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Kosovo-Konflikt: Nato beordert deutsche Eingreiftruppe erneut auf den Balkan
REUTERS

Im Kosovo-Konflikt fordert die Nato erneut die Eingreiftruppe der Bundeswehr an. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schickt Berlin schon Ende September die 700 Mann starke Kriseneinheit aus Deutschland und Österreich in Richtung Balkan - zum dritten Mal in diesem Jahr.

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martin-gott@gmx.de 22.08.2012, 19:22
1. wie lange noch

Zitat von sysop
Im Kosovo-Konflikt fordert die Nato erneut die Eingreiftruppe der Bundeswehr an. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schickt Berlin schon Ende September die 700 Mann starke Kriseneinheit aus Deutschland und Österreich in Richtung Balkan - zum dritten Mal in diesem Jahr.
wäre schön wenn die Politik sich nicht immer auf soche Endloskonflikte einlassen würde. die einzig vernünftige lösung scheint eine Teilung des Kosovos zu sein.

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ziegenzuechter 22.08.2012, 19:26
2. das

Zitat von sysop
Im Kosovo-Konflikt fordert die Nato erneut die Eingreiftruppe der Bundeswehr an. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schickt Berlin schon Ende September die 700 Mann starke Kriseneinheit aus Deutschland und Österreich in Richtung Balkan - zum dritten Mal in diesem Jahr.
hat man davon wenn man mit einem illegalen angriffskrieg eine terrortruppe wie die uck an die macht bringt und dieses gebilde dann auch noch ohne unterstuetzung durch die uno als staat anerkennt.....= projekt kosovo gescheitert!

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hdwinkel 22.08.2012, 19:43
3. Kosovo

Zitat von sysop
Im Kosovo-Konflikt fordert die Nato erneut die Eingreiftruppe der Bundeswehr an. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schickt Berlin schon Ende September die 700 Mann starke Kriseneinheit aus Deutschland und Österreich in Richtung Balkan - zum dritten Mal in diesem Jahr.
Der Kosovo-Konflikt wirkt ein wenig wie die Blaupause zu aktuellen Konflikten wie in Libyen und Syrien.
Auch im Kosovo gab es anfangs eine Gemengelage mit hohem Konfliktpotential:
- Unterdrückung einer (albanischen) Bevölkerungsmehrheit
- hohe Arbeitslosigkeit (insbesondere junge Männer) und fehlende Perspektiven
Wie wurde das Problem versucht zu lösen? Mit Krieg. Bezeichnenderweise mit gefälschten Annahmen (Hufeisenplan usw).
Auch waren natürlich Großmachtinteressen im Hintergrund dabei, auf der einen Seite ein als Moskau-freundlich geltender Milosevic, auf der anderen Seite der Westen, der so mal rein zufällig die chinesische Botschaft bombardierte. Das aber nur nebenbei.

Wie kam es eigentlich zum Krieg und warum wurde er überhaupt geführt, gab es keine friedliche Alternative?
Es hat sich ein vom Westen ermutigter bewaffneter Widerstand gründet, dem mit Luftschlägen der NATO zum Sieg verholfen wurde.
Es ist extrem zweifelhaft ob das bewaffnete Eingreifen dem Völkerrecht entsprach.
Es war von Anfang an egal welche Leute sich da bei der UCK versammelt hatten. Vom überzeugten Rebellen bis hin zum Schwerverbrecher, die in Sachen Greuel den serbischen Truppen in nichts nachstanden, einschließlich ethnischer Säuberungen.

Das Ergebnis ist bekannt und auch nicht anders zu erwarten: Ein nicht selbst lebensfähiger Staat Kosovo, der noch dazu von zweifelhaften Politikern mit Verbindung in das organisierte Verbrechen geführt wird. Noch mehr verfeindete Bevölkerungen die jetzt auch noch die Kriegsgreuel mit sich herumschleppen.
Die Arbeitslosigkeit ist noch größer als vorher.
Krieg ist offensichtlich kein optimaler Ausgangspunkt für ein späteres friedliches Miteinander. Aber das stand auch nicht auf der Agenda.

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robbyy 22.08.2012, 19:53
4. Es hat System

Von beiden Seiten wird die Spannung hochgehalten, damit die internationalen Truppen dableiben, denn sie bringen viel Geld ins Land und davon profitieren alle lokalen Kräfte. Man ist nicht an einer Beruhigung der Lage und einem Abzug der Truppen interessiert. Zur Not werden eben Unruhen provoziert, wie im Kosovo schon öfters passiert. Ich habe zwei Jahre dort gearbeitet.

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hakimjo 22.08.2012, 20:09
5. Frieden braucht einen Vertrag

Kosovo ist das Grenzgebiet zwischen Serbien und Albanien. Das angeblich unabhängige und multieethnische Kosovo ist totgeboren. Um den Konflikt dort zu beenden und Kosovo eine Entwicklungschance zu geben, braucht es einen Friedensvertrag zwischen Albanien und Serbien.

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Klopsdrops 22.08.2012, 20:29
6.

Zitat von robbyy
Von beiden Seiten wird die Spannung hochgehalten, damit die internationalen Truppen dableiben, denn sie bringen viel Geld ins Land und davon profitieren alle lokalen Kräfte. Man ist nicht an einer Beruhigung der Lage und einem Abzug der Truppen interessiert. Zur Not werden eben Unruhen provoziert, wie im Kosovo schon öfters passiert. Ich habe zwei Jahre dort gearbeitet.
Und sowohl die militärische als auch die zivile Führung der Bundeswehr stört das auch nicht sonderlich ... hat man doch auf diese Weise stets einen überaus realen, riesigen Truppenübungsplatz, auf dem die Truppe und viele Soldaten der Bundeswehr echte Einsatzerfahrung sammeln können, ohne gleich wie in Afghanistan permanent Leib und Leben zu riskieren ... so makaber das auch klingen mag.

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glücklicher südtiroler 22.08.2012, 21:08
7. Kosovo...

Zitat von sysop
Im Kosovo-Konflikt fordert die Nato erneut die Eingreiftruppe der Bundeswehr an. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE schickt Berlin schon Ende September die 700 Mann starke Kriseneinheit aus Deutschland und Österreich in Richtung Balkan - zum dritten Mal in diesem Jahr.
Nichts ist 'gelöst' auf dem Balkan. Der Kosovo ist bis heute kein international anerkannter Staat; der Anerkennungsprozess ist längst ins Stocken geraten und es finden sich keine neuen Länder mehr die den Kosovo anerkennen. Die UNSR Mächte Rußland und China blockieren jede Anerkennung und UNO Mitgliedschaft seit Jahren mit Erfolg. Der Kosovo ist heute eine von der KFOR militärisch abgesicherte Enklave die sich 'unabhängiger Staat' schimpft und am Tropf von EU und Nato hängt. Es ist eine blockierte Situation; den Menschen im Kosovo, gleich welcher Nationalität; hilft das am wenigsten. Die €Krise sorgt jetzt dafür daß die Konjunkturaussichten auf dem Balkan und in den angrenzenden Ländern immer schlechter werden. Slowenien und Serbien sind reif für Rettungspakete aller Art, BiH und Mazedonien bleiben tendenziell politisch instabil und durch ethnische Konflikte gefährdet. Die EU und Nato haben im wesentlichen einen ethnischen Flickerl- und Staatenteppich mitgeschffen der sich nur bedingt an ethnischen Grenzen orientiert; mit ein Beitrag jeden ethnischen Konflikt zu verewigen. Die Soldaten können keinen Konflikt lösen; das muß die Politik tun. Sie sind nur der Deckel der mit aller Gewalt auf den siedenden Topf gepresst wird. Die Lösungen waren bisher nicht 'gerecht'; man hat geglaubt vermeintliche good guys zu belohnen und bad guys zu bestrafen. Das ist aber keine weitsichtige Politik...

Die Neuordnung des Balkans ist noch nicht abgeschlossen...

Schian Gruaß...

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Ernst August 22.08.2012, 21:12
8.

Zitat von hdwinkel
Der Kosovo-Konflikt wirkt ein wenig wie die Blaupause zu aktuellen Konflikten wie in Libyen und Syrien. Auch im Kosovo gab es anfangs eine Gemengelage mit hohem Konfliktpotential: - Unterdrückung einer (albanischen) Bevölkerungsmehrheit - hohe Arbeitslosigkeit (insbesondere junge Männer) und fehlende Perspektiven Wie wurde das Problem versucht zu lösen? Mit Krieg. Bezeichnenderweise mit gefälschten Annahmen (Hufeisenplan usw). Auch waren natürlich Großmachtinteressen im Hintergrund dabei, auf der einen Seite ein als Moskau-freundlich geltender Milosevic, auf der anderen Seite der Westen, der so mal rein zufällig die chinesische Botschaft bombardierte. Das aber nur nebenbei. Wie kam es eigentlich zum Krieg und warum wurde er überhaupt geführt, gab es keine friedliche Alternative? Es hat sich ein vom Westen ermutigter Widerstand gründet, dem mit Luftschlägen der NATO zum Sieg verholfen wurde. Es ist extrem zweifelhaft ob das bewaffnete Eingreifen dem Völkerrecht entsprach. Es war von Anfang an egal welche Leute sich da bei der UCK versammelt hatten. Vom überzeugten Rebellen bis hin zum Schwerverbrecher, die in Sachen Greuel den serbischen Truppen in nichts nachstanden, einschließlich ethnischer Säuberungen. Das Ergebnis ist bekannt und auch nicht anders zu erwarten: Ein nicht selbst lebensfähiger Staat Kosovo, der noch dazu von zweifelhaften Politikern mit Verbindung in das organisierte Verbrechen geführt wird. Noch mehr verfeindete Bevölkerungen die jetzt auch noch die Kriegsgreuel mit sich herumschleppen. Die Arbeitslosigkeit ist noch größer als vorher. Krieg ist offensichtlich kein optimaler Ausgangspunkt für ein späteres friedliches Miteinander. Aber das stand auch nicht auf der Agenda.


Im Kosovo gibt es nun das Camp Bondsteel.
Es ist die größe neue US Basis der letzten Jahrzehnte.
Sie nimmt einen erherblichen Teil des Kosovo ein.


Es ging in Jugoslawien um 2 Dinge.
Die sozialistische Regierung musste weg (eine weitere Gemeinsamkeit mit dem Irak, Libyen und Syrien - alles nach Plan) und die strategische Position (Landverbindung zur Türkei) musste unter westliche Kontrolle.
Die Ziele sind erreicht und die dusseligen Europäer können dort brav die aufeinandergehetzten Bevölkerungsgruppen bis in alle Ewigkeit trennen.


Die Arbeitslosigkeit in Serbien beträgt ca. 24% und in Bosnien beträgt sie ca. 40% (kein Mensch redet darüber obwohl das höhere Werte sind wie in Spanien und Griechenland).
Im Kosovo beträgt sie sogar 48%.
34% leben unterhalb der Armutsgrenze.
12% sogar unter der Extremgrenze mit 1,02 € pro Tag (31 Euro im Monat).


Auch in Kroatien liegt die Arbeitslosikeit über 20%.

Die Menschen im zerschlagenen Jugoslawien sind im wahrsten Sinne des Wortes frei.
Frei von Arbeit und frei von Geld.

Also ist alles in Demokratie und daher den Demokraten sche... egal.
Sie haben ihre Achse Richtung Türkei und ihre strategisch wichtige US Basis und ein schmuckes Land in die Freiheit entlassen und gaukeln ihm auch noch vor in die EU kommen zu können obwohl die Arbeitslosigkeit da jetzt schon höher ist wie im übrigen Süden.
Auch diese Ecke steht irgendwann vor der Explosion.

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cocon 22.08.2012, 21:13
9. Stoerfaktor Serbien

Immer wieder und dies seit Anfang des 20sten Jahrhunderts, erweist sich Serbien als permanenter Stoerungsfaktor auf dem Balkan und darueberhinaus des Europa insgesamt!
Der Wahlsieg der ultranationalistischen Kraefte sowie der (laecherliche) Versuch Belgrads, das demokratische Europa mit dem Putin-Russland zu erpressen ... in dem es eine militaerische (sic!) Praesenz Moskaus auf dem Balkan herbeisehnt und herbeiredet...sind die neuesten Allueren serbisdcher Machthaber.
Kosovo indes, geht seinen Weg weiter und ist auf die Kooperation mit all seinen Nachbarn ausgerichtet.Die euroatlantische Allianz, mit starkem Engagement Deutschlands, unterstuezt und verteidigt diesen friedlichen Weg kosovarischer Emanzipation.
Das Saebelrasseln Belgrads in Bosnien ist noch der einzige wunde Punkt grosserbischer Gebaerden, die es um jeden Preis zu verhindern gilt. Nur danach wird es endlich im Suedosten Europas der allzeit tragfaehiger Friede einkehren: zum Wohle des ganzen Kontinents und der demokratischen Weltgemeinschaft insgesamt.
Velimir Philo Tomulic
lic.iur., mr.rer.pol.

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