Forum: Politik
Kramp-Karrenbauer in Afrika: Soldaten mussten wegen AKK-Besuch Heimflug verschieben
Arne Immanuel Bänsch/ DPA

Bei der Bundeswehr in Mali herrscht nach dem Besuch von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer Frust: Viele Soldaten mussten wegen der Visite ihre geplante Heimreise verschieben. Die Ministerin zeigt sich reumütig.

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stefanbodensee 09.10.2019, 16:46
1. Kurios?

Was ist kurios? Dass die Soldaten sich beschweren, daß sie umbuchen mussten wegen AKK - oder dass sie sich beschweren, obwohl das dortige Kontingent bereits vorab ausreichend vom Besuch der VM gewusst hatte und es hinreichend bekannt war - oder dass AKK nun meint, sich trotz korrekt erfolgter Anmeldung vor Ort nachträglich auf die Seite der Soldaten stellen zu müssen? Kurios kurios....so vieles ....

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spieglein-an-der-wand 09.10.2019, 16:48
2. Geht's noch?

SPON lässt wohl keine Gelegenheit aus, Kramp-Karrenbauer an die Karre zu fahren. Hinter der Überschrift vermutet man, dass sie persönlich die Soldaten von ihrem Heimflug abgehalten hat. Im Artikel selbst kriegt man dann mit, dass ein logistisches Problem dahinter steckt, für das sie nun wahrlich nicht verantwortlich gemacht werden kann.

Und überhaupt: Wenn mein Job mich ins Ausland führt (und nicht nur dann), muss ich immer auf Unbill gefasst sein. Seien wir doch froh, dass es keinen militärischen Grund gab für die verzögerte Heimreise unserer Soldaten.

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lawgiver74 09.10.2019, 16:48
3. Für ein gutes Foto mit Deutschlands unbeliebtester Politikerin ...

… kann man ruhig auch mal die Familie in Deutschland warten lassen. Schade, dass unsere Soldaten nicht verstehen, wie wichtig eine gute Öffentlichkeitsarbeit ist. Frau Trump-Karrenbauer hat dies schon lange verstanden und erfreut regelmäßig mit neuen Takt- und Sinnlosigkeiten, sei dies als dienstbeflissene Homophobe Putzfrau oder als Kummerkastentante, die den US-Präsidenten vor allzu harter Kritik in Schutz nimmt.

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pecreativ 09.10.2019, 16:50
4. Die Annegret aus Saarbrücken

ist entweder komplett ahnungslos oder tut so. Bestimmt wird extra für sie ein Schuldiger ausgemacht. Aus gemachten Erfahrungen maximal ein Feldwebel der nicht verstehen will wie sehr sich seine Dienstherrin tagtäglich um die Urlaubszeit ihrer Truppe sorgt.

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normalerfamilienvater 09.10.2019, 16:54
5. "Kurios" ?

"Die Aussagen von Kramp-Karrenbauer sind etwas kurios."

Sie hat einfach nicht die geringste Ahnung, auf was sie sich eingelassen hat. Kann man natürlich auch positiv sehen, so wird sie grandios scheitern, bevor sie Schlimmeres (Kanzlerkandidatur) anrichten kann.

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frank.huebner 09.10.2019, 16:56
6. Ärgerlich, aber mal nicht AKKs Schud

Ich halte von AKK als realitätsferne Berufspolitikerin nichts, aber in diesem Fall wird sie keine Schuld haben. Die Reisen planen ihre Referenten in Absprache mit der Bundeswehr, und wenn da niemand das Prolbem erkennt und die Bw vor Ort in Mali nicht frühzeitig etwas sagt,dann wird AKK davon erst beim Besuch mit konfrontiert. Trotzdem ärgerlich, und kann mit vorstellen, dass AKK dafür jemanden tüchtig "ins Achtung" stellt.

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hans-henning 09.10.2019, 17:04
7. Unfug

Dass Soldaten ihre Abreise in den Urlaub wegen des Besuchs ihrer obersten Vorgesetzten um wenige Tage verschieben ist absolut selbstverständlich und kann von Ihnen erwartet werden. Das Gleiche gilt für Diplomaten an einem Dienstort im Ausland.
Soll die Ministerin sich etwa nach den Urlaubsplänen ihrer Soldaten richten???
Ihr Linken: Bleiben wir doch bitte realistisch und stellen die Welt nicht auf den Kopf!
Schließlich liegt es auch im Interesse der Soldaten , dass die Ministerin sich über deren Einsatz informiert. Dass die Ministerin sich dann auch noch entschuldigt ist völlig überflüssig. Ein Dankeschön hätte genügt, vielleicht verbunden mit einer zusätzlichen Geste der Anerkennung.

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lucky.sailor 09.10.2019, 17:10
8. Verärgerung nur aufgesetzt?

Ist die angebliche Verärgerung der IBUK nicht nur aufgesetzt, wegen der Medienberichterstattung über die verschobenen Heimflüge? Selbst nach so kurzer Zeit im Amt, muss ihr doch klar sein, was VIP-Besuche für Konsequenzen für die Kräfte im Einsatz hat. Ausserdem wird doch auch an diesem Vorfall klar, wie dünn die Materiallage selbst beim Lufttransport noch immer ist. Darüber sollte sich AKK ärgern und endlich Abhilfe schaffen. Schon vor 20 Jahren bei meinem Einsatz in Bosnien gab es ständig Probleme mit dem Lufttransport der Einsatzkontingente. Dass sich das bis heute nicht wirklich verbessert hat, ist ein Armutszeugnis für die militärischen Führungsspitzen der Bw und nicht allein unfähigen Verteidigungsminister*innen geschuldet.

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pharisaer 09.10.2019, 17:12
9.

Welches Sicherheitsrisiko besteht denn, das Gao nicht direkt angeflogen werden kann!? Liegt es am A400M, das noch nicht alle A400M für solche Einsatzgebiete tauglich sind? Hätte man C-17 Transportflugzeuge von Boeing, könnte man dann direkt Gao anfliegen? Ich habe bis heute nicht verstanden, warum die Kontingente erst nach Bamako flogen/ fliegen oder ins Nachbarland. Würden 2-3 Mantis-Systeme, statt nur 1, die Sicherheitslage verbessern? Könnte die Neuauflage von Flakpanzern Abhilfe schaffen, zb Gepard 2.0? Wieso sind in Gao keine PZH 2000 stationiert und keine MARS 2.

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