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Krieg in Syrien: Russland und Iran erobern Aleppo - für Assad
DPA/ SANA

Das Assad-Regime und seine Verbündeten stehen vor dem größten militärischen Erfolg seit Jahren: der vollständigen Eroberung von Aleppo. Den Preis dafür zahlt die Zivilbevölkerung.

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Raisti 28.11.2016, 16:04
20.

"Diese massive militärische Unterstützung aus dem Ausland hält Assad an der Macht. Sie verhindert aber zugleich eine Lösung der politischen Ursachen des Konflikts. Weil ihn Russland und Iran bedingungslos unterstützen, ignoriert der Diktator die Forderung des Westens nach Waffenstillstandsverhandlungen."

Sehr einseitig. Die massive Unterstützung des IS und anderer Islamistischer Gruppen durch die Saudis und Katar verhindert genauso eine politische Lösung.

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Leto13 28.11.2016, 16:04
21. hm

Was genau sind die politischen Ursachen des Konfliktes in Syrien, werter Autor? Warum ist das Land, das bis 2011 zwar keine Vorzeigedemokratie war, doch im Vergleich zu anderen Laendern der Region relativ weit entwickelt war und wo verschiedene Konfessionen relativ gut miteinander auskamen, auf einmal ins Chaos gezwungen worden? Von wem bekommen die ganzen Terroristen ihre Waffen, ihr Geld, ihre Propaganda in grossen westlichen Medien? Was ist fuer die Syrer besser: ein Leben im Syrien bis 2011 oder ein Leben in einem Syrien, wo islamistische Halsabschneider das Sagen haben und sich, mit Ausnahme der kurdischen Gebiete, kaum ein sogenannter Rebell finden laesst, der von Demokratie, Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Menschenrechten und sonstigen westlichen Werten traeumt? Warum haben die Syrer, die hiervon traeumen, sich vom Aufstand abgekoppelt, als die islamistischen Halsabschneider das Sagen in der Opposition mit Hilfe auslaendischer Unterstuetzung uebernommen haben? Wie kommt es, dass die meisten innerhalb des Landes vertriebenen Syrer in Gebiete gehen, die von der Regierung gehalten werden? Wie kommt es, dass immer nur von Putin und Assad die Rede ist, aber nie von den Regierungschefs im Westen und in der Region, die dafuer verantwortlich sind, dass Syrien destabilisiert wurde, ein Krieg begonnen hat, hunderttausende gestorben und noch mehr Menschen geflohen sind? Warum sagen manche Syrer, dass 70% ihrer Landsleute Zombies sind, die je nach Bedarf von irgendwelchen destabilisierenden Kraeften kontrolliert werden?

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Normaler Wutbürger 28.11.2016, 16:04
22. Wenn man mal ehrlich wäre ...

Syrien kann nur mir einem Diktator wie Assad wieder unter Kontrolle gebracht werden. Das ist nunmal leider so.
Diese Länder kennen nichts anderes, und wollen auch nichts anderes. Demokratie ? Das ist einfach nur lächerlich.
Menschen sterben in Syrien auf jeden Fall noch über Jahre an diesem Krieg. Sei es durch Bomben, Panzer, Kugeln oder Folter und Rache. Und zwar völlig egal wer denn am Ende "gewinnen" wird.
Besser für das Land wäre es aber in jedem Fall, wenn der aktive Krieg so schnell wie möglich beendet werden würde. Dass das politisch gelingt ist eine Illusion. Also geht es nur militärisch. Das übernimmt zur Zeit hauptsächlich Russland.
Und würde der "westen" jegliche Unterstützung der "Opposition" bzw. der "Rebellen" einstellen, gleichzeitig aktiv den IS bekämpfen und sich mit Assad arrangieren, dann wäre der militärische Krieg relativ schnell vorbei. Selbst wenn noch zehn- oder hunderttausende Menschen sterben, ist das die bessere langfristige Option.

Gleichzeitig hat Russland in dem Fall seine "Weltmachtstellung" wieder, Putin/Russland wird wieder umgänglicher und die Beziehungen verbessern sich. Das kann für alle Beteiligten nur gut sein.

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colja_kosel 28.11.2016, 16:05
23. Dank der Russen ist überhaupt Bewegung in die Sache gekommen...

Interessant wie schnell man nun vorankommt, jetzt, wo den "Rebellengruppen" (u. a. auch Kopfabschneidern) klar wird, dass unter einem Präsidenten Trump keine Unterstützung mehr erfolgt. In Syrien hat sich der Westen zuerst schuldig gemacht...Hoffentlich ist dem Leiden bald ein Ende gesetzt.

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blackbike67 28.11.2016, 16:05
24.

Assad ist beileibe kein gute Lösung: Aber besser wohl ein Ende des Schreckens als der aktuelle Schrecken ohne Ende....
Wobei man sich aber auch fragen muss, wie die Säuberungen von Assad und Co aussehen werden.
Aber Demokratie kann man wohl von keiner Seite erwarten.

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tomxxx 28.11.2016, 16:05
25. Finde ich schon seltsam...

in den letzten Wochen fand sich in der Öffentlichkeit immer mehr die Ansicht, dass der Bürgerkrieg in Syrien nur deswegen existiert, weil die USA dort Öl vermuten und irgendwelche Leute gegen Assad aufgehetzt haben. Das Thema Arabischer Frühling gab es nicht mehr! Die Syrer hätte untereinander noch nie ein Problem miteinander gehabt. Und jetzt kommt man zumindest in diesen Gebieten wieder in den ursprünglichen Status-quo zurück... und Leidtragende sind plötzlich die Zivilisten...

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Alder 28.11.2016, 16:05
26. Den Preis zahlt die Zivilbevölkerung...

Ja, das hätte man vermeiden können. Die sog. Rebellen hätten einfach aus der Stadt zu gehen brauchen um nicht die Bevölkerung als Schutzschild zu mißbrauchen. Dann hätte es auch keine Bombardements gegeben und keinen Bodenangriff auf Aleppo. Es ist doch immer das selbe: Die eine Seite schiebt der anderen die Schuld zu, dabei könnte alles anders verlaufen sein. Siehe oben.

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k-h-lemme 28.11.2016, 16:07
27. Klar, die USA brauchen Putin!

Wenn Assad geht, wird Syrien zum "failed state". Das Ergebnis kann man in Libyen besichtigen! - Es gibt keine Opposition, die das Land regieren kann - und das würde Syrien dem IS überlassen. Und offen gestanden, wer möchte schon die Saudis in Syrien haben, die die sogenannten Rebellen, vor allem auch die Terrormiliz mit Waffen versorgen. Eine Verständigung USA/Rußland kann zu einer Befriedung des Nahen Osten führen.Das ist so ziemlich das einzige, was man der Wahl des Populisten abgewinnen Kann!

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Paspill 28.11.2016, 16:07
28. Regime-Truppen

Ich hab jetzt leider nicht die Berichte zum 3. Irak-Krieg parat, aber ich glaube nicht, dass da von den Qualitätsmedien gemeldet wurde, dass imperiale Truppen in den Irak marschiert wären, oder dass vom Bush-Regime die Rede war. Und dass wir das Chaos in Syrien den USA/Katar/Saudi-Arabien zu verdanken haben, letztgenannte lupenreine Diktaturen, als Monarchie getarnt. Und wenn jemand wissen will, warum der Iran und Katar da überhaupt mitmischen, der sollte mal nach South Pars und North-Dome-Field googeln.

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klausbacker 28.11.2016, 16:07
29. Noch das Beste

unter allen schlechten Lösungen. Irgendwie muss das Leiden und Sterben enden. Da ist mir ein brutaler Diktator lieber als religiöse Fanatiker, die kein bisschen weniger brutal sind.

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