warum nicht an gut zahlende Abnehmer liefern.

Sollten diesbezueglich allerdings irgendwoe noch moralische Bedenken bestehen, eignet sich immer noch Griechenland, immerhin sollten diese ja ein wenig dankbarer sein fuer die Milliardenspenden, da kann man auch etwas erwarten.
Daneben ist es auch ein Wertstoff, den die Griechen sicher als Spende annehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karl-felix 09.04.2013, 01:00
63. Es

Zitat von spiritof81
Es gibt kein Deckgebirge über dem Salzstock Gorleben? Dass wüsste ich aber! Ich habe dort nie Evaporite an der Oberfläche anstehen sehen. Also muss der Salzstock doch durch irgendetwas überdeckt sein?
geht um die Abtragung der Deckgebirge , hier Gorlebener Rinne , durch Gletscher und nicht durch Schotterer. Einer evtl. Abtragung durch Schotterer, könnte der Bundesgrenzschutz entgegenwirken, der Abtragung durch Gletscher allerdings nicht.
Und das ist das Anliegen des Foristen. Hätte man auch drauf kommen können, ne, ne?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bronck 09.04.2013, 06:44
64. Blos nicht verbuddeln

Die Castoren in Hallen so hinstellen, dass man sie rundrum beobachten kann, ob da was rostet und drauf aufpassen. Das Zeug zu verbuddeln ist blos "aus den Augen aus dem Sinn" und in Europa gibt es keine Löcher, die 1 Mio Jahre und länger "sicher" sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
felisconcolor 09.04.2013, 06:52
65. Schön zu sehen

wie die, die immer gesagt haben wir dürfen das Problem nicht unseren Enkeln überlassen, es jetzt an die Urenkel weiter geben. Vielen Dank auch.
Der Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung, mit eventueller Abgabe des neuen Brennstoffes an Länder die es brauchen könnten beschert uns weitere überflüssige Tonnen an zu entsorgendem Müll. Vielen Dank auch.
Festhalten an der Rückholbarkeit? wofür ? Beschert uns eine weitere Explosion der Kosten. Vielen Dank auch.
Ein Konsens ist garnicht erwünscht. Könnte ja die warmen Posten in der nächsten Legislaturperiode kosten. Und die Bürger lassen sich weiter Verdummen. Ihr seid es selber Schuld.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
no-panic 09.04.2013, 09:14
66.

Zitat von felisconcolor
wie die, die immer gesagt haben wir dürfen das Problem nicht unseren Enkeln überlassen, es jetzt an die Urenkel weiter geben. Vielen Dank auch.
Wie, Wo, Was, Wer?
Butter bei die Fische, Namen auf den Tisch.
Wovon schreiben Sie denn hier?
Wer gibt ein Problem an die Urenkel weiter?
Das Zeug wird noch die Ururenkel unserer Ururenkel beschäftigen, aber das liegt am Abfall selber, nicht an der Suche nach einem geeigneten Lager.

Zitat von felisconcolor
Der Ausstieg aus der Wiederaufarbeitung, mit eventueller Abgabe des neuen Brennstoffes an Länder die es brauchen könnten beschert uns weitere überflüssige Tonnen an zu entsorgendem Müll. Vielen Dank auch.
Oh ja, die Wiederaufarbeitung ist unglaublich effektiv.
Zitat von Wikipedia
Das bedeutet, in der Summe sind durch eine Wiederaufbereitung insgesamt 1 % bis 10 % des Materials wieder zu verwenden, 90 % bis 99 % sind zum Teil hoch radioaktiver Abfall.
Und dann gibt es ja noch die Verschmutzung der Meere durch die Wiederaufarbeitungsanlagen.

Zitat von Wikipedia
Vor allem die Wiederaufarbeitungsanlagen sind wegen ihrer Einleitungen von radioaktiven Stoffen in die Irische See umstritten. Die Kontamination der unmittelbaren Umgebung von Sellafield wird in manchen Quellen mit der der gesperrten Zone um Tschernobyl verglichen, was sich auch in staatlichen Protesten u. a. aus Irland und Norwegen widerspiegelt.
Zitat von felisconcolor
Festhalten an der Rückholbarkeit? wofür ? Beschert uns eine weitere Explosion der Kosten. Vielen Dank auch.
Was heißt denn "festhalten"? Bisher war die Rückholbarkeit völlig ausgeschlossen, auch auf Drängen der Betreiber hin. Eben weil es viel teurer wird. Die Rückholbarkeit ist neu in der Diskussion und das ist gut so. Es ist unmöglich, für die lange Dauer der Lagerung Garantien zu geben, also muss man für alle Eventualitäten gerüstet sein. Auch dafür, daß es eine Technologie geben wird, den Abfall doch noch sinnbringend zu verwenden.

Zitat von felisconcolor
Ein Konsens ist garnicht erwünscht. Könnte ja die warmen Posten in der nächsten Legislaturperiode kosten. Und die Bürger lassen sich weiter Verdummen. Ihr seid es selber Schuld.
Der Konsens ist doch schon im Anmarsch und Sie merken es nicht. Erstmals bieten auch andere Bundesländer an, der Suche nicht im Wege zu stehen und selber Zwischenlager zu betreiben. Wenn das kein Konsens ist, was denn sonst?
Sieht Ihr Konsens so aus, eine politische Entscheidung von vor 40 Jahren stur weiter zu verfolgen und geologische Wahrheiten zu ignorieren?
Oder haben Sie Angst davor, der "harmlose" Müll könne womöglich in Ihrer Nachbarschaft gelagert werden?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gog-magog 09.04.2013, 09:19
67.

Zitat von Attila2009
Atommülllager in Granit ? Oh Gott ! Wie haben sich den die Erzgänge gebildet ? Sind hier nur noch politische Dilletanten am werkeln ?
Was hat Geologie mit Politik zu tun? Im übrigen: das Uran kommt aus dem Granit, oder zumindest den kristallinen Tiefengesteinen, wieso sollte man es nicht wieder dorthin bringen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gog-magog 09.04.2013, 09:23
68.

Zitat von sharer1
...das der grüne Kretschmann aus BW nicht mehr allzu lange Ministerpräsident bleiben wird... die nächste wahl hat er schon verloren.
Sie meinen, der Mappus kommt dann wieder, weil sich die Badener und Schwaben zu ihm zurücksehnen? Da sag ich mal lieber: spekulieren Sie nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
no-panic 09.04.2013, 09:52
69.

Zitat von gog-magog
Sie meinen, der Mappus kommt dann wieder, weil sich die Badener und Schwaben zu ihm zurücksehnen? Da sag ich mal lieber: spekulieren Sie nicht!
Den Fehler machen ja viele Leute, den Herrn Kretschmann für einen Grünen zu halten.
Ist er aber gar nicht, der ist CDU mit Hybridantrieb, nicht mal mehr FDP auf dem Fahrrad.
Deshalb ist er auch der, der im Zweifel ein Atommüllendlager in Baden-Württemberg "verkaufen" kann. Seine Wähler sind ja nicht die vermeintlichen Grünwähler, die von vielen Foristen als "Schotterer" und "Randalierer" identifiziert worden sind, sondern ganz normale, spießbürgerliche Durchschnittsverdiener, denen der Herr Mappus mit seiner arroganten Prinzregentenart einfach zu schmierig war, um Landesvater zu sein.
Die Baden-Württemberger sind so spießig, die wählen dann lieber den grünen Christenmenschen, der ist vertrauenswürdig und bieder. Die demonstrieren auch nicht gegen ein Endlager, die klagen sich durch alle Instanzen.
Die Randalierer und Schotterer wählen nicht, oder wenn, dann die PogoPartei oder eine extreme Linke.
Das verstehen die ganzen AKW Befürworter und Gefahrenleugner aber nicht, für die sind die Grünen die Wurzel allen Übels.
Das aus der Wurzel inzwischen ein veritabler Baum im kapitalistischen Wald geworden ist, haben die durch den Schaum vorm Mund nicht sehen können. Für die sind die Grünen immer noch gefährlicher, als die strahlenden Hinterlassenschaften der AKW Ära, die ja nun zum Glück vorbei ist. Nur den Müll, den haben wir noch, aber den wollen selbst die nicht, die ihn als "harmlos" deklarieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 7 von 8