Forum: Politik
Krim-Krise: Das deutsche Desaster
DPA

Was hat der Westen erwartet? Wladimir Putin ist zwar ein Schurke, aber auf die Krim kann Russlands Präsident nicht verzichten. Kanzler Merkel und Außenminister Steinmeier hätten das wissen müssen. Wenn so die neue deutsche Rolle in der Welt aussieht - lieber nicht.

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a.led. 03.03.2014, 21:50
180. Gelungener Artikel, Danke!

Das es nur bei der Krim bleibt, glaube ich bei einer tatsächlichen Aufteilung nicht! Was ich allerdings ganz schräg finde, wenn man diese Leute in Kiew schon benutzt ... (Lieber nicht weiterschreiben!)
Fazit für mich, dass ist ein hohes Risiko der Einflussnahme und ich hätte es als besser empfunden, diese Aufspaltung zu verhindern oder demokratisch durch Wahlen (Was ja vielleicht noch kommt!) abstimmen zu lassen!
Wer sich diese Vorgehensweise ausgedacht hat, hinterlässt fast immer einen Scherbenhaufen, dass mag ich persönlich nicht!
Vielen Dank für Ihre Meinung Herr Augstein!

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hansderdampfer 03.03.2014, 22:01
181. Das

Zitat von ThieryMZ
....so wie hier oft kolportiert. Tatsache ist aber, dass der Westen die Schwäche Russlands in den 90ern sofort ausnutzte, um die NATO-Grenze nach Osten zu verschieben, anders, als in den 4+2-Verträgen vereinbart. Die Russen wählen im Übrigen ihre Präsidenten selber und brauchen ganz gewiss keine Nachhilfe aus dem Westen! Fehlt nur noch, dass so ein politischer West-Schwachmat laut überlegt, ob man nicht die deutsch-polnisch-baltische Bevölkerung im Oblast Kaliningrad schützen sollte - durch einen Einmarsch. Eigentlich hatte ich (JG 47) gehofft, mein Leben ohne Kriegserlebnis über die Bühne zu bekommen. Im Moment sieht's eher nicht danach aus...
Das sehe ich JG 59 genau so.
Die meisten Leute hier im Forum begreifen gar nicht was das seit der Wende 90 passiert ist.
Das Gleichgewicht der Kräfte wurde seitens derNATO nach und nach ausgehöhlt und es ist nur noch eine filigrane Barriere geblieben die den Frieden vom Krieg trennt.
Man fühlt sich bei der Ukraine an Kuba erinnert und der Spengstoff liegt leider schon da.
Putin hat wie damals Kennedy die Grenze gezogen jetzt liegt es an der Nato den richtigen Schritt zu tun!

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lsrider 03.03.2014, 22:06
182. Integrität?

Zitat von hansderdampfer
Sie vergessen dabei nur eins,Janukowitsch war auch immer und würde auch heute noch ein akzeptierter Verhandlungspartner von EU und USA sein. Das sollte doch selbst bei ihnen wenigstens den kleinsten Zweifel an der Integrität Von EU und USA zulassen oder nicht?
Zitat von agua
Das wäre er auch immer noch, wenn er unterschrieben hätte.
Soweit ich weiß hatte er ja unterschrieben, nur eben tags drauf alles hingeschmissen. Insofern wären die Zweifel an der Integrität ja wohl eher bei Janukowitsch angebracht.

Btw.: wie vorher schon angedeutet würde ich in dieser Sache die EU und USA aber auch nicht unbedingt in einen Topf werfen.

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arnold.dietz 03.03.2014, 22:06
183. das Prblem der Krim

Wir können davon ausgehen, dass Merkel und Steinmeier keien besonders hohe diplomatische Finesse an den Tag legen. Es musste doch von Anfang an jedem Politlaien klar sein, dass Putin nicht auf die Ukraine verzichten kann. Hätte er verzichtet hätten ihn seine Generäle fortgejagdt. Die Europäer hätten vor allem mäßigend auf die Maidan Bewegung einwirken müssen und so Einfluss auf Putin nehmen können.

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tapsitoertel 03.03.2014, 22:13
184.

Das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU hat für viele Ukrainer wie eine Drohung gewirkt. Sie möchten nicht durch die EU bevormundet werden, siehe auch Schweiz. Russland stellt sich da wie ein Bewahrer traditioneller Werte dar. Auch in diesem Punkt ist Merkels Europapolitik eine Katastrophe. Leider gibt es in diesem Land keine Opposition mehr. Wer aufmuckte, wurde rechtzeitig entsorgt. Siehe auch Wulff, Köhler etc.

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hansderdampfer 03.03.2014, 22:17
185. Mein Ansatz war

Zitat von lsrider
Soweit ich weiß hatte er ja unterschrieben, nur eben tags drauf alles hingeschmissen. Insofern wären die Zweifel an der Integrität ja wohl eher bei Janukowitsch angebracht. Btw.: wie vorher schon angedeutet würde ich in dieser Sache die EU und USA aber auch nicht unbedingt in einen Topf werfen.
Die EU und Amerika würden mit jeden Verbrecher Geschäfte machen wenn es sich lohnt.
Die Ukrainer sind ihnen dabei völlig egal!

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lsrider 03.03.2014, 22:34
186. Ich hab da ein paar Fragen

Zitat von tapsitoertel
Das geplante Assoziierungsabkommen mit der EU hat für viele Ukrainer wie eine Drohung gewirkt.
Und wie wirken die russischen Soldaten in der Ukraine?

Zitat von tapsitoertel
Sie möchten nicht durch die EU bevormundet werden, siehe auch Schweiz.
Aha, und daher hat die Schweiz ja auch keine Einreisebeschränkungen beschlossen oder wie?
Zitat von tapsitoertel
Russland stellt sich da wie ein Bewahrer traditioneller Werte dar.
Okupation als Tradition?
Zitat von tapsitoertel
Wer aufmuckte, wurde rechtzeitig entsorgt.
Sie sprechen von D, EU oder Russland?
Zitat von tapsitoertel
Siehe auch Wulff, Köhler etc.
Sie wollten also Wulff als Bundespräsident behalten?
... die Frage nach Ihrer Herkunft erübrigt sich dann ja wohl.

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stvolk 03.03.2014, 22:34
187. Sirenengesänge?

Ja, die Ukrainer, sind tatasächlich selbst schuld, weil sie den "Verlockungen des Westens" erlegen sind. Der Wunsch nach etwas mehr Demokratie und etwas weniger Korruption ist ja auch schlicht unverschämt. Sowas steht nur uns Original-Demokraten in Westeuropa zu, aber doch nicht den Bewohnern des russischen Hinterhofs.

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stiip 03.03.2014, 22:43
188. Amerikanische Imperialisten, raus aus der Krim!

Zitat von spiegelzelt
Wer ist die neue Regierung überhaupt? Eigentlich gibt es die alte Ukraine seit ein paar Tagen gar nicht mehr. Diese neue Regierung bildete sich ja schneller als man darüber lesen konnte.
Eine Übergangsregierung, hauptsächlich dazu da, die staatliche Handlungsfähigkeit zu gewährleisten, bis reguläre Neuwahlen durchgeführt werden können.

So etwas ist nicht ungewöhnlich, wenn die alten Machthaber sich in einem Staat nicht mehr halten können und der Regierungschef ins Exil flieht, und auf jeden Fall eine demokratischere Lösung als z. B. eine Militärregierung oder die Besetzung durch eine feindliche Macht.

Zitat von spiegelzelt
Es war doch SONNENKLAR, dass Russland solchen Unbekannten die Krim und insbesondere ihre Schwarzmeerflotte nicht einfach überlässt und dabei zuschaut.
M. W. hat die neue Regierung die Abkommen über den Status der Krim und die Stationierung russischer Streitkräfte nicht gekündigt, ja nicht einmal in Frage gestellt. Im Gegenteil war eine ihrer ersten Amtshandlungen, ein Referendum über den Status der Krim für Ende Mai anzusetzen. Das hätte vermutlich eine stärkere Autonomie der Region, möglicherweise sogar einen "Anschluss" an die Russische Förderation ergeben. Ganz demokratisch und völkerrechtlich sauber. Von "Wegnehmen" keine Rede.

Aber mit Demokratie und Völkerrecht hat es der russische Zar ja nicht so.

Zitat von spiegelzelt
Und die USA sollten sich in Schuldzuweiseungen bzgl. Aggression eher zurückhalten - denn sie wollen sich genauso in der Ukraine einnisten - unmittelbar vor den Toren Russlands! Interessanter Versuch ...
Sie haben mich immer an Ihrer Seite, wenn es darum geht, die fragwürdige bis kriminelle Interventionspolitik der USA zu kritisieren, von den Irakkriegen bis zu Todesdrohnen. Aber in diesem Fall muss ich mich doch wundern. War irgendwo von einer bevorstehenden NATO-Mitgliedschaft der Ukraine die Rede, außer in den geostrategischen Fantasien vieler Foristen hier? Haben die USA massive Manöver an der ukrainischen Grenze abgehalten? Sind britische, kanadische oder französische Truppen ohne Kennzeichnung zu Tausenden in die Ukraine einmarschiert, um Verwaltungsgebäude und Kasernen zu besetzen und die Bevölkerung zu bedrohen und zu schikanieren? Fliegen USAF-Kampfbomber Drohrunden über ukrainischem Gebiet?

Was also hat das hier mit den USA zu tun?

Zitat von spiegelzelt
Ich frage mich, ob das absichtlich so provoziert wurde oder ob der Westen wirklich so blöd ist, um nun den Überraschten zu spielen.
Wenn man den "Westmächten" einen Vorwurf machen will, dann höchstens den, dass sie nicht sofort nach dem Abgang Janukowitschs eine NATO-Mitgliedschaft der Ukraine forciert, Flugzeugträger und Atom-U-Boote ins Schwarze Meer verlegt und Abwehrraketenbatterien in Kyjiv und Charkiv stationiert haben. (Nicht dass ich das irgendwie für beruhigend gehalten hätte.
Aber dann hätte ich Sie mal hören wollen.

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Nachtheinigte 03.03.2014, 22:45
189. Krim-Krise

Zitat von sysop
Was hat der Westen erwartet? Wladimir Putin ist zwar ein Schurke, aber auf die Krim kann Russlands Präsident nicht verzichten. Kanzler Merkel und Außenminister Steinmeier hätten das wissen müssen. Wenn so die neue deutsche Rolle in der Welt aussieht - lieber nicht.
Das ist mal ein Beitrag, der die Zusammenhänge beim Namen nennt, und nicht wie der MeanStream den bisherigen Einheitsbrei unters Volk bringt, da helfen auch die vielen Schmähung gegen den Autor nicht.

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