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Krawallnacht in Hamburg: Senator liefert Begründung für Taktik der Polizei
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Warum hat die Polizei nicht eingegriffen, als Randalierer im Hamburger Schanzenviertel wüteten? Innensenator Andy Grote spricht von einer Gefahr für "Leib und Leben der Beamten".

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karlsiegfried 08.07.2017, 15:43
90. Leib und Leben der Beamten schützen?

Das erkläre mir doch bitte einer. Die waren doch hoch gerüstet und von oben bis unten verpackt. Zusätzlich hatten sie Abwehrspray in Riesenbüchsen, Schutzschilder, Knüppel, Schusswwaffen, Wasserwerfer, Drohnen und, und, und. Was keiner der Chaoten hatte.

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hirlix 08.07.2017, 15:44
91. Wofür sind die Polizisten

denn mit Schusswaffen ausgestattet? Wenn Gefahr für Leib und Leben der Beamte besteht können sie ruhig mal ihre Waffen einsetzen. Die Randalierer auf den Dächern kann man da auch fix mit Scharfschützen runterholen sobald sie anfangen Steinplatten und Molotovcocktails auf die Beamten zu werfen.

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the_rover 08.07.2017, 15:44
92. Gewaltmonopol des Staates ...

Offenbar ist der Staat nicht in der Lage seiner Bürger und deren Eigentum vor ein paar hundert Kriminellen zu schützen. Damit wird das vielbeschworene Gewaltmonopol faktisch aufgegeben.
Was lernt der Bürger daraus?
Man verzichtet auf seine Freiheit, sein Eigentum und sein Ladengeschäft zu Gunsten eines Mobs im rechtsfreien Raum, dem der Staat tatenlos zusieht, oder man hilft sich selbst:
Warten wir ab, bis ein paar Randalierer in ihrem eigenen Blut liegen, weil ein Ladenbesitzer im Rahmen erlaubter Notwehr und Selbsthilfe zusammen mit ein paar kräftigen Freunden die Plünderung seines Geschäfts verhindert hat, oder bis Bürgerwehren ihren Kietz von schwarz gekleidete Brandstifter frei halten. Keine wünschenswerten Zustände, aber sowohl die als "Demonstranten" getarnten Kriminellen wie auch der Staat wollen es offenbar nicht anders.

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Proggy 08.07.2017, 15:46
93. Rückzugszentren ausheben

Solange die Rote Flore und andere linke Zentren, als Rückzugs- und Versorgungsräume, mit Wissen der Polizei-Verantwortlichen, genutzt werden können, wird sich nichts ändern.
Im Zuge der nächsten zu erwartenden Ausschreitungen, sollten diese Rückzugs- und Versorgungszentren schnell und notfalls hart geräumt werden.

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liwe 08.07.2017, 15:46
94.

Wie immer ist natürlich die Polizei schuld. Gehen sie rein und machen diese Chaoten platt und zwar richtig (genau das hätten sie verdient), heißt es "unangemessene Gewalt seitens der Polizei". Machen sie nur etwas weniger, heißt es "die Polizei ist machtlos und schützt die Bürger nicht".
Kein Wunder, dass keiner mehr zur Polizei will!
Für mich sind das in Hamburg linke Terroristen und so gehören sie auch behandelt.

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daNick73 08.07.2017, 15:54
95. Polizisten als Mülleimer

Es ist erschreckend, dass alles, was die Polizei macht, von Möchtegern-Experten kritisiert wird: Polizei geht wegen Vermummung in eine Domstration: falsch. Sie geht nicht in eine brennende Straße, in der man uU scharf Schießen müsste: falsch. Die Polizei ist nicht sofort vor Ort, wenn Autos abgefackelt werden: falsch. Polizisten bedenken auch Eigensicherung: falsch.
Wer heute Polizist wird, ist zu bedauern. MIch würde es so ankotzen, mir ständig Vorwürfe für alles machen zu lassen und zwischendurch meinen Kindern zu erklären, warum andere mich täglich mit Pflastersteinen, Feuerwerkskörpern, etc bewerfen können, ohne dass diese Leute ins Gefängnis kommen!

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bettina_krause 08.07.2017, 15:54
96. Klarer Fall von Selbsterfüllender Prophezeihung

Seit Tagen schon hetzt die S-Presse und heizt die Stimmung auf. Verbot der Camps, gezielte Verängstigung der Bevölkerung. Und -Gipfel der Verlogenheit! - wenn dann alles in ihrem Sinne 'funktioniert', kann man alles noch weiter hochspielen. Gewalt ist natürlich inakzeptabel, aber die 4. Gewalt sollte ebenfalls Verantwortung an der Eskalation übernehmen.

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the great sparky 08.07.2017, 15:57
97. politischer offenbarungseid, die zweite

nach dem eingeständnis, die landesgrenzen nicht schützen zu können, bekommt das land nun auch noch anschauungsunterricht darin, dass der bürger auch im inneren auf einen schutz durch die sicherheitskräfte nicht vertrauen kann.
da kommen offenbar noch lustige zeiten auf uns zu.

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Proggy 08.07.2017, 16:01
98.

Zitat von karlsiegfried
Das erkläre mir doch bitte einer. Die waren doch hoch gerüstet und von oben bis unten verpackt. Zusätzlich hatten sie Abwehrspray in Riesenbüchsen, Schutzschilder, Knüppel, Schusswwaffen, Wasserwerfer, Drohnen und, und, und. Was keiner der Chaoten hatte.
Na ja, gegen eine Gehwegplatte vom Dach eines fünfstückigen Hauses geworfen, hilft so ein Helm nicht viel.
Die Waden- und Schulterdurchschüsse von Stahlkugeln aus HiTec-Zwillen zeigen die freibleibenden Zonen der Schutzkleidung, die man zur Bewegung braucht.
Die Chaoten auf den Dächern wurden - trotz ihrer Bewaffnung - nicht relativ schnell von unten neutralisiert, sondern erst aufwändig und möglichst schonend in Gewahrsam genommen. Damit verstrich wertvolle Zeit und das Vorgehen der Ordnungskräfte wurde verlangsamt.

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ulilange 08.07.2017, 16:04
99. Polizeittaktik sollte Polizisten schützen

Vor mehr als 10 Jahren habe ich zusammen mit der Evangelischen Kirche einen Ausbildungsgang mit Berliner Polizisten zum Thema "Bürger und die Polizei" als externer Fachmann mit durchgeführt. Die älteren Polizisten beklagten sich dabei mehrheitlich darüber, dass die jungen Bereitschaftspolizisten vor solchen Einsätzen besonders scharf gemacht werden, indem sie in ihren Unterkünften gezielt schlecht behandelt werden. In Berlin wird inzwischen seit Jahren die Polizeiarbeit wirklich ernst genommen und unterstützt. Deshalb haben sich die negativen Ereignisse am 1. Mai deutlich reduziert. Die Straftaten schwarzer Vermummter sind die eine Seite und gehören juristisch verurteilt. Bei der heutigen Demonstration waren aber ersichtlich weit mehr Vermummte mit schwarzen Kampfhauben unter den Polizisten zu finden. Der Bürger hat ein Recht darauf, dass Polizisten ihr Gesicht zeigen, natürlich gehört dazu auch das Recht einen Schutzhelm zu tragen. Aber wer läßt junge Polizisten heute noch ins offene Messer des Hasses junger Leute laufen, indem man ihnen die Erkenntnis verweigert, dass Vermummung immer zu unguten Gegenreaktionen führt. Ein Polizist, der Gesicht zeigt, schafft Vertrauen. Wer Polizisten vor allem wie Kampfmaschinen und Kampfroboter ausrüstet, und sie in "normalen Lagen" unfairerweise zu SEK-Einsatzkommandos macht, der kämpft nicht für sondern gegen erfolgreiche Polizeiarbeit. Der Bürger muss - um Respekt vor Polizisten zu haben - in erster Linie den "Menschen" als Vertreter seines Rechtes im Polizisten erkennen. Erst dann versteht er, dass ein Polizist unser aller Wohlergehen mit seinem Leben verteidigt. Dafür brauche ich ein Gesicht bei dem ich mich bedanken kann, und Übeltäter, die es auch bei der Polizei gibt, dürfen sich nicht hinter der Vermummung verstecken dürfen. Da hat die Hamburger politische SPD-Polizeiführung auf voller Linie versagt.

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