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Krieg in Libyen: Zehntausende Berber fliehen nach Tunesien

Gaddafis Soldaten nehmen im Kampf um den Machterhalt jetzt auch die Berber unter Beschuss. Zehntausende der libyschen Ureinwohner sind bereits nach Tunesien geflohen. Sie hatten sich schon früh den Rebellen angeschlossen.

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zompel 26.04.2011, 19:07
1. Fluchtwelle ?

jetzt erst, nachdem " ..In der vergangenen Woche hatten Rebellen den Grenzposten zwischen Tunesien und Libyen besetzt. Das hatte die Fluchtwelle ausgelöst. ..." ?
Bei Gaddafis Truppen gabs da wohl keine Probleme.
Die Rebellen tragen den Krieg durchs Land. Fragt man sich wer die Zivilisten benutzt.

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edelamsee 26.04.2011, 19:28
2. Schützenswerte Zivilisten

Zitat von zompel
jetzt erst, nachdem " ..In der vergangenen Woche hatten Rebellen den Grenzposten zwischen Tunesien und Libyen besetzt. Das hatte die Fluchtwelle ausgelöst. ..." ? Bei Gaddafis Truppen gabs da wohl keine Probleme. Die Rebellen tragen den Krieg durchs Land. Fragt man sich wer die Zivilisten benutzt.

Einfache Antwort


schützenswerte Zivilisten sind per Nato Definition nur jene, die gegen Ghadaffi sind.

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moliebste 26.04.2011, 20:05
3. Alles nicht so einfach

Die Berber sprechen eine andere Sprache als die anderen libyschen Stämme, sehen sich nicht als Araber...
Warum ist dies erwähnenswert ? Damit es einfach gestrickten Gemütern endlich mal dämmert, wie kompliziert die Stammesgesellschaft Libyens ist und nicht so banal beschrieben werden kann wie: Diktator gegen Volk.
Es gibt ca. 300 Stämme in Libyen, davon sollen sich mittlerweile 248 für Gaddafi ausgesprochen haben.
Dass die Kämpfe heute in Misurata wieder aufgeflammt sind und sich Richtung Hafen bewegen ist Ausdruck dessen, dass dem Warfalla-Stamm offensichtlich der Kragen platzt und der Zugang zum Meer geöffnet werden soll.

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tkgdfk 26.04.2011, 20:17
4. unterschiedliche Stämme

Zitat von moliebste
Die Berber sprechen eine andere Sprache als die anderen libyschen Stämme, sehen sich nicht als Araber... Warum ist dies erwähnenswert ? Damit es einfach gestrickten Gemütern endlich mal dämmert, wie kompliziert die Stammesgesellschaft Libyens ist und nicht so banal beschrieben werden kann wie: Diktator gegen Volk. Es gibt ca. 300 Stämme in Libyen, davon sollen sich mittlerweile 248 für Gaddafi ausgesprochen haben. Dass die Kämpfe heute in Misurata wieder aufgeflammt sind und sich Richtung Hafen bewegen ist Ausdruck dessen, dass dem Warfalla-Stamm offensichtlich der Kragen platzt und der Zugang zum Meer geöffnet werden soll.
Diese 300 unterschiedlichen Stämme, die in Ihrer Mehrzahl nicht konservativ islamistich ausgerichtet sind haben mit Sicherheit nicht viel zu lachen, wenn die Islam-Fundis aus
Bengasi in Libyen an die Macht kommem.

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m.ertl 26.04.2011, 20:19
5. Zivilisten schützen...

ist die offizielle Mission des NATO-Einsatzes;
Komisch ist nur das die gleichen Mächte solche Zivilisten die sie etwa in Afghanistan oder in Pakistan(per Drohnenangriffe) töten immer als "Kollateralschäden" bezeichnen u.einkalkulieren.
Da scheinen tote Zivilisten moralisch durchaus vertretbar zu sein.Könnte es sein das man je nach politischer Interesenlage defininiert was Zivilisten und/oder gute oder böse Tote sind?
Und noch etwas:Am Anfang hieß es immer die Rebellen könnten mit ihren Waffen nicht umgehen;In Libyen gibt es aber eine allgemeine Wehrpflicht,insofern sollte man da durchaus Basiskenntnisse vorausetzen dürfen.Liegt es vielleicht daran das die von ausländischen Geheimdiensten gelieferten Waffen sie überforderten und sie erst Anleitungsoffizhiere brauchten?

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moscow_online 26.04.2011, 20:33
6. Schon komisch...

Zitat von sysop
Gaddafis Soldaten nehmen im Kampf um den Machterhalt jetzt auch die Berber unter Beschuss. Zehntausende der libyschen Ureinwohner sind bereits nach Tunesien geflohen. Sie hatten sich schon früh den Rebellen angeschlossen.
"Sie hatten sich schon früh den Rebellen angeschlossen" und erst jetzt nahm man ihrer an? Vielleicht will uns der Spiegel die Stammeskrieger, die seit Sonntag die "Freiheitskaempfer" jagen, fuer libysche Soldaten verkaufen.

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sunnypluto 26.04.2011, 20:40
7. Terrorist

Zitat von tkgdfk
Diese 300 unterschiedlichen Stämme, die in Ihrer Mehrzahl nicht konservativ islamistich ausgerichtet sind haben mit Sicherheit nicht viel zu lachen, wenn die Islam-Fundis aus Bengasi in Libyen an die Macht kommem.
Neben dem Ober-Terroristen-Boss Gaddafi gibt es also noch weitere 248 Terroristen-Bosse.
Pfui Spinne.

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ok-info 26.04.2011, 21:18
8. Ja, hier hocken

auch schon wieder mehrere Berber vor dem Supermarkt !
Ist also eindeutig eindeutig, das...

Ist es eigentlich ein gutes Gefühl, wenn man dauernd schreibt,
was man für gut, wahr und gerecht hält (ich war mal in
der Werbung, da hat es auch Leute, die glauben an die Produkte,
die sie bewerben) - und nur die ganz Altvorderen
glauben einem noch ein Wort ?

Wenn man jahrzehntelang das große Maul vonwegen Menschenrecht
und Dämokratie hatte, und wenn dann die glorreiche
verlogene Schutzmacht offensichtlich abdankt,
muß man eben irgendwann den Preis zahlen...
somit geschieht das der "Freien Presse des Freien Westens"
durchaus recht - in den Orkus damit.

Wird schon nicht (wieder) das Ende der Geschichte sein.

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peet73 26.04.2011, 21:32
9. was machen die Stämme?

Zitat von moliebste
Dass die Kämpfe heute in Misurata wieder aufgeflammt sind und sich Richtung Hafen bewegen ist Ausdruck dessen, dass dem Warfalla-Stamm offensichtlich der Kragen platzt und der Zugang zum Meer geöffnet werden soll.
Gibt es da Meldungen zu?

Die Mainstream-Medien geben sich ja alle Mühe, dasEinschreiten der Stämme als reine Gaddafi-Propaganda abzustreiten. Ich halte es allerdings für sehr plausibel, dass die lokalen Stämme genug haben von den fanatischen Dschihadisten die seit Wochen übers Meer von Benghazi kommen.

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