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Kramp-Karrenbauers Prestigeprojekt: Bahn und Bundeswehr streiten über Freifahrten für
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Ausgerechnet beim erstem großen Projekt der neuen Verteidigungsministerin droht eine Schlappe. Nach SPIEGEL-Informationen hakt es bei den Gesprächen über Gratisbeförderung für Soldaten - die Bahn will die Reisen streng limitieren.

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zuckerfuchs 11.08.2019, 08:15
40. Die Bundeswehr...

... ist heute ein Arbeitgeber wie jede andere Firma auch. Schaut man sich die Bezüge der Soldaten an, so schlackert man mit den Ohren. Da es schwierig ist, Personal, sprich Soldaten, zu rekrutieren, wird gezahlt auf Deubel komm raus. Mit Zuschläge hier und Zulagen dort, kommt man dort z. B. schon mit vier Jahren Verpflichtung auf einen üppigen Sold, gerade auch schon als Berufseinsteiger.
Nicht, dass ich den Soldaten das nicht gönne, im Ernstfall müssen sie ran, aber erstens sind wir alle deren Arbeitgeber und man sollte das Gehaltsgefüge mit allen Zugaben mal öffentlich transparenter machen und diskutieren und zweitens muss jeder andere, der von und zur Arbeit fährt, das von seinem Verdienst selbst berappen. Nur, weil es darum geht, mehr Präsenz in der Öffentlichkeit zu zeigen, muss auf diese Weise nicht noch mehr Geld rausgepustet werden. Da wäre das Geld an anderer Stelle bei der BW sicher deutlich besser angelegt.
Als Entschuldigung mag gelten, dass man (Frau) bei den Summen, die bei der BW über den Jordan gehen, schonmal schnell die Übersicht und das vernünftige Maß verlieren kann, nicht zuletzt auch in Hinblick auf die Größenordnung der eigenen Diäten. Siehe Gorch Fock.

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Panikpräsident 11.08.2019, 08:19
41. Privatisierung ist so effizient.

Über solche Folgen hätte man mal vor der Privatisierung der Bahn im Regionalverkehr nachdenken sollen. Infrastruktur gehört in die öffentliche Hand damit man politische Spielräume hat, die über den Tellerrand des BWLers hinausgehen.

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hmoik 11.08.2019, 08:21
42. so ist das, wenn man erst laut schreit...

...und dann denkt. Oder überhaupt mal mit dem Gegenüber redet. Und dann auch noch verhandeln muss.
Grundsätzlich ist die Idee ja vielleicht nicht falsch (sollte dann vielleicht mal darüber nachgedacht werden, ob es nicht für alle Uniformierte gelten könnte), nur hat die Bahn nunmal begrenzte Kapazitäten. Was spricht denn gegen Flixbus und deren Wettbewerber? Und wenn die regionalen Privatanbieter nicht mitmachen wollen, muss man mit den öffentlichen Anbietern sprechen und bei den nächsten Ausschreibungen einen entsprechenden Passus in die Verträge schreiben.
Am Ende mag es übrigens günstiger sein, sich einen der privaten Busanbieter zu suchen, der einem das aufbaut, müsste nur mal einer durchrechnen.

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jackandel 11.08.2019, 08:22
43. Zu einfach für Deutschland

Warum behandelt man Bundeswehr-Dienstausweise in Verbindung mit Uniform nicht wie eine BahnCard 100? Deren Inhaber fahren doch auch wann und wo sie wollen, ohne vorher zu buchen. Ist das jetzt wieder zu einfach für Deutschland?

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SozLib 11.08.2019, 08:22
44. Wahnsinn

Ja, genau! Bitte setzt auch noch Unmengen an Soldaten in die an Wochenenden ohnehin völlig überfüllten Züge.

Es reicht nicht das auf der Strecke HH - München am Freitag und Sonntag praktisch kein Sitzplatz mehr zu bekommen ist - dank der Lufthansa die ihr Streckenmonopol voll ausspielt und an die 400€ kassiert - nein, wir stopfen neben grölende Junggesellenabschied, Volltrunkene Kegelvereine und hoffnungslos überforderte Mütter, auch noch Soldaten.

Das mag in den 80ern funktioniert haben, als nur jeder zweite Platz überhaupt besetzt war, heute - ein No!

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kreisklasse 11.08.2019, 08:22
45. Keine Wehrpflichtarmee

Nach meiner dunklen Erinnerung dürfte ich als heimatfern eingesetzter Wehrpflichtiger mit einem Sold von 6,50 DM am Tag einmal im Monat kostenfrei die Bahn benutzen. Sonst 50 Prozent Preisnachlass.
Heutige Berufssoldaten verdienen ganz normale Gehälter des öffentlichen Dienst. Was soll also die kostenlose Beförderung? Und was wäre mit der Besteuerung des geldwerten Vorteils?
Heiliger St. Bürokratius. Kauft den Leuten funktionierende Waffen.

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critico66 11.08.2019, 08:23
46. Wieder mal

ein Vorschlag ohne Sachkenntnis. Wenn Soldaten über einen längeren Zeitraum pendeln, dann beziehen sie gewöhnlich Trennungsgeld nach der Trennungsgeldverordnung. Da gibt es Bares, weil man von Haus und Hof getrennt ist. Ein wesentlicher Bestandteil dieser finanziellen Zuwendung sind die Fahrkosten zwischen Wohnort und Dienstort. Weil der Bund aber nur dann zahlt, wenn kein unentgeltliches Beförderungsmittel angeboten wird, würden die Soldaten nur Peanuts für Ihre Trennung erhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie die dann unentgeltliche Bahn tatsächlich nutzen oder nicht. Bereitstellung des Unentgeltlichen genügt. Also entweder war das ein genialer Vorschlag den Soldaten das Geld in die linke Tasche zu stecken und aus der rechten Tasche wieder rauszuziehen oder es liegt mal wieder blinder Aktionismus gepaart mit Ahnungslosigkeit vor.

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max.fi 11.08.2019, 08:23
47. Freifahrten

Ich war 1974 bei der BW, Wehrpflichtige durften alle Züge umsonst benutzen, auch den damals brandneuen IC. Zeitsoldaten zahlten die Hälfte des regulären Preises. Alles auf Truppenausweis und direkt am Bahnschalter gekauft. Warum ist es 45 Jahre später so viel komplizierter?

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jojodario 11.08.2019, 08:24
48. Frage...

Heißt das etwa, dass Soldaten ihre Fahrten von der Kaserne zum Eigenheim bisher immer selber bezahlen mussten?? Bin irgendwie davon ausgegangen, dass die Bundeswehr ihren Soldaten die Fahrtkosten erstattet. Sooo klein ist das Budget der Bundeswehr ja nicht. Oder habe ich etwas falsch verstanden?

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frank. 11.08.2019, 08:25
49. Ich brauche keine erhöhte Präsenz der Bundeswehr

und es wird bestimmt nicht das Image verbessern, wenn in ohnehin überfüllten Zügen zukünftig große Gruppen von Uniformierten unterwegs sind. Die BW soll die Tickets einfach regulär kaufen.

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