Forum: Politik
Korea-Konflikt: "Kim verfolgt ein klares Ziel"
AFP/ KCNA

Was will Kim Jong Un? Warum setzt er auf schrille Drohungen gegen den benachbarten Süden und die USA? Ostasien-Experte Rüdiger Frank attestiert dem Machthaber ein rationales Verhalten und schließt eine militärische Auseinandersetzung nicht aus.

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w.uljanow 03.04.2013, 00:17
80. Eine Option?

Zitat von Izmi
Ihr Beitrag hier ist - entgegen den allermeisten anderen! - wenigstens wert, darüber zu diskutieren, weil Sie argumentieren. Wenn ich auch Ihre Argumente nicht nachvollziehen kann. Denn schließlich gibt es für Kim einen sehr gut begehbaren Weg, der ihn und sein Land durchaus nach vorne bringen könnte: Den Weg Chinas. Das würde natürlich eine starke Öffnung der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft bedeuten. Ich glaube, die Nordkoreaner (nicht nur Kim! Kim bestimmt garantiert nicht allein die Zukunft) werden genau das demnächst zulassen. Um aber ein Kippen ihres gesamten Systems zu verhindern, das schließlich auch vom Süden beeinflusst wird und bei einer Öffnung möglicherweise gegen die südkoreanische Eigenpropaganda verteidigt werden soll, zieht man jetzt schon bestimmte Grenzen. Und das mit Nachdruck, soll heißen, Drohgebärden. Die Nordkoreaner haben eben ein gleiches "Problem" wie wir in Deutschland vor über zwanzig Jahren. Die Lösung dieses Problems soll nur nicht in einem Anschlus des Nordens an den Süden sein, sondern ein Nebeneinander, das beide Staaten akzeptieren. Und genau das ist sicher auch im Sinne der Chinesen...
Das Problem einer Oeffnung ist allerdings, dann stellt sich die Kim-Dynastie selbst in Frage, denn jedem Nordkoreaner wird gewahr, wie grottenschlecht die Kims das Land in den letzten 60 Jahren gefuehrt haben. Selbst den aermsten Chinesen geht es ja wirklich viel besser und im Sueden ist das BIP pro Kopf 20 mal hoeher. Die Kims erzaehlen ihrem Volk aber immer wie schlecht es in Suedkorea laeuft, da bedarf es nicht einmal Propaganda.

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karl-felix 03.04.2013, 00:26
81. Sehe

Zitat von elowyn
Das Regime steckt viele Nordkoreaner in Konzentrations/Arbeitslager. Folter ist dort an der Tagesordnung. Das Beste für die nordkoreanischen Bürger wird sein, den Zusammenschluss mit dem Süden zu erreichen. Hoffen wir, dass das eines Tages von innen heraus geschehen wird. Die Chancen dafuer stehen jedoch schlecht.
ich ähnlich. Die Folgen eines Bürgerkrieges sind fürchterlich. Das dauert Generationen, bis die Familien ihre Gefallenen vergessen, manche verzeihen nie und üben Blutrache.
Das solllte sich jeder Kriegshetzer vor Augen führen. Ein Bürgerkrieg ist etwas völlig anderes als ein Krieg zwischen Staaten. Ein Friedensvertrag für Korea wäre schon ein riesiger Schritt vorwärts.
Ob die dann noch 100 Jahre friedlicher Koexistenz bedürfen wird sich zeigen. Die 60 Jahre Waffenruhe haben jedenfalls noch nicht ausgereicht.

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w.uljanow 03.04.2013, 00:31
82. Oekonomie ist nicht Ihr Ding?

Zitat von McMacaber
Inwieweit die hochverschuldeten USA im Falle eines nordkoreanischen Angriffs auf Südkorea die Verteidigung Des Bündnispartners, geschweige denn eine Invasion zwecks Rückeroberung, leisten können, steht auf einem anderen Blatt. Die Kosten für den Irak & Afgh.-Krieg beziffern sich bereits auf fast 6bio Dollar - hiervon 2/3tel auf Pump. Für Kim könnte sich der Feldzug hingegen lohnen - Daewoo und Samsung winken als Preis ... Soweit wird es nicht kommen, jedoch fehlt derzeit die Weltpolizei, um schlimmeres abzuschrecken :).
Die USA haben faktisch unbegrenzt Geld, da der Dollar eine international akzeptierte Waehrung ist und zu viele Staaten US-Dollars horten. Und da die USA ihre Waffen nicht im Ausland kaufen muss stellt das kein Problem da. Auf der anderen Seite sind auch die Suedkoreaner hochgeruestet und haben dazu noch die bessere Technologie, so wie 1950 werden Kriege nicht mehr gefuehrt, eine Million Infanteristen zu haben ist nicht sonderlich beeindruckend, dazu unterstuetzt mit der neuesten Technik aus den 70ern der ehemaligen UDSSR. Sie koennen doch froh sein das die USA nicht permanent mit dem Nuklaeren Vergeltungsschlag droht, denn dazu waeren sie in der Lage und ausser ihr noch Russland.

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w.uljanow 03.04.2013, 00:37
83. Warum hat sich DDR wohl aufgeloest?

Zitat von masutatsuoyama
Die Darstellung des Experten halte ich für realistisch.Habe viele Jahre in verschiedenen Ländern Ostasiens verbracht, das gibt Einblick in die Denkweise asiatischer Völker. Einige Foristen scheinen dagegen einfach nur ihr provinzialisches Pleroma.....
Sie moegen ja in mancher Hinsicht recht haben, aber Nordkoreaner werden sich mit Suedkoreanern vergleichen und deren Lebensstandard ist nun einmal wesentlich hoeher. Dazu muss man nur auf Youtube Videos anschauen ueber den Norden, es gibt ja auch wohlgesonnene, aber auch die amchen deutlich wie schlecht es im Norden laeuft. Vor 1950 war der Norden im Vergleich zum Sueden reich, jetzt ist es umgekehrt. Klar Sie koennen jetzt sagen Berichte des Roten Kreuzes, Aerzte ohne Grenzen usw. sind alle erstunken und erlogen, aber dann machen Sie sich laecherlich. Reden Sie mal mit Russen die in NK waren, wie es da zugeht.

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Euclid 03.04.2013, 02:04
84. Not so

Zitat von ekkehart-martin
Attestiert "rationales Verhalten" und schließt "militärische Auseinandersetzung nicht aus". Den Südkoreanern und den verbündeten Amerikanern mit einen Atomkrieg zu drohen scheint wohl nur für einen Nordkoreakenner rational zu sein.
Wie genau kennen sie eigentlich die USA und Korea? Ohne dies kann man sich eigentlich keine Meinung erlauben.

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RamaV 03.04.2013, 02:57
85. Nordkorea handelt...

... sehr wohl rational. Im Falle eines atomaren Angriffs wäre Seoul das Ziel. Aufgrund der geographischen Nähe zum Norden wäre Seoul praktisch kaum zu schützen. Ein Horror für Südkorea und die USA. Allerdings wird es nicht zum Krieg kommen, da der Preis für beide Seiten zu hoch wäre. Glücklicherweise scheinen das auch beide zu wissen...

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farfino 03.04.2013, 06:35
86. verzeihung aber...

...brutal flaches interview!

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Luft 03.04.2013, 06:52
87. Noch ne Runde auf's Haus

Ich wäre ja dafür, dass man Interviewte lynchen darf, wenn man mit deren Meinung nicht einverstanden ist. Herr Raab ... das sollten sie übernehmen! Der Sieger bekommt das Geld und der VERLIERER wird geteert und gefedert. Ich persönlich bin wirklich sehr froh, dass wir in der Leserschaft mehr Kompetenz haben als in irgendwelchen dahergelaufenen Instituten. Im ùbrigen Herr Raab ... denken sie mal drüber nach ... pro Anrufer 50/25 cent für Teer und Federn!!!

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huhuhu_ 03.04.2013, 06:56
88.

Zitat von masutatsuoyama
Die Darstellung des Experten halte ich für realistisch.Habe viele Jahre in verschiedenen Ländern Ostasiens verbracht, das gibt Einblick in die Denkweise asiatischer Völker. Einige Foristen scheinen dagegen einfach nur ihr provinzialisches Pleroma abzusondern. Die institutualisierte Dominanz der Proteine über die Silicate. Wer weiß schon ob es der Masse der nordkoreaner wirklich so .....
Schade um diesen wertvollen Beitrag, aber die große Masse wird diesen leider nicht lesen. Es geht in den Spiegel-Foren nur darum, in regelmäßigen Abständen nur unqualifizierten Mist abzusondern und zum nächsten Reizthema zu springen.

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karl-felix 03.04.2013, 10:25
89. Nun

Zitat von w.uljanow
Sie moegen ja in mancher Hinsicht recht haben, aber Nordkoreaner werden sich mit Suedkoreanern vergleichen und deren Lebensstandard ist nun einmal wesentlich hoeher. Dazu muss man nur auf Youtube Videos anschauen ueber den Norden, es gibt ja auch wohlgesonnene, aber auch die amchen deutlich wie schlecht es im Norden laeuft. Vor 1950 war der Norden im Vergleich zum Sueden reich, jetzt ist es umgekehrt. Klar Sie koennen jetzt sagen Berichte des Roten Kreuzes, Aerzte ohne Grenzen usw. sind alle erstunken und erlogen, aber dann machen Sie sich laecherlich. Reden Sie mal mit Russen die in NK waren, wie es da zugeht.
dann wäre die Strategie " Wandel durch Annäherung", die Bill Clinton und Obama zu Beginn dessen Amtszeit bevorzugten wohl doch die bessere im Vergleich zu Gesprächsverweigerung,Zerstörern ,Ubooten und Tarnkappenbombern und Wiedereröffnung der alten Atomanlagen.

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