Forum: Politik
Krim-Krise in Russlands Medien: "Der Westen wird enttäuscht sein"

Was auf der Krim wirklich passiert? Die ukrainischen Soldaten quittieren massenhaft den Dienst, Hunderttausende Ukrainer fliehen Richtung Russland. Kann nicht stimmen? So berichten die russischen Staatsmedien über die Krim-Krise.

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HHB48 03.03.2014, 09:41
30. Antwort an Kundschafter

Der russische Ueberfall auf die Ukraine wurde schon lange vorher vorbereitet. Als die Aussenminister sich nach Kiew begaben war dieses schon lange vorbereitet. Die einzige Verzögerung die es hier seitens der Russen gab waren die Spiele in Sotchi und da kann man dankbar sein! Ohne die Spiele wäre der Maidan schon lange durch die Russen befreit worden! Bitte nicht vergessen das russische Volk ist hat noch einen langen Weg vor sich bis der kleptokratische Möchtegern und seine Entourage davon gejagt werden!
Da hier einige mitlesen. Die primitive massenmediale, falsche Propaganda zieht nicht, klinkt falsch, liest sich falsch und bewirkt das Gegenteilige. Spassiba

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wuppdika 03.03.2014, 09:44
31. Ukraine

Jetzt zeigt Putin sein wahres Gesicht.
Ob es die Zaren,die Sowjets und jetzt Putin die Russen (Regierungen) waren immer auf Landeroberungen aus.
Ein Segen ,daß es einen Michael Gorbatschow gab.

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ein anderer 03.03.2014, 09:48
32. ...

Zitat von bodosg
Ich knüpfe an die Kommentare 2 ("syracusa") und 8 ("SteigerF") an: Wenn Russische Staatsmedien im Kontext ihrer "Wahrheit" auch Lesermeinungen des SPON referenzieren, dann belegt dies einmal mehr die perfide Methodik des Propaganda-Apparates. Verwundern.....
Sie können sich also nicht Vorstellen, dass die Medien in Russland, nicht anders wie hier, einen vorhandenen Meidenhype laufenlassen, da jegliche zu stark abweichende Information die Verkaufszahlen schmälern könnten? Es ist doch bekannt, dass viele Russen ein spezielles Verhältnis zu der Ukraine haben.
Sollen also Medien in Russland besser funktionieren als hier oder in den USA?

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betonklotz 03.03.2014, 10:18
33.

der Osten könnte enttäuscht sein. Auch wenn die in den russischen Medien extra erwähnten SpOn-Foristen zu weiten Teilen (mich inbegriffen) dem Verhalten des "Westens" einschliesslich seiner Medien äusserst kritisch gegenüberstehen, heisst dass noch lange nicht, dass sie deswegen das Verhalten Russlands automatisch gutheissen. Und erst recht nicht, dass sie den Berichten russischer Medien weniger Misstrauen entgegenbrächten, als den Berichten ihrer "eigenen". Kleine Frage an alle. kennt jemand irgendeine Quelle, in der die Regeln der SpOn-Zonsur offen, allgemein verständlich und nachvollziehbar dargelegt werden?
Äusserst dankbar für eine Antwort wäre.
Betonklotz




Bitte sehr:
http://www.spiegel.de/meinspiegel/artikel/a-703602.html#b_forum

K. Bonte/Redaktion

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Erweller 03.03.2014, 10:25
34.

diese Propaganda (anders kann man es ja nicht nennen) wäre beinahe lustig, wenn der Fall nicht so ernst wäre.
Da marschiert eine Armee in ein Nachbarland ein, um eine Bevölkerungsgruppe zu schützen...nur: vor wem eigentlich? Natürlich war das geplante Verbot der zweiten Amtssprache russisch politisch ungeschickt. Aber bedroht die Regierung in Kiew echt die Krim?
Nicht wirklich.
Der Einmarsch ist einfach ein kriegerischer Akt aus geopolitschen Gründen. Und ein klarer Bruch des Völkerrechts. Da war ich nebenbei überrascht, dass Merkel - gegen ihre sonstige Art - so klar Position bezogen hat.

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neuleib.mayk 03.03.2014, 10:40
35. Selten so einen Unsinn gelesen...

Zitat von divStar
.. der Westen wird enttäuscht sein - aber nicht, weil angeblich "haufenweise" Ukrainer nach Russland fliehen, sondern weil dem Westen ein gutes Druckmittel fehlt und weil sich die Länder nicht einig sind im Vorgehen. Wenn ein paar wenige Ukrainer nicht mehr der Ukraine zugehörig sein wollen, dann können sie....
Geopolitisch war Russland in den letzen Dekaden der eindeutige Verlierer...Dies hinzunehmen würde jedem Land schwer fallen, oder gar zu akzeptieren sein... Man stelle sich nur vor, der Osten (Deutschlands) macht sich wieder eigenständig und spaltet sich ab... Naja, ich weiß, einige würden dies sehr begrüßen, aber tatsächlich wäre es eine Tragödie ungeahnten Ausmaßes. Die Krim hat schon immer zu Russland gehört, denn trotz der sogenannten Abspaltung vor vielen Jahren leben dort in der Summe Russen und nicht Ukrainer...Ich denke, der Westen will die Ukraine um geopolitisch immer mehr Einfluss zu haben, um Freiheit geht es dabei ganz sicher nicht. Denn die Ukraine ist faktisch pleite, also was will der Westen damit...?

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llofwyr 03.03.2014, 10:41
36. Da kann ich nur schmunzeln ..

Zitat von NauMax
Und was hat die EU-Osterweiterung mit der Ukraine zu tun? Mittelfristig war kein beitritt geplant, sondern lediglich ein Wirtschaftsabkommen. Die Ukraine ist leider sehr abhängig von Russischem Erdgas, weshalb Putin dachte, die Westannäherung des Landes stoppen zu können. Dies ist gescheitert und jetzt versucht er, sein Ziel militärisch zu erreichen.
Die gesamte EU ist von russischem Erdgas abhängig, ganz besonders aber die Briten.
Hinzu kommt eine wirklich schlimme Abhängigkeit der EU von russischem Erdöl. Sollte Russland hier den Hahn zudrehen, dann stünden bei uns sehr schnell alle Rädchen still, weil kein Lieferant der Welt auf die Schnelle einspringen könnte.

Scharfmacherkommentare wie der Ihrige sind hier völlig fehl am Platz.
Vielleicht sollten Sie mal darüber nachdenken, welche Rolle die USA (5 Mrd $ für die "Demokratisierung" der Ukraine) und z. B. die Deutsche Konrad Adenauer Stiftung (25 Euro für jeden Pro-EU-Demonstranten) gespielt haben.
Zur Erinnerung: Die erste Maßnahme der neuen "Regierung" in der Ukraine war ein Verbot der Russischen Sprache. Diese "Regierung" ist gerademal von ca. 7000 gewaltbereiten Demonstranten installiert worden. Die Restbevölkerung von vernachlässigbaren 46 Millionen ist nicht gefragt worden.

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rotertraktor 03.03.2014, 13:35
37. russophil Teil 1

Zitat von SteigerF
Zum Thema Ukraine hat sich bei diesen Kommentatoren folgedes herauskristallisiert: 1. Obwohl nur ein kleiner Teil der Ukrainer auf dem Maidan tatsächlich rechtsradikal war, wird stets betont, dass es sich um einen faschistischen Mob handelt.
Seltsam, bei mir ist es genau umgekehrt. Alle Beiträge, in denen ich darauf hingewiesen habe, dass in Kiew auch mindestens 10 Polizeibeamte getötet wurden - und das kann man wohl eher dem "kleinen" faschistischen Mob zurechnen als den friedlichen Menschenrechtlern und Demokraten - sind schon längst gelöscht worden. [Mal gespannt, ob bzw. wie lange dieser drin bleibt]

Zitat von SteigerF
2. Russland will seine Landsleute beschützen. Dabei wird natürlich unterlassen, dass es sich bei einem grossen Teil der russischsprachigen Ukrainer nicht um Russen handeln, sondern eben um Ukrainer. Man vergleiche deutschsprachige Belgier, das sind auch keine Deutschen.
Wenn in Brüssel morgen eine dezidiert anti-deutsche Regierung an die Macht käme, die als erstes Deutsch als Amtssprache verbietet und auch sonst alles daran setzt um Deutschland zu diffamieren und zu schaden, dann wären mindestens 90% aller Ostbelgier schneller wieder "heim ins Reich" als Sie "Putin" sagen können. Und da weiß ich wovon ich rede, weil ich selbst über 10 Jahre in Ostbelgistan gewohnt habe (Eupen, Gemmenich, Moresnet).

Genauso dürfte es sich mit den russisch-stämmigen Ukrainern verhalten; solange man vernünftig miteinander auskommt und es kaum einen Unterschied im täglichen Leben macht, interessiert es weder Ostbelgier noch Ostukrainer, ob nun deutsch oder belgisch bzw. russisch oder ukrainisch im Pass steht ... aber wenn das nicht mehr klappt, dann ist bei den allermeisten das Blut dicker als der Stempel im Pass.

Zitat von SteigerF
3. Wer es auch nur wagt, eine kritische Haltung gegenüber Russland zu vertreten ist entweder Faschist, Russenhasser oder beides.
Och nö, bei intelligenten Kommentaren würde ich sowas nie behaupten, aber es gibt auch (und nicht zu knapp) solche Plattitüden- und Phrasendrescher, die Russland und insbesondere Putin schon aus Prinzip alle Schlechtigkeiten andichten, während jeglicher Einfluss aus dem Westen über jeden Zweifel erhaben ist, so dass es schwierig wird, die Verfasser nicht zumindest in einer der beiden Kategorien zu verorten.

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rotertraktor 03.03.2014, 13:36
38. russophil Teil 2

Zitat von SteigerF
4. Der Westen hat die moralische Legitimation verloren, sich auf das Völkerrecht zu berufen, vor allem wegen dem Kosovo und dem Irak-Krieg. Die Russen werden nicht kritisiert für Abchasien und Südossetien und schon gar nicht wegen Tschetschenien.
Abchasien und Südossetien, bzw. der Georgien-Konflikt war ein ähnlich gelagerter Fall, wo überwiegend russisch-stämmige Bewohner von einem
fremden Aggressor angegriffen wurden und Russland um Hilfe gebeten haben. In Kosovo, Irak und Afghanistan ist mir hingegen nichts von einem us-amerikanischen Bevölkerungsanteil bekannt.

Zu Tschetschenien ein Auszug aus Wikipedia:
Zitat von
Rund 400 tschetschenische Freischärler unter der Führung von Schamil Bassajew und Ibn al-Chattab griffen am 7. August 1999 die Nachbarprovinz Dagestan an. In diesen Kämpfen (siehe Dagestankrieg) bis zum 26. August 1999 kamen rund 73 russische Soldaten ums Leben und 259 wurden verwundet. Am 5. September 1999 griffen diesmal rund 2.000 Kämpfer den dagestanischen Bezirk Nowolakskij bis 15. September an und töteten mehrere hundert Menschen. Am 1. Oktober 1999 marschierte die russische Armee erneut in Tschetschenien ein,...
Zitat von SteigerF
5. Russland hat generell das Recht, seine Interessenssphäre mit allen Mitteln zu bewahren. Ob es sich dabei um unabhängige Staaten handelt, ist unwichtig.
Nein, sicher nicht generell und sicher auch nicht mit allen Mitteln, aber wie oben bereits erläutert, gab es von russischer Seite aus meist weit schwerwiegendere Gründe als man es von den systematischen Lügengebilden der westlichen Kriege gewöhnt ist, vom Golf von Tomkin...
Zitat von
Als Tonkin-Zwischenfall (auch Tongking-Zwischenfall) bezeichnet man die Ereignisse im August 1964 im Golf von Tonkin, vor der Küste Nordvietnams, bei denen ein Kriegsschiff der US-Marine angeblich in ein Gefecht mit nordvietnamesischen Schnellbooten verwickelt wurde. Der Zwischenfall wurde von der US-Regierung unter Präsident Lyndon B. Johnson als Begründung für die sogenannte Tonkin-Resolution angeführt, welche die offizielle Beteiligung der Vereinigten Staaten an den Feindseligkeiten zwischen Nord- und Südvietnam vorsah, die sich in der Folge zum Vietnamkrieg (1965–75) ausweiteten. 1971 veröffentlichte der Pentagon-Mitarbeiter Daniel Ellsberg einen als Pentagon-Papiere bekannt gewordenen Bericht, der die Darstellung des Zwischenfalls durch die frühere Regierung als bewusste Falschinformation entlarvte.
...bis zu den inzwischen schon legendären Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak.

Zitat von SteigerF
Ich hoffe wenigstens, dass es sich für diejenigen Kommentatoren auch finanziell lohnt.
Nö, bisher nicht ... aber Wladimir Wladimirowitsch, wenn Du eh schon hier im SpOn-Forum mitliest, dann kannst Du mir auch mal ein paar Rubel rüberrollen lassen.;-)

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SteigerF 03.03.2014, 14:16
39.

Zitat von rotertraktor
Seltsam, bei mir ist es genau umgekehrt. Alle Beiträge, in denen ich darauf hingewiesen habe, dass in Kiew auch mindestens 10 Polizeibeamte getötet wurden - und das kann man wohl eher dem "kleinen" faschistischen Mob zurechnen als den friedlichen Menschenrechtlern und Demokraten - sind schon längst gelöscht worden. [Mal gespannt, ob bzw. wie lange dieser drin bleibt]
Natürlich gab es Rechtsradikale auf dem Maidan. Teilweise haben diese Kräfte nun Einfluss in der Politik. Das darf sicherlich nicht so bleiben, da bin ich mit ihnen völlig einig. Aber: Es demonstrierten tausende Leute auf dem Maidan. Wäre die überwiegende Mehrheit ein faschistischer Mob gewesen, dann wären nicht 10 Polizisten gestorben, sondern es hätte ein Blutbad gegeben. Viele Kommentatoren suggerieren aber, dass es sich bei der gesamten Maidan-Bewegung um einen faschistischen Mob handelte, was schlicht nicht sein kann. Nur so nebenbei: als die Sondereinheit Berkut am 30. November 2013 eine pro-EU-Demonstration durchaus mit Gewalt auflöste, sprach noch niemand von Rechtsradikalen. Da waren Studenten, Rentner, Arbeiter, Lehrer und sie waren friedlich.
Zitat von rotertraktor
Wenn in Brüssel morgen eine dezidiert anti-deutsche Regierung an die Macht käme, die als erstes Deutsch als Amtssprache verbietet und auch sonst alles daran setzt um Deutschland zu diffamieren und zu schaden, dann wären mindestens 90% aller Ostbelgier schneller wieder "heim ins Reich" als Sie "Putin" sagen können. Und da weiß ich wovon ich rede, weil ich selbst über 10 Jahre in Ostbelgistan gewohnt habe (Eupen, Gemmenich, Moresnet). Genauso dürfte es sich mit den russisch-stämmigen Ukrainern verhalten; solange man vernünftig miteinander auskommt und es kaum einen Unterschied im täglichen Leben macht, interessiert es weder Ostbelgier noch Ostukrainer, ob nun deutsch oder belgisch bzw. russisch oder ukrainisch im Pass steht ... aber wenn das nicht mehr klappt, dann ist bei den allermeisten das Blut dicker als der Stempel im Pass.
Das Gesetz, welches Russisch als Amtsprache verbietet, wurde vom Interimspräsidenten nicht unterschrieben uns ist somit nicht gültig.

Zitat von rotertraktor
Och nö, bei intelligenten Kommentaren würde ich sowas nie behaupten, aber es gibt auch (und nicht zu knapp) solche Plattitüden- und Phrasendrescher, die Russland und insbesondere Putin schon aus Prinzip alle Schlechtigkeiten andichten, während jeglicher Einfluss aus dem Westen über jeden Zweifel erhaben ist, so dass es schwierig wird, die Verfasser nicht zumindest in einer der beiden Kategorien zu verorten.
Der Westen hat genug Fehler gemacht, ohne Frage und dass es die von Ihnen genannten Phrasendrescher gibt, streite ich nicht ab. Aber Putin ist eine streitbare Person. Seine Einstellung zu Meinungsfreiheit, Demonstrationsfreiheit, Pressefreiheit und anderen Grundrechten, ist - gelinde gesage - eigen. All jene Kommentare, welche dies fortwährend ausblenden und Putin in allem was er tut, recht geben, sind nicht besser, als die erwähnten Phrasendrescher.

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