Forum: Politik
Krieg im Südsudan: Die Villen der Warlords
Sentry Report

Im Südsudan tobt ein Dauerkrieg, die Spitzen des Staates füllen sich die Taschen mit Hilfe ausländischer Firmen. Ein Bericht, finanziert von George Clooney, enthüllt, wie skrupellos die Profiteure vorgehen.

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darmspiegelgabsschon 15.09.2016, 12:45
60.

Zitat von KingTut
...Die internationale Gemeinschaft muss handeln!
Was meinen Sie mit "internationaler Gemeinschaft"? So etwas gibt es mit dieser Spezies nur unter Geschäftsfreunden. Oder mit Gewalt.

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ditta 15.09.2016, 12:49
61. Kriminelle Energien

Kriminelle Energien zweier Welten - der entwickelten mit spätkapitalistischer Gier nach Rohstoffen und sonstiger Gewinnmaximierung auf der einen Seite und der afrikanischen mit einer atavistisch gestützten Gier weniger nach Macht und Reichtum fern jeglicher Leistungsparameter auf der anderen Seite sind hier, wie in diesem prägnanten südsudanischen Beispiel, eine verhängnisvolle Symbiose eingegangen, die Massen an Verlierern produziert: die Bevölkerungen ohne Bildung und Primärversorgung in afrikanischen Ländern, die als (Re-)Produktionsmittel die Erzeugung von Nachkommenschaft begreifen und die Massen mittlerweile pauperisierter Menschen in den Räumen Europas, welche mit den aus ihrer "selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Marx) fliehenden Menschen Afrikas bald auf dem Arbeitsmarkt Euopas konkurrieren werden.
Zum Glück gibt es auch andere Beispiele in Afrika, aber der Südsudan ist eben sehr nahe an den Routen zum Mittelmeer und gilt letztlich doch als pars pro toto!
Eine Lösung dieser Probleme ist augenscheinlich nicht in Sicht. Wer hätte daran ernstlich ein Interesse?

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KingTut 15.09.2016, 12:49
62. Ursachen

Meiner Meinung nach sind diese Probleme auf die menschliche Gier zurückzuführen und nicht etwa, wie einige Kollegen fälschlicherweise behaupten, auf den Kolonialismus. Der liegt nämlich lange zurück und als er endete, hat er fortschrittliche Strukturen hinterlassen, von denen diese Länder zum Teil heute noch profitieren, wie z.B. Süd-Afrika. Auch Zimbabwe hatte nach Beendigung der Apartheit gute Chancen, sich positiv weiterzuentwickeln, wenn es von einem verantwortungsvollen Präsidenten regiert worden wäre, als den man Herrn Mugabe nach fast 30jähriger Regierungszeit mit Sicherheit nicht bezeichnen kann. Ähnlich verhält es sich bei vielen anderen Ländern, einschließlich dem Süd-Sudan, die allesamt gute Voraussetzungen hatten, um Demokratie und Wohlstand für ihre Menschen zu realisieren. Es ist ihre Verantwortung, dass dies nicht geschah. Deshalb sollte man künftig jede Entwicklungshilfe, die ich absolut befürworte, an konkrete Projekte knüpfen und die Verwendung unserer Steuergelder für ihren vorbestimmten Zweck strikt überwachen.

Übrigens: Das alles ist kein Afrika-Bashing, sondern die traurige Wahrheit, für die die Kolonialzeit mitnichten verantwortlich ist. Solange man sich einer verantwortlichen Ursachenanalyse verschließt, kann man auch keine geeigneten Mittel anwenden, um die Probleme zu lösen.

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frenchie3 15.09.2016, 12:49
63. @56 Vielleicht haben Sie Recht

Dann nennen Sie doch bitte die Ware die wir so billig aus dem Sudan konsumieren damit man das wegsehen künftig gezielt unterlassen kann. Betrifft das eher Obst und Gemüse, Hightec oder Textilien?

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kuschl 15.09.2016, 12:52
64. Zu viel Theoretisierer hier

Hilfe nur noch direkt, kein Giesskannenprinzip! Ich war beteiligt an einem Fond, der das Schulgeld für zwei Schüler finanzierte. Nur mit strikter Kontrolle haben wir erreicht, daß unser Geld auch dort ankam, wo es hin sollte. Immer wieder Kontrolle vor Ort. Die beiden Schüler waren unsere Patenkinder. Sie haben beide Abitur gemacht, arbeiten heute im Land im Management zweier Firmen. Das waren meine schönsten Momente nach dem Frust während der Einsätze in den Hungerländern.

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Berliner42 15.09.2016, 12:58
65.

Zitat von lequick
Milionenfacher Mord, Sklaverei und Himmelschreiende Ungerechtigkeit sind okay? Wovon träumen Sie nachts?
"Milionenfacher Mord, Sklaverei und Himmelschreiende Ungerechtigkeit" waren dort auch schon vor der Kolonialisierung der Normalzustand. Das sind Dinge, die diese Länder selber abstellen müssen.

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Klaatu Barada Nikto 15.09.2016, 13:02
66. Aha?!

Zitat von hansw
Bei meinen Aufenthalten in Afrika hörte ich immer wieder, dass nach den Chinesen die deutschen Entwicklungshelfer die meistgehassten Menschen wären, denn die Deutschen ´würdeb nur in ihren brandneuen Daimler SUV´s herumfahren. Diese "Helfer" werden von Einheimischen nicht anerkannt oder respektiert. Deshalb sollte diese Art von Entwicklungshilfe eingestellt werden.
Ich denke auch, daß die deutschen Entwicklungshelfer sicherlich nur nach Afrika kommen, um mit ihren nagelneuen SUVs herumzufahren... "Diese Art von Entwicklungshilfe" sollte also Ihrer werten Meinung nach wegen Unschicklichkeit eingestellt werden, ja?
Mann, bin ich froh, daß Ihre Meinung dort kein Gewicht hat! Die Dinger können meinetwegen vor lauter Gold in der Sonne glänzen, sodenn sie damit zu hungernden Menschen fahren und diese satt bekommen. Aber Sie haben natürlich recht, ein barmherziger Samariter sollte grundsätzlich in Sack und Asche gehen, sonst kann man ihn ja garnicht für voll nehmen. Am allerbesten wäre es natürlich, das Auto zu verkaufen und zu Fuß unterwegs zu sein. In Kriegsgebieten haben die Einwohner sicherlich andere Probleme, als ausländische Helfer zu disliken oder sich über den Zustand ihrer Autos aufzuregen.

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MatthiasPetersbach 15.09.2016, 13:02
67.

…und warum stehen diese Villen und Anwesen noch? Die sind doch mit einem Knopfdruck weg - incl. den Besitzenden.

Ach so, die Leute führen ja Krieg gegen die eigene Bevölkerung - ist wohl nicht so schlimm. Obwohl - Assad wird das ja auch vorgeworfen…..

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Andraax 15.09.2016, 13:03
68. Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs

Exakt wie im Buch "Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs" von Ernst Wolff beschrieben. Alles nur links-revolutionäre Phantasien.

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paul40545 15.09.2016, 13:07
69.

Zitat von paulvernica
Ja, das ist eine gute Frage. Seit Jahrzehnten schicken wir Entwicklungshilfegelder nach Afrika und seit Jahrzehnten ändert sich dort nichts grundsätzliches. Immer wieder versickert das Geld bei Warlords oder irgendwelchen korrupten Präsidenten und der jeweilige Staat und seine Menschen kommen nicht zur Ruhe oder zu einigermaßen gesicherten Wohlstand. Manchmal denke ich wirklich es wäre besser wenn sich jeder westliche Industriestaat dort ein Land aussucht und es kolonisiert um dort vernünftige Strukturen aufzubauen. Aber Kolonien haben wir nicht mehr obwohl das manchmal vielleicht echt besser wäre wenn man seriös an die Sache rangeht.
Sie wollen also die heutigen Symptome eines durch die Kolonialisierung geschaffenen Vakuums, welches durch diese Despoten gefüllt wurde, durch eine erneute Kolonialisierung stopfen? Respekt, viel ignoranter in Sachen Geschichte kann man gar nicht sein.

Schauen Sie sich den Kongo an. Nach dem Abzug der Belgier wurde ein Präsident demokratisch gewählt, der jedoch unter Mithilfe der CIA abgesetzt wurde, da zu sehr gen Osten orientiert. Der Nachfolger war ein Despot, der die Bevölkerung unterdrückte, jedoch auch den Orientierung gen Osten stoppte.

Solange wir mit der Welt Schach spielen, solange müssen wir uns nicht wundern, dass die Menschen Ihre Heimat verlassen möchten. Wenn wir aufhören, die nicht-westliche Welt als unsere Ressourcen-Lieferanten zu sehen, sondern als potentielle Geschäftspartner, dann erst erlauben wir einen nachhaltigen Wandel

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