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Kramp-Karrenbauer beerbt Merkel an CDU-Spitze: Der Balanceakt
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Die Vertraute der scheidenden CDU-Chefin ist auch ihre Nachfolgerin: Mit der Wahl Kramp-Karrenbauers hat die Partei einen Bruch mit der Ära Merkel vermieden. Für AKK geht es jetzt darum, die Lager zu einen.

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Kurt2.1 08.12.2018, 09:39
40. .

Es ist sicherlich zu früh, AKK schon jetzt bewerten zu wollen. Man wird abwarten, auf welchen Pfad sie die Partei führt.
Sicher sind die Kanzlerin mit dieser Parteivorsitzenden ein gutes Gespann. Trotzdem darf und wird es kein "Weiter so!" geben. Dazu ist das Lager derer, die sie nicht gewählt haben, zu groß.
Ich denke, die Partei wird nach rechts rücken, wenn auch nicht so weit, wie es sich die s.g. Wertkonservativen wünschen. Es wird aber ausreichen (müssen), um das Gros der Merzbefürworter mitzunehmen - und auch die SPD als Koalitionspartner.

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haarer.15 08.12.2018, 09:43
41. Es musste niemand nachhelfen

Zitat von zeitgeist☆
bzw Journalisten, was heute ein und dasselbe ist. Damit ist eine CDU unter AKK per se schon nicht wählbar. Bei Merz mussten hingegen irgendwelche olle Geschichten von verlorengegangenen Laptops herhalten, um ihn als Unmensch hinzustellen. Noch schnell eine Pressemeldung kurz vor der Wahl, dass AKK in der Bürgergunst vorne liegt und fertig ist der Lack. Es ist bedauerlich dass die CDU die Chance für einen wirklichen Wechsel nicht genutzt hat.
Es brauchte keine Unterstützung welcher Art auch immer, dass die AKK in der Wählergunst der CDU vorne liegt. Das war von Anfang an so. Mit dem alternden Emporkömmling Merz hatte man eben aufs falsche Pferd gesetzt - auch für Schäuble keine Sternstunde. Es wäre keine Erneuerung gewesen.

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haresu 08.12.2018, 10:00
42. Die Merz- Anhänger sind keineswegs einheitlich

Manchen Merz- Anhängern ist gestern auch eine Enttäuschung erspart geblieben und zwar die, dass auch mit ihm der erhoffte Rechtsruck ausgeblieben wäre. Die Schwierigkeit dabei diese Leute einzubinden besteht darin, dass sie jetzt zum einen einfach nur beleidigt sind und zum anderen gar nicht wahrnehmen würden wenn AKK Positionen beziehen würde die einem Merz viel zu konservativ wären. Die andere Gruppe, die wirklich treibende Kraft hinter Merz, die Wirtschaftsliberalen in der CDU, sind nicht beleidigt und sind auch einzubinden, bleiben aber auf ewig einer sozialen Ausrichtung der CDU gegenüber ablehnend wenn nicht feindlich und sie werden wieder angreifen, da kann Kramp- Karrenbauer machen was sie will.

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mirage122 08.12.2018, 10:07
43. Balance-Akt?

Da wird gar nichts balanciert, da wird genau das ausgeführt, was Mutti ansagt und wie sie die Strippen zieht. Und diese unscheinbare Dame ohne Ausstrahlung, Charme, Charisma und sonstigen Qualitäten kann selbstverständlich auch "Bundeskanzler/in" Welch' eine Selbstüberschätzung! Nur weil ihr jemand eine gute Rede geschrieben hat, ist sie wahrhaftig keine Rhetorik-Künstlerin: Es kam nämlich nicht aus dem Herzen, ablesen mit guter Betonung kann ich auch.

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klmo 08.12.2018, 10:07
44.

Zitat von Kurt2.1
Es ist sicherlich zu früh, AKK schon jetzt bewerten zu wollen. Man wird abwarten, auf welchen Pfad sie die Partei führt. Sicher sind die Kanzlerin mit dieser Parteivorsitzenden ein gutes Gespann. Trotzdem darf und wird es kein "Weiter so!" geben. Dazu ist das Lager derer, die sie nicht gewählt haben, zu groß. Ich denke, die Partei wird nach rechts rücken, wenn auch nicht so weit, wie es sich die s.g. Wertkonservativen wünschen. Es wird aber ausreichen (müssen), um das Gros der Merzbefürworter mitzunehmen - und auch die SPD als Koalitionspartner.
Mal die nächsten Landtags- und Europawahlen abwarten.
Könnte auch gut sein, dass auf dem Schulz-Effekt der AKK-Effekt folgt.

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haresu 08.12.2018, 10:12
45.

Zitat von geando
Schön für AKK. Taktisch geschickt wurde am Vortag 06.12. ein Umfrage in die Medien getragen, nach der "die Mehrheit der Deutschen für Kramp Karrenbauer stimmen würde". Die "Mehrheit der Deutschen" wurde bei dieser ARD-Deutschlandtrend- Umfrage zwar nur von etwa 1000 Befragten vertreten, aber das ging bei der grossen Schlagzeile schlicht unter. Auch SPON berichtete davon. So mancher CDU-ler wird seine politische Karriere daraufhin wohl in den Händen AKK am besten aufgehoben gesehen haben. Der Coup ist geglückt, bei der ARD knallten vielleicht die Sektkorken. Kramp Karrenbauer hat leider kein erkennbares Profil und keinen langfristigen Plan, da ist sie mit Merkel durchaus im Boot. Sie wird die Andrea Nahles der CDU werden. Tragisch: die CDU wird mit ihr nicht zu einem eigenen Profil zurückkehren und die politischen Ränder werden weiter gestärkt.
Erstens dürfte ja wohl klar sein, dass es derartige Umfragen geben würde und zweitens sind 1000 Befragte die übliche repräsentative Größenordnung dafür. Ob Sie das auch stören würde wenn dieser Trend anders ausgefallen wäre miuss ich leider bezweifeln und falls er anders ausgefallen wäre und trotzdem Kramp- Karrenbauer gewählt worden wäre, dann würden Sie hier doch vermutlich schimpfen, dass der Wille des Volkes ignoniert worden sei. Wie man es dreht und wendet, Ihnen gefällt einfach das Ergebnis nicht.

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Papazaca 08.12.2018, 10:14
46. Nach den nächsten verlorenen Wahlen: Neues Glück, neues Spiel

Wie gut oder schlecht die Leser des SPON AKK finden, ist letztlich egal. Selbst Ihr knapper Sieg gestern ist egal, falls AKK bei der Europawahl und den Wahlen im Osten eine Klatsche nach der anderen abholt.

Wenn das passiert - und einiges deutet darauf hin - gibt es in der CDU, wie schon in der Bundestagsfraktion - einen Aufstand. Wenn AKK nicht liefert, ist sie schneller weg als sie denken kann.

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Havel Pavel 08.12.2018, 10:21
47. Ob die CDU sich damit einen Gefallen getan hat?

Zitat von eule_neu
Ein Sprichwort sagt "die kleinen Frauen haben das größte Selbstvertrauen" und das hat ja AKK in ihrer politischen Laufbahn bewiesen. Als Merkel-Vertraute wird sie deren Politik leicht verändert fortführen, also ein leicht verändertes "weiter so", das Merkel-System bleibt erhalten. Die Delegiertenversammlung war ein Highlight der letzten Jahre in der CDU, aber das Wahlergebnis hat nicht Überzeugt, zumal bei der zweiten Abstimmung wahrscheinlich Delegierte aus NRW, die zuvor für Spahn gestimmt hatten, verärgert und haben AKK gewählt, Vernunft war wahrscheinlich nicht ausschlaggebend. Die AfD wird wahrscheinlich hinsichtlich der Wähler nicht dezimiert und auch die Grünen bleiben ungeschoren, die Geister die man rief, tanzen fröhlich weiter. Das AKK Ambitionen auf die Nachfolge von Merkel hat, ist ja bekannt, aber der Wähler wird letztlich entscheiden, ob das auch umsetzbar ist. Die CDU hat zwar in Umfragen etwa 2 % zugelegt, doch ich glaube, dass war ein Merz-Bonus in der Hoffnung auf eine Kursänderung der CDU hin zu einem klaren Profil. Ich habe die CDU länger nicht gewählt, weil mir dieses Profil gefehlt. In den kommenden Wochen wird sich zeigen, wohin AQKK agiert. Damit entscheidet sich auch mein künftiges Wahlverhalten ...
Es wird weiterhin Unruhe in der Politik den Ton angeben, da keine der Parteien, ausser vielleicht den Grünen, ein klares Konzept vorzuweisen hat. Aber sollen deshalb alle die Grünen wählen und diese zur 100% Partei machen? Mitnichten wird dieser Fall eintreten und man wird sich weiterhin mit der Richtungs- und Profillosigkeit der Politik herumschlagen müssen. Wo ist denn die SPD nach dem kometenhaften Aufstieg mit ihrem hochgelobten Professor Schulz denn geblieben? Was ist damals so extrem schiefgelaufen, wo doch schon jeder die SPD als Regierungspartei mit einem Professor als Kanzler betrachtete? War Schulz evtl. nicht die richtige Gallionsfigur oder war er gar kein Professor? Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, dass die SPD damals mit der richtigen Personalentscheidung und vehementer Verfechtung konkreter sozialdemokratischer Ziele, statt ständiger Schwafelei drumherum, hätte mit Leichtigkeit die Wahlen für sich entscheiden können. Aber vorbei ist nun mal vorbei, die Chance unwiederbringlich leichtfertig vertan! Die CDU wird sich beweisen müssen und ob dies gelingen wird ist alles andere als sicher, zu gross sind die Herausforderungen die es zu meistern gilt! Die nach Merkel Regierung wird wohl Schwarz- Grün oder sogar auch Grün-Schwarz sein und mögliche Kanzler Haback oder AKK? Es könnten aber auch noch Wunder geschehen oder das grosse Erwachen einsetzen, so dass sich so manch einer noch wundern könnte! Man muss nur mal in so manche andere Länder schauen um sich dies vor Augen zu halten und auch wir leben auf keiner einsamen Insel!

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merkel123 08.12.2018, 10:36
48. AKK KK(Kanzlerkandidatin) 2021?

Hierfuer ist die Wahrscheinlichkeit gross - aber ob die CDU 2021 ueberhaupt in die Verlegenheit kommen wird, den Kanzlerposten zu besetzen? Zweifel sind erlaubt. Vision: Gruene 21%, CDUCSU 19, dazu noch eine Kevin-Kuehnert-SPD mit 9%, wuerde reichen fuer eine bunte Koalition:-)

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Das Pferd 08.12.2018, 10:42
49.

Zitat von günter1934
Mit AKK als Chefin wird also das Wahlergebnis der AfD nicht halbiert. Und dann? Dieselbe Entwicklung wie beim Verhältnis SPD/Die Linke? Da wurde ja auch zu Beginn jede Zusammenarbeit rigoros abgelehnt, bis dann die Koalition langsam in Kommunen und dann auch in den Ländern zustande kam und heute selbst im Bund die SPD von RotRotGrün träumt.
ja, wenn die AfD ihren rechten Flügel in den Griff bekommt, ist das vorstellbar.

Eine denkbare Alternative wäre, daß man die Fraktionsgemeinschaft CDU CSU endlich auflöst. Beide Parteien machen dem Wähler ein unterschiedliches Angebot, warum soll man je nach Wohnort nur eins davon angeboten bekommen? Es ist sogar strenggenommen sogar eine Verletzung des Prinzips der gleichen Wahl. Die Wahl von AKK ist eine Aufkündigung des strauß'schen Imperativs, daß rechts von der Union kein Platz für eine Demokratische Partei sein darf. Wir können uns aussuchen, ob die CSU oder eine rechtsoffene Partei das ausfüllt. Ich bin für die CSU.

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