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Kramp-Karrenbauer beerbt Merkel an CDU-Spitze: Der Balanceakt
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Die Vertraute der scheidenden CDU-Chefin ist auch ihre Nachfolgerin: Mit der Wahl Kramp-Karrenbauers hat die Partei einen Bruch mit der Ära Merkel vermieden. Für AKK geht es jetzt darum, die Lager zu einen.

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Kapustka 08.12.2018, 07:08
20. 48,35 Prozent für Merz

Merz hat sich offen gegen den bisherigen Kurs der Parteiführung gestellt. Er hat für den Strategiewechsrl geworben. Dass er aus dem Stand dafür (fast) die Hälfte der Delegierten gewinnt, ist eine Sensation. In der CDU bleibt trotzdem alles wie bisher. Merkel Bundeskanzlerin, ihre Assistentin führt die Partei. Die Merz-Wähler sind jetzt politisch heimatlos.

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wasnu23 08.12.2018, 07:21
21. Was mir Sorgen macht

Die Aussagen von AKK in einem Tweet vom 27.12.2018 machen mir Sorgen. Dort schreibt sie: „Wir haben eine Verantwortung! Die Menschen verlassen sich darauf, dass wir unser Land stark machen. Wenn unser Wertesystem Standard überall in der Welt sein soll, geht das nur mit starkem #Deutschland und starkem #Europa. Das ist die Verantwortung, die über die #CDU hinaus reicht“ Unser Wertesystem als weltweiter Standard klingt sehr hochgegriffen, um nicht zu sagen missionarisch. Unter „so wie wir oder gar nicht“ scheint es in Deutschland nicht zu gehen.

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letitbe 08.12.2018, 07:25
22. Cdu

Auch wenn vieles nicht so gelaufen ist, wie ich es mir gewünscht habe, so ist und war AM immer noch besser als Adenauer, Kohl oder Strauß. Aber die Grenzen für von Verbrechern gejagten Flüchtlingen zu öffnen war zwar in dieser Art nicht klug - aber menschlich! Habe selbst zwei afghanische Pflegesöhne und zwei eigene! Ich wünsche AKK was die Menschlichkeit betrifft sich an Frau Merkel zu orientieren! Die AfD ist keine Alternative für Vernunft, höchstens für die NPD!

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peeka(neu) 08.12.2018, 07:52
23. Natürlich

ist es gut, dass sich die CDU demokratisiert hat. Natürlich ist es gut, dass die BILD ihren Kandidaten nicht durchsetzen konnte wie weiland Rudolf Scharping bei der SPD 1994. Natürlich ist es auch gut, dass auch der Mann mit dem Geldkoffer nicht diese Macht hatte.
Das Problem der Partei liegt allerdings darin, dass sie vorher getönt hat, sie habe ein so tolles Personal, ihr in Wirklichkeit aber eine Person fehlt, die tatsächlich zwei Lager gleichzeitig repräsentieren kann.
Vor allem aber ist zu bezweifeln, dass Frau Kramp-Karrenbauer die Mehrheit der CDU repräsentiert:
Denn dieser Partei fehlte wohl der ideale Kandidat. Blackrock-Merz war es nicht, der sich mit seiner Einkommensmillion zur "Mittelschicht" zählte und wie Kai aus der Kiste sprang, als die Gelegenheit günstig erschien, sich vorher dafür in der Partei nicht blicken ließ. Vermutlich wäre Wulff es gewesen, hätte man ihn nicht zuerst mühselig zum Bundespräsidenten gemacht, um ihn dann gnadenlos abzusägen.
Die CDU hat zwar in den letzten Umfragen zugelegt, der Parteitag dürfte sie aber langfristig geschwächt haben. Das wäre früher eine gute Nachricht gewesen, da sich aber als Alternative jetzt nur die Blaulackierten anbieten, lässt es wenig gutes erwarten.

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fördeanwohner 08.12.2018, 07:57
24. -

Zitat von zeitgeist☆
bzw Journalisten, was heute ein und dasselbe ist. Damit ist eine CDU unter AKK per se schon nicht wählbar. Bei Merz mussten hingegen irgendwelche olle Geschichten von verlorengegangenen Laptops herhalten, um ihn als Unmensch hinzustellen. Noch schnell eine Pressemeldung kurz vor der Wahl, dass AKK in der Bürgergunst vorne liegt und fertig ist der Lack. Es ist bedauerlich dass die CDU die Chance für einen wirklichen Wechsel nicht genutzt hat.
"... für mich per se schon nicht wählbar", muss es ja wohl heißen, oder nicht?
Deutschland hat sich verändert! Es ist nicht mehr das piefige Land der 1950er und früheren 60er. Und auch die 80er sind zum Glück passe! Kohl - Geschichte.
Jetzt muss man nur noch in Ostdeutschland mehr Chancen schaffen und modernisieren, damit niemand mehr Zeit für rechtes Gedankengut hat.
AKK ist nicht meine Wahl, da es die CDU nicht ist, aber AKK ist definitiv eine Repräsentantin der Durchschnittsdeutschen.
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Manchmal frage ich mich bei all diesem Merkel- und nun wahrscheinlich AKK-Bashing, ob es lauter frustrierte Männer sind, die nicht damit klarkommen, dass auch Frauen politisch was draufhaben. Wir lesen hier ja andauernd, dass Frauen per se nicht ... und überhaupt ... Esliegt daher wohl recht nahe.

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wolfgangselig 08.12.2018, 07:58
25. Unlösbare Aufgabe

AKK hat eine nahezu unlösbare Aufgabe. Merz müsste integriert werden, aber er will oder kann nur Vorsitzender oder gar nichts. Spahn ist gut, aber den Mitgliedern leider zu jung. AKK hat nur die Wahl, Merkel zu kopieren und mit der CDU langsam unterzugehen oder zu versuchen, Merkel mit Einbruch der Konjunktur abzulösen und nach rechts zu schwenken. Das eigentliche Problem sind die Parteimitglieder. Sie sind im Durchschnitt zu alt und zu weit nach links gerutscht als dass die Bevölkerung die CDU noch als Volkspartei sieht. Meine Prognose: wenn es in Deutschland scheppert, werden manche wieder AKK kritisieren und erneut nach Frau Merkel rufen.Die Wahl hat noch kein einziges Problem gelöst.

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Europa-Realist 08.12.2018, 07:59
26. Spaltung vorprogrammiert

Es war endlich mal kein abgekarteltes Spiel, sondern ein offener Wettkampf (auch wenn im Hintergrund natürlich die Strippenzieher tätig waren). Es war gelebte Demokratie!

Aber was passiert innerhalb der Union?

1. Der linke Flügel in der CDU u.a. mit Günther und Laschet wird gestärkt. Der Linkskurs wird zementiert.

2. Die sich durch die Kandidatur von Merz zu formieren begonnenen Konservativen werden sich zu einer eigenen separaten Gruppe innerhalb der CDU organisieren. Wie früher bei den Grünen wird es also zwei Lager innerhalb derselben Partei geben, die bei Wahlen paritätisch besetzt werden müssen.

Dadurch werden die Gräben aber nicht beseitigt werden.


3. Die CSU und vor allem Söder persönlich dürften sich freuen. AKK wird jetzt wohl die nächsten 6-7 Jahre Bundeskanzlerin sein, bis der Druck der Rechtskonservativen so groß geworden ist, dass nach dem Ende dieser Ära die CSU wieder an der Reihe sein darf ....

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kajoter 08.12.2018, 08:11
27. Meine Güte

Wer kann schon in die Zukunft blicken und wer kennt das Potential von Frau Kramp-Karrenbauer so gut, dass er ihr Wirken schon jetzt beurteilen kann? Der Sprung - oder Stoß - in´s kalte Wasser hat schon vielen Menschen ihr wahres Potential entlockt, warum sollte das nicht auch bei AKK geschehen?
Ich habe sie auf ein paar Talkshows verfolgt und es gefiel mir, dass sie nicht auf Dampfplauderei oder vorschnelle Urteile setzte. Wenn man sie jetzt wegen dieser Tugenden mit Frau Merkel gleichsetzt, zeigt dieses nur, dass sich viele Menschen an Politiker gewöhnt haben, die es besser nicht hätten werden sollen - oder an Parteien, die besser nicht hätten gegründet werden sollen.
Ich gehöre nicht zu den CDU-Wählern und eigentlich hätte ich mir wegen der damit verbundenen Abgrenzungsschärfe Herrn Merz gewünscht. Aber nun hat in meinen Augen zumindest die schwarze Vernunft gesiegt.
Es ist schon erstaunlich, dass in Zeiten der ultrarechten Rattenfänger gerade die Frauen nach vorne preschen und Führungspositionen übernehmen. Das Gespann Merkel/Clinton hat nicht sollen sein, vielleicht werden wir aber das Duo AKK/Kamala Harris erleben. Es wäre beiden von Herzen gegönnt, mit der internationalen Geißel des immer stärker werdenden Nationalismus aufzuräumen. Denn "first things first" - Klima und alle anderen Fragen müssen demgegenüber vorerst hinten anstehen, denn dabei geht es um den nationalen und internationalen Frieden.

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kajoter 08.12.2018, 08:16
28. @ #10

Zitat von zeitgeist☆
AKK war Wunschkandidatin der Grünen und der Medien, bzw Journalisten, was heute ein und dasselbe ist. Damit ist eine CDU unter AKK per se schon nicht wählbar. Bei Merz mussten hingegen irgendwelche olle Geschichten von verlorengegangenen Laptops herhalten, um ihn als Unmensch hinzustellen. Noch schnell eine Pressemeldung kurz vor der Wahl, dass AKK in der Bürgergunst vorne liegt und fertig ist der Lack. Es ist bedauerlich dass die CDU die Chance für einen wirklichen Wechsel nicht genutzt hat.
Meinen Sie, dass Sie damit dem Urbild eines informierten, klug abwägenden Wählers entsprechen. Ich fürchte, dem ist nicht so. Aber dass derartig viele Menschen ein arg derangiertes Politikbild mit so gut wie keinem Differenzierungspotential besitzen, damit muss man sich wohl leider abfinden.

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Jimi 08.12.2018, 08:18
29. Die Welt bleibt kompliziert...

Auch für die Kommentatoren, die im Forum die Wahl AKKs bedauern. Die Besserverdienenden brauchen niemanden, der sich noch einmal besonders um sie kümmert, und Plattitüden für die, die sich „nicht mitgenommen fühlen“ und leider die Parteiendemokratie in ihrem Wert nicht erkennen, helfen niemandem. Das kann die AfD allein erledigen und das ist auch besser so. Wer einfache Lösungen herbeisehnt, hält die Herausforderung der Gegenwart nicht aus. Und unter März wäre es sicher wahrscheinlicher zu einer Spaltung gekommen.

AKK stand übrigens inmitten ZWEIER Hünen. ;)

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