Forum: Politik
Konsequenzen des NSA-Spitzelwahns: Das Ende der Pressefreiheit
AFP

Die massive NSA-Überwachung knebelt auch den investigativen Journalismus in den USA. Das hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch jetzt erstmals in einer umfassenden Studie dokumentiert.

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fred2013 28.07.2014, 15:38
1. Beobachten heißt verändern!

Wir werden uns alle selbst zensieren. Meinungsfreiheit ist dann passe. Jeder der dann selbständig denkt, fällt ins Raster. So sieht's aus Damen und Herren, die nix zu verbergen haben!

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pepe_sargnagel 28.07.2014, 15:38
2.

Zitat von sysop
Die massive NSA-Überwachung knebelt auch den investigativen Journalismus in den USA. Das hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch jetzt erstmals in einer umfassenden Studie dokumentiert.
Der Artikel stimmt mich nachdenklich. Man muss Freiheit und Meinungsfreiheit wahrscheinlich heute neu definieren.

Ich schreibe bewusst nicht "wir". Die Schwarmintelligenz wird da aber auch nicht helfen, denn heute kann man eben den Schwarm durch fingierte Meldungen lenken. Bzw. man muss ja das Ergebnis nur erfinden und publizieren und schon stimmen viele in das Lied ein, weil man heute schnell eine große Masse erreicht. Selbst wenn es frei erfunden war hat man schon viele erreicht, bei denen sich etwas gedanklich verfestigt hat. Leider hab ich auch keine Idee wer diese Grundprinzipien wieder mit Leben bzw. mit einer Definition füllen kann. Das ist meiner Meinung nach nicht wirklich ganz einfach.

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ahloui 28.07.2014, 15:43
3. Ach nee...

das ist ja mal was ganz Neues.
Das ist schon seit Jahrzehnten so, wurde nur bislang nicht publik.
Schöne Freiheit im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
Nein Danke!

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Teoem 28.07.2014, 15:45
4. Das Ende der Pressefreiheit

Kann der Politik doch nur recht sein.

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arboreus 28.07.2014, 15:47
5. Bitte was?

"War es doch - neben den Enthüllungen des früheren NSA-Manns Edward Snowden - investigativer Journalismus, der das wahre Ausmaß der Bespitzelung überhaupt erst bekanntmachte". Soweit ich weiß, waren alle Informationen, die Journalisten über die Massenüberwachung hatten allein von Edward Snowden. Wo war da denn investigativer Journalismus?

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93160 28.07.2014, 15:47
6. Nur das es diese Werte nicht mehr gibt

Ein Journalist der aufdecken will, der die richtigen Fragen stellt hat auch das wenigste Geld zur Verfuegung.
Eine Regierung ist so gut oder schlecht wie sein Volk.
Ein Journalist ist nur so frei wie das Volk.
Die heutigen Journalisten graben ihr eigenes Grab.Warum? Sie haben Angst, Angst um ihre Existenz.Dabei vergessen sie, ihre Existens haengt vom Leser ab, vom Volk.Nicht von einer Lobby oder einer voruebergehenden Regierung.

Wie gut ist der Film "Das schweigen der Laemmer".

Aber wie dieser Artikel im SPON zeigt, gibt es noch gute Journalisten, dazu gehoert der Autor der aufzeigt und es berichtet. Danke!

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jenstw 28.07.2014, 15:49
7. Demokratie?

Jeder ist froh wenn etwas passierte und es eine Videoüberwachung gab, die Handys überwacht wurden. Negative Seiten der Spitzelaffähre werden im Artikel treffend beschrieben - die Demokratie bleibt auf der Strecke. Es ist halt nicht einfach nur Dudeldai: "Überwacht ruhig, ich habe nichts zu verbergen". Ins Visier der Behörden kann man schnell selber kommen, es reicht ein Besuch mit Handy bei der Oma wenn sich ein Demonstrationszug durch die Straße wälzt. Der Schutz der freien Meinung, Postgeheimnis, Bankgeheimnis, Beichtgeheimnis sollte jedem lieb und teuer sein da auch dies zu den Grundlagen unserer Gesellschaft gehört. Der Rauswurf des obersten NSA Schnüfflers hat nichts geholfen etwas zu bewegen. Nun sollten wir der amerikanischen Botschaft den Strom abdrehen - was fällt denen ein hier zu machen was sie wollen? Freihandelsabkommen? Nein danke! Und auch mit der Vorratsdatenspeicherung unsres BND sollten wir uns dringend beschäftigen. Und ich hoffe auf schnelle Einsicht und Einigung denn wir haben wirklich andere Probleme als Ärger mit unseren Verbündeten, unseren eigenen Institutionen.

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heiko1977 28.07.2014, 15:52
8.

Zitat von sysop
Die massive NSA-Überwachung knebelt auch den investigativen Journalismus in den USA. Das hat die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch jetzt erstmals in einer umfassenden Studie dokumentiert.
Die Pressefreiheit endete 2003 als sich die Journalisten zu "embedded Journalisten" entwickelten. Damit war jede objektive Berichterstattung unmöglich. Dies geht soweit das sich die Regierungen die Journalisten mit Zugang zu exklusiven Informationen und vorab Abdrücke von staatlichen Berichten und Verlautbarungen von sich abhängig machten. Denn durch missgünstige Berichterstattung werden den Journalisten diese Privilegien entzogen und verlieren somit die wichtigen Zugang zu exklusiv Informationen.

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A_E_Neumann 28.07.2014, 15:53
9. Ursache eine andere

Die Ursache ist doch, dass es sich einfach nicht lohnt, zu recherchieren. Nicht, dass man es nichts herauszufinden gäbe, es rechnet sich einfach nicht.

Das Bild eines Eisbär-Baby erhält doch zehn mal mehr "Klicks" und "Likes" als ein fundierter Bericht über BER, für den zwei Reporter und fünf Fachleute ein Jahr lang jeden Tag die Akten wälzen.
Und daher lesen wir auch Nix fundiertes z.B. über BER.
Wobei ich das verstehen kann und auch niemandem vorhalte. Einfach mal bei Murks den "Das gefällt mir NICHT"-Button drücken.
Ach, den gibt es nicht? Merken Sie was?

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