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Krieg und Katastrophe im Jemen: Die Schlimmste aller Krisen
REUTERS

Sieben Millionen Menschen vom Hungertod bedroht, drei Millionen Flüchtlinge, 600.000 Cholera-Kranke: Im Jemen spielt sich eine Tragödie ab. Die Hauptverantwortung trägt Saudi-Arabien, die Welt sieht weg.

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Denkt mal selber nach 12.09.2017, 16:08
80.

Zitat von Minette
und habe schon viel Geld an Ärzte ohne Grenzen exakt für den Jemen gespendet. Der Spiegel berichtet häufig, ebenso die Tagesnachrichten. Es muß mehr gespendet werden auch von der Regierung. Aber dalli
Häufig ist sehr relativ, genauso wie rudimentär. Das eine Wort beschreibt aber sehr gut Ihren subjektiven Eindruck, das andere den meinen.

Zieht man ein Vergleich zur Berichterstattung über andere Konflikten (Syrien), dann kann aber von häufig keine Rede mehr sein.

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Strichnid 12.09.2017, 16:09
81.

Zitat von nesmo
In fast allen islamischen Staaten gibt es mehr oder weniger kriegerische Konflikte, die vielfach aus dem Hass zwischen Sunniten und Schiiten, jetz noch zusätzlich zwischen IS, Muslimbrüdern und al quaida, resultieren. Das ist das Kernproblem und nichts anderes. Wann begreift das der Westen, obwohl es so offensichtlich ist.
Keine Sorge, der Westen hat das schon lange begriffen und weiß, auf dieser Klaviatur zu spielen. Wann immer es seinen Interessen diente, hat er die genannten Konflikte stets aufgebauscht. Das war vor allem in Syrien so, wo (damals durch Wikileaks) aufgedeckte Depeschen die genauen Strategien empfehlen, wie man Syrien destabilisieren könnte, indem man die sunnitischen Bevölkerungsteile aufwiegelt.
(Quelle: https://wikileaks.org/plusd/cables/06DAMASCUS5399_a.html)

Das verlinkte geleakte Dokument ist übrigens wirklich augenöffnend.

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w.vollmer 12.09.2017, 16:09
82. Vorschlag

Was soll denn die Welt tun? Irgend einen konkreten Vorschlag, den man auch umsetzen kann. Auf jeden Fall werden dort keine deutschen Soldaten fallen.

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jokel.stiller 12.09.2017, 16:11
83.

Also ich kenne nur ein Land, wo sich die Jemeniten sicher fühlen können.

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gunpot 12.09.2017, 16:11
84. Stellt denn keiner die Frage, wo die

Waffen der Rebellen herkommen? Natürlich über direkt von Iran. Und wie kommt Iran zu den Waffen? Stellt er die selbst her? Ich glaube, man sollte dort nichts mehr machen. Auch keine humanitäre Hilfe; denn die wird von welcher Seite auch immer zweckentfremdet. Ja aber, die armen Menschen. Wie Somalia, Afghanistan und der Jemen, wacht auf ihr Okzidentalen, es ist nicht mehr an euch, die Konflikte dort zu lösen, sintemal auch die Araber unter sich uneins sind. Aber wir können doch nicht wegschauen, meinen einige. Doch wir sollten und dann mal für 5 Jahre beobachten, wie es ohne unsere Einmischung weitergeht.

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kuschl 12.09.2017, 16:14
85. @ Bondurant

Dann wäre die Welt ein ganzes Stück friedlicher.

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deglaboy 12.09.2017, 16:15
86. Saudi Arabien hauptverantwortlich?

Von wegen! Liebe SPON-Rechercheure. Ticket nach Manama gebucht, zur Sheikh Isa-Airbase gefahren und ihr könnt sehen wie im Minutentakt amerikanische Transportmaschinen abheben und all das, was die Saudis zum Krieg brauchen, liefern. Wenn diese Lieferungen eingestellt werden, hört der Krieg sofort auf. Natürlich wird auch noch über andere Wege Kriegsmaterial transportiert. Die Lieferanten sind aber im gleichen Masse verantwortlich, wie die Saudis. Und warum hat die Qualitätspresse so lange geschwiegen? Immer auf Russland herumgehackt, die immerhin den Syrienkrieg beendet haben, den der CIA und MI6 angefacht haben. Mit Waffenlieferungen! Null Recherche auch hier. Muss man sich über ausländische Quellen und Wikileaks zusammen googeln. Das ist Lückenpresse vom Feinsten. Es wäre auch mal Zeit diese US-Chaospolitik von seiner geopolitischen Seite zu betrachten. Brzezinski, T. Barnett, die Liste der sieben Staaten von 2000, die platt gemacht werden sollten (Youtube: Wesley Clark-Interview), die Einlassungen von G. Friedman zu Deutschland und Russland, Theorie der Chaospolitik zur Stabilisierung der Hegemonie usw. Da wäre eine Menge zu tun für wahrheitsliebende, aufrechte Journalisten, die nicht einfach Nato-Pressesprecher, Vertuscher und Hofschranzen sein wollen. Mut zur Wahrheit, gerne, aber bitte dann auch tun.

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AlBundee 12.09.2017, 16:17
87. Nicht unsere Baustelle

Die Huthis und die Hadis. Die einen vom Iran unterstützt, die anderen von Saudi-Arabien. Als die USA im Irak eingegriffen haben, war der traditionelle Gegner des Iran verschwunden, und letzterer hat auf einmal Atomwaffen und Mittel woanders zu zündeln. Als Russland in Syrien eingegriffen hat, war es für Assad bereits viertel vor Zwölf. Der Krieg wäre ohne diesen Eingriff seit Jahren zu Ende, Assad weg und seine Generäle würden nicht auch noch die Flüchtlinge bedrohen, die vor ihren Fassbombem geflohen sind. Moral von der Geschicht: Wenn Huthis und Hadis sich unbedingt den Schädel einschlagen WOLLEN und dabei Mittel Irans und Saudi-Arabiens binden, lasst sie! Dann wird der böse ungläubige Westen nicht als Konfliktpartner noch mehr zur Zielscheibe, als er es per Definition schon ist, und die Leute sind einfach zu beschäftigt, um zum nächsten Dschihad-Happening im IS zu reisen. Dort als kulturfremder einzugreifen hat noch nie das gewünschte Resultat gebracht, ausser zB Attentate in Madrid wegen der Präsenz Spaniens in der Anti Irak Allianz, bei denen 2004 knapp 200 Menschen starben und ich das Glück hatte, in einem anderen Zug unterwegs zu sein.

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seinedurchlaucht 12.09.2017, 16:18
88.

Zitat von Raisti
informierte Bürger schauen da schon lange hin und fragen sich verwundert warum unsere Medien wegschauen. Achja Saudis kaufen gerne Waffen bei uns die im Jemen eingesetzt werden. Das ins öffentlich Bewusstsein zu rücken ist nicht gut weil dann auch so unangenehme Fragen aufkommen können wie "Warum Russland sanktionieren aber an das deutlich größere Unrechtsregime Saudi Arabien weiter Waffen verkaufen ?"
Sie meinen, wenn wir den Saudis keine Waffen mehr liefern, haben sie keine mehr? Welch naive Weltanschauung

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t dog 12.09.2017, 16:19
89. Fehler im Artikel

Washington genehmigte nicht einen Waffendeal über eine Milliarde Dollar. Präsident Trump schloss einen Vertrag über 110 Mrd Dollar ab. Damit die Saudis dazu in der Lage sind den aggressiven, expansionistischen Plänen Russlands und Irans entgegen zu treten. Die USA handelten schon im zweiten Weltkrieg vergleichbar. GB wurde durch Waffenlieferungen gestärkt und konnte so gegen die Nazis bestehen. Bei der anschließenden Befreiung Europas sind in vielen Ländern auch viele Zivilisten durch alliierte Bomben getötet worden. War die Befreiung Europas deshalb ein Fehler? Sicher nicht! Russland und Iran haben den Krieg in Jemen begonnen. Was seither gefolgt ist, ist nur die Reaktion der USA und ihren Verbündeten auf diese hinterhältige, destabilisierende Terroraktion von Russland und Iran. Sich ein paar verarmte hinterwäldlerische Clans rauspicken und mit ordentlich Kriegsgerät ausstatten, das ist kein Volksaufstand. Die USA handeln absolut richtig und verhältnismäßig.

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