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Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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im_ernst_56 17.05.2019, 09:41
270.

Zitat von redwed11
Wenn man die Kolumnen von Herrn Fischer hier bei SpON liest, ist das Clan Problem gar kein Problem da es ja sehr selten zu Verurteilungen kommt. Wo keine Verurteilung erfolgt ist gibt es auch keine Straftat. Wie die betroffenen Menschen unter solchen Kriminellen leiden, ist völlig unwichtig. Formell gibt es keine Clankriminalität für den ehemaligen Bundesrichter. Mit der Aufzählung der§§ des StGB haben Sie durchaus recht aber bis auf die gefährliche Körperverletzung zählen allen anderen Delikte zur Bagatellkriminalität. Da diese Leute sich so teure wie skrupellose Anwälte leisten können und Zeugen bedrohen, kommen keine Verurteilungen zustande. Das einzig wirksame Mittel gegen diese Clans ist das Einziehen des mit kriminellen Mitteln erlangte Vermögen wie Immobilien, Fahrzeuge und sonstige Werte verbunden mit konsequenter Strafverfolgung. Wenn man hört das viele dieser kriminellen von Sozialhilfe leben, sollte es doch möglich sein, diese mit kriminellen Mitteln erlangten Vermögen einzuziehen. Auch sollten geheimdienstlichen Mittel eingesetzt werden, denn diese Leute stellen eine erhebliche Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung dar. Aber dann kommt das Geschrei von interessierter Seite unter Mithilfe von weltfremden Mitbürgern die dann rassistisch und faschistisch schreien. Und schon schrecken viele besonders unsere weltfremden Richter vor konsequente Maßnahmen zurück. Die Clans können weiter ihr Unwesen treiben und viele müssen darunter leiden mit Vermögensverlusten und psychischen Schäden.
Ich nehme an, Ihre Bezugnahme auf die Kolumne von Thomas Fischer bezieht sich auf dessen Beitrag vom 01.02.2019 "Sippenbekämpfung
Aufmarsch der Clan-Kriminalisten", in dem er in der Tat die Meinung vertritt, das Problem der Clan-Kriminalität werde in den Medien, von der Politik und der Polizei aufgebauscht. Dass Herr Fleischhauer auf den Beitrag seines Kolumnisten-Kollegen Fischer mit keinem Wort eingeht, finde ich nach dem letztwöchigen Beitrag von Herrn Fischer ausgesprochen bemerkenswert.

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Senf-o-Mat 17.05.2019, 09:47
271. Populismus

Die Forderung nach härteren Strafen ist doch reiner Populismus, oder wollen wir amerikanische Verhältnisse? Dass sich jemand beim dritten Mal im Zweifel den Weg freischießt? Es würde, wie meistens, schon genügen, die vorhandenen Gesetze umzusetzen. Dass Wiederholungstäter schwerer bestraft werden, ist jetzt schon so. Im Übrigen gibt es kriminelle Clans und sonstige mafiöse Strukturen überall, das hat nichts mit "unseren Politikern" oder "unseren laschen Gesetzen" zu tun.

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emil7685 17.05.2019, 09:48
272.

Zitat von caroline.pesarese
Großes Befremden über diesen schwachen Staat erfasst mich bei dieser Geschichte. Gibt es ähnliche Fälle in Bayern?
Ich kann mich an ein Interview mit dem münchner Polizeipräsidenten erinnern in dem er auf die Frage, wieso es in München so wenig Probleme mit Rockerbanden gäbe, nur lapidar antwortete "bei uns sitzen die im Gefängnis".

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Frater_Noster 17.05.2019, 09:49
273. Antworten auf die richtigen Fragen

Verkürzt könnte man sagen dass Fleischhauer oft einfach die richtigen Fragen gestellt hat um Antworten zu bekommen. Das werde ich hier vermissen.
Mittlerweile sind ja deutlich weniger journalistisch recherchierte Berichte auf SPON zu lesen, dafür aber explodiert die Anzahl der Kommentare hier bei SPON, zu jedwedem Thema. Aber diese sind fast alle gleicher Couleur, nur mit unterschiedlichen Nuancen in der Ausprägung. Selbst Denken ist den meisten wie es scheint zu anstrengend darum befassen sich so wenige damit, und SPON hilft dabei - Framing Manuals lassen grüssen.
Der einzige Grund SPON öfters zu lesen waren jedenfalls Fleischhauer & Diez.
Danke für an die beiden Herren für Ihre Kontrapunkte in den letzten Jahren.

Dem Kommentar ist - leider - wirklich nur zuzustimmen und zeigt doch sehr gut dass es in Deutschland vor allem ein Problem gibt:
Der Durchsetzung des Rechts und der in weiten Teilen unterschiedlichen Interpretation und Auslegung desselben.

Die Apathie die Fleischhauer beschreibt ist ja genau der Grund dafür dass sich die Grundstimmung seit 2015 gedreht hat.
Viele Menschen sehen dass es kaum bzw keine Konsequenzen für Rechtsbrüche, auch wiederholte gibt.
Egal ob ausreisepflichtige abgelehnte Asylbewerber, kriminelle Clan-Strukturen in Parallelgesellschaften, sind ja hier Stichworte.

Und was das Thema Clanstrukturen angeht ist die Befürchtung dass ungelenkte Zuwanderung das weiter befördert m.E. nicht zu weit hergeholt.
Die Apathie die Fleischhauer beschreibt ist der Grund dafür dass viele Menschen das Thema Zuwanderung anders sehen als vor einigen Jahren.
Wer weiss wie lax der deutsche Staat seine Rechte in vielen Bereichen durchsetzt der ist logischerweise vorsichtiger wen er in dieses Land einlädt um zu bleiben.

Wer möchte dass der Rechtsstaat wieder ernst genommen wird sollte dafür sorgen dass Recht wieder durchgesetzt wird. Ansonsten läuft Deutschland Gefahr sich wirklich abzuschaffen.

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Senf-o-Mat 17.05.2019, 09:56
274. Amerikanische Verhältnisse

Zitat von NotSoGood
Bei Gewaltdelikten sollte die dritte Verurteilung grundsätzlich zu lebenslänglich mit anschließender Sicherheitsverwahrung führen. Ohne Spielraum für Gerichte oder Gutachter.
Wenn Sie unbedingt amerikanische Verhältnisse wollen, mit Knastgangs und fatalistischen Verbrechern, die sich den Weg freischießen... Wir haben ein modernes Strafrecht, das Jedem garantiert, dass er aus einer Kraft, also ohne Gnadenakt, freikommen kann, wenn er sich ändert, an sich arbeitet. Das ist gut so, dabei hat man sich etwas gedacht und das dürfen wir uns nicht wegen ein paar hundert Gangstern kaputt machen. Pauschale Strafandrohungen sind mit einem modernen Strafrecht unvereinbar. Dieses Populisten-Geschrei nach zivilisatorischem Rückschritt ist unerträglich.

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dagmar1308 17.05.2019, 09:57
275. Bei der sozialen Absicherungsqualität

auf weltweit höchsten Niveau für jeden auf diesem Boden zu Lasten des In der Regel hart arbeitenden Steuerzahlers ist es immer öfter lukrativ, sich mit einer Kleinkriminellenkarriere einen Zusatzverdienst abzugreifen und den arbeitsfreien Alltag spannender zu gestalten. Ein paar Monate im Knast gehören auch dazu.
Alle anderen zahlen, sorry arbeiten für mein Wohlbefinden. Zur Not geht man für kleine Verbesserungen auch mal vor Gericht. Pünktlichkeit zum Verhandlungsbeginn gilt auch für die Richterschaft. Der Stau in der Rush Hour ist keine Entschuldigung....
Mal das ganze alltäglich betrachtet.

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emil7685 17.05.2019, 09:57
276.

Zitat von Bananenschale
Eine Three-Strike-Regelung ist m.E. ein Verstoß gegen die die Gleichheit vor dem Gesetz. Gequirlte Ami-Kacke. Sorry., aber so ist es. SO geht es nicht! ich , laßt die Kirche im Dorf. Konsequent? Ja. Aber bitte mit Augenmaß!
Man müßte die "three strike"-Regel nur richtig anwenden. Ich sähe nicht das geringste Problem dabei wenn es ein Gesetz gäbe in dem steht dass es auf das dritte Gewaltverbrechen zwingend zehn Jahre Knast gibt. Damit bekäme man schon mal ein paar tausend Intensivtäter von der Straße, die nach dreimal schwerer Körperverletzung, zwei versuchten Vergewaltigungen und einmal schwerem Raub noch auf freiem Fuß sind. Ja. sowas gibt es!
Dass man einen Drogensüchtigen nach zwei Ladendiebstählen und einmal Drogenbesitz lebenslänglich ensperrt ist selbstredend totaler Quatsch! Da gebe ich Ihnen recht.

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themistokles 17.05.2019, 09:57
277.

Zitat von terzpanagiotis
De facto sind die hochkriminellen orientalischen Clans Staat im Staate. Sie verfügen über kein demokratisches Rechtsbewusstsein und infolgedessen respektieren sie nicht Regeln und Gesetze. Sie stellen außerdem die Integrationsunwilligkeit par excellence dar.Sie sind eigentlich ein Krebsgeschwür am Körper der Gesellschaft. Es bedarf daher einer radikalen chirurgischen Operation. Die falsch verstandene Toleranz von naiven Politikern hat offensichtlich zu einem starken Masochismus und bei den Clans zu erhöhter Dreistigkeit geführt. Panos Terz
Wissen Sie... Man könnte wesentlich konstruktiver an das Thema rangehen, wenn man es als das bezeichnen würde, was es ist: ORGANISIERTE Kriminalität, völlig unabhängig von der Nationalität bzw. Ethnie. Erinnert sich noch jemand an die Kiezkriege in Hamburg? Oder heute die Rockerkriege? Rechte Gemeinschaften in Ostdeutschland, die ganze Gemeinden in ihrer Gewalt halten (und das ist wörtlich gemeint)? Allen diesen Dingen ist gemein, dass Gewalt und hierachrische Strukturen vorherrschend sind und das Umfeld in Geiselhaft genommen wird. Denn all das, was Sie schreiben, gilt auch 1:1 für die von mir genannten Beispiele. Vollgepumpte Testosteron- Machos mit wenig Hirn aber dafür umso lauter Klappe.

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blueberry1968 17.05.2019, 09:59
278. Afd Sprech

Ach Herr Fleischhauer,
Nun zeigen Sie also mal wieder ihr wahres Gesicht, nämlich der AFD in die Karten spielen. Billiger Versuch.

Ihr AFD Sprech wird hier keiner vermissen.

Viel Spaß beim Focus.

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emil7685 17.05.2019, 10:08
279.

Zitat von Max Strammer
…sinken die Kriminalitätsraten. Daran ändert auch das sicher existente Problem der Clankriminalität nichts. Aber indem man die Problembereiche breit darstellt, erhält man das Bedrohungsgefühl bei den Leuten.
Als einer von den vielen Millionen Deutschen, die dummerweise genau in diesen "Problembereichen" wohnen interessiert mich dieses beschwichtigende Gerede von (angeblich) sinkenden Kriminalitätsraten weniger als überhaupt nicht. So leid es mir auch tut. Diese geschönten "Statistiken" machen mich noch wütender als es die offen zur Schau getragene Kriminalität in meiner Stadt tut.

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