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Kopf-an-Kopf-Rennen: Viele Niedersachsen mauern bei der Schicksalswahl
DPA

Die Spannung vor der Niedersachsen-Wahl ist groß, das Interesse der Wähler aber ebenso verhalten wie beim letzten Mal: Ihre Beteiligung lässt bislang zu wünschen übrig. Amtsinhaber McAllister lächelte die Aufregung weg, sein Herausforderer ging nach der Urne in den Wald zum Joggen.

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unaufgeregter 20.01.2013, 16:05
1. Nichtwähler

Zitat von sysop
Die Spannung vor der Niedersachsen-Wahl ist groß, das Interesse der Wähler aber ebenso verhalten wie beim letzten Mal: Ihre Beteiligung lässt bislang zu wünschen übrig. Amtsinhaber McAllister lächelte die Aufregung weg, sein Herausforderer ging nach der Urne in den Wald zum Joggen.
Spannend? Für wen? Für die Presse und die Politiker selbst, aber nicht für mich als Bürger. Auch ich gehöre zu den Nichtwählern, die es leid sind, zwischen Pest und Cholera zu wählen. Meine Stimme behalte ich.

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knieselstein 20.01.2013, 16:07
2. Also, wenn es für Weil

nicht reicht, an SPON hat es auf keinen Fall gelegen, die haben bis heute ihr Bestes gegeben :-)

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lautus 20.01.2013, 16:14
3. Nur fünf Varianten?

Zitat von sysop
Die Spannung vor der Niedersachsen-Wahl ist groß, das Interesse der Wähler aber ebenso verhalten wie beim letzten Mal: Ihre Beteiligung lässt bislang zu wünschen übrig. Amtsinhaber McAllister lächelte die Aufregung weg, sein Herausforderer ging nach der Urne in den Wald zum Joggen.
Das sehe ich aber ganz anders!

Wer wirklich etwas bewegen will und genug hat von 25 Jahren neo-liberaler Politik, wählt lieber strategisch, sollte auch mal Mut beweisen und sich nicht blenden lassen von scheinbarer Alternativlosigkeit und eingeschränkten Varianten: Wieder einmal strahlt eine Landtagswahl in Niedersachsen auf uns alle ab.

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echo0815 20.01.2013, 16:16
4. Wieso Schicksalswahl ?

Letztlich ist es doch egal, wer von den beiden großen Parteien gewinnt. Im Endeffekt wird sich wohl kaum was in der Politik ändern, höchstens in der einen oder anderen Nuance - regional bezogen. Weitaus interessanter wird die Wahlbeteiligung und das Ergebnis der Piraten und Linken.

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trackerdog 20.01.2013, 16:18
5. Kopf an Kopf

Seit wann machen sich Medien und Politiker sorgen um die Wahlbeteiligung?
Wenn nur noch 10% wählen, dann ist das eben 100%.
Aber warum sollte man wählen, wenn man keine Wahl hat?
Erst wenn Nichtwählerstimmen zählen würden wie Wählerstimmen, dann würde Bewegung in den zähen Apparat kommen.
Weniger Geld und weniger Mandate würden den Blockparteien richtig wehtun!

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WBöhme 20.01.2013, 16:21
6. Schicksalswahl? Zitterwahl?! Unsere Blockparteien kommen seit Jahrzehnten auf 80-90%

Schicksalswahl? Zitterwahl?! Unsere Blockparteien kommen seit Jahrzehnten auf 80-90% der Wählerstimmen.

Diese Wahl ist doch gelaufen, bevor sie überhaupt statt gefunden hat.

Viele Wähler gehen nicht zur Wahl, weil sie spüren, dass sie nichts zu wählen haben, sondern nur eine System alternativlos bestätigen sollen.


Jeder der von einer "Zitterwahl" oder "Schicksalswahl" spricht, arbeitet an dem Anschein - besser gesagt - an einer Inszenierung eines Unterschiedes zwischen SPD/CDU/Grüne/FDP.

In allen wesentlichen politischen Fragen und Inhalten sind diese Parteien konvergent. Was dort wirklich noch gewählt wird ist mir ein Rätsel. Zittern werden da allenfalls noch ein kleines Grüppchen von Postenanwärtern und ihre Fans um ihre schöne Gehälter und Positionen.

Wer noch meint, dass bei diesen Parteien ein wesentlicher Unterschied bestehe und der Bürger tatsächlich etwas zu wählen habe, der möge sich zehn politisch kontroverse Fragen der letzten Jahre in Erinnerung rufen und sich zu jeder Frage überlegen, ob eine der o.g. Parteien (jenseits irgendwelcher Fußnotentexte) eine wirklich kontroverse Position zu den anderen einnimmt und glaubhaft eine Änderung des Bisherigen durchsetzen wird. Zur Erinnerung ein paar Stichworte: ESM, EUR, EU-Intergration, Rundfunkgebührenzwangsabgabe, Beschneidung von Säuglingen, Regulierung des Banken- und Aktienmarktes ...

Mein Vorschlag daher, bei der Berichterstattung zu Wahlen und den grafisch dargestellten Wahlprognosen: Man sollte diese vier Parteien zu einer Partei, einem Block zusammengefasst, darstellen. Innerhalb dieses Blocks, können dann meinetwegen noch ein paar punktierte Linien eintragen werden, die die historisch bedingte Zusammensetzung (die einzelnen Parteiflügel) dieses Blocks darstellen.

Diese Grafik würde jedem Bürger das tatsächliche inhaltliche Demokratiedefizit, in unserem Land vor Augen führen.

Ich halte das Nicht-wählen für die falsche Antwort auf die politische Alternativlosigkeit, weil es dieses System durch Fatalismus bestätigt.

Es gibt auch die eine oder andere vernünftige Splitterparteien, von den manche durch ein einfaches Prozentpunkt mehr zum Weitermachen ermutigt würde und im Übrigen auch finanzielle Unterstützung erhielte.

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fred_krug 20.01.2013, 16:26
7. Stimmungstest für die Bundespolitik?

Ich halte es für sehr vermessen, die Niedersachsen-Wahl für einen Stimmungstest für die kommende Bundestagswahl zu halten.

Zum einen ist die Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl stets eine deutlich bessere als in den Bundesländern (zwar mit sinkender Tendenz, gleichwohl zuletzt noch nicht mal 30% Nichtwähler-Anteil bei Bundestagswahlen, dagegen das Mittel aller letzten Landtagswahlen bei über 41%, in Niedersachsen dabei 43%); zum anderen sprechen die Statistiken der infratest dimap eine in Details deutlich andere Sprache.

Stimmungstest? Das sieht anders aus - vor allem mit noch 8 Monaten, die bis zur Bundestagswahl verstreichen werden.

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nimda 20.01.2013, 16:27
8. Keine Achtung vor Wahlverweigerer.

Zitat von unaufgeregter
Spannend? Für wen? Für die Presse und die Politiker selbst, aber nicht für mich als Bürger. Auch ich gehöre zu den Nichtwählern, die es leid sind, zwischen Pest und Cholera zu wählen. Meine Stimme behalte ich.
Wahrscheinlich haben Sie nie in einem totalitären Staat gelebt und keine Ahnung, wieviel Opfer von "kleinen Leuten"erbracht wurden, bis auch Menschen wie Sie wählen durften.
Ich bin kein Partei-Anhänger, aber trotzdem geistig in der Lage das zu überprüfen, was angeboten wird.
Zum Beispiel ob tausende von ausgenutzten Arbeitskräfte endlich die Chance auf einen Mindestlohn haben werden.
Ob Kinder von Unten studieren können oder es ein Privileg der besser Verdienenden bleiben soll.
Ob ich auch morgen noch meine Miete bezahlen kann , usw.usw.
Für mich als Person, die sowohl in der Nazizeit als auch in der DDR gelebt hat, sind Sie und Ihresgleichen nicht wert, dass sie ein Wahlrecht besitzen.

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Roland Müller 20.01.2013, 16:29
9. Es ist bitter zu wissen

was die Nichtwähler alles erreichen/verändern könnten, wenn Sie zur Wahl gingen.

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