Forum: Politik
Krawalle in Istanbul: Türkeis Regierung bittet Aktivisten zum Gespräch
REUTERS

Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Istanbul harren noch immer Hunderte auf dem Taksim-Platz aus. Die türkische Regierung hat Kritikern eines Bauprojekts jetzt ein Gespräch angeboten. Der Parkprotest ist zur Generlabrechnung mit Premier Erdogan geworden.

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hubertrudnick1 02.06.2013, 12:25
1. Blider gleichen sich

Zitat von sysop
Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen in Istanbul harren noch immer Hunderte auf dem Taksim-Platz aus. Die türkische Regierung hat Kritikern eines Bauprojekts jetzt ein Gespräch angeboten. Der Parkprotest ist zur Generlabrechnung mit Premier Erdogan geworden.
Wie sich doch die Bilder gleichen, ob vor dem Mauerfall, oder später in der freien Welt, wenn das Volk mit der Politik nicht mehr einverstanden ist und dafür auf die Straße geht, dann bekommt man die ganze Macht der Herrschenden zu spüren.
Wer sich damals noch über den Ostblock aufgeregt hatte, der erlebt es aber auch nicht viel anders in seiner freien Welt.
Die Herrschenden lassen eben das Volk immer nur am Rande stehen und wehe einer überschreitet mal die Linie.
Die eigene Macht wird überall mit fast allen Mitteln verteidigt und das nicht nur im Ostblock.
Das Volk was den Herrschenden zujubelt ist willkommen, aber nicht die anderen
HR

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Beobachter der Medien 02.06.2013, 13:46
2. gesprächsbereitschaft Erdogans

Die bilder der butalen Vorgehensweise der Polizei in Istambul zeugen nicht gerade von der von Ihnen zitierten Gespächsbereitschaft Erdogans! Glauben Sie wiklich selbst was Sie weiterleiten? Die Demonstranten werden brutalst durch die Städte getrieben, weit weg vom Gezi Park. Was soll die Unterstützung der politischen Winkelzüge Erdogans liebe Spiegelredakteure?

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matteocaruso 02.06.2013, 13:50
3. Proteste im ganzen Land

Leider vergisst der Artikel zu vermelden, dass es im ganzen Land Unruhen und - zumeist friedliche - Proteste gibt. Ich war am Freitag in Izmir, wo Zehntausend auf die Straße gingen. Gestern waren es schon erheblich mehr. Am Abend erklang in den Wohnvierteln von Izmir ohrenbetäubender Lärm mit Kopftöpfen. Heute geht es weiter.. Die Medien in der Türkei berichten kaum. Auch Tellefonverkehr und Internet wird gestört. Für viele junge, regierungskritische Leute gilt: jetzt muss sich was verändern oder die Türkei wandt sich zu Iran-light. Darum auch die erhobenen Bierflaschen bei den Demonstrationen. Fatih Akin, der Regisseur, kritisierte die Medienstille. Echte Informationen gibt es eher auf Facebook dann in den inter-nationalen Medien. Gerade vom Spiegen würde man sich doch eine engagiertere Berichterstattung wünschen! Mit anderen Worten: bewegt euren .... und schreibt nicht nur Agenturmeldungen zusammen!

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Beobachter der Medien 02.06.2013, 13:51
4. gesprächsbereitschaft Erdogans

Die bilder der butalen Vorgehensweise der Polizei in Istambul zeugen nicht gerade von der von Ihnen zitierten Gespächsbereitschaft Erdogans! Glauben Sie wiklich selbst was Sie weiterleiten? Die Demonstranten werden brutalst durch die Städte getrieben, weit weg vom Gezi Park. Was soll die Unterstützung der politischen Winkelzüge Erdogans liebe Spiegelredakteure?

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katzekaterkarlo 02.06.2013, 13:52
5. Ich wünsche es dieser Regierung, ...

... dass die Bevölkerung ihr klar die Grenzen aufzeigt. In der religiösen ebenso wie in der politischen Entwicklung. Die Türkei ist zur Zeit kein demokratischer Staat.

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tobi_2006 02.06.2013, 14:04
6. Ausschreitungen Gestern

Was der Artikel leider unerwähnt lässt, ist dass es Gestern nach Erdogans Äußerungen zu noch schlimmeren Gewaltexzessen kam. Während sich die Polizei vom Taksim Platz zurückgezogen hat, gab es einen rücksichtslosen Einsatz von international geächteten Tränengasvarianten im nicht weit entfernten Stadtteil Beşiktaş und in der Hauptstadt Ankara. Die sozialen Medien berichten von Schwerverletzten und Toten.

Die türkischen Medien berichten währenddessen von der Wahl zur Miss Turkey, von Kochshows und von niedlichen Tiergeschichten.

Der Westen hat Herrn Erdogan lange genug bewundert und angehimmelt, weil er es ach so toll schafft, wirtschaftlichen Erfolg und "Religionsfreiheit" miteinander zu verbinden. Gleichzeitig hat er es aber auch geschafft, so gut wie alle kritischen Journalisten in der Türkei entweder einzusperren oder einzuschüchtern. Bei jeder Journalistenverhaftung von Putin wird (zurecht) der Untergang des Abendlandes angeprangert, in der Türkei wird über Wirtschaftsboom und Großprojekte berichtet. Das wird sich jetzt hoffentlich ändern!

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dehessekopp 02.06.2013, 14:04
7. Polizeigewalt

Diese Gewalt an der eigenen Bevölkerung ist in der Türkei schon immer allgegenwärtig gewesen. Dass Demonstrationen mit Einkesselung und Knüppel niedergeschlagen wird und die Nachrichtensperre ist in der Türkei ein trauriger Alltag. Es ist mal endlich im Westen der Türkei passiert, wo es genug Touristen gibt, die es gesehen haben.
Nur wird leider keine Konsequenz daraus gezogen, die EU wird es verurteilen und das war es.
Dieser Islamist muss zurücktreten und es müssen freie Wahlen ohne Bestechungen stattfinden.....und genau das ist in der Türkei fast unmöglich......leider!

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berlin87 02.06.2013, 14:07
8. mehr Demokratie und Toleranz nötig

Erdogan macht es umgekehrt.
Er muss die anderen auch zuhören und akzeptiren. nicht zur Seite schieben.
Er muss die meinungen in Betracht ziehen, die ihm keine Stimmen gegeben haben.

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turkey_fan 02.06.2013, 14:15
9. Aber DEutschland ist demokratisch!

Zitat von katzekaterkarlo
... dass die Bevölkerung ihr klar die Grenzen aufzeigt. In der religiösen ebenso wie in der politischen Entwicklung. Die Türkei ist zur Zeit kein demokratischer Staat.
In Istanbul durften die Demonstranten wenigstens ihrem Ärger Luft machen bevor sie verhaftet wurden. In Frankfurt wurden die Demonstranten eingekesselt und verhaftet (400 laut Medienbericht) bevor irgendwelche gewaltätigen Ausschreitung statt fanden. Welches ist den nun den der Polizeistaat?


Frankfurt am Main: Blockupy-Demo bleibt in Polizeikette stecken | Gesellschaft | ZEIT ONLINE

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