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Kramp-Karrenbauer über CDU-Klimapolitik: "Die Baustelle habe ich übernommen"
DPA

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer beklagt in der Klimapolitik Versäumnisse ihrer Partei - und geht damit indirekt auf Distanz zu Kanzlerin Merkel.

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egojen 17.06.2019, 18:25
100. Nanu, doch kein Hype? Fähnchen-nach-dem Wind-Hängerin in Zweifel

Immer schön sein Fähnchen nach dem Wind hängen, so ist Frau Kramp-Karrenbauer ins Ehrenamt der CDU-Vorsitzenden gekommen. Manchmal ist es gar nicht so einfach, festzustellen, woher der Wind bläst.
Erst war das alles nur "Meinungsmache", dann ein "Hype" und nun will man plötzlich eine eigene Klimapolitik entwickeln -- weiß aber selbstredend nicht wie. Denn man ist weiterhin gegen Tempolimits und für Braunkohle. Außerdem müssen ja die katholischen Bischöfe zustimmen... Leicht ist das nicht.

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do_jo 17.06.2019, 18:40
101. @Schandrufer

Zitat von Schandrufer
Zunächst, das Klima wandelt sich schon immer und nicht erst seit 150 Jahren, weil man in dieser Zeit dazu was aufschreibt. Die übrige Klimahistorie ist daneben lange bekannt und ich verweise auf Wiki u.a. um es selber nachzulesen. Die Widersprüche zu dem, was heute das CO2 bewirken soll, sind nicht aufzulösen. Klimafaktoren sind: Die Sonne, die Umlaufbahn, die Erdachse und ihre Pendelbewegung, der Wasserdampf. die Landverteilung, Vulkanausbrüche und ja, seit einer durch Margit Thatcher in den 80iger-Jahren des letzten Jahrhunderts zu Popularisierung von Kernkraftwerken und Eindämmung von Bergarbeiterstreiks in England zur Sicherung der Stromversorgung in Auftrag gegebenen Studie, auch das CO2. Daraus ist die heutige CO2-Lüge entstanden, der 99 % ausgesuchter befragter Klimaforscher zustimmen, weil sie inzwischen davon leben. Was diese Studien angeht, finden Sie eine, lesen Sie sie und verstehen Sie sie. Dort steht tatsächlich nicht ausdrücklich, dass es heute das CO2 ist. Dafür ist das alles viel zu komplex. Das muss es aber auch nicht - mehr -, denn die Menschen g l a u b en es ja inzwischen auch so ausreichend. Ist wie mit den Göttern, keiner hat je welche getroffen oder gar gesprochen aber alle reden darüber und manche erklären sich sogleich zu allwissenden Vertretern derselben und verdienen dran und leben davon. Keine Ahnung, in welchen Kreisen sie verkehren. Meiner ist eher gemischt und ich kann Ihnen daraus im Handumdrehen ein Dutzend mit mir übereinstimmender Personen präsentieren. Vergessen Sie daneben nicht, in welchem Land sie leben. Hier nimmt man alles sehr ernst und versucht es umzusetzen. Hinzu tritt nach den zwei verlorenen Kriegen große Angst und der Wunsch, jetzt alles richtig zu machen und den Rest der Welt, die man zuvor 2x angezündet hat, zu beglücken. Und weil sie mich persönlich angreifen, gebe ich es gerne zurück, indem ich sage, dass man Sie von allem überzeugen kann, so lange es nur eine vermeidliche Mehrheiten laut genug ruft, was ja u.a. zu diesen Kinderprotesten geführt hat, die auch nur rufen, was man ihnen vorsagt. Alternativ werden bei Ihnen über das Klimathema Technologiefeindlichkeit, Ernährungs- und Mobilitätsvorstellungen bedienet, die man sämtlich und mit diesem neuen Totschlagargument des menschengemachten Klimawandels auf´s beste befördern kann.
Ihre Argumente gegen den durch die Industriealisierung (incl. massiver Abholzung ganzer Wälder weltweit) hervorgerufenen Klimawandel habe ich inzwischen zig mal gelesen, nur werden sie dadurch nicht wahrer. - Auch das Argument eines Ersatz-Glaubens kann ich nicht mehr hören! - Und was der Verlust der 2 Weltkriege nun auch noch damit zu tun haben soll, das finde ich nun schon komisch ;). Bringschuld oder sowas? - Übrigens wissen die Schüler, Studierenden und Professoren sehr gut, weshalb sie freitags FÜR die Zukunft auf die Straße gehen, das muss ihnen keiner "vorsagen". - Ach ja: Auch ich habe mich schon früh mit dem Thema befasst, das damals erst anfing, thematisiert zuwerden (Uni-Abschluss in Chemie und Klimatologie).

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tinnytim 17.06.2019, 18:41
102.

Zitat von OttoNormalBürger4
Ich stimme Ihnen ja prinzipiell zu, das sich etwas ändern muss und das schnell. Was mich davon abhält Grün zu wählen ist die Frage, wie wir das alles finanzieren wollen?! Verstehen sie mich bitte nicht falsch, falls die Grünen ein Konzept zu Finanzierung haben, welches realitätstauglich ist, lasse ich mich gerne eines besseren belehren. Zur Zeit ist mir keines bekannt. Hinzu kommt, dass durch die Digitalisierung viele Stellen weg fallen werden, zwar auch wieder neue entstehen werden, diese aber wohl einen anderen Bildungshintergrund verlangen. Die anderen wichtigen Themen wurden ja bereits mehrfach von Mitforisten angesprochen. Für mich sollte eine Partei (egal welche) eine klare Vision haben wie wir all diese Änderungen gewichten und finanzieren können, ohne massive Schulden bzw Steuererhöhungen. Falls es diese Vision schon gibt ist sie mir nicht bekannt.
Wind und Solar sind mittlerweile konkurrenzfähig zu fossilen Energieträgern. Wenn wir hinreichend viel ausbauen würden, bräuchten wir nur noch Gaskraftwerke als Backup vorhalten. Dazu bräuchten wir aber erstmal einen viel stärkeren Ausbau von Wind und Solar und die Bayern müssten endlich mal anfangen auch bei sich Windenergieanlagen aufzustellen. Das mit den Gaskraftwerken als Backup habe ich übrigens sogar schonmal Anton Hofreiter im Ersten sagen hören. Im übrigen haben die Grünen - im Gegensatz zur FDP - ganz hervorragende Experten für Energiewirtschaft in Ihren Reihen.
Auf volkswirtschaftlicher Ebene vielleicht noch ein Zusammenhang, den man sich mal in aller Konsequenz klar machen sollte: Wenn man keinen Rohstoff verfeuern muss, kann man diese laufenden Kosten einer beliebigen Anlage ebenso gut auf die Fixkosten in Form von erhöhten Materialkosten, Fertigungskosten und Lohnkosten umlegen.
Erneuerbare Energien sind also prädestiniert dafür ein Jobmotor zu sein. Das gilt sowohl im Sektor Wärme, als auch im Sektor Verkehr oder eben klassisch im Sektor Strom.

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