Forum: Politik
Krach in Großer Koalition: Union wirft SPD Trickserei bei Doppelpass vor
DPA

In der Großen Koalition ist offener Streit über die doppelte Staatsbürgerschaft ausgebrochen. Spitzenpolitiker von CDU und CSU empören sich über einen Vorstoß rot-grüner Bundesländer und warnen vor einem Bruch des Koalitionsvertrages. Die SPD ist genervt von der "beleidigten Leberwurst".

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pleromax 27.02.2014, 14:34
90. Nicht nachvollziehbar

Was können diese ganzen konservativen Schrecknasen eigentlich dagegenhaben, wenn durch konsequente Einbürgerung mehr und mehr meist kleine Steuerzahler geschaffen werden, die doch dann später ihre Sponsoren raushauen, wenn diese den Karren mal wieder an die Wand gefahren haben: Banken, Bau-, Versicherungs- und Kaufhauskonzerne und was der Lobby-Industrien mehr sind? Nicht zu vergessen die ganzen korporativen Entsorgungsparks, die denselben Politikern ihre Appanagen nach deren Rückzug oder Rauswurf aus dem politischen Tagesgeschäft garantieren ...

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wolly21 27.02.2014, 14:56
91.

Zitat von herbert
Den doppelten Pass gibt es in Deutschland schon seit langem !!!!.... ....Wenn ein Migrant nachweisen kann, dass er oder sie in ihrem Herkunftsland einen Besitz hat (Land, Haus, Geld) und das haben viele, dann bekommt man den doppelten Pass in Deutschland. Wäre nur die deutsche Staatsbürgerschaft möglich, würden die Migranten alle Rechte an ihrem Besitz im Ausland oft verlieren. Das wäre schlicht Unmenschlich und würde garantiert gegen internationales Recht verstossen.
Warum? Land Haus kann man auch verkaufen, Geld kann man mitnehmen.

Zitat von
Das was die CSU da betreibt ist schlicht Hetze gegen Migranten. In anderen Ländern ist eine doppelte Staatsbürgerschaft gang und gebe, ....
Wie wichtig ist die Staatsbürgerschaft?
Wichtiger als Haus- und Grundbesitz?
Besitz kann man verkaufen, für den Erlös sich neuen Besitz schaffen.
Geht das mit der Staatsbürgerschaft auch?

Wozu überhaupt Staatsbürgerschaft?
Man könnte die auch verteilen wie Touristen-Visa? :-))

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alohas 27.02.2014, 15:00
92.

Zitat von bert.hagels
... die Einwanderung zur Kenntnis zunehmen, hatte aber handfeste Folgen und führte zu einer öffentlich immer wieder proklamierten Verkennung der gesellschaftlichen Realitäten. Hinsichtlich der Staatsbürgerschaft wurde rechtlich alleinig am .....
Die Debatte, ob die Anerkennung als Einwanderungsland zu besserer Integration geführt hätte, ist eine Gespensterdebatte nach dem Motto, was wäre gewesen, wenn… Genauso könnte man sagen, dass die Haltung des rot-grünen Lagers, keine Anpassung von Einwanderern zu fordern und diese auch noch zu verherrlichen, weil sie eben keine Deutschen sind, ebenso eine verhängnisvolle Verkennung der Realitäten war. So oder so, es gibt auch Zuwanderer mit deutschem Pass, die sich aufgrund kultureller Differenzen niemals in eine westliche Gesellschaft integrieren werden und welche mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die deutscher sind als mancher Ureinwohner. Zur SPD; auch hier gab es bekanntlich einige Fälle hochrangiger Politiker, die sich kraft ihres Amtes erhebliche persönliche Vorteile verschafft haben – und das zum Nachteil weiter Teile der Bevölkerung. Man muss das nicht gleich Korruption nennen, aber es geht zumindest in die Richtung, auf jeden Fall ist es mehr als schändlich, zumal man sich ja immer als Partei der Gutmenschen geriert. Sozialabbau, Gift-Glühbirnen und jetzt auch noch ein Pädophiler - ja, diese Partei gehört wirklich FDPisiert, d. h. in die Bedeutungslosigkeit gewählt.

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erich21 27.02.2014, 15:06
93. Sehr geehrter Herr Gabriel,

die Frau Dr. Merkel kann ja nicht anders, wie wir immer wieder hoeren, sind die C Parteien ja Geschwister. Aber sie koennen anders. Lassen sie die Herrschaften doch bitte minderheitsregieren! Das Spiel haben die Herrschaften doch bereits mit der FDP durchgezogen. Je laenger die SPD dabei bleibt, desto groesser der Schaden. Oder sind es doch die schoenen Posten? Nein, das will ich einfach nicht glauben.

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DenkenKannHelfen! 27.02.2014, 16:10
94. Meine Güte...

...jedes Mal die selbe Leier, wenn dieses Thema auf den Tisch kommt.
Wäre schön, wenn einer dieser Hetzer mal konkret aufzählen würde, wo denn die angeblichen Vorteile der doppelten Staatsbürgerschaft liegen sollen. Oder die Nachteile für Deutschland. In meinen 34 Lebensjahren mit doppelter Staatsbürgerschaft ist mir nämlich noch keiner begegnet, im Gegenteil, ich denke dass vor allem dieses Land mehr profitiert hat. Und das mit der Loyalität ist doch auch albern, wieso soll ich denn nicht gegenüber Vater- UND Mutterland loyal sein können? Bei Papa und Mama klappt es doch auch!
Allein wenn ich die engstirnigen Kommentare hier lese, bin ich froh, notfalls einen sicheren Hafen in Form meines zweiten Passes zu haben, sollte diese unverhohlene Migrantenfeindlichkeit hier wieder salonfähig werden.

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e-dirk 27.02.2014, 17:25
95.

Zitat von Calenberg
Es spricht nichts gegen zwei Staatsbürgerschaften, oder drei oder vier oder mehr.
Ok.
Zitat von Calenberg
Was aber nicht geht, ist, dass zwei rechtlich gleich gestellte Staatsbürger in unterschiedliche Rechte haben sollen, also 'gleiches Recht für alle' nicht mehr gilt. ...
Welche zusätzlichen Rechte erwachsen dem Inhaber einer zweiten Staatsbürgerschaft in Deutschland, die der Inhaber nur einer Staatsbürgeschaft nicht hat?
Oder andersrum
Was hindert einen Deutschen in ein anderes Land auszuwandern und dort die zweite Staatsbürgerschaft zu beantragen?

Dirk

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bert.hagels 27.02.2014, 17:51
96. So nicht ...

Zitat von alohas
Die Debatte, ob die Anerkennung als Einwanderungsland zu besserer Integration geführt hätte, ist eine Gespensterdebatte nach dem Motto, was wäre gewesen, wenn…
Nein, es ist keine Gespensterdebatte, sondern Ursachenforschung. Bereits die sozialliberale Koalition hätte reagieren und Staatsbürgerrecht wie Ausländerrecht ändern und auf ein repubilkanisch-westeuropäisches Maß bringen müssen. Die Kohl- Regierungen hat das alles vollkommen verschlafen und zu Anfang der 90er noch mit einer "Das Boot ist voll"-Debatte gezündelt. Die Ergebnisse waren Mölln, Solingen, Rostock, Hoyerwerda.

Zitat von alohas
Genauso könnte man sagen, dass die Haltung des rot-grünen Lagers, keine Anpassung von Einwanderern zu fordern und diese auch noch zu verherrlichen, weil sie eben keine Deutschen sind, ebenso eine verhängnisvolle Verkennung der Realitäten war.
Das ist Unsinn, weil SPD und Grüne lediglich eine Abkehr vom völkischen Prinzip im Staatsbürgerrecht gefordert haben; die rotgrüne Reform aus dem Jahr 2000, die Koch & Konsorten im Bundesrat mit der Einführung des Optionszwangs zu einem bürokratischen Ungheuer haben werden lassen, sieht vor, dass Einbürgerungswillige acht Jahre straffrei und legal in Deutschland gelebt haben müssen. Ihre Aussage ist also billige Polemik.

Zitat von alohas
Zur SPD; auch hier gab es bekanntlich einige Fälle hochrangiger Politiker, die sich kraft ihres Amtes erhebliche persönliche Vorteile verschafft haben – und das zum Nachteil weiter Teile der Bevölkerung. Man muss das nicht gleich Korruption nennen, aber es geht zumindest in die Richtung, auf jeden Fall ist es mehr als schändlich, zumal man sich ja immer als Partei der Gutmenschen geriert. Sozialabbau, Gift-Glühbirnen und jetzt auch noch ein Pädophiler - ja, diese Partei gehört wirklich FDPisiert, d. h. in die Bedeutungslosigkeit gewählt.
Wenn man nicht mehr weiter kommt, wid pauschalisiert und ausgewichen. Es ging um Korruption, und einen Herrn Kreidl, einen Herrn Schmid hat es in der SPD nicht gegeben. Ich weiß nicht, was Sie unter "Sozialabbau" konkret verstehen, dazu kann man ja poltisch stehen, wie man will; aber mit Korruption hat das genausowenig zu tun wie private moralische oder strafrechtlich relevante Verfehlungen einzelner Politiker. Politiker, die unter Pädophilieverdacht stehen, gibt es auch in der CDU:
http://www.welt.de/politik/deutschla...Politiker.html

Nach wie vor sehe ich keinen vernünftigen Grund, die doppelte Staatsbürgerschaft zu verteufeln. Vielmehr scheint mir, das deren Verächter auf den allenigen Besitz der deutschen so stolz sind, weil sie sonst wenig haben, auf das sie stolz sein könnten; da verlangt man schon mal mal nach der Exklusivität des Kollektivs. Der Widerstand gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ist eher ein sozialpsychologisches als ein politisches Problem. Nur machen sich das die üblichen Verdächtigen wieder zu Nutze.

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Gemeinwohl1 27.02.2014, 17:52
97. Fremdenfeinde ?

[QUOTE=pleromax;15015724]"Was können diese ganzen konservativen Schrecknasen eigentlich dagegenhaben, wenn durch konsequente Einbürgerung mehr und mehr meist kleine Steuerzahler geschaffen werden, die doch dann später ihre Sponsoren raushauen..."

Wozu dann den 2. Pass ? Um genau dann abzuhauen, wenn sie gebraucht werden. Steuern zahlen sie hoffentlich ja jetzt schon...

Ich bin es so leid, dass (nicht Sie aber andere hier) immer wenn das Allgemeinwohlinteresse vertreten wird irgendwelche Ideologen aus ihrem nicht selten Allgemein-finanzierten Reservat hervorspringen und Fremdenfeind, Nazi, Bazi, Ewiggestrige schreien, als ob das ein Argument wäre...

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udo1949 27.02.2014, 18:10
98. Der

Herr Scheuer hat doch ausreichend Erfahrung mit in "zwei Ländern" (Bayern und Tschechoslowakei) geltenden Papieren. Als Generalsekretär der CSU sollte er sich um die "Fluglizenzen" für die CSU - Mitglieder bemühen, die das Volk "betrogen" haben (Wer betrügt, fliegt), sonst könnte es für seinen Herrn "Schmähhofer" peinlich werden, wenn ihn sein bayrisches Wahlvolk als "Lügner" erkennt und ihn nicht mehr wählt (Die Hoffnung stirbt zuletzt). Ansonsten kann er gerne weiter das machen, was in der "bajuwarischen Landwirtschaft" im Winter scheinbar problemlos gelingt: "Leeres Stroh dreschen".

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alohas 27.02.2014, 19:24
99.

Zitat von bert.hagels
Nein, es ist keine Gespensterdebatte, sondern Ursachenforschung... Das ist Unsinn, weil SPD und Grüne lediglich eine Abkehr vom völkischen Prinzip im Staatsbürgerrecht gefordert haben... Ihre Aussage ist also billige Polemik. Wenn man nicht mehr weiter kommt, wid pauschalisiert und ausgewichen. Es ging um Korruption, und einen Herrn Kreidl, einen Herrn Schmid hat es in der SPD nicht gegeben. Ich weiß nicht, was Sie unter "Sozialabbau" konkret verstehen, dazu kann man ja poltisch stehen, wie man will; aber mit Korruption hat das genausowenig zu tun wie private moralische oder strafrechtlich relevante Verfehlungen einzelner Politiker. Nach wie vor sehe ich keinen vernünftigen Grund, die doppelte Staatsbürgerschaft zu verteufeln. Vielmehr scheint mir, das deren Verächter auf den allenigen Besitz der deutschen so stolz sind, weil sie sonst wenig haben, auf das sie stolz sein könnten; da verlangt man schon mal mal nach der Exklusivität des Kollektivs. Der Widerstand gegen die doppelte Staatsbürgerschaft ist eher ein sozialpsychologisches als ein politisches Problem. Nur machen sich das die üblichen Verdächtigen wieder zu Nutze.
Grundsätzlich macht es für mich eben einen gewissen Unterschied, ob ein Provinzpolitiker korrupt ist oder ob Bundespolitiker ein ganzes Land nachhaltig schädigen, nur weil sie z. B. Spezln in der Zeitarbeitsbranche haben. Deshalb möchte ich nicht, dass die gleiche Bagage sehenden Auges das nächste Unheil anrichtet, das gegen die Interessen des Landes gerichtet ist. Ich kann nämlich im Ggs. zu Ihnen keinen vernünftigen Grund für die Doppelte Staatsbürgerschaft und keinen diesbezüglichen Nutzen für das Land erkennen. Wenn Sie mir ein starkes Argument dafür liefern würden, würde ich das auch bedenken, bisher habe ich allerdings noch keins gehört. ‚Das machen alle anderen auch so‘ ist kein Argument. Deutschland muss ja nicht jeden Blödsinn mitmachen, den andere Länder machen. Und mit irgendeiner völkischen Gesinnung hat das auch nichts zu tun, denn es ist ja kein Problem, wenn z. B. ein gebürtiger Inder die deutsche Staatsbürgerschaft erhält. Dafür muss er eben die indische aufgeben. Ihre küchenpsychologischen Ansätze zur "Exklusivität des Kollektivs" finde ich übrigens äußerst amüsant.

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