Forum: Politik
Krieg und Katastrophe im Jemen: Die Schlimmste aller Krisen
REUTERS

Sieben Millionen Menschen vom Hungertod bedroht, drei Millionen Flüchtlinge, 600.000 Cholera-Kranke: Im Jemen spielt sich eine Tragödie ab. Die Hauptverantwortung trägt Saudi-Arabien, die Welt sieht weg.

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allesamt 12.09.2017, 15:56
70. Teile und herrsche

Nur mal so ein Gedankenspiel: Man stelle sich vor, Sunniten und Schiiten würden sich nicht bekämpfen und den Westen als Hauptfeind ansehen. (Na, da hätte ich aber als ein Politiker des Westns ein großes Interesse, die beiden Parteien (Sunniten und Schiiten) gegeneinander aufzubringen. Teile und herrsche!

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Dr. Kilad 12.09.2017, 15:57
71. Klar, ist Deutschland mitverantwortlich am Völkermord

"Wir" liefern ja die Waffen zum Töten an die Saudis. Aber natürlich wird über das mit- und selbstverursachte Elend von Flüchtlingsströmen nur lamentiert. Da freut man sich in Berlin sogar, dass die Opfer der deutschen Politik gar nicht flüchten können. Das gibt Raum für ein paar Abschiebungen in den Tod, wie nun wieder nach Afghanistan.

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Bondurant 12.09.2017, 16:04
72. Nur mal so ein Gedankenspiel

Zitat von allesamt
Nur mal so ein Gedankenspiel: Man stelle sich vor, Sunniten und Schiiten würden sich nicht bekämpfen und den Westen als Hauptfeind ansehen.
Man stelle sich vor, es gäbe den Islam gar nicht. Was wäre denn dann?

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distar99 12.09.2017, 16:04
73. Wen interessieren die Toten...

Zitat von dr.nick
es sichert unsere Arbeitsplätze. Und das ist das WICHTIGSTE. Eine Frechheit, dass Spon überhaupt berichtet. Nestbeschmutzer!!!
vielleicht nimmt die Bevölkerung in Deutschland zu großen Anteil an solche Tragödien?

Die Amerikaner wissen wohl warum sie den ganzen Nahen Osten und Nordafrika destabilisieren. Wir sollten uns auch die amerikanische Sichtweise zu Eigen machen "Nur ein toter Moslem ist ein guter Moslem." Vielleicht schlafen wir dann ebenso gut.

Natürlich könnte die Bunderegierung terrorsüchtige Dschihadisten aus Guatanamo oder Europa in Deutschland an deutschen Waffen ausbilden und an die dortigen Kriegsparteien verkaufen. Dann hätten alle was davon. ;-)

/Ironie off

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Tyler85 12.09.2017, 16:04
74. Tja...

...die Saudis, "unsere" treuen Verbündeten. Denke es wird Zeit, die Zusammenarbeit zu beenden. Und wenn Israel nicht zur Vernunft kommt und weiterhin mit SA paktiert, müssen wir auch das Verhältnis zu Israel überdenken.

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Denkt mal selber nach 12.09.2017, 16:05
75. Ein Lob

Der Krieg begann 2015 und wurde im Gegensatz zum durch den politischen Schlagabtausch zwischen Washington und Moskau bestimmten Syrienkrieg einfach ausgeblendet.
Also ein Lob, dass man nach über zwei Jahren endlich seiner Rolle nachkommt, und darüber berichtet und auch Saudi-Arabien als Vernatwortlichen benennt.

Wenn jetzt aber vorwurfsvoll gesagt wird, die Welt schaut zu, dann darf sich auch gerne mal an die eigene Nase fassen. Zu diesem Konflikt wurde man vor allem durch Quellen informiert, die man in den Redaktionen am liebsten ignoriert.

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rgw_ch 12.09.2017, 16:05
76. Die Guten eben

Zitat von HaioForler
Welche "Guten"? Der weiße Mann und der böse Westen ist doch eher der Schlechteste in den letzten 2 Jahrzehnten, Längst.
Ich meine das frei nach Volker Pispers: "Wenn ich weiß, wer die Bösen sind, hat mein Tag Struktur".
Und im Prinzip geht es ja in der Weltpolitik seit ca. 5 Jahren nicht mehr um Interessen und deren Ausgleich, sondern nur noch um den epischen Kampf des Guten(wir hier) gegen das Böse(die dort), der nur mit der vollständigen Vernichtung der Letzteren enden kann und darf.

In diesem allumfassend präsentierten, etwas gar zu einfachen Weltbild finde ich es beruhigend, dass es offenbar sogar bei den Qualtiätsmedien noch vereinzelt Journalisten gibt, die zu etwas differenzierterer Betrachtung fähig sind (Dass eben die Guten nicht immer nur Gutes tun, und die Bösen nicht immer nur Böses).

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Magentasalex 12.09.2017, 16:06
77. Das ist richtig !

Zitat von spon-facebook-10000523851
Man weiss ja gar nicht mehr , wo man zuerst hinschauen soll. Die paar Medienberichte zeigen nur einen Bruchteil der sich weltweit abspielenden Tragoedien.
Seien wir froh, dass wir nicht mit einem Blick die gesamte Menschenwelt unter einer Art Mikroskop erfassen können.
Wir müssten dann gewahr werden, dass sich überall ganz langsam und gemächlich, fast unmerklich, von Tag zu Tag Eiterstellen unsäglichen Elends bilden, die sich wie eine Decke über den Planeten legen.

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t dog 12.09.2017, 16:07
78. Stellvertreterkrieg

Ein kolonialer Stellvertreterkrieg. Genauso wie in Syrien. Russland und Iran gegen die USA und Co. KG. Das wahre Drama ist das Russland und Iran aggressive, expansionistische und freiheitsfeindliche Mächte sind. Irgendwo muss eine Brandmauer gesetzt werden, um einen Großbrand einzudämmen. Ansonsten wird in 10 Jahren die eine Hälfte der Welt in einer militaristischen Ein Mann Diktatur dahin vegetieren und die andere Hälfte in Knechtschaft eines fundamentalistischen Gottesstaates dahin siechen. Zum Glück gibt es die USA. Den Garanten Nummer 1 für Frieden, Freiheit und Stabilität in der Welt. Ohne die USA wäre Europa schon heute Beute des IS geworden, oder von Russland geschluckt worden. Hier die politische Rolle der USA anzuzweifeln zeugt von absolutem Unverständnis der globalen Zusammenhänge internationaler Sicherheitspolitik. Besser die Schlacht wird außerhalb der EU geschlagen, anstatt in unseren Städten und Dörfern. Und Stellvertreter werden nur deshalb von den Aggressoren Iran und Russland aufgerüstet, da ein direkter Krieg mit den USA aufgrund von Atomwaffen nicht zu gewinnen wäre. Das ist jetzt so simpel erklärt, das es nun auch der letzte Friede-Freude-Eierkuchen Yuppie verstehen muss. Die Welt funktioniert leider nicht so wie viele Menschen sie sehen wollen. Es ist ein knallhartes Geschäft um Macht und Einfluss. Die USA trifft sicherlich keine Schuld wenn Russland mit seinen lokalen Diktatoren in Ukraine und Syrien Krieg gegen demokratische Oppositionelle führen lässt. Auch nicht wenn Russland und Iran Waffen nach Jemen liefern und dort einen Aufstand anzetteln, in dem sie den kriegführenden Clans Reichtümer für den Fall verspricht, wenn sie den Krieg gewinnen. Das sind ganz billige Söldner, die auf Freiheit, Demokratie und Menschenrechte pfeifen. Sie sollten die Waffen niederlegen und sich in die Gesellschaft integrieren. Somit würden sie grossen Schaden vom Land ablenken. Gewinnen können sie sowieso nicht. Die Saudis sind unvorstellbar schlagkräftig.

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Fuscipes 12.09.2017, 16:07
79.

Zitat von Celestine
Sehr schön, dass SPON sich dem Jemen Krieg und den dort herrschenden katastrophalen Verhältnisse einen Artikel widmet, vielen Dank. Hier jedoch eine Ergänzung: Zitat aus dem Artikel: "Donald Trump und sein Außenminister Rex Tillerson schenken dem Jemen-Konflikt keinerlei Beachtung." Das ist nicht richtig. Die Amerikaner haben sich während Trumps Amtszeit immer mehr in den Jemen Krieg verstrickt. "Trump foreign policy: American military increasingly involved in Yemen civil war", Fox News, 29.6.17. Tja, die USA vereint mit Saudi-Arabien, denen auch für Milliarden US Waffen geliefert werden, wobei Trump keinen einzigen Flüchtling aufnehmen wird!
Der Krieg im Jemen, und die saudisch amerikanische Allianz verhindern dringend benötigte Hilfe für die Menschen dort, die Wahrscheinlichkeit, dass neben britischen und amerikanischen auch deutsche Waffen im Einsatz sind ist sehr hoch.
Solange das Öl und das Geld wichtiger sind, humanitäre Hilfe zu einem Fremdwort verkommen scheint, welches fortwährend missbraucht wird, leiden die Menschen nicht nur im Jemen.
Der Aufschrei muss viel lauter werden.

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