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Kriminalität: De Maizière will Hilfspolizisten gegen Einbrecher einsetzen
DPA

Innenminister de Maizière geht auf Einbrecherjagd: Er fordert mehr Kameras in Einfamilienhausgegenden - und im Schnellverfahren ausgebildete Hilfspolizisten.

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farbraum 16.06.2016, 10:38
150.

Mehr Überwachungs-Kameras ist ein NoGo, das nicht verhandelbar ist. Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht, der ist zu recht ein Sklave! Und das Ganze nur deshalb, weil die Polizei ihrer Arbeit nicht nachkommen kann. Dann sollen sie halt weniger Radlfahrer belästigen, dann ist auch wieder Zeit für die Ermittlung bei Wohnungseinbrüchen da. Ich habe kein Verständnis für die geplanten Maßnahmen des Innenministers, es gleicht einem Geständnis des Totalversagens.

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Tobias Walter 16.06.2016, 10:39
151. Vom

So langsam gewinnt man immer mehr den Eindruck, dass in Deutschland die Bedrohungen der unterschiedlichsten Phänomenbereich dazu missbraucht werden die hirnrissigsten Ideen umzusetzen, nur um den Schein zu erwecken, dass man Sicherheit verbreitet kann.
Die Einführung einer Wachpolizei ist ein weiterer Meilenstein in dieser Entwicklung und ergänzt die gestrige Äußerung, daß Bürger "wachsam sein sollen" und vermeintlich bedrohliche "Personen den Behörden melden sollen". Irgendwo habe ich von dieser fragwürdigen Einstellung , Auffassung und Symbiose von "Recht" und "Sicherheit" schonmal gehört - sowas ähnliches war in der ehemaligen DDR doch auch Programm.
Eine Wachpolizei kann und wird niemals die Arbeit richtiger Polizisten ersetzen, denn Qualität kommt durch eine 2- bzw. 3 jährige Ausbildung und einhergehende Berufserfahrung und nicht durch irgendwelche "Armuts-Sheriffs", wo man das Bewerber-Klientel jetzt schon ein- und abschätzen kann. Man sollte lieber mal die vorhanden Kräfte stärken, ausbauen und entsprechend ausrüsten, anstatt mit einer wörtlich genommenen "Volkspolizei" bzw. "Jedermann-Polizei" agieren zu wollen.

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silverhair 16.06.2016, 10:40
152. Der Staat kann dem Einzelnen nicht Helfen

Zitat von triqua
Anstatt ich von der Polizei geschützt werde, werden dies dann wohl Kameras tun ... Es wird mir ein gutes Gefühl geben, wenn ich nach einem Überfall sabbernd im Rollstuhl sitze und weiß, dass jetzt anhand von Videoaufnahmen der Täter ermittelt wurde ... NEIN, ich will, dass VORHER mein Eigentum und meine körperliche Unversehrtheit geschützt wird ...
Diesen Traum werden sie wohl kaum erleben..

Deutschland hat 80 Mio Einwohner , 40 Mio Wohnungen - und alle diese sollen überwacht werden, in Echtzeit damit auch ja niemand überfallen werden kann?

Dazu müßten sie schon jedermann 2 Personenschützer an die Seite stellen , macht also zusätzlich nochmal 160 Mio Einwohner die dann ebenfalls .

Staat ist als Gemeinwesen gedacht, und das heißt für "gemeinschaftliche Aufgaben" zuständig, aber nicht ein Organ für unendlich viele Egomanen und Einzelinteressen!

Das Wort Bürger kommt übrigens von Bürgen ... der Bürger bürgt für den Staat, und nicht umgekehrt, und damit hat der Egomane seine Handlungen dem Staat zur Verfügung zu stellen .. und nicht der Staat für den Egomanen zu sorgen!

Viele Arten der Verbrechen beruhen darauf, das wir dem Kapitalismus und seinem Egomanentum gefolgt sind.. Wenn alle Arbeiten gehen, dann sind eben die Städte teilweise "menschenleer" , und wo leere Herrscht, da paßt eben keiner mehr auf, und wo Kinder alleine gelassen werden, da sind Verbrechen an ihnen eben leicht gemacht!

Der Egomane und Kapitalist zahlt eben den Preis des einsamen der alleine ist und es nicht mehr schafft zusammen und gegenseitig aufeinander aufzupassen, und dann einen "Super Cop" sich zu wünschen, wird einfach wegen der gigantischen Menge an Menschen nicht gehen!

Der Mensch alleine ist noch nie überlebensfähig gewesen, deshalb gibts gruppen und Staaten, das heißt aber , jeder paßt zusammen mit den anderen auf jeden auf, hilft sich gegenseitig, und nicht das ein Super-Staat dem Einzelnen die Perfekte Sicherheit noch finanziert und Bereitstellt!

Wie wäre es mal mit "Ich helfe allen anderen UNSER Eigentum, und UNSERE Unversehrtheit zu garantieren .. Könnte etwas teuerer werden aber vielleicht viel Erfolgreicher als nach irgendeinem Staat zu rufen!

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KingTut 16.06.2016, 10:41
153. Armutszeugnis

Liebe Forengemeinschaft, die jetzt unter dem Eindruck massiv steigender Kriminalität verkündeten Maßnahmen sind doch ein Armutszeugnis für unsere Politiker. Wenn ich in der Vergangenheit meine Bekannten bei Johannesburg (Kriminalitätshochburg) besucht habe, war ich immer stolz darauf, dass all die Sicherungsmaßnahmen, die dort zum Schutz des Eigentums getroffen werden müssen, hierzulande nicht nötig sind. Dass es jetzt auch bei uns so weit gekommen ist, zeugt von einem eklatanten Versagen der Politik zum Schaden der eigenen Bevölkerung. Jetzt rennt man, wie so oft, den Ereignissen hinterher. Politik sollte immer auch vorausschauend, also prophylaktisch, sein. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte nicht in die Politik gehen. Als Arbeitgeber dieser Damen und Herren sollten wir in deren Arbeitszeugnisse reinschreiben: sie haben sich bestens bemüht.

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Pela1961 16.06.2016, 10:42
154. Ich ahne nichts Gutes.....

Ich fürchte, dass dann Schritt für Schritt die Befugnisse dieser "Hilfspolizisten" ausgeweitet werden und dann irgendein "schlauer" Landespolitiker auf die Idee kommt, dass man mit diesen sicherlich schlechter bezahlten Ersatzmitarbeitern die Kosten senken kann. Und jemanden nach ein paar Monaten Ausbildung eine Waffe in die Hand zu drücken - naja...........

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igelei 16.06.2016, 10:42
155. Eben

Zitat von winki
Ich finde es gut, auch wenn die Idee nicht so neu ist und das Copyright nicht beim Innenminister liegt. Das Mindeste was dabei heraus kommt ist eine abschreckende Wirkung, denke ich und das ist doch schon mal etwas Positives. Das Herumgemeckere und Gemotze einer Kommentierer kann ich nicht verstehen. Wenn Politik nichts tut, dann passt es denen auch nicht. Sicher sind viele der Ursachen von der Politik zu vertreten, Grenzöffnung, Flüchtlingspolitik der Frau Merkel u.v.m., nur nützt die Erekenntnis nicht viel. Es müssen Taten folgen und die ist die Aktion mit den Hilfspolizisten genau richtig.
wir "motzen" weil die Politik nichts tut! Die Videoüberwachung führt allenfalls zu einer gefühlten Sicherheit aber nicht zur Auflösung der Straftaten. Deshalb motzen alle, weil das Problem nicht gelöst wird und nur Geld für Kosmetik ausgegeben wird. Wenn ich eine Aufklärungsquote von ca. 10% habe dann ist das nur durch Personal zu verbessern. Eine Kamera bringt nur bei den wenigen Idioten oder Drogenabhängigen was, gegen organisierte Kriminalität bringt sie gar nix.

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postatspiegel 16.06.2016, 10:44
156. Viele haben schon resigniert?

Zitat von Ostseeland
Ich versuchew es noch einmal. Sie tun den PolizistenInnen Unrecht. Diese stecken in einem Dilemma, von Oben wird ihnen erklärt wie es sein soll, sie selber sehen tagtäglich die Wirklichkeit. Viele haben schon resigniert, eine Polizistin hat darüber ein Buch geschrieben.
Das unterstreicht ja meine Behauptung, Polizisten seinen nicht umfassend politisch gebildet. Prolematisch werden Einsätze doch vor allem dann, wenn die eigene Sichtweise nicht durch eine übergeordete Handlungsanweisung gedeckt wird. Dann befinden sich Beamte plötzlich im rechtsfreien Raum und das stresst extrem. Plötzlich sieht man sich Anfeindungen durch die Bevölkerung ausgesetzt, deren "Freund und Helfer" man doch eigentlich sein möchte.
Wir hatten hier in München gerade den Fall, dass ein Ladenbesitzer einen von ihm an die Polizei übergebenen Dieb vor den Beamten in Schutz nehmen musste. So etwas kann und darf nicht sein. Das kratzt am Selbstverständnis der Polizisten und das wirkt auf Dauer zersetzend.
Man stelle sich vor, Selbsthilfegruppen müssen sich diesem Stress aussetzen. Das führt direkt in die Katastrophe. Und die Polizei hat plötzlich ein neues Betätigungsfeld, nämlich Beschwerden über diese Sheriffs aufzuarbeiten.

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spon_2999637 16.06.2016, 10:44
157. DIE Lösung - Kameras IN den Wohnungen....

Zitat von spieglein19
Und was hat die Kamera dann gesehen? Einen Unbekannten? Scharfes und eindeutiges Bild? Wird der dann bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben? Ist der dann nicht schon längst über alle Berge? Wissen die das nicht selber? Bei uns wurde einmal eingebrochen. Kein gutes Gefühl. Vergleichbar mit dem Gefühl, jederzeit und überall eine Kamera auf sich gerichtet zu haben.
Das bringt uns ja auf DIE Lösung! Zusätzlich zu den Rauchmeldern (die ich für unbestreitbar sinnvoll halte, da sie praktisch nix kosten und im Fall des Falles Leben retten können) werden IN Wohnungen Kameras verpflichtend - natürlich mit Vorratsdatenspeicherung bei GoogleFacebookBMICloud. Dann sieht man, ob wirklich ein Einbrecher da war und WAS er hat mitgehen lassen - das schreckliche Kaptialverbrechen "Versicherungsbetrug" ist damit auch aufklärbar. Außerdem Fälle häuslicher Gewalt, Missbrauch, Beleidigung (Tonaufzeichnung), Majestätsbeleidigung, Lärmbelästigung... und vieles mehr.

Ach ich freue mich drauf !

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percystuart 16.06.2016, 10:49
158. Endlich mal eine gute Idee

Ehrenamtliche oder geringer bezahlte Hilfskräfte gibt es überall – warum nicht auch bei der Polizei. Wir haben zum Beispiel ja auch eine Freiwillige Feuerwehr, die sich beim Löschen ja auch nicht schlechter anstellt als die Profis. Würde hierzulande in punkto Verbrechensbekämpfung und Sicherheit alles glatt laufen, bräuchte man diese Diskussion nicht.
In Baden-Württemberg zum Beispiel gab es jahrelang den sogenannten freiwilligen Polizeidienst, mit dem man gute Erfahrungen gemacht hat. Die betreffenden Polizisten wurden nach einer Kurzausbildung vorwiegend bei Massenveranstaltungen, aber auch im Streifendienst (mit Waffe) eingesetzt. Im Sinne eines zunehmenden Sicherheitsbedürfnis sollte man sich diesbezüglich also offen geben.

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tomrobert 16.06.2016, 10:50
159. Gute Idee

Der Innenminister scheint es verstanden zu haben.Die Bürger müssen mit eingebunden werden. Hilfspolizisten
ist wie Bürger Eigenschutz.
Mir scheint der Innenminister als solcher ein fähiger Mann.

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