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Kopftuchverbot an Schulen: Diskutiert das bitte woanders
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Ein Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahre sei zulässig, heißt es in einem neuen Rechtsgutachten. Aber allein die Debatte darum ist schon diskriminierend - und in Deutschland völlig fehl am Platz.

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grabenkaempfer 30.08.2019, 09:26
110.

Haben Frauen und Töchter von muslimischen Männern eine Wahl ob sie Kopftuch tragen wollen oder nicht? In den meisten Fällen lautet die Antwort wohl nein. Das direkt mit dem Diskriminierungsvorwurf eine Diskussion unterbunden wird sagt schon alles aus.

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Malshandir 30.08.2019, 09:28
111. Falsches Demokratieverständnis

Die autorin zeigt nur eines deutlich, ein fehlendes Demokratieverständnis.
zu einer Demokratie gehört der Disput, man muss alles offen diskutieren können, dazu gehört eben auhc das Kopftuchverbot.
Genauso wie die Autorin hier Ihre Meinung kundtun darf, muss sie eben auch akzeptieren, dass andere Menschen eine gegenteilige Meinung haben.
Leider ist dieser Disput in Bezug auf den Islam und die Flüchtlingsbewegung zum erleigen gekommen, da grundsätzlich kritische Stimmen sofort in die rechte Ecke geschoben werden.

Hier muss sich etwas ändern.

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kezia_BT 30.08.2019, 09:29
112. Die Gesellschaft setzt Normen für die Kleiderordnung

Wer in Deutschland leben möchte, soll sich an die in Deutschland gültige Kleiderordnung halten. Und die sieht für Frauen im normalen Alltag eben kein Kopftuch vor. Es wird auch schließlich auch sanktioniert, wenn der Busen nicht bedeckt ist (stört z.B. in Ghana niemanden). Und wenn eine Frau in den Iran reist, hat sie einen langen Mantel zu tragen.

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man 30.08.2019, 09:33
113. Es ist schon

interessant wie der Islam im Land versucht uns mit der eingeforderten Religionsfreiheit in die angeblich intolerante und islamophobe Ecke zu drücken. Das Kopftuch dient als klare Abgenzung zwischen den wahren Gläubigen und uns die als Kuffar also Ungläubige diffamiert werden. Dazu kommt die Abgrezung in die Parallelgesellschaft, da Muslime nach dem Koran nur mit Muslimen befreundet sein sollen, nicht mit Ungläubigen. Wer´s nicht glaubt, fragt Islam-Wissenschaftler oder die Islam-Kritiker die unter Polizeischutz leben müssen.

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three-horses 30.08.2019, 09:35
114. Und nachher schweigen.

Zitat von rantzau
"ich war mal Studentin m Iran. Und musste ein Kopftuch tragen. Auch in Pakistan und in Saudi Arabien. Ich litt nicht darunter aber ich erlebte eine Erfahrung, die ich denke, alle Kopftuchtragenden jungen Frauen machen. Man fühlt sich beschützt, und total sexualisiert. Man guckt so niedlich verhuscht, fühlt sich züchtig und eigentlich wird man nur daran erinnert, dass man eine Frau ist und dann schminkt frau die Augen udn die funkeln so". Nein, ein Kopftuch sexualisiert die Frauen total. Absolut zu verbieten. Für Kinder und Jugendliche. es sei denn, man unterstützt das Mittelalter udn Kinderehen auch. Dass so eine Frau auf SPON schreiben darf. Wahnsinn!
Jeder ist die eigene Persönlichkeit. Und jeder der so über das Kopftuch bis Burka was sagen will, soll vorher Ihre ein paar Zeilen lesen. Im denen ist alles geschrieben.

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rantzau 30.08.2019, 09:36
115. Vergass noch zu erwaehnen

sie sagte noch, das Körpergefühl mit Kopftuch sei auch noch bemerkenswert. Mann kann nicht alles seitlich sehen (da man irgendwie ein Stück Tuch an den Seiten hat). Man wird weniger mobil. Vielelicht sollte man auch noch anmerken, dass bei Geburten, Kopftuchtragende Frauen stärker Probleme haben, da eben Sport und Hijab so ein bisschen problematisch sind, nebeneinander.

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Nico9 30.08.2019, 09:39
116. Religion

Und all ihre Symbole bitte daheim oder in entsprechenden Einrichtungen. So läuft das hier und recht gut meiner Meinung nach. Wer die Vorteile einer fortschrittlichen Gesellschaft mitnehmen will muss damit klar kommen.

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Helga M. 30.08.2019, 09:47
117. Das "Warum" konnte ich im Artikel nicht erkennen

Ich lebe als Christin (bzw. Atheistin) seit Jahrzehnten in einer muslimischen Familie. Die Frauen in dieser Familie sind gläubig, kennen den Koran und sagen: Es steht schlicht und einfach nicht drin, dass das Kopftuch sein muss. Sie tragen auch keins, niemand in der Familie (die Männer auch nicht), seit den 1920er Jahren. Es ist also eine Präferenz. In dem Artikel wird entsprechend auch nicht näher beschrieben, worin genau der Nutzen der Kopfbedeckung für die Trägerin liegt. Nun hat aber ggf. die Schulbehörde eine andere Präferenz, die dann zu akzeptieren ist, weil es sich um einen öffentlichen Raum handelt. Genauso kann eine Schullleiterin Spielzeug in der Grundschule verbieten, wenn das die Schüler ablenkt. Passt sicher nicht jedem, vor allem nicht den Schülern, aber ihre Aufgabe ist es nun einmal, einen reibungslosen Schulbetrieb herzustellen. Wer z.B. einen Irokesenschnitt trägt, muss auch mit den Reaktionen darauf umgehen, weil Präferenz. Wenn Kommentare sie/ihn ihn stören, kann er/sie ja die Frisur ändern. Das Kopftuch lässt sich einfach nicht mit Religionsfreiheit aufladen. Es steht nicht für Freiheit. Eher hemmt es die Religionsfreiheit, weil es gläubige Musliminnen ohne Kopfbedeckung in Rechtfertigungszwang bringen kann. Hat die Autorin schon mal in die Richtung überlegt?

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Saure Gurke 30.08.2019, 09:59
118. Kopftuch, warum nicht?

Wenn Mitschüler mit dummen Kommentaren kommen, sagen sie etwas über sich aus, nicht über die Kopftuchträgerin.
Und Zwang - schön, wenn man den woanders suchen kann ...

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im_ernst_56 30.08.2019, 10:03
119.

Der Umstand, dass die Autorin schon die Diskussion darüber, ob es das Verbot des islamischen Kopftuches für Mädchen unter 14 Jahren unterbinden will, zeigt in der Tat ein bedenkliches Demokratieverständnis. Angesichts der Tatsache, dass es in manchen Schulen religiöses Mobbing von Seiten männlicher Schüler aus konservativ-islamischen Familien gegenüber Schülerinnen gibt, die sich nicht an islamische Bekleidungsvorschriften halten (siehe BVerwG, Urteil vom 30.11.2011, 6 C 20.10, Rdnr. 44 zu den Verhältnissen am Diesterweg-Gynasium in Berlin-Wedding) muss natürlich darüber diskutiert werden können, ob einer möglicherweise vom Elternhaus oder der Community mehr oder weniger aufgezwungen Einhaltung von tatsächlich nicht geltenden (also pseudoreligiösen) Bekleidungsvorschriften mit Verboten begegnet werden sollte. Darin ist auch nichts Rassistisches. Ich bin ohnehin der Meinung, dass man der Frage der Religionsausübung in der Schule, in der Universität, am Arbeitsplatz oder im Gerichtssaal, soweit es Muslime betrifft, nicht immer mit der Rassismus-Keule begegnen sollte. In einer weitgehend säkularen Gesellschaft muss darüber diskutiert werden dürfen, ob die Religionsfreiheit für eine bestimmte Gruppe von Gläubigen zum Supergrundrecht wird.

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