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Kramp-Karrenbauer beerbt Merkel an CDU-Spitze: Der Balanceakt
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Die Vertraute der scheidenden CDU-Chefin ist auch ihre Nachfolgerin: Mit der Wahl Kramp-Karrenbauers hat die Partei einen Bruch mit der Ära Merkel vermieden. Für AKK geht es jetzt darum, die Lager zu einen.

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grotefend 08.12.2018, 08:22
30. Kein weiter so!

AKKs Rede war in der Tat emotional und ambitioniert vorgetragen. Sie hat versucht alle drei Stöhnungen der Union anzusprechen und das ist ihr offenbar gelungen. Auch ich war von Merz Rede wirklich überrascht. Sie war zu analytisch und wenig kraftvoll. Wer sich um den Vorsitz einer großen Volkspartei bewirbt, der muss mit mehr aufwarten. Und alle, die behaupten, mit AKK ginge es weiter wie unter Merkel, haben sich weder mit den Positionen der neuen Vorsitzenden beschäftigt noch die Bewerbungsrede auf dem Parteitag mitverfolgt. Uninformiert herumzukrakeelen ist aber sich letztlich einfacher...

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Pfaffenwinkel 08.12.2018, 08:34
31. AKK wird in ihre neue Rolle hinein wachsen

Man muss ihr dafür aber auch ein wenig Zeit geben.

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oortsche_wolke 08.12.2018, 08:39
32. Wird schwierig...

... in Zeiten, in denen Populisten mehr punkten als Rationalisten, wird AKK schwer haben. Gleichwohl schien mir Merz schlicht etwas in die Jahre gekommen, war er etwa doch mehr Projektionsfläche konservativer Wünsche? Die Rede war schwach, ich glaube, er war zu satt, wahrscheinlich wäre Spahn die beste Wahl gewesen.

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-volver- 08.12.2018, 08:44
33. ...

Der CDU fehlen einfach die jungen, charismatischen Leute. Selbst ein Jens Spahn wäre da fehl am Platz.

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claus7447 08.12.2018, 08:47
34. Alter Schlag

Zitat von johannes48
war ja in den siebziger Jahren aktives CDU-Mitglied und selbst Stadtrat. Was ich heute von der CDU halte kann ich in einem Wort zusammenfassen! Sie ist unter Merkel zum Narrenschiff geworden! Mit der neuen Parteivorsitzenden wird der Kurs dieses Narrenschiffes fortgesetzt! Das Ziel heißt Bedeutungslosigkeit!
Am liebstenhätten sie noch Conny als Kanzler. Dann müsse sie jetzt eben AfD wählen. Aber sie gaben bis heute nicht gelernt was Demokratie ist. Gut dass sie kein Stadtrat mehr sind. Aber sie vergessen eines. Frau Merkel hat die CDU an der Macht gehalten. Sie ist anerkannt im Ausland. Nur den ewig gestrigen kann sie es nicht recht ja Chen. Ich bin nicht für die CDU, aber für diese BK.

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Siggi_Paschulke 08.12.2018, 09:01
35. „Wahl“ vs. Kampfkandidatur

Es wurden und werden doch immer die Ergebnisse im Ostblock, den autokratischen Staaten Europas und in China belächelt, wo 95,8 % oder mehr Zustimmung für den einen Kandidaten gegeben sind. Kaum gibt es mal mindestens einen Gegenkandidaten, ist es sofort eine „Kampfkandidatur“. Wählen bedeutet eigentlich, eine Wahl zu haben und idealerweise ist das nicht die Wahl zwischen Pest gegen Cholera oder Kandidat gegen Enthaltungen.

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Palmstroem 08.12.2018, 09:09
36. Demokratie braucht Demokraten

Nach diesem "Demokratie-Festival" wird sich zeigen, ob die Verlierer Demokraten genug sind, um das Wahlergebnis zu akzeptieren. ----------
Völlig unverständlich ist, das viele auf einen Bruch mit der Ära Merkel gehofft haben. Die "Standing Ovations" haben gezeigt, was Umfragen schon lange zeigen - die große Mehrheit in der CDU weiß um die großartige Leistung ihrer "Chefin".

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eule_neu 08.12.2018, 09:15
37. 35 Stimmen verhindern die Kurskorrektur der CDU

Ein Sprichwort sagt "die kleinen Frauen haben das größte Selbstvertrauen" und das hat ja AKK in ihrer politischen Laufbahn bewiesen. Als Merkel-Vertraute wird sie deren Politik leicht verändert fortführen, also ein leicht verändertes "weiter so", das Merkel-System bleibt erhalten.
Die Delegiertenversammlung war ein Highlight der letzten Jahre in der CDU, aber das Wahlergebnis hat nicht Überzeugt, zumal bei der zweiten Abstimmung wahrscheinlich Delegierte aus NRW, die zuvor für Spahn gestimmt hatten, verärgert und haben AKK gewählt, Vernunft war wahrscheinlich nicht ausschlaggebend.
Die AfD wird wahrscheinlich hinsichtlich der Wähler nicht dezimiert und auch die Grünen bleiben ungeschoren, die Geister die man rief, tanzen fröhlich weiter.
Das AKK Ambitionen auf die Nachfolge von Merkel hat, ist ja bekannt, aber der Wähler wird letztlich entscheiden, ob das auch umsetzbar ist. Die CDU hat zwar in Umfragen etwa 2 % zugelegt, doch ich glaube, dass war ein Merz-Bonus in der Hoffnung auf eine Kursänderung der CDU hin zu einem klaren Profil.
Ich habe die CDU länger nicht gewählt, weil mir dieses Profil gefehlt.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wohin AQKK agiert. Damit entscheidet sich auch mein künftiges Wahlverhalten ...

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burlei 08.12.2018, 09:26
38. Noch ist Kramp-Karrenbauer ...

... "nur" Parteivorsitzende, aber schon ist man sich einig, dass die Ära Merkel mit ihr weiter geht. Man ist so frustriert, dass man ihr überhaupt keine Chance geben will. Die CDU der 50er und 60er Jahre wäre so manchem lieber, der auf J. Spahn gesetzt hat, die CDU der engen Anbindung an die USA, die CDU des Miefs und Muffs. Andere setzten dafür auf die CDU der 80er und 90er Jahre. Auf die CDU des ungehemmten Neoliberalismus, der Ellenbogengesellschaft, der Bereicherung einer kleinen Clique. Geworden ist es aber die CDU der 2010er, 2020er Jahre. Des Heute und der Zukunft, nicht des Gestern, nicht der Vergangenheit. Für Erz-Konservative schwer zu verkraften. Noch schwerer zu kapieren, dass sich in den letzten Jahrzehnten die Welt weiter gedreht hat. Aber ich bin mir sicher, irgendwann kapiert es auch der letzte Erz-Konservative, dass die Zeit der 50er bis 90er Jahre vorbei ist, das Konservatismus dieser Zeit ein Anachronismus ist. Aber bitte, wer es nicht kapieren will, kann ja immer noch ein paar Jahrzehnte weiter zurück gehen, in die 30er Jahre der AfD.

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Outdated 08.12.2018, 09:31
39. Mut auf Veränderung?

Kann man tatsächlich aus den vielen Stimmen für Merz ablesen, aber eben nicht aus denen für AKK.
Witzigerweise gebietet die Logik der Politik nun aber das AKK jetzt einen sehr stark auf Merz ausgerichten Kurs fahren wird. Insbesondere wenn man bedenkt wie denkbar Knapp das Ergebnis gewesen ist.
Für Merkel wiederum ist das Gut, desto größer der Rahmen ihrer Koalition, desto eher kann sie weiter in ihrer Rolle als Vermitlerin überzeugen.

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