Forum: Politik
Korruption in Spanien: Der Affären-Staat
AP

Spaniens Premier Rajoy spricht im Parlament zur Lage der Nation - die ist miserabel. Korruptionsvorwürfe treffen seine Regierung, selbst das Königshaus wird in einen Betrugsfall hineingezogen. In Katalonien sollen Politiker ausspioniert worden sein. Was läuft in dem stolzen Land schief?

Seite 2 von 11
Whitejack 20.02.2013, 10:39
10.

Zitat von sysop
Was läuft in dem stolzen Land schief?
Nichts, was nicht auch schon früher schiefgelaufen wäre. Aber heutzutage sind Korruption und Vetternwirtschaft immer schlechter zu verbergen. Es wird - gerade im Zuge der EU-Krise - nun besonders genau hingeschaut. Übrigens nicht nur in Spanien. Die Bürger sind einfach zunehmend weniger bereit, die Selbstbedienung der einflussreichen Klasse achselzuckend hinzunehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rkinfo 20.02.2013, 10:40
11. Rücksichtsloser Egoismus statt Schadensbegrenzung

Spanien hat zugesehen als die Immobilienblase entstand und sich nicht mit den Risiken auseinandergesetzt. Da liegt auch der Verdacht nahe dass Insider sich bereichert haben. Als die Krise da war wurde auch nichts unternommen um Wertverfall der Immobilien wie per Zwangsräumung zu stoppen sondern nur Kohle der Euroländer u.a. eingefordert. So kann nicht solide regiert werden !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
schwarzes_lamm 20.02.2013, 10:47
12.

Zitat von sysop
Spaniens Premier Rajoy spricht im Parlament zur Lage der Nation - die ist miserabel. Korruptionsvorwürfe treffen seine Regierung, selbst das Königshaus wird in einen Betrugsfall hineingezogen. In Katalonien sollen Politiker ausspioniert worden sein. Was läuft in dem stolzen Land schief? [url]http://www.spiegel.de/politik/auslan
Dass (nach unseren Maßstäben) Korruption in den europäischen Mittelmeer-Anrainern seit Jahrzehnten etwas völlig alltägliches ist, sollte sich mittlerweile doch herumgesprochen haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flüchtig 20.02.2013, 10:52
13. Das Problem ist, daß....

...die weltweiten *Eliten* inzwischen keine mehr sind! Es sind Gauner in Nadelstreifen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
harald441 20.02.2013, 10:55
14. Jeder kehre vor seiner eigenen Türe!

Ich meine, daß es vollkommen fehl am Platze ist, auf Korruption im fernen Spanien zu verweisen, denn auch die BRD ist in den fast sechzig Jahren ihres Bestehens verlottert und moralisch verkommen, weshalb ein Bericht über "Die alltägliche Korruption in der BRD" für mich weitaus interessanter wäre als ein Bericht über Spanien. Denn anders als mit Korruption lassen sich die überbordenden Baukosten, für die Elbphilharmonie, Flughafen Berlin und Stuttgart 21 nicht erklären. Und das sind nur herausragende Beispiele, denn bei jedem städtischen Krankenhaus- oder Hallenbadneubau geht es doch ähnlich zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ginthos 20.02.2013, 10:55
15. Tja

Zitat von sysop
.....Was läuft in dem stolzen Land schief? [url]http://www.spiegel.de/politik/auslan
Diese Frage mit Betonung auf "stolzes" Land, ist seltsam.
Würde die Frage heißen, was läuft in dem "fleißigen" Land schief, wäre es eine sinnvolle Frage. Sofern die Spanier denn fleißig wären.
Aber "Stolz" ist ja nun in keinster Weise irgendetwas, was geeignet wäre, einen wirtschaftlichen Mißerfolg zu verhindern.

Die Frage beinhaltet also einen rheorischen Widerspruch, der
in Wahrheit keiner ist.

Es halt schlicht einfach so:
Das als vorbildlich zelebrierte neoliberale Strohfeuer, finanziert mit des fleißigen Deutschen Geld, ist abgebrannt. In einem Land, in dem jeder der Größte sein will. Aber niemand so richtig arbeiten will.
Da ist, um die Frage wenigstens zu beantworten, alles schiefgelaufen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alm Öhi 20.02.2013, 10:58
16. Millarden EU Hilfen versenkt

Wir sollten doch in Deutschland nicht so tun, als wären wir besser als die Spanier. Korruption in Deutschland (S21, BER) ist das selbe Problem. Nur leider ist es einfacher auf Spanien zu zeigen.
Das eigentliche Problem ist, das die EU-Subventionen die offiziell 2006 für Spaniens aufbau zu Verfügung stand ausgelaufen sind.
Bis 2006 war es möglich ohne großen Aufwand EU Kredite zu beantragen um eine Firma zu gründen. Selbst das verträumteste spanische Dorf am " Arsch der Welt " hatte ein offiziellen EU Berater an der Seite der billige EU Förderung zu Verfügung stellte. Das jede Firmengründung ein Einfamilienhaus für die Firmenzentrale benötige war klare Sache. Da diese Förderungen 2006 ausliefen mussten viele Banken die faulen Firmenstrukturen weiter finanzieren, nur leider ist 2008 die Blase geplatzt.
Und wer ist schuld daran?
Nicht Spanien, sondern die Geberländer. Man hätte sich die Mühe machen müssen und sich die Firmengründungen unter die Lupe zu nehmen, aber leider liegt dies außerhalb der EU-Kompetenz.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pepe_sargnagel 20.02.2013, 10:59
17.

Das so stolze Land - na ja. Wären die Spanier wirklich so stolz, dann würden sie das nicht annehmen. Wären die Deutschen wirklich so fleißig, dann hätten sie keine Zeit in Foren zu schreiben. Wären die Italiener wirklich Lebemänner würde deren System schon längst implodiert sein.

Na ja - jeder redet sich eben das ein, so wie es ihm gefällt. Jahrelanges selbstbelügen hilft dabei Tatsachen auszublenden und Wissenslücken mit "Überzeugungen" zu füllen. Ich kenne aber kaum jemanden, der das nicht tut, jedoch sind bei uns in Deutschland viele "Wissenslücken" tabuisiert und deswegen haben windige Politiker und noch windigere Journalisten darauf das Meinungsmonopol. Das ist schon irgendwie auch lächerlich, dass Journalisten und Politiker und erklären wie Wissenslücken ideologisch besetzt werden sollen.
Jedoch sind wir so aufgeklärt wie noch nie. Wir waren auch noch NIE so frei (in unserer Meinungsbildung) wie heute! Wie gesagt - ich glaubs bald; muss mir das nur noch ein wenig länger einreden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
abominog 20.02.2013, 10:59
18. Früher dachte ich mal

dass man als stinknormaler demokratischer Durchschnittsbürger besser geflissentlich über Verfehlungen der hiesigen Elite hinwegsehen sollte. Weil es international ja nun offensichtlich auch nicht besser ist (vor allem in diversen Monarchien des 21. Jahrhunderts nicht).

Inzwischen denke ich jedoch, dass man stattdessen besser ganz genau hinsehen (anstatt wegsehen) sollte. Warum? Aber das liegt doch auf der Hand, nicht wahr? Die ewig gestrigen Aristokraten veranschaulichen doch ziemlich eindrucksvoll, wie fehlbar die Unfehlbaren in Wahrheit sind. Und zwar nicht nur hier in Europa, sondern quasi überall auf dieser Welt. Ist es etwa nicht so?
Gott sei Dank leben wie hier in einer Demokratie. Naja, zumindest arbeiten wir daran.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BeBeEli 20.02.2013, 11:00
19. Schicksal

Da die sogen. Europäische Union - in Kohls Worten - unser Schicksal ist, betreffen die Zustände in Spanien oder auch in Italien auch uns. Sie haben uns längst infiziert. Korruption und Verantwortungslosigkeit haben auf diesen unseren Staat übergegriffen. Das Bittere daran ist, dass Spanien weder ökonomisch, noch demographisch eine Zukunft hat und der Norden gewissermaßen den Niedergang des Südens finanzieren muß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 11