Forum: Politik
Konservative in der CDU: Das letzte Gefecht

Auf dem CDU-Parteitag stemmen sich knurrende Konservative gegen die Abschaffung der Hauptschule. Angela Merkel und ihre Modernisierer nehmen Rücksicht auf den Abschiedsschmerz - aber nur ein bisschen. Denn ein Zurück gibt es nicht.

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Giraffenzebra 15.11.2011, 17:12
10.

Zitat von niepmann
Das erinnert mich an die Heimatfilme der 50er Jahre. Gott, was haben wir geweint!
Also ich schau mir die heute ab und zu noch mal gerne an (aber selten) ... und ich bin unter 30. ;-)

Aber mal zum Thema:
Die CDU-Konservativen können ruhig ihre Hauptschule behalten, so lange Schüler und ihre Eltern die absolute Wahlfreiheit haben, auf welche Schule sie gehen bzw. ihre Kinder schicken.
Selbst im konservativen Bayern und Baden-Württemberg (nah gut ... Baden-Würtemberg nicht mehr) wollen die Eltern ihre Kinder immer weniger zur Hauptschule schicken, weil sie wissen, dass sie damit ihren Kindern die Zukunft verbauen und ihnen viele Möglichkeiten von vornherein nehmen. Von daher werden die Hauptschulen sowieso irgendwann unwirtschaftlich werden und von alleine allmählich aufgelöst werden.

MfG

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tgu 15.11.2011, 17:17
11. Warum nur die Hauptschule abschaffen?

Also,

wenn man in die Ergebnisse der Pisa-Studien schaut, so stehen die Länder am besten dar, die ein einheitliches Ganztagsschulsystem haben und eine einheitliche Schulpolitik.

Und was haben die deutschen Bildungspolitiker daraus gelernt? Wohl nur dies, wenn wir es richtig machen, heißt es für viele von uns, dass wir gehen, denn im Ländle brauche wir nicht mehr so viele. Also bleibt man beim Alten, oder passt es nur marginal an, anstatt mal große Schritte zu gehen.

Aber ein Schulsystem heißt ja nicht, dass in einem Jahrgang alle auf dem gleichen niedrigen Niveau Deutsch lernen. Man könnte alles in Kurse mit unterschiedlichen Niveaus aufteilen und jeder Schüler könnte nach seinem Können in den passend Kurs gehen. Er ist gut in Mathe, also kann er in einem hohen Kurs gefordert werden, aber schlecht in Deutsch, dann kann er da in einem Kurs speziell gefördert werden. Heute wäre er vielleicht auf der Hauptschule in Mathe unterfordert und auf dem Gymnasium in Deutsch überfordert. Mit dem Ergebnis, dass sein Mathematisches Talent evt. gar nicht zur Geltung kommt, weil er auf der Hauptschule darin nicht gefordert wird und auf dem Gymnasium mit Deutsch überfordet ist.

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HBRSS 15.11.2011, 17:25
12. Gestern war besser

Zitat von sysop
Auf dem CDU-Parteitag stemmen sich knurrende Konservative gegen die Abschaffung der Hauptschule. Angela Merkel und ihre Modernisierer nehmen Rücksicht auf den Abschiedsschmerz - aber nur ein bisschen. Denn ein Zurück gibt es nicht.
Womit sollen sich die Konservativen jetzt von dem normalen Volk abheben? Halten sich für besser und müssen jetzt mit dem Pöbel die Schulbank drücken. Das ist wirklich eine Zumutung für diese ewig Gestrigen.

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nezumi 15.11.2011, 17:27
13. Back to the roots ...?

Zitat von leonardo01
Wir brauchen keine Strukturreform in den Schulen, wir brauchen wieder mehr echte Selektion nach Leistungsvermögen und nicht nach Elternwillen sowie eine dem Schulabschluss angemessene Ausbildung. Ein Abitur sollte wieder zum Studium qualifizieren, ein Hauptschulabschluss für eine Lehre.
Bräuchten wir, haben wir aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Arbeitgeber stellen Realschüler für kaufmännische und handwerkliche Ausbildungen ein. Hauptschüler gelten als "nicht ausbildungsreif", und dürfen Extra-Schuljahre in Berufsschule oder Ausbildungsbefähigungs-Förderklassen besuchen.
Wenn die Rezepte aus den 50er / 60er Jahren offensichtlich nicht mehr ausreichen, wird's nicht langsam Zeit für einen neuen Kochkurs...?!

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Toebbens 15.11.2011, 17:37
14. jaja

Zitat von tgu
wenn man in die Ergebnisse der Pisa-Studien schaut, so stehen die Länder am besten dar, die ein einheitliches Ganztagsschulsystem haben und eine einheitliche Schulpolitik.
...und wenn man noch etwas genauer schaut, dann sind die Schulen in diesen Ländern garnicht so einheitlich, sondern von sehr unterschiedlicher Qualität. Und nur durch den Besuch einer guten Schulen hat man eine Chance, die beinharten Eingangsprüfungen der weiterführenden Schulen zu bestehen.

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Miss Ann Trophy 15.11.2011, 17:38
15. ...

Zitat von Bre-Men
Eigentlich könnte man Mutti doch auch zur Vorsitzenden der Spd,Fdp und den Grünen machen. Drauf hat sie alle.
Weil alle sowieso das Gleiche sind. Gabriel könnte auch die CDU machen und Trittin die SPD.
Konservativ kommt von "konservare" "Aufbewahren", nur gibt es heute nichts, was wert wäre aufbewahrt zuwerden...

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slider 15.11.2011, 17:38
16. Antrag auf Änderung des Schulnotensystems

Wenn man die Noten 4 bis 6 aus dem Schulnotensystem streicht, dann erledigt sich das mit der Hauptschule von alleine.

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eigene_meinung 15.11.2011, 17:55
17. Angela

ist in der DDR aufgewachsen und so gesehen ist sie durchaus konservativ.

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ebberger 15.11.2011, 18:06
18. Gute Nacht

Der Umstand, dass in unseren Schulen die Anforderungen an die Schüler kontinuierlich abgesenkt wurden, wird zwar gerne bestritten, ist aber für den Untergang der Hauptschule ursächlich.

Wenn Schüler nach 9 Schuljahren gerade mal eben die Grundrechenarten und eine rudimentäre Rechtschreibung beherrschen und somit nicht ausbildungsfähig sind hat die Hauptschule versagt.

Wenn jetzt nicht, wie es nötig wäre, der Hauptschulabschluss zu einem vollwertigen Bildungsabschluss - wie er es früher war - aufgewertet wird, sondern alle incl. der Leistungsverweigerer in einer Oberschule zusammengefasst werden, wird die Oberschule in wenigen Jahren dort stehen, wo die Hauptschulen heute sind.

Und der Druck auf die Grundschüler, sich für das Gymnasium zu qualifizieren, steigt weiter.

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leonardo01 15.11.2011, 18:07
19. nicht eine Schulform verdammen wegen schwarzer Schafe

Zitat von nezumi
wir, haben wir aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Arbeitgeber stellen Realschüler für kaufmännische und handwerkliche Ausbildungen ein. Hauptschüler gelten als "nicht ausbildungsreif", und dürfen Extra-Schuljahre in Berufsschule oder Ausbildungsbefähigungs-Förderklassen besuchen. Wenn die Rezepte aus den 50er / 60er Jahren offensichtlich nicht mehr ausreichen, wird's nicht langsam Zeit für einen neuen Kochkurs...?!
Viele Haupt- und Gesamtschüler mit Hauptschulabschluss werden deshalb nicht eingestellt, weil ihre Ausbildung tatsächlich grottenschlecht ist. Ich würde auch niemanden einstellen, der zwar einen Hauptschulabschluss hat, aber nicht richtig lesen und rechnen kann. Dies liegt aber nicht an der Schulform an sich, sondern nur daran, dass einige Haupt- und Gesamtschulen wirklich verkommen sind zu einem Sammelbecken für schlechterzogene Schüler, die auch oft der deutschen Sprache nicht mächtig ist, also vom Typ Rütli-Schule. Nur, solche Klientel wird man auch nicht los, wenn man sie zukünftig auf die Sekundarschule schickt.

Man sollte aber auch nicht vergessen, dass es gerade in kleinstädtischen und ländlichen Bereichen viele hervorragende Hauptschulen gibt. In unserem Städtchen haben wir solch eine Schule. Die allermeisten Schüler machen entweder noch später einen höheren Schulabschluss oder finden eine Lehrstelle. Es liegt also nicht an der Schulform an sich.

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