Forum: Politik
Korruption - sind die Verhaltensregeln für Beamte zu streng?

Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?

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matthias schwalbe 04.02.2012, 11:35
1.

Zitat von sysop
Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?
Die Regeln sind generell schon in Ordnung.

Das Problem ist die Strafverfolgung, Maßregelung bei Aufdeckung!

Hier wieder insbesondere bei politischen Beamten....

Solange Staatsanwälte weisungsgebunden sind und der Dienstaufsicht unterliegen wird sich da schwer etwas ändern.

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Berg 04.02.2012, 11:42
2.

Zitat von matthias schwalbe
Die Regeln sind generell schon in Ordnung. Das Problem ist die Strafverfolgung, Maßregelung bei Aufdeckung! Hier wieder insbesondere bei politischen Beamten.... Solange Staatsanwälte weisungsgebunden sind und der Dienstaufsicht unterliegen wird sich da schwer etwas ändern.
Was müsste sich denn wie ändern?

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HaPeGe 04.02.2012, 11:47
3. Nein, sind sie nicht !

Zitat von sysop
Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?
Und die Annahme einer Flasche Wein o. ä. deutet nicht auf Bestechlichkeit hin. Aber was sich unser Bundespräsident als Ministerpräsident geleistet hat, ist eindeutig zu viel ! Er hat dem Amt enormen Schaden zugefügt, jeder Beamte muss sich doch vera.....t vorkommen ! Wenn er jetzt noch etwas Gutes tun will, dann sollte er zurücktreten, umgehend !

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ewspapst 04.02.2012, 11:48
4. Recht

Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?

Nein, ganz einfach, weil wir keinen korrupten Staat wollen und auch keine Beamte, die sich wie Politiker der Art von Wulff, Strauss, Kohl, Kanther, Koch, Clements und andere verhalten, die trotz ihrer Betrügereien noch als "ehrenwert" geachtet werden, von den Medien.

Den genannten "Herren" sollte man genau wie einem erwischten Beamten die Pension entziehen.

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Pens 04.02.2012, 12:15
5.

Zitat von sysop
Die Querelen um den Bundespräsidenten brachten alle möglichen Zuwendungen, die noch vor kurzer Zeit als normal und üblich angesehen wurden auf den Prüfstand. Sicher, Beamte müssen unbestechlich sein - aber deutet die Annahme jeder kleinen Zuwendung gleich auf Korruption hin? Was geht, und was geht gar nicht? Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng?
Ich denke, dass Sie generell fast in Ordnung sind, aber an einigen Stellen die typisch deutsche Bedenkenträgerei zu seltsamen Auswüchsen führt.

Beispiel: Man berichtete mir, dass Lehrer in NRW die Kosten für Klassenfahrten weitgehend aus eigener Tasche bezahlen müssen. Kommerzielle Reisveranstalter solcher Fahrten trugen dem Rechnung, indem sie gebunden an die Schülerzahl für die Begleiter ein zwei kostenfreie Freiplätze anboten. Diese dürfen nun nicht von den Lehrern in Anspruch genommen werden, sondern müssen laut Gerichtsentscheid so umgelegt werden, dass die Kosten für die Schüler sinken, während die beamteten Lehrer auf ihren Kosten sitzen bleiben- was dazu führt, dass diese Berufsgruppe die einzige ist, die Unterkunft und Verpflegung auf ihrer Dienstreise selbst bezahlen muss- und sich dreimal überlegt, ob sie überhaupt noch wegfahren will.
Legen die Betroffenen die Ersparnis nicht auf die Schüler um, ermittelt der Staatsanwalt wegen Bestechlichkeit.

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matthias schwalbe 04.02.2012, 12:16
6.

Zitat von Berg
Was müsste sich denn wie ändern?
Fragen Sie doch bitte lieber z.B. bei TI nach.

TI-Deutschland: Home

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bammy 04.02.2012, 19:25
7.

Zitat von Pens
Ich denke, dass Sie generell fast in Ordnung sind, aber an einigen Stellen die typisch deutsche Bedenkenträgerei zu seltsamen Auswüchsen führt. Beispiel: Man berichtete mir, dass Lehrer in NRW die Kosten für Klassenfahrten weitgehend aus eigener Tasche bezahlen müssen. Kommerzielle Reisveranstalter solcher Fahrten trugen dem Rechnung, indem sie gebunden an die Schülerzahl für die Begleiter ein zwei kostenfreie Freiplätze anboten. Diese dürfen nun nicht von den Lehrern in Anspruch genommen werden, sondern müssen laut Gerichtsentscheid so umgelegt werden, dass die Kosten für die Schüler sinken, während die beamteten Lehrer auf ihren Kosten sitzen bleiben- was dazu führt, dass diese Berufsgruppe die einzige ist, die Unterkunft und Verpflegung auf ihrer Dienstreise selbst bezahlen muss- und sich dreimal überlegt, ob sie überhaupt noch wegfahren will. Legen die Betroffenen die Ersparnis nicht auf die Schüler um, ermittelt der Staatsanwalt wegen Bestechlichkeit.
Das ist das Problem mit unserem Bürokratenstaat. Der ist schwerfällig und kann nicht abwägen.

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rainer_daeschler 04.02.2012, 19:51
8.

Sind die Regeln für Beamte hier generell zu streng? Für einige Politiker, die in ein Amt gelangen und Gefahr laufen an ihnen gemessen zu werden, bestimmt.

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rainer_daeschler 04.02.2012, 20:00
9.

Zitat von Pens
Beispiel: Man berichtete mir, dass Lehrer in NRW die Kosten für Klassenfahrten weitgehend aus eigener Tasche bezahlen müssen
Das scheint mir aber eher eine Sparmaßnahme zu sein. Die Reisekosten sind Sache des Arbeitgebers, bzw. Dienstherren. Als Lehrer Schüler auf einer Klassenfahrt beaufsichtigen ist alles andere als Erholung. Da gibt es nicht mal einen 8 Stunden-Tag und selbst Nachts müssen die Lehrer damit rechnen, dass ihre Schützlinge irgend einen Unfug in den Schlafsälen anstellen.

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