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Krim-Krise: Das deutsche Desaster
DPA

Was hat der Westen erwartet? Wladimir Putin ist zwar ein Schurke, aber auf die Krim kann Russlands Präsident nicht verzichten. Kanzler Merkel und Außenminister Steinmeier hätten das wissen müssen. Wenn so die neue deutsche Rolle in der Welt aussieht - lieber nicht.

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nojoe 04.03.2014, 00:06
200. treffender Kommentar

ein treffender Kommentar. anscheinend ist Außenpolitik mehr Ihre Stärke als Innenpolitik.

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Blackster 04.03.2014, 00:18
201. Guter Kommentar

Zitat von sysop
Was hat der Westen erwartet? Wladimir Putin ist zwar ein Schurke, aber auf die Krim kann Russlands Präsident nicht verzichten. Kanzler Merkel und Außenminister Steinmeier hätten das wissen müssen. Wenn so die neue deutsche Rolle in der Welt aussieht - lieber nicht.
Außer, dass ich eben nicht glaube, dass jetzt "die bösen Russen" resp. "Putin" die Schurken sind.
Würden sich die USA einen Stützpunkt so einfach quasi "wegnehmen" lassen?
Und : Was würde wohl passieren, würde die Ukraine der EU beitreten? Raketenstellungen der USA noch weiter gen Osten?!
Was mich derzeit jedoch am meisten amüsiert, ist dass ausgerechnet die USA Russland die Verletzung der Souveränität eines Staates vorwerfen...
Moment mal - in jüngster Zeit gab es :

Irak
Afghanistan
Lybien
Syrien (wär beinahe dazu gekommen)
Iran (wär beinahe dazu gekommen)

Hab ich noch welche vergessen?

Die USA sollten hier eigentlich mal die Klappe halten können um nicht vollends unglaubwürdig zu werden.

Allerdings ist es eben doch ein "geopolitisches Schachspiel"...
(war wohl ein Freudscher Versprecher von Steinmeier)

Hoffen wir, dass es kein Weltkrieg wird. (es sieht bald danach aus)
Habe einige Freunde und Brüder die eingezogen werden würden.
Einer ist Berufssoldat...

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ewt 04.03.2014, 01:21
202. Desaströs!

J.Augstein schreibt fürwahr an dieser Stelle mancherlei und zuweilen auch haarsträubenden Unsinn - hier aber hat er vollkommen recht!

"Man muss die Welt auch mit den Augen der anderen sehen. Die anderen, das wären hier die Russen gewesen."
Ja, und man muss auch kein Fan von Putin sein, um diese Aussage richtig zu finden (Zumal unsere sog. ´Leitmedien´ eher die Wahrnehmung vernebeln statt zu schärfen).

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caronaborealis 04.03.2014, 06:19
203. Wie wahr

Genau so ist die Lage. Endlich einmal jemand der die Situation ohne Scheuklappen sieht- so wie sie wirklich ist.

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dr.edi 04.03.2014, 07:24
204. Sehr geehrter Augstein

Ich vermisse den Hinweis darauf das der Westen mit Hilfe von Leuten wie der Swoboda, deren Gefolge selbst die NSU verblassen läßt, einen demokratisch gewählten Präsidenten (nicht mal unsere Wahlbeobachter konnten Ungenauigkeiten feststellen; es spielt dabei keine Rolle ob er ein Bandit ist oder nicht) aus dem Amt putscht. Möchte mal die Reaktion der USA sehen wenn Russland die Regierung Mexikos destabilisiert. Die Heuchelei und Doppelmoral von Medien und manchen Foristen ist zum kotzen! Und welcher der letzten Konflikte des Westens war denn durch die UN Charta gedeckt? KEINER!

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r.muck 04.03.2014, 07:54
205. Krim

Augstein hat in weiten Teilen Recht. Nur, die Krim, durch eine Geste innerhalb der UdSSR der Ukraine "geschenkt" kann nicht von der Ukraine abgespalten werden, sie hat nie wirklich zur Ukraine gehört.

Und ich denke mit der Krim ist es noch nicht vorbei. Die Ukraine in ihrer jetzigen Form war nie ein Staat mit eigenem Selbstverständnis als Nationalstaat.
Zum Schluss wird nur die Kern-Ukraine, es ist der westlich, landschaftlich geprägte Teil erhalten bleiben.
Und übrigens, die EU täte gut daran, die Schreihälse von jenseits des Atlantiks, nicht allzu sehr in ihre Verhandlungen einzubinden.

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fr.unbequem 04.03.2014, 08:04
206. ?

Zitat von arnold.dietz
Wir können davon ausgehen, dass Merkel und Steinmeier keien besonders hohe diplomatische Finesse an den Tag legen. Es musste doch von Anfang an jedem Politlaien klar sein, dass Putin nicht auf die Ukraine verzichten kann. Hätte er verzichtet hätten ihn seine Generäle fortgejagdt. Die Europäer hätten vor allem mäßigend auf die Maidan Bewegung einwirken müssen und so Einfluss auf Putin nehmen können.
Sie erwarten also, dass die EU das Recht auf Selbstbestimmung und die Souveranität der Ukraine aufgibt, damit Putins Generäle nicht ungemütlich werden und ihn davonjagen. Es sollen also die nationalen Interessen der Ukrainer als auch der gesamten EU-Länder zugunsten von Putins Machterhalt geopfert werden.
Sie können das nur witzig meinen. Wer zum Teufel hat im Westen ein Interesse daran, diesen größenwahnsinnigen Egomanen an der Macht zu halten?

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wgundlach 04.03.2014, 08:10
207. Demokratisch?

Augstein vertritt also von A-Z reines Appeasement gegenüber Putin. Das Selbstbestimmungsrecht der Ukrainer ist ihm offensichtlich keinen Pfifferling wert. Solche Leute lieben Diktatoren. Putin wäre begeistert, wenn er Augstein lesen könnte

Wenn wir hier vom Selbstbesimmungsrecht DER Ukrainers sprechen: Wo bleibt die Beteiligung Ukrainer, die mit den Aufständischen nicht einer Meinung sind? Ist das ein demokratischer Anfang?

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jehudi 04.03.2014, 08:26
208. optional

Der beste Augstein, den ich je hier lesen durfte... 100% Agreement meinerseits!!!

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d.nix 04.03.2014, 08:28
209. Ergänzungsfragen:

1) Angenommen, Rußland würde mit Milliardengeschenken um sich werfen, die überwiegend von Deutschland bezahlt werden - und die Ukraine könnte sich Hoffnungen machen, einen großen Teil davon in die eigene Tasche zu stecken, wenn sie sich dafür mit Rußland assoziieren. Wohin würde ukrainische Begeisterung dann hinziehen? In den "Westen" etwa?

2) Wenn eines Tages also die Milliardengeschenke fließen, wohin gehen die? Zu ukrainischen Bürgern etwa? Das wäre völlig neu und noch nie dagewesen. Diese Gelder werden also wie bisher in die Taschen von Wirtschaftsunternehmern fließen, denn es müssen ja "Arbeitsplätze geschaffen werden", damit Ukrainer auch mal was verdienen. Mit dieser Arbeit verdienen dieselben Unternehmer, die sich schon an den Subventionen bereichert haben, gleich noch mehr. Ein tolles Geschäft. Eskimos müssen übrigens auch noch in die EU!

3) Wenn Deutschland und z.B. Niederlande nachher also die Nettozahler des tollen Geschäfts werden, würde man doch meinen, daß diese Länder auch die Hauptgeschäfte mit den Beschenkten führen. Man kann sich ja einmal ansehen, wie das in früheren Fällen gelaufen ist. Wer wissen will, wie es im Fall der Ukraine laufen würde, schaut sich einfach an, wer in der Ukraine zu 95% das Internet unternehmerisch dominiert. Ich kann schon verraten, daß es weder Rußland ist noch ein EU-Nettozahler.

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