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Kramp-Karrenbauer in Interviews: "Verteidigung hat höchste Priorität"
CLEMENS BILAN/EPA-EFE/REX

Die CDU-Chefin wird kommende Woche als Bundesverteidigungsministerin vereidigt. In TV-Interviews hat Annegret Kramp-Karrenbauer nun darüber gesprochen, warum sie doch ins Kabinett gewechselt ist.

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labellen 18.07.2019, 04:37
1. AKKs Rechtfertigung in den ARD Tagesthemen

wirkte ebenso holprig-bemüht wie einige ihrer früheren Auftritte als Partei-Vorsitzende.
Es dürfte klar sein, das diese Amtsübernahme nicht ihrem, sonders Merkels Wunsch entstammt und ebenso klar dürfte das Doppelamt (mit dem problematischen Verteidigungs-Resort) auf die Dauer nicht ausführbar sein.
Vermutlich ein taktischer Zug um AKK wieder vom Parteivorsitz zu entfernen und den Imageverlust in Grenzen zu halten.

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kuestenvogel 18.07.2019, 05:54
2. Sie klingt glaubwürdig

Sie ist davon überzeugt, dass sie eines der höchsten Ämter in der BRD gestalterisch konstruktiv meistern kann.

Was immer man auch von den Entscheidungen hält - Herr Spahn ist sehr schnell aktiv in sein Amt als Bundesgesundheitsminister hineingewachsen. Frau Giffey ist trotz der Doktorproblematik und der Sprache (Gute-Kita-Gesetz = lächerlich, albern) glaubwürdig, weil sie zumindest einen Kietz in D aus ihrer vorherigen Arbeit kennt.

Respekt vor jedem, der sich eines der höchsten Ämter in D zutraut, siehe oben, es gibt durchaus positive Beispiele. Die meisten Minister fallen negativ auf oder sind gar nicht präsent. AKK nach all den Äußerungen, die sie getätigt hat, seitdem sie als CDU-Vorsitzende im Rampenlicht steht... Nicht selten stellt sich die Frage bei manchen Ministern: Haben sie keine reflektierenden Berater (;), die ihnen den Spiegel vorhalten? Man sollte doch seine Grenzen kennen, sie gerne überwinden - aber letzteres eher privat.

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yvowald@freenet.de 18.07.2019, 09:01
3. Nicht in vorauseilendem Gehorsam handeln

"Verteidigung hat höchste Priorität", so die neue Verteidigungsministerin.
Verteidigung gegen wen?
Wo ist der "böse" Feind, gegen den sich Deutschland hochrüsten sollte?
Welche Abwehrwaffen werden dazu benötigt?
Alles Phrasen, die Frau Kramp-Karrenbauer da in die Welt gesetzt hat.
Sie sollte zunächst einmal ihre leitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auffordern, eine Bedrohungsanalyse zu erstellen und vorzulegen, aus der klipp und klar hervorgeht, wer Deutschland im Jahre 2019 bedroht oder in den kommenden Jahren bedrohen würde. Erst danach sollte die dazu notwendige "Verteidigung" entwickelt werden. Nicht bereits in vorauseilendem Gehorsam, wie bei der Bundeswehr üblich.

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klimaterium 18.07.2019, 09:42
4. Ankündigung eines Rückzugs?

"Sie werde ihrem Ministeramt von Anfang an 'alle Kraft widmen'". Da bleibt für den Parteivorsitz also nichts mehr übrig. Konsequent wäre also der Rückzug.

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cum infamia 18.07.2019, 10:18
5. wohin man schaut...

..hat bei AKKK alles "höchste Priorität ". Gerade hatte die Stabilisierung der CDU "höchste Priorität"-- jetzt die "Verteidigung". Sollt sie nicht erst einmal EINE Aufgabe lösen ? Könnte sich ja nebenbei mit einem Handbuch mal über die Dienstgrade bei der BW informieren.... ( als kleiner Anfang)

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winterlied 18.07.2019, 10:27
6. Oberste Priorität

Wenn Annegret Kramp-Karrenbauer der Verteidigung tatsächlich höchste Priorität beimisst, warum macht dann sie den Job?

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didi2212 18.07.2019, 10:50
7. Aufkommender Größenwahn?

Hört sich ja an, als wenn man das Verteidigungsministerium nicht Looser überlassen sollte, nein, hier muss schon die Chefin der größten Regierungspartei persönlich ran.

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SigismundRuestig 18.07.2019, 11:00
8. Höchste Priorität: klingt wie eine Drohung!

Und schon ist klar, dass auch AKK als Verteidigungsministerin das Thema Aufrüstung mit Priorität auf ihre Agenda nimmt, wo doch eigentlich nach Jahren des Herunterwirtschaftens, der Demoralisierung und Führungslosigkeit, der Affären endlich wieder Sanierung, Konsolidierung, Professionalisierung, Führung und Neuausrichtung der technisch und moralisch verrotteten, nur noch bedingt einsatzbereiten Bundeswehr auf der Agenda stehen müsste.
Bei einem Treffen des Verbands der Familienunternehmer im Juni 2019 hat AKK u.a. erklärt:
- von der Union seien keine revolutionären Klimaschutzmaßnahmen zu befürchten: irgendeine Art von Protest war in diesem Kreis nicht zu hören! Das klang auf jeden Fall nicht nach einer großen Klimaversöhnung!
- weniger Sozialleistungen und mehr Eigenverantwortung - mit sozialen Wohltaten steigen auch die Ansprüche der Menschen an den Staat, der Staat aber müsse die Menschen nur in die Lage versetzen, selbst mehr Verantwortung zu übernehmen: die Familienunternehmer kritisierten unwidersprochen die Kosten für Sozialleistungen - 24 Mrd € in 1962, 100 Mrd € in 2000, 200 Mrd € in 2023, jeder Euro müßte aber erst mal erwirtschaftet werden! Keinem fällt aber auf, dass dies keine Wohltaten sind, sondern ein Rechtsanspruch! Und dass dies keine Steigerungen sind - in Bezug auf das Bruttosozialprodukt - , sondern seit Jahrzehnten weitgehend konstant!

Und jetzt lässt AKK auf ihrer ersten Auslandsreise als CDU-Vorsitzende auch noch verlauten, dass sie für eine weitere Erhöhung der Bundeswehr-Ausgaben ist, mehr als eh schon im Bundeshaushalt eingeplant! Dann war das wohl schon eine Vorübung für ihr neues Amt.

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artep 18.07.2019, 12:45
9.

Zitat von kuestenvogel
Sie ist davon überzeugt, dass sie eines der höchsten Ämter in der BRD gestalterisch konstruktiv meistern kann. Was immer man auch von den Entscheidungen hält - Herr Spahn ist sehr schnell aktiv in sein Amt als Bundesgesundheitsminister hineingewachsen. Frau Giffey ist trotz der Doktorproblematik und der Sprache (Gute-Kita-Gesetz = lächerlich, albern) glaubwürdig, weil sie zumindest einen Kietz in D aus ihrer vorherigen Arbeit kennt. Respekt vor jedem, der sich eines der höchsten Ämter in D zutraut, siehe oben, es gibt durchaus positive Beispiele. Die meisten Minister fallen negativ auf oder sind gar nicht präsent. AKK nach all den Äußerungen, die sie getätigt hat, seitdem sie als CDU-Vorsitzende im Rampenlicht steht... Nicht selten stellt sich die Frage bei manchen Ministern: Haben sie keine reflektierenden Berater (;), die ihnen den Spiegel vorhalten? Man sollte doch seine Grenzen kennen, sie gerne überwinden - aber letzteres eher privat.
Ja, Frau Kramp- Karrenbauer ist eine erfahrene Politikerin, ebenso, wie Frau von der Leyen. Die Kanzlerin hatte v.d.L in ein hohes Amt gehoben, weil sie ihre Qualitäten schätzte und schätzt. V.d.L ist nicht an ihrem Amt, sondern an der Sturheit ihrer Behörde gescheitert. Dort, wo Beamte und Sachverständige beraten sollten und mussten, haben diese Beratung und Zusammenarbeit verweigert und aus diesem Grund musste sie außerministerielle Berater hinzuziehen.
Dass die Kanzlerin nun AKK zur neuen Verteidigungsministerin benennt, zeigt eins: Sie lässt sich nicht von der Hardthöhe über den Tisch ziehen. Beharrlichkeit ist ein wesentlicher Charackterzug von Merkel.

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