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Krim-Krise: Das deutsche Desaster
DPA

Was hat der Westen erwartet? Wladimir Putin ist zwar ein Schurke, aber auf die Krim kann Russlands Präsident nicht verzichten. Kanzler Merkel und Außenminister Steinmeier hätten das wissen müssen. Wenn so die neue deutsche Rolle in der Welt aussieht - lieber nicht.

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orangeguru 03.03.2014, 16:04
40. Realpolitik

Herr Augstein Pseudo-Realpolitik gegenüber einem Despoten wie Putin ist nicht nur schändlich naiv, sondern klassischer Defätismus.
Machtinteressen a la Putin sind immer einseitig und Einbahnstrassen. Seine Vorgehensweise des "Divide et impera" ist die gute alte Salami-Taktik - wo bitte ist dann die Grenze für imperialistische Bestrebungen?

Der von Augstein gepriesene Altmeister Kissinger hat mit seinem chilenischem 9/11, sowie dem Meisterwerk der Weihnachtsfeuerstürme über Vietnam bewiesen wie idiotisch und unsinnig Realpolitik im imperialistischem Sinne ist.
Der chilenische Umsturz hat das Land für Jahrzehnte verfinstert und die Bomben auf Nord-Vietnam haben dessen Sieg keines Falles verzögert.

Von der blutigen Geschichte der Krim eine klare Linie der Machtpolitik zu ziehen ist pure Idiotie - denn Fortschritt bedeutet mit den Fehlern der Vergangenheit zu brechen.
Das ukrainische Volk hadert seit gut zwei Jahrzehnten mit sich selbst und seiner Richtung. Wir sollten diese Bemühungen applaudieren und unterstützen, denn Oligarchen a la Yanukovych und Tymoshenko hatten wir ja schon zur Genüge.
Wollen wir wirklich ein weiteres Jugoslawien nur weil es dem geschichtlichen "Narrative" entspricht? Wieso dem Despotismus entweichen bloß weil er schon immer in der Gegend Menschen platt gemacht hat?
Anstatt auf das historische "Great Game" hinzuweisen sollten Herr Augstein lieber an das "Century of the Common Man" von Henry Wallace hinweisen, den in dem befinden wir uns immer noch - auch wenn imperiale Kommentatoren wie er und Pseudo-Zaren immer noch denken sie leben im 17. Jahrhundert!

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dieter-ploetze 03.03.2014, 16:05
41. dieser kommentar verdient auch so genannt zu werden

astreine analyse,zum jetzigen zeitpunkt das beste.
steinmeier und merkel wollten wohl raffiniert sein,sind
aber für solche dinge unbedarft.und beide lernen das
auch nicht mehr.sie sollten platz machen für gestandene staatsmänner.aber woher nehmen?die
gibts in deutschland leider nicht.

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ghanima23 03.03.2014, 16:05
42.

Zitat von Newspeak
Und genau das ist der Grund, weshalb dieser Mann untragbar ist. Immer schon war. Wenn man den Deutschen etwas vorwerfen will, dann, daß sie um der lieben Wirtschaft willen, keine echten Werte vertreten. Diese Beliebigkeit nutzen Menschen wie Putin aber nur aus. Putin ist keinen Deut besser, als Stalin. Ein widerlicher Mensch. Die Menschheit sollte sich davon befreien.
Weder Sie oder die deutsche Politik repräsentiert die 'Menschheit' noch die Bevölkerung anderer Länder, deren Führer sie als untragbar gerne loswerden wollen.
Sobald man damit aufhört, Vollidioten welche meinen, anderen ihre 'Werte', die uns im Umgang mit anderen sowieso nicht die Bohne interessieren sich aber wunderbar in den Medien wie die heiligen 10 Gebote vorne weg tragen lassen um Einfaltspinseln wie ihnen vorzugaukeln, wir würden uns bei der Durchsetzung unserer Interessen in irgendeiner Form anders verhalten oder besser sein, als der Weltbevölkerung, also das wir irgendwie das 1% Ausnahme von der Regel sind, lassen sich auch eine ganze Reihe unnötiger Tragödien die um uns herum stattfinden, verhindern. Leuten wie ihnen sollte man eine Kalaschnikow und ein Ein-Weg-Flugticket nach Mogadischu in die Hand drücken, dort können Sie dann, auf nimmer Wiedersehen, für ihre 'Werte' kämpfen ohne gleich ganze Gesellschaften mit ihrem ideologischen Müll ins Chaos zu stürzen.

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spon-facebook-520540302 03.03.2014, 16:06
43. Guter Artikel!

Ich verstehe das nicht...warum tritt man Russland dauernd diplomatisch auf die Füße? Dieses schablonenhafte Kaltkriegsdenken passt nicht in unsere Zeit und es ist beängstigend wie scharf argumentiert wird! Was soll das??? Keiner kann einen so vermeidbaren Krieg wollen. Und dieses Gefasel von einer NATO-Intervention ist schlichtweg hinrissig! Lasst doch die Bürger der Krim abstimmen!

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Schnurrli 03.03.2014, 16:11
44. Klärung

Zitat von ghanima23
Weder Sie oder die deutsche Politik repräsentiert die 'Menschheit' noch die Bevölkerung anderer Länder, deren Führer sie als untragbar gerne loswerden wollen. Sobald man damit aufhört, Vollidioten welche meinen, anderen ihre 'Werte', die uns im Umgang mit anderen sowieso nicht die Bohne interessieren sich aber wunderbar in den Medien wie die.....
Nehmen Sie es mir nicht übel, aber wäre es möglich, dass Sie Ihren Kommentar nochmals posten und dabei mit genügend Satzzeichen versehen, damit man ihn verstehen kann? Danke.

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JnHDK 03.03.2014, 16:11
45. Im Zweifel links?

Natürlich ist der Hauptfehler, wie immer wenn Böses die Welt bedroht, im Westen zu suchen, denn dieser scheint ja für Augstein die einzige politisch mündige Konfliktpartei zu sein. Wie kann es Steinmeier nur wagen die Ukrainer zu ermutigen ihren eigenen Weg zu gehen, wo doch jeder weiß das die Ukraine Russland zusteht. Und wenn man diese Meinung auch nicht teilt so hat man zumindest vor Russland zu kuschen um Ärger aus dem Weg zu gehen, schließlich wird (soweit wird es hoffentlich nicht kommen) vergossenes Blut an den Händen des Westens kleben und nur an denen, denn folgt man Augstein darf man von russischer Seite keine vernünftige Handlung erwarten. Augsteins Begründung ob des Anspruchs Russlands auf die Krim treibt einen bei Berücksichtigung des Titels seiner Kolumne die Tränen in die Augen. Russlands Anspruch wird hier mit der Einverleibung und späteren Verteidigung im Krimkrieg durch ein Imperialistisches russisches Reich gefestigt, Umsiedelung und Verfolgung der ursprünglichen Bewohner sind dem Artikel nicht dienlich und werden unter den Teppich gekehrt. Schließlich ist ein großer Teil der Krim dank Russifizierung nun russischer Abstammung. Ich hoffe noch immer eine Ironie des Artikel übersehen zu haben, falls nicht chapeau Herr Augstein, chapeau!

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tel33 03.03.2014, 16:13
46. Mediales Flagellantentum

Es war ja eigentlich unausweichlich. Der schon fast pathologische Zwang zum Selbsthass kann natürlich auch vor der Krimkrise nicht halt machen. Und so kommt was kommen muss - WIR sind mal wieder Schuld an jeglichem Ungemach das irgendwo dort drüben oder überhaupt irgendwo in der Welt aufkommt. Seien es nun irgendwelche Wirrköpfe auf dem Maidan, oder der arme Putin, der ja auch nur durch UNS zu seinen Handlungen provoziert wird.

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Fackel01 03.03.2014, 16:13
47. Das institutionalisierte

Wäre es einem Herrn Augstein lieber gewesen, wenn der Aufstand auf dem Maidan blutig niedergeschlagen wäre? Die Aussenminister der EU haben sich um einen Kompromiss unter der Einbeziehung Russlands bemüht. Etwas anderes zu behaupten ist doch Unsinn. Herr Augstein macht ja quasi die dt. Seite für alle internationalen Gesetzbrüche des Autokraten Putin verantwortlich. Einmal mehr wird die Realität von Herrn Augstein konsequent umgedeutet. Ganz schwaches Bild.

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Schnurrli 03.03.2014, 16:16
48. Missverstanden?

Zitat von orangeguru
Herr Augstein Pseudo-Realpolitik gegenüber einem Despoten wie Putin ist nicht nur schändlich naiv, sondern klassischer Defätismus....
Ich glaube, dass Sie die Intention des Artikels missverstanden haben.

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gamh 03.03.2014, 16:16
49. Macht und Geld, ...

... um nichts Anderes geht es in unserer Welt. Ob nun Russland, USA, oder China, um die Grossen zu nennen. In ziemlich jedem Land wird danach gestrebt, auch in Deutschland. Je stärker sich diese beiden Attribute in immer weniger Händen konzentrieren, um so heftiger werden Auswirkungen auf die betroffene Bevölkerung. Bisher hat sich in der Politik der westlichen Hemisphäre niemand daran gestört, dass Janukowitsch sein Land ausraubte, Österreich betätigte sich dabei gerne als Sparkasse. Hätte er sich weiter NATO und EU angenähert, hätte man ihn schamlos weiter gewähren lassen. Bei Timoschenko, die ihr Vermögen sicher auch nicht durch Stricken zusammengerafft hat, verhält es sich analog. Wenn nun Putin einen aggressiven Kurs einschlägt, um eigene und russische Interessen zu wahren, ist das Geschrei gross. Das aktuelle Desaster wäre zu verhindern gewesen, indem früher aufeinander zugegangen worden wäre. Das geht aber, was Deutschland betrifft, nicht mit den Russland-Hassern Merkel und auch Gauck. Am Ende ist die Ukraine heute der traurige aktuelle Spiegel der ganzen Welt. Morgen wird´s ein anderes Land sein. Solange Mächtige und Gierige nicht einsehen, dass alle Menschen auf unserem Planeten Luft zum Leben brauchen, wird dieses infame Spiel weitergehen, werden Menschen unnötig leiden. Es mangelt der Welt an einer moralischen Istanz, die ausnahmslos Allen einen Weg zeigt und, noch wichtiger, ein Gewissen gibt. Gruss, gamh

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