Forum: Politik
Kriegschaos in Libyen: Nato fürchtet Anschläge mit verschwundenen Raketen

Nato-Experten sorgen sich um den Verbleib von bis zu 10.000 Boden-Luft-Raketen aus*libyschen Armeebeständen. Die Allianz*fürchtet, die Waffen könnten in die Hände von Terroristen gelangen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE warnt das Bündnis vor einer ernsten Gefahr für die zivile Luftfahrt.

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Silosis 02.10.2011, 10:15
30. sie sind immer in den falschen Händen.

Zitat von !!#
Die libyschen Rebellen sind Freiheitskämpfer und Demokraten. Sie würden nie die Boden-Luft-Raketen in die falsche Hände geben.
Das Dumme wird es sein, das diese Raketen ( und anderes Zeugs ) bereits bei diesen "Friheitskämpfern" und "Rebellen" mE schon in den falschen Händen sind.

Das diese dann diese Raketen naturgemäß nicht "weitergeben" wollen ist nur logisch.

Was sagt denn die UNO, oder die NATO oder Brüssel dazu ?

Naja wir werden sehen, was sie dazu sagen werden, wenn die jeweiligen Hauptquartiere mit eben diesen Raketen beschossen werden.

Ich bin aber ber Ansicht, das diese Entwicklung nicht von der Resolution gedeckt ist - oder doch ?


Eigentlich hätte man - sofern man "vor"-sichtig die Situation angegangen wäre, eben diese Entwicklung mit in Betracht ziehen müssen.

Ich denke aber das uns das Merkel da schon weiterbringen wird ( unter Mithilfe ihrer Mitläufer )

Gruss aus der Lausitz

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Zwergnase 02.10.2011, 10:15
31. -

Zitat von götzvonberlichingen
Mal daran gedacht, dass ebenso gut Gaddafis Leute diese Waffen verteilt haben könnten? Und überhaupt, spielt es noch eine Rolle wer die Waffen verteilt hat? ...
Aber ja, dafür muss Gaddafi büssen !
Das wird mindestens so ein fairer Prozess, wie ihn Saddham bekommen hat.

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Hovac 02.10.2011, 10:18
32. Würde

Zitat von nataliadirks@gmail.com
daß wäre wohl der Supergau wenn Zivilflugzeuge im Landeanflug von einem Häuserdach mit diesen Boden - Luft Raketen abgeschoßen werden. Wer würde dann noch fliegen wollen? Die gesamte Zivile Luftfahrt würde doch zusammenbrechen. Die wirtschaftlichen Konsequenzen für die Tourismusbranche und für den allgemeinen Warenverkehr wären verheerend. Und zu kontrollieren sind die Ein und Ausflugschneisen der Flieger ja nun wirklich nicht.
uns schon wieder nicht treffen. Der Lufthandel ist insgesamt betrachtet ziemlich gering. Jeder der hier seinen Urlaub verbringt weil er nicht fliegen will bringt ja Geld weil er es nicht im Ausland bzw. für seinen Kerosinanteil ausgibt. Weniger Co2 und so macht einige auch glücklich.

Wenn Gaddafi wirklich einen so großen Rückhalt in der Bevölkerung hat, dann halte ich es für wahrscheinlicher, das er die Raketen an die eigenen Bevölkerung verteilt hat.

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Altesocke 02.10.2011, 10:21
33. Guten Flug

Zitat von sysop
Gerade beim Start und beim Landeanflug sind zivile Flugzeuge gegen solche Angriffe überhaupt nicht geschützt und würden im Fall eines Treffers sofort abstürzen.
Wobei innereuopaeische, aber auf jeden Fall innerdeutsche Fluege, den groessten Teil des Fluges in der Start/Landephase sind.
Wollte ich nur mal so gesagt haben, Herr Innenminister ;-)
Und in der Reisephase schuetzt auch nur die Flughoehe so halbwegs.
(Flug ueber Jugoslawien, Pilotenansahe (urban Legend):"Wenn sie da unten Blitze sehen, keine Angst: Die Raketen koennen uns nicht erreichen, wir fliegen zu hoch" ;-)
Was interessante Aspekte bei Fluegen ueber Hochgebirge freilegt!
Auch somalische Piraten werden sich die Finger lecken. Werden die Hubschrauber der Schutztruppen angreifbarer!. Wobei: Wenn das passiert, werden die Schutztruppen vielleicht mal etwas aktiver gegen Piraten vorgehen.

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kulinux 02.10.2011, 10:22
34. Nanu? Spezialeinheiten der NATO in Tripolis?

"zwar hätten US-Spezialeinheiten das Öffnen von einigen Waffenlagern beobachtet und auch kontrolliert - die Elitesoldaten allerdings hätten sich auf Armeebasen konzentriert, in denen Chemiewaffen wie Senfgas lagerten."

Hat man davon zuvor schon irgendwo was lesen können, dass die da beim Einmarsch dabei waren? Ich kann mich nicht erinnern … außer vielleicht bei "Verschwörungstheoretikern".
Könnte es nicht vielleicht sein, dass diese Spezialtruppen lieber erst das Erdölministerium besetzt haben? (vgl. Bagdad)
Und wie schon jemand schrieb: für Zivilisten (also solche, die in Flugzeugen fliegen => i.d.R. die Touris aus dem Westen …) besonders gefährliche Waffen in den Händen potentiellen Terroristen: Das klingt nach VIEL Arbeit für die Rüstungsindustrie und die Armeen … na, so ein "Zufall" aber auch …?
Vielleicht sind die Raketen aber auch von der CIA beiseite geschafft worden? Man braucht doch da auch immer zusätzliche Einnahmequellen für "verdeckte" Operationen à la Iran-Contra … und für eigene False-Flag-Operationen genauso. Aber das sind ja schon wieder pöhse pöhse Verschwörungstheorien, nicht wahr??
Ach ja: Und an EINEM Finger konnte man sich solche Konsequenzen der "Zivilisten-Schutzmaßnahmen" vulgo: des Ghaddafi-Sturzes auch nicht vorher abzählen? Vielleicht wäre es doch besser gewesen, mit dem Mann zu verhandeln und ihm irgendwo auf der Welt einen ruhigen Lebensabend zu sichern? Aber dann hätte ja die Rüstung kein Geschäft gemacht, die Armee sich nicht "beweisen" und die Politiker sich nicht als Befreiungshelden feiern lassen können … gegen ihren früheren Busenfreund und Wahlkampffinanzierer …

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hannespiefke 02.10.2011, 10:25
35. War abzusehen

Es wurde schon vor Monaten davor gewarnt:

Peter Bouckaert of Human Rights Watch first warned about the problem after a trip to Libya six months ago. He took pictures of pickup truckloads of the missiles being carted off during another trip just a few weeks ago.

"I myself could have removed several hundred if I wanted to, and people can literally drive up with pickup trucks or even 18 wheelers and take away whatever they want," said Bouckaert, HRW's emergencies director. "Every time I arrive at one of these weapons facilities, the first thing we notice going missing is the surface-to-air missiles."

Quelle:
http://abcnews.go.com/Blotter/nightm...ry?id=14610199

Es könnte ein bitterer Preis werden den die Welt für das "Abenteuer" von Sarkoleon und dessen Spießgesellen zahlen müssen.

Die Berufsjubler wird es wohl weiterhin nicht interessieren, bis der erste Ferienflieger vom Himmel geholt wird. Aber selbst dann lassen sich bestimmt Ausreden finden wie Gaddafi hätte die Raketen verteilt.

MfG
HP

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Dornröschen2 02.10.2011, 10:25
36. freier Markt

Zitat von Stawrogin aus Berlin
Das war auch mein erster Gedanke. Ohne Flare Dispenser bekommen Verkehrsflugzeuge künftig die Betriebserlaubnis entzogen.
Vielleicht kommt es noch besser: bald werden die untauglichen Airbus und Boeings komplett durch Jumbo-Jets der Marken Lockheed Martin oder Suchoi ersetzt. So sei der Wille des freien Marktes!

Wenn die Militärbudgets gekürzt werden, muss sich die Waffenlobby halt mit marktwirtschaftlichen Mitteln zu helfen wissen.

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kkonline 02.10.2011, 10:27
37. Irrtum

Zitat von Roßtäuscher
Die können höchstwahrscheinlich von den Russen stammen. Die Amerikaner werden doch nicht so blöd gewesen sein, dem Halunken von der Sirte dieses Arsenal zu verkaufen. Obwohl, Geld stinkt bekanntlich nicht und die Kassen der Amis sind seit dem Iraq-Einmarsch mehr als klamm. Da nimmt man jedes Geld.

Wieso, die benfalls islamisch-fundamentalistischen Taliban in Afghanistan wurden doch damals auch von den Amerikanern mit "Stinger" Boden-Luft-Raketen beliefert.
Deutsche und amerikanische Rüstungsfirmen sind bei der Auswahl ihrer Kinder nicht wählerischer als die Russen.

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green_mind 02.10.2011, 10:37
38. Wer gibt die Waffen an die Terroristen weiter?

Zitat von sysop
Nato-Experten sorgen sich um den Verbleib von bis zu 10.000 Boden-Luft-Raketen aus*libyschen Armeebeständen. Die Allianz*fürchtet, die Waffen könnten in die Hände von Terroristen gelangen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE warnt das Bündnis vor einer ernsten Gefahr für die zivile Luftfahrt.
Es gibt schon seit Monaten Hinweise, dass Waffen aus Rebellenbeständen an die übrigen Islamisten und Al Qaida-Gruppen in Nordafrika weitergereicht werden, in den Sudan z.B. und zu Al Qaida in Algerien. Die dort aufgefundenen Waffen stammten aus den UNO-Mandatswidrigen Lieferungen der NATO-Länder an die "Rebellen".

Wenn es jetzt die Sorge gibt, dass Waffen aus "Gaddafi-Beständen" in die Hände von Terroristen gelangen, dann frage ich mich, wer diese Waffen an die Terroristen weitergibt. Die Gaddafi-Treuen jedenfalls geben ihre Waffen nicht an ihre Gegner weiter, das ist klar.

Ich muss sagen, je unerwünschter der tatsächliche Kriegsverlauf in Libyen für den Westen wird, desto seltsamer und unlogischer werden die Meldungen darüber.

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Conrad St. 02.10.2011, 10:37
39. Anwendungsbeispiel Mombasa 2002

Dass Luftabwehrwaffen aus militärischen Arsenalen eine Bedrohung für die zivile Luftfahrt sein können, ist spätestens seit 2002 bekannt, als zwei Luftabwehrraketen (älterer Generation) in Mombasa auf ein startendes israelisches Passagierflugzeug abgefeuert wurden (ohne zu treffen).
http://www.spiegel.de/politik/auslan...224768,00.html
Die Bedrohung mit den Raketen einer neuerer Generation (wenn auch nicht die neueste und militärisch veraltet) für die Zivilluftfahrt ist absehbar, weil es bereits Anwendungsbeispiele gibt.

Die Raketen kaufte Libyen zu militärischen Zwecken. Sie wurden in militärischen Arsenalen gelagert. Gleiche Waffe finden sich in den Arsenalen jeder Armee. Der Regierung Ghaddafi wird man keine Verantwortung dafür anhängen können, wenn diese Waffen nun in der Terrorszene auftauchen werden (obwohl ich nicht daran zweifle, dass man auch dies versuchen wird). Man wird es nicht einmal gegenüber der UN tun können, denn der "Regime Change" war der Entscheid einiger "williger" Staaten, die dafür die NATO Kommandostruktur missbrauchten, und nicht des UN Sicherheitsrates.

Jeder internationale Flughafen mit Anflug- und Abflugschneisen über bebauten Gebieten ist nun gefährdet. Besonders Flughafenhotels und Hotels in der Nähe von Flughäfen sind als mögliche Abschussbasen besonders gefährdet - denn die Raketen lassen sich ab Balkonen und aus Fenstern mit Blick auf die An-/Abflugzonen abfeuern. Besonders abfliegende Flugzeuge - weil vollbetankt - werden künftig gefährdet sein. Vielleicht wird das Verteidigungsbündnis NATO - zu Angriffskriegen missbraucht - schneller wieder zu Verteidigungsaufgaben zurückfinden müssen, als ursprünglich gedacht. Die Frage stellt sich nur, was von militärischen Stäben zu halten ist, die planen, ohne die (längst bekannte) Gefahr, dass Waffen in falsche Hände geraten können, in die Planung einzubeziehen.

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