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Kretschmanns Wahl: Liebesentzug schon in Stunde null
DPA

Sechs Stimmen fehlten: Bei der Wahl zum Ministerpräsidenten fand Winfried Kretschmann nicht den vollen Rückhalt des Regierungslagers. Vorher hatte es beim Partner CDU gekracht.

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richandpoor 12.05.2016, 16:49
1. Wie konnte das passieren?

Macht doch einfach weiter mit euren Probeabstimmungen, bis das gewünschte Ergebnis passt. Dann erklärt schnell die Abstimmung als gültig. Man fasst sich an den Kopf, das soll Demokratie sein? In einer Demokratie haben viele Meinungen Platz, sie müssen nicht alle gleich sein. Demokratie lebt von der Verschiedenheit der Meinungen, denn alles andere wäre autoritär. Man muss sich schon wirklich die Frage stellen, ob wir noch ein demokratisches Land sind.

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zahlknecht 12.05.2016, 16:54
2. Muss wohl ...

...auch nicht sein, dass man die volle Punktzahl bekommt, und es war eigentlich auch damit zu rechnen.

Wer die "Abtrünnigen" waren, da kann man spekutlieren.

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_unwissender 12.05.2016, 17:00
3. Tja ....

Sooo schwarz wie ein echter CDU-ler ist Kretschmann wohl doch nicht?
Ich würde sagen, die Zukunft im Musterländle ist eher dunkelschwarz.

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tolate 12.05.2016, 17:04
4.

Quod licet jovi, non licet bovi. So, wie Merkel ihren Laden führt, klappt es in BW dann doch nicht. Mit der ordre de mufti hapert es, trotz der Präsidentin. Ob das gut ist, oder schlecht, darüber wird man sich noch lange streiten. Es sei denn, die Ereignisse überschlagen sich, Stichwort Toleranz für die sexuelle Vielfalt im Erziehungsplan.

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Knackeule 12.05.2016, 17:04
5. Glück auf !

Diese Krampf-Koalition fängt ja schon gut an. So wird es auch weitergehen. Hier soll zusammenwachsen, was niemals zusammen gehört.

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ansv 12.05.2016, 17:13
6. Die CDU wird langsam peinlich

Während der gesamten Zeit in der Opposition hatten sie keinerlei Programm, keinerlei Strategie - die dachten wirklich, die Wahl der Grünen wäre nur ein "Fehler der Wähler" gewesen. Das scheinen sie jetzt noch immer zu denken und präsentieren sich als Partei von Vorvorgestern: Sie streiten um Macht, Pöstchen und Pensionen während die Grünen bereits erste Highlights setzen. Wohin soll das führen? Voranbringen wird es uns jedenfalls nicht im "Musterländle"

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carlitom 12.05.2016, 17:13
7.

Hier muss man mal einiges gerade rücken:
1. es ging nicht darum, dass Strobl in den Verhandlungen CDU-Positionen nicht ausreichend durchgesetzt habe.
2. es ging auch nicht darum, dass er die Fraktion nicht eingebunden habe.
Es ging darum, dass er die Fraktion nicht ausreichend mit Ämtern berücksichtigt hat. Und recht hat er. Diese Fraktion hat sich spätestens am zweiten Tag nach der haushoch verlorenen Wahl disqualifiziert, als sie sich vom Wahlverlierer Wolf überrumpeln ließen und ihn wieder zum Fraktionsvorsitzenden wählten (warum, um Himmels Willen?). Damit hatten sie ihre Unzurechnungsfähigkeit ausreichend unter Beweis gestellt, dass Strobl klar war, mit denen kann man nicht arbeiten.
Deshalb hat er sie zurecht nicht mit noch mehr Ministerämtern berücksichtigt. Zwei (u.a. der unsägliche Wolf) reichten vollkommen.

Dann die junge Auftsteigerministerin... - ja, das schafft viel Neid und Missgunst unter altgedienten Fraktionsleuten (die zumeist alle Dreck am Stecken haben). Noch dazu eine Frau - oh je. Gerade die Wolf-Gruppe ist ja - trotz vieler Lippenbekenntnisse - eher für Haus und Herd.

Noch ein Irrtum: mit Sicherheit war Stächele, der ja in der EnBW-Affäre dumm genug war, sich in Mappus' verfassungsrechtliches Handeln einbinden zu lassen, NICHT Strobls Favorit. Der ist nämlich nicht blöd. Angreifbarer hätte die CDU sich wohl kaum noch machen können. Außer natürlich durch die abgelaufenen Aktion in Sachen MP-Wahl. Die ist allerdings an Kindergarten und miesem Charakter kaum noch zu übertreffen.

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nepomuk2012 12.05.2016, 17:15
8.

Zitat von richandpoor
Macht doch einfach weiter mit euren Probeabstimmungen, bis das gewünschte Ergebnis passt. Dann erklärt schnell die Abstimmung als gültig. Man fasst sich an den Kopf, das soll Demokratie sein? In einer Demokratie haben viele Meinungen Platz, sie müssen nicht alle gleich sein. Demokratie lebt von der Verschiedenheit der Meinungen, denn alles andere wäre autoritär. Man muss sich schon wirklich die Frage stellen, ob wir noch ein demokratisches Land sind.
Ich glaube der Verfasser verwechselt Demokratie mit einem Hühnerhaufen. In einer Demokratie muss es eine Entscheidung geben, entweder für den Status Quo oder für eine Neuerung. Dann muss sich die Minderheit der Mehrheit erstmal unterordnen und weiter Überzeugungsarbeit leisten. Wenn alle in verschiedene Richtungen laufen kommt nix bei raus. Wenn man ein Verhandlungsergebnis in einer Parteiversammlung verabschiedet dann sollten sich die Abgeordneten auch dran halten. Das jetzt sieht so aus wie ein Jammern und Nachtreten der Verlierer die noch nicht kapiert haben dass sie verloren hatten.

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k.u.m. 12.05.2016, 17:16
9.

Na ja, die Filbinger-CDU, namentlich im "Ländle", kann sich immer noch nicht vorstellen, deutlich hinter den Grünen gelandet zu sein, wo ihr doch nach ihrem Selbstverständnis eine absolute Mehrheit zusteht.

Dass dieser Bedeutungsverlust an ihrer politischen Haltung und ihrem Personal liegen könnte, auf die Idee kommt die CDU erst gar nicht. Jedenfalls war ein Herr Wolf den Wählern offenkundig nicht vermittelbar. Sein Verhalten nach der Wahl (mit allen Mitteln trotz krachend verlorener Wahl unbedingt MP werden zu wollen) hat das Charakterbild bestätigt, dass sich vermutlich viele Wähler von ihm gemacht hatten.

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