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Kontroverse Wahlkampfhelfer: Das sind Trumps Hassprediger
REUTERS

Law and Order - dieses Thema hat Donald Trump nach den jüngsten Polizistenmorden für sich entdeckt. Lautstark an seiner Seite: Einige der kompromisslosesten Figuren, die das Land zu bieten hat.

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karuwschka 20.07.2016, 18:37
1. Mir wird schlecht

wenn ich diesen Artikel lese! Ich lebe seit 8 Jahren hier in den Staaten und hoffte mir ein Stückchen Heimat im lesen deutscher Berichterstattung zu erhalten! Was ich hier lese bei allem Respekt hat nichts aber auch garnichts mit objektiver Berichterstattung zu tun! Es erinnert mich mehr an die dunkelsten Zeiten in der DDR, in der alles und jeder so deformiert und durchgelogen wurde bis es in die Ideologie und Wünsche der Herrschenden passt! Der Unterschied heute für mich? Ich habe gelernt frei zu sein und mein Hirn zu benutzen! Das selbe empfehle ich dem subjektiv- links angehauchten Verfasser dieses Artikels auch, um Ihretwillen, sonst frisst Sie der Hass einestages auf!

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Pleziglass 20.07.2016, 18:41
2. Nicht wir, sondern die Amis wählen.

Ich finde es ja sehr schön, dass ihr uns jeden Tag mehrmals erklärt, was für ein A ... Trump ist. Allerdings wählen nicht wir, sondern dies Amis im September.

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Aspekte plus 20.07.2016, 18:46
3.

Kompromisslose "Figuren" schon - aber Hassprediger?

Black Lives Matter ist auch kompromisslos - beim Wort genommen, unter Berücksichtigung anderer Faktoren und im Kontext ensteht eben schon der Eindruck, die Aktivisten wären zufrieden, wenn doppelt so viele oder mehr Weisse durch Polizeigewalt umkämen - einfach das doppelte des Bevölkerungsanteils in Prozenten - wie bei den Schwarzen auch. Wenn nun aber gegen die Hälfte der Tötungsdelikte von Afro-Amerikanern verübt werden, meist nicht gegen Weisse, wird es auch mehr Fahnungen geben, werden Schwarze generell exponierter sein.

Barack Obama hat immer versucht, der Präsident aller Amerikaner zu sein, hat gar Abraham Lincoln als sein grosses Vorbild genannt. Der Eindruck, BLM überteibe darin, Barack Obama für sich allein zu reklamieren, kann schon entstehen. "Zurückgeben" ist nicht möglich, dass alle Polizisten Menschen sind, hat er schon gesagt, wenn auch nicht besonders bestimmt - das macht Barack Obama schon angreifbar. Wäre Hillary Clinton eine eigenständigere Persönlichkeit, dann wäre sie gar nicht so auf Obama, als lame duck angewiesen.

Blue Lifes Matter, make America safe again sind nun auch nicht gerade DIE Hassbotschaften. Es werden ja auch nicht-weisse Polizisten erschossen. Blue Lifes Matter ist da eben schon kein schlechter Slogan.

Wirklich lügen kann Trump ja über die Zukunft nicht. Auch abenteuerliche Prognosen sind keine Tatsachenbehauptungen.

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erzengel1987 20.07.2016, 18:46
4. Demokratie

Es ist ein absolut legitimer demokratischer Prozess. Trump ist ein Populist, aber ein sehr eroflgreicher. Er verfolgt einen sehr harten politischen Stil und scheint nicht groß an Kompromissen interessiert zu sein.

Doch ist mir dieser Typ sympatischer als Barack Obama. Einfach aus folgendem Grund. Bei Trump weiß ich was mich erwartet der scheint mit recht offenen Karten zu spielen und nicht groß zu Lügen.

Bei Frau Clinton fällt es mir sehr schwer mir ein Bild zu machen. Das ist wirklich ein Armutszeugnis was die fabriziert... Wie konnten die blos so eine schwache Kandidatin aufstellen die muss doch geradezu versagen...
Andererseits ich würde mir einen Präsidenten der USA wünschen der uns Europäer ganz in Ruhe lässt. NATO kündigt und sich aus Afrika raushält und einfach mit uns ohne militärischen Druck handel betreibt.

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RRR79 20.07.2016, 18:55
5. Looser brauchen Lügen....

Law And Order. Da muss ich herzhaft lachen. Vor allem Law. Da muss man sich erstmal an der eigenen Nase fassen. Sorry, Herr Trump und seine Schergen halten von "law" nix und von "order" schon gleich gar nicht.

Bekanntlich hatte ein Ausschuss, geführt vom Republikaner Gowly, wie es jeder weiß, festgestellt, oder feststellen müssen, dass Clinton eben NICHT direkt verantwortlich für die Todesopfer von Benghasi ist - obwohl Clinton, wie es jeder halbwegs informierte Bildzeitungsleser weiß, die Verantwortung dafür übernommen hat und eben nicht gelogen hat.

Eben jene Republikaner haben gestern beim Parteikonvent ihren eigen Beschluss ihres republikanischen Ausschussvorsitzenden Gowly zum Witz verkommen lassen und diesen ignoriert. Das ganze Ergebnis dieser Untersuchung wird quasi für "nichtig" erklärt mit großen Pathos durch Chris Christie. Das soll "Law" sein? Das ist ein Witz, wenn man auf diese Weise das Gesetz und Entscheidungen eines Ausschuss, den man selbst geleitet hat derart verhöhnt.

Was da die letzten beiden Tage lief war eine Schande. Kein Programm, nur das Schüren von Hass, Angst, Vorurteilen, Verunglimpfungen und viel Action & Emotion. Naja, selbst Micky Maus könnte Präsident werden - ich denke mal Micky Maus wäre mit Sicherheit ein besserer Kandidat als Buffoon Trump, der offensichtlich nur mit Beleidigungen, Verunglimpfungen und Asphaltiergehabe punkten kann.

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EMU 20.07.2016, 18:58
6.

Zitat von schwaebischehausfrau
Was ist per se schlecht an "Recht und Ordnung"?
Das das ein ziemlich schwammiger Begriff ist, der alles und nichts bedeutet, aber vor allem die Nostalgie alter weißer Leute bedient.

Und bei den Republikanern, dass er zwar verwendet wird, aber die Mittel für die Polizei unter den Republikanern (bzw. wann immer die Republikaner mal am längeren Hebel saßen, wie z.B. jetzt) ständig gekürzt wurden. Weil, wenn genügend Leute Waffen haben, braucht man ja fast keine Polizei mehr. Und überhaupt, Polizei ist ja Staat und damit total pöhse.

Kurz "Recht und Ordnung" ist purer Stimmenfang und was man dadurch gewiss nicht bekommen wird, ist mehr Sicherheit. Das wäre ja unamerikanisch und sozialistisch.

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Lisa_can_do 20.07.2016, 19:06
7. ja, aber

Unsere deutsche Berichterstattung ist bzgl. den USA tatsächlich sehr verbesserungswürdig; Gesetz und Ordnung sind unbedingt zu verfolgen. Problem: Schwarzen in den Rücken schiessen hat nur so gar nichts damit zu tun. Ich bin schwarz und deutsch, Herr Trump würde wahrscheinlich mit mir reden, ich bin studiert und nicht bitter arm und vor allem deutsch. Als ich in Seattle im University District (University of Washington) mal schräg über die Straße ging, nicht an der Ampel, heulte plötzlich die Sirene auf und aus einem heran preschenden Polizeiauto flogen die Türen auf und 2 Cops sprangen zu mir, schrien mich an und ich sollte mich mit den Händen an die Wand stellen, Beine auseinander. Ich rief nur "I am a German, I am German" - nach ein paar Minuten realisierten die Herren, dass ich deutsch bin und liessen mich sofort laufen. Die Polizisten wollten mir nicht ihre Namen geben. Inzwischen kann mir das auch in Deutschland passieren, schlimmer noch: in Deutschland meint Jeder wie offen wir doch sind und dass das, was in den USA nie passieren könnte. Es kann. Es passiert. Und die Trump's von Deutschland sitzen auch schon in den Startlöchern.

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larsmach 20.07.2016, 19:12
8. Wegen einer kaputten Glühbirne erschossen

Zitat von schwaebischehausfrau
Was ist per se schlecht an "Recht und Ordnung"? (...)
Per se ist nichts schlecht an Recht und Ordnung. Deshalb ist auch die Erschießung afroamerikanischer Bürger kritisierbar, die nach dem Anhalten wegen eines defekten Rücklichts brav erklären, eine legale Schusswaffe im Fahrzeug zu haben und dann beim Griff zum Führerschein mit mehreren (!) Schüssen aus Polizeiwaffen getötet werden. Mehr als 500 von der Polizei erschossene US Bürger in nur einem halben Jahr (seit 1.1.) - es braucht keine großen Worte, um deutlich zu sehen, dass etwas schief läuft.

Solche Ereignisse haben auch mit "Recht und Ordnung" nichts zu tun, und es sind auch keine "Kollateralschäden". Das hat etwas mit schlechter Ausbildung und fragwürdiger (teilweise rassistisch) eingefärbter Weltanschauung bei Polizei-Angehörigen einiger US-Bundesstaaten zu tun.

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togral 20.07.2016, 19:17
9.

Ebenso wie die Briten erst mal die EU verlassen müssen um zu erkennen, was sie wirklich wollen, müssen die Amerikaner wohl erst mal einen Trump zum Präsidenten wählen. Das dürfte für diese auch eine heilsame Erfahrung werden, lehrt doch die Geschichte, dass die USA sich selbst der größte Feind sind (vergleiche Todesopfer der USA in allen Kriegen, an denen sie beteiligt waren mit der Anzahl Todesopfer im eigenen Land durch Schusswaffen seit den 60ern...)

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