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Kramp-Karrenbauer und Spahn: Duell um Merkels Erbe
DPA

Jens Spahn kommt als Minister ins Kabinett, Annegret Kramp-Karrenbauer darf die Partei neu ausrichten. Zwischen diesen beiden wird sich entscheiden, wer die CDU in die Nach-Merkel-Ära führt.

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bedireel 26.02.2018, 19:02
110.

Seit Jahren gilt Jens Spahn als möglicher Aspirant auf den Posten des Gesundheitsministers, nun soll er es werden. Angela Merkel berief ihren parteiinternen Kritiker am Wochenende überraschend in ihr Kabinett für eine große Koalition mit der SPD. Doch Spahn übernimmt den Posten nicht völlig unbelastet. Als Abgeordneter des Bundestages verdiente er an Lobbyarbeit für die Gesundheitsindustrie – ohne die Nebenverdienste öffentlich zu machen. 2006 gründete Spahn mit befreundeten Lobbyisten eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts – in deren Besitz befand sich wiederum die Agentur "Politas", die Kunden aus dem Medizin- und Pharmasektor beriet. Und laut "Focus" mit guten Kontakten zum Bundestag warb: "Ganz gleich, ob es um eine Anhörung, ein Hintergrundgespräch oder um eine Plenardebatte geht, wir sind für Sie dabei, so Spahn.
M.f.G.

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Denken2018 26.02.2018, 20:10
111. Jens Spahn ist doch nur ein Dampfplauderer

Bisher ist Jens Spahn nur aufgefallen durch seine Dampfplaudereien in allen nur möglichen Talkshows. Gibt es irgendeinen Hinweis darauf, dass dieser Karrierist mehr kann als reden? Wer seine Biografie verfolgt, der weiß, dass es sich hier um einen Schaumschläger handelt - er kann nichts, aber er redet so lange darüber, dass am Ende viele glauben, er wäre kompetent. ER wird sich als Gesundheitsminister schnell selbst entzaubern... leider geht das auch zu Lasten der Kassenpatienten in Deutschland, denn Jens Spahn ist nachweislich ein Lobbyist der Pharmaindustrie. Von ihm ist also in der Gesundheitspolitik für die Patienten nichts gutes zu erwarten.. für die Gesundheitsindustrie allerdings schon. Kein Problem... wenn er als Minister in diesem Ministerium dann erfolglos (in Sinne der Bürger) war... sein Job als Lobbyist ist ihm gewiss. Wer das nicht glaubt, sollte sich einmal diesen Bericht ansehen: https://www.focus.de/politik/deutschland/tid-28335/politik-im-nebenjob-abgeordneter_aid_867815.html

Es gibt also keinen Konkurrenzkampf zwischen AKK und dem DPJS (Dampfplauderer Jens Spahn) - diese Frau ist ihm um Längen überlegen... in ihrer fachlichen, kommunikativen und sozialen Kompetenz.

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SVW80 26.02.2018, 22:22
112. bisschen kurz gedacht

Zitat von carlitom
Dieser Hinweis kommt immer wieder von Menschen, die nicht wissen, wie es in der Politik abläuft. Natürlich hatte Merkel Spahns Ja längst abgeholt, bevor sie das verkündete. Ist doch selbstverständlich. Außerdem wäre Spahn der letzte Mensch, der sowas ablehnen würde. Das war doch die ganze Zeit sein Ziel, deshalb sein Geschrei an Politischen Aschermittwochen oder Parteitagen, deshalb seine Jankertragerei (als NRWler reichlich lächerlich), deshalb seine Zumunderederei der angeblich ach so Konservativen. Nur darum ging es. Macht. Egal wie und wo.
Hat Merkel in vorher gefragt? Sicherlich.
Hat er "ja" gesagt? Auf jeden Fall!
Das ist in der Tat selbstverständlich. Und ich teile Ihre Einschätzung: Spahn würde das nie ablehnen.
Allerdings wäre er hier auch ziemlich dumm gewesen, hätte er es getan...
Er verliert, wenn er den undankbaren Posten nimmt, auf dem er "seine" Klientel eigentlich nur enttäuschen kann.
Hätte er abgelehnt (mal unterstellt, er hätte ausreichend Charakter dafür), hätte er trotzdem verloren. Irgendwer aus den höheren Kreisen der CDU hätte das schon dem Spiegel/der Bild/ etc. gesteckt. Und wenn nicht von alleine, dann hätte Merkel dafür gesorgt, dass es jemand macht. Um dann zu sagen: "Ich habe einem meiner profiliertesten Kritiker die Hand gereicht und einen Ministerposten angeboten und er hat es ausgeschlagen."
So oder so, der Spahn ist fertig. Höhere Weihen in der CDU kann er vergessen. Schlau und eiskalt kalkuliert von Merkel aufs Abstellgleis geschoben. Dann ist es persönlich nur clever, wenigsten die Kohle und den "Bundesminister" für den Lebenslauf zu nehmen. Nicht unbedingt die Motivation, die man sich von einem Minister erhofft. Aber menschlich nachvollziehbar.

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messwert 03.03.2018, 22:12
113. Kann Beiden nichts abgewinnen

Die eindringliche Rede von A.K-K beim CSU-Parteitag hat mich jedenfalls nicht überzeugt. Ihre stimmgwaltiges, endloses Herbeten sattsam bekannter Baustellen hierzulande,- beginnend mit, was sagen wir diesen, diesen, diesen, usw., jeweils Betroffenen-, blieben samt und sonders OHNE Antwort. Umso vehementer berief sie sich auf die CDU und einzige Volkspartei, als sei dies die Lösung all der Probleme, (so als wäre sie bisher nicht in der Regierungsverantwortung gestanden).
Dass Hr. Spahn, der Merkel-Oppositionelle, im Bundeskabinett groß aus der Reihe tanzt, denke ich nicht. Sicher wird er wohl, ähnlich wie der noch Amtierende, die Pharma-Lobby und die Ärztlichen-Vereinigungen weiterhin bei Laune halten und uns gesetzlich Versicherte mit ein paar Brosamen abspeisen. Gerade Herrn Spahn wird wohl Höheres im Sinn haben und deshalb als Regierungsmitglied in seiner Partei kaum oppositionell anecken. Vielmehr glaube ich, dass er sein Ministeramt nutzen wird, um hinter den Kulissen ein tragfähiges Unions- Netzwerk zu schmieden das ihn zum chancenreichen Kanzlerkandidat empfiehlt. Nun ja, heißt es nicht treffend, schau ‘n wir mal, dann seh` n wir schon?

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