Forum: Politik
Krim-Krise im Überblick: Bundeswehrbeobachter sollen auf die Krim reisen
AFP

Es wird ein Tag der Verhandlungen: International bemühen sich Diplomaten fieberhaft um eine Lösung der Krim-Krise. US-Präsident Obama droht mit einem G-8-Boykott. Zwei Bundeswehrbeobachter reisen auf die Krim. Die neuesten Entwicklungen im Überblick.

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Claes Elfszoon 05.03.2014, 22:01
80. Sie dürfen, und zwar ...

Zitat von jens.kramer
Wer hat die Bundeswehrangehörigen autorisiert, auf der Krim zu recherchieren? Die ukrainische Regierung kann es nicht sein, denn die wird von der Krim nicht anerkannt. Die Bundeswehr ermittelt auf eigene Faust? Glaube ich nicht.... Also dürfen die Inspekteure nicht einreisen...
... im Rahmen einer OSZE-Initiative. Ob die Krim die Regierung in Kiew anerkennt oder nicht, ist unerheblich. Der vorige russlandfreundliche Gouverneur hatte wenigstens soviel Stärke die Okkupation zu kritisieren und wurde schnell abgesetzt, aber nicht von der Regierung der Ukraine - von wem eigentlich?

Von dem Abscheum von Putins Gnaden etwa, dessen einzige Heldentat darin besteht, einen unbewaffneten UN-Gesandten zu bedrohen?

Von diesen "Aliens" etwa, die niemand kennen will, denen niemand befhelen können will - wieweit will Putin seine würdelose Heuchelei eigentlich treiben, wenn er behauptet, es stünden keine russischen Soldaten auf der Krim?

Er steht ja noch nicht einmal für seinen Bruch des Völkerrechts ein und verleugnet sich - wie feige ist das denn?

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jontev 05.03.2014, 22:10
81. Nein, haltet die EU da raus

Europa braucht die Ukraine nicht.
Erstens müssen das die Bürger der Ukraine selber regeln.
Die müssen sich auch gegen Russland wehren, genauso wie gegen USA oder China.
Braucht die EU noch einen Schuldenstaat zusätzlich?
Wir haben genug Probleme mit den jetzigen Ländern, warum soll dieses neue Problem jetzt in die EU wandern?
Sobald die Ukraine EU-Mitglied ist, hat die NATO ein Problem, was zur Zeit nur ein Diskussionsdilemma ist.
Wäre Ukraine schon dabei, hätten wir einen Kriegsakt und da schafft Putin gerade Fakten.
Meiner Meinung nach ist das auch besser so, noch mehr Freizügigkeit nach Osten über die Ukraine könnte fatale Folgen für die Sicherheit und die Wirschaft in Europa haben.
Die Träume der wiederherstellung der Seidenstraße sind Illusion.
Verlieren werden die europäischen Steuerzahler, die Olligarchen werden ihr Imperium dafür vergrößern.

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bejozp 05.03.2014, 23:06
82. Krim-Krise ! oder ?

Krim-Krise / Putin will Krieg (!) - Es ist schon traurig, was da über die Medien veröffentlicht wird. Vieles nur aus dem eigenen (meist sehr beschränkten) Blickwinkel und dem der westlichen Politiker. Da wird nur zitiert und geschrieben, was gerade mal in das eigene Vorstellungskonzept paßt und was vor allem auch die Auflagen bzw. die Einschaltquoten hoch hält. Hauptsache es ist ein Schuldiger gefunden, der den Kalten Krieg wieder anheizt, weil er sich angeblich über alle Menschenrechte hinweg setzt.
Keiner von den Medien kommt auf die Idee, selbst mal historische Hintergründe der Krim (nur 60 Jahre Rückblick) nachzufragen bzw. zu recherchieren und mit den aktuellen Tatsachen abzugleichen und zu veröffentlichen.
Fakt ist doch, der legitime Präsident der Ukraine, mit dem Moskau vielerlei Verträge in den zurückliegenden Jahren abgeschlossen hat, wurde gestürzt. Aber es gibt in der Ukraine keine neue und demokratisch gewählte Regierung. Jeder andere westliche Staat (und insbesondere die USA) wird doch in solchen Situationen schon mal sehr Vorsichtig – hinsichtlich der abgeschlossenen Verträge und zum Schutz der eigenen Bürger in einem solchen Land (haben wir doch in den zurückliegenden Jahrzehnten vielfach erlebt – allem voran der Weltgendarm).
Fakt ist auch, besonders in der östlichen Ukraine und auf der Krim leben sehr viele Russen, was in der geschichtlichen Entwicklung begründet ist. Keiner der dort lebenden ukrainischen und russischen Bürger will einen Krieg zwischen beiden Staaten. Aber von den westlichen Medien und insbesondere auch der deutschen, so gewinne ich täglich den Eindruck, wird eine heraufziehende Kriegsgefahr seitens Moskau und Putin mehr und mehr öffentlich suggeriert.
Meiner Auffassung nach geht es doch nur um politische Machtfragen – Westeuropa und USA gegen Russland und Putin. Denn was will denn plötzlich Obama und die EU mit ihren sog. Milliarden-Hilfspaketen für die Ukraine? - das ist doch sowieso rausgeschmissenes Geld. Und wem soll plötzlich ein Flugzeugträger vom Weltgendarm im Schwarzen Meer schützen?
Und nun versucht auch noch die EU mit Androhungen von Sanktionen den Putin gefügig zu machen, aber schon im Wissen darum, daß die westlichen Staaten Russland genauso brauchen wie umgekehrt.
Mich sollte es nicht wundern, wenn schnell noch die Aufnahme der Ukraine in die NATO auf die Tagesordnung gesetzt wird.
Wäre es nicht aus der Sicht der Politiker viel besser, allen Machtfrust beiseite zu schieben, sich auf gleicher Augenhöhe zu treffen, sich gegenseitig alle Argumente anzuhören und daraus in politischer Verantwortung eine für alle, und besonders für die Ukraine stabilisierende Lösung auf politischer, wirtschaftlicher und sozialer Ebene herbei zu führen ?
Dazu sollten in großem Maße auch die Medien ihren Auftrag erkennen, als Sprachrohr der nationalen und europäischen Bevölkerung, und ihre Berichterstattung entsprechend ausrichten.

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Olaf 06.03.2014, 07:55
83.

Zitat von DerBlicker
Die EU hat lediglich einen Vertrag zwischen der Opposition und Janukowitsch vermittelt, sonst hat sie nichts getan. Zudem gab es in der Ukraine keinen Putsch, denn das Militär hat sich nicht eingemischt, das ist aber Vorraussetzung eines jeden Putsches. Stattdessen gab es eine Revolution, das aber ist allein Sache des ukrainischen Volks.
Es gab eine Reihe von Besuche Europäischer und Deutscher Politiker auf dem Maidan. Sogar Steinmeier war dabei. Da wurde massiv Einfluß genommen auf innenpolitische Prozesse, weil dem Westen nicht passte, dass Janukovitsch den Assozierungsvertrag mit der EU nicht unterzeichnen, sondern sich wirtschaftlich mehr Russland annähern wollte.

Hätte der sich für die EU entschieden, wäre die Sache ganz anders verlaufen, da bin ich sicher.

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Robert_Rostock 06.03.2014, 08:28
84.

Zitat von jontev
... Sobald die Ukraine EU-Mitglied ist, hat die NATO ein Problem, was zur Zeit nur ein Diskussionsdilemma ist. ..
Warum?
Hat die NATO auch ein Problem damit, dass Finnland, Schweden, Österreich EU-Mitglieder sind?
Hat umgekehrt die EU Probleme, dass Norwegen, Island, die Türkei in der NATO sind?

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gelbkehlchen 06.03.2014, 18:03
85. Ihr Artikel

Zitat von maximilian.hornstein
Ich muss sagen ich bin ehrlich entsetzt wenn ich die Kommentare in diesem Forum lese. Ich bin Russland-Deutscher und nun seit 12 Jahren in Deutschland. Die Putin Freundlichkeit hier jagt mir Angst ein. Wir sprechen hier nicht von einem mutigen Politiker der sich gegen die ach so maechtige Usa stellt. Wir reden von jemanden dessen politische Gegner in Lagern oder im Knast enden.Kritische Journalisten werden auf offener Straße erschossen. Von jemanden dessen Richter sich rühmt "noch nie einen einzigen Freispruch erteilt zu haben " In Russland werden Homosexuell gezielt gejagt und verpruegelt. Der deutsche Politiker Volcker Beck kam von einer Toleranz- Demo in Russland mit blutigem Gesicht wieder. Wenn ich Familie in Russland besuche meidet jeder das Thema Politik und wenn doch wird sich umgeschaut ob es auch ja keiner hört. Putin bzw. die Clique die er repraesentiert sind eiskalte Machtpolitiker.Fuer sie war die groesste Katastrophe des 20 Jahrhunderts keineswegs der Holocoust somdern (Zitat Putin) "das Zerbrechen der Sowjetunion" Dank ihnen werden jetzt die Nationalisten ,die sie eigentlich bekämpfen wollen,in Kiew stärker. Aus halbwegs gemäßigten Rechten werden jetzt Faschisten denen Russland wunderbar Propaganda Material liefert. Die Scharade vom unbekannten Soldat auf der Krim ist ein gutes Beispiel wie Putin Politik macht. Das Argument von der bedrohten Minderheit ist so alt wie der Krieg selber über die Zaren(1.Krimkrieg),Bismarck,und Hitler etc. Es gibt KEINEN einzigen Beweis dass die Krim-Russen in irgend einer Form unterdrückt werden.Das Spiel mit dem Feuerzeug ist zu riskant, das sieht Putin aber leider nicht. Zusätzlich wittern auch die amerikaanischen Falken Morgenluft. Im schlimmsten fall sorgt Genosse Putin indirekt dafür dass ein Falke der nächste USA Präsident wird,vielen Dank. Zum ewigen "die böse USA-Kanon": Keiner sagt dass die USA grossartig besser ist aber ihr zu unterstellen an allem und jeden schuld zu sein ist einfach lächerlich. Hier.wird aus Verschwörungstheorien über die USA eine Omnipräsenz zugeschrieben die sie einfach nicht hat. Momentan haben die Amerikaner schlichtweg genug eigene Probleme (Schulden,Gesundheitsreform,NSA Affäre) um in irgeldwechen fremden Länder Revolutionen anzuzetteln. Die ganze Putin-Fan Gemeinde sollte vor dem naechsten Kommentar erst einmal ein paar Jahre in Russland leben bevor sie aus dem warmen Sessel aus Deutschland erzaehlt wie toll es doch in Russland zu geht. Mal sehen wie es ihnen dort gefällt.
Selbst, wenn das alle stimmen sollte, was Sie über Russland schreiben, selbst dann sollte sich Deutschland um Deutschland kümmern und nicht um die Ukraine. Denn die Ukraine kümmert sich auch nicht um Deutschland. Die deutschen Politiker sind von Deutschen gewählt und werden vom deutschen Steuerzahler bezahlt und sie haben einen Eid auf Deutschland geschworen und nicht auf die Ukraine. Unsere Steuergelder sind für Deutschland da und nicht für die Ukraine.

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