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Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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eunegin 16.05.2019, 17:45
20. In Berlin, gleich nebenan.

Meine Familie lebt in einer vernünftigen Ecke von Berlin, in unserem Haus lebt der klassische berufstätige Mittelstand. Einige Häuser weiter wohnen Clanmitglieder. Die Protzautos (goldfarbener Bentley; Maserati, Mercedes GT etc. - alle weit über 100.000 Euro) der jungen Männer mit Tagesfreizeit rasen durch die Straßen, parken überall, dominieren die Gegend. Einige wohnen in einem kleineren Wohnblock, der staatlich gefördert wird. Offensichtlich wird Unterstützung nebenbei eben mitgenommen. Niemand interveniert, niemand sieht nach, woher das Geld kommt, wir sehen kein Änderung. Im Gegenteil, es wird mehr! Die Kinder aus diesem Milieu bewundern diese Typen. Das sind Parallelstrukturen, unsere Gesetze und Regeln des Zusammenlebens zählen nicht. Wir haben kein gutes Gefühl und fühlen uns allein gelassen und z.T. bedroht. Wir versuchen, unseren Kindern unsere Werte mitzugeben: Bildung, Achtung und Respekt vor Regeln. Einem kleinen Jungen gefällt der Bentley trotzdem besser als der Familien-Passat, der ehrlich erarbeitet wurde.

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patrick.ashton 16.05.2019, 17:48
21. Three Strike Law

Das Three Strike Law in den Staaten der USA hat erheblich dazu beigetragen, dass die Vereinigten Staaten die größte Zahl an Gefangenen in der Welt hat. Viele Staaten haben so große Probleme, dass sie große Justizreformen durchgeführt haben oder planen diese durchzuführen, welche unter anderem das Three Strike Law abschafft oder stark schwächt. Viele Gefangene die nach einem Gefängisaufenthalt in die Gesellschaft zurückkehren machen dort weiter wo sie aufgehört haben oder haben noch einiges im Gefängnis hinzu gelernt. Es kann stark bezweifelt werden, dass das Konzept eines Three Strike Law bei kriminellen Clanfamilien hilft. Die Organized Crime Verfolung in den USA haben sich jedoch als effektiv herausgestellt. Vielleicht wäre das ein Ansatz auch in Deutschland?

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holger123!!! 16.05.2019, 17:48
22. Gleichgültigkeit hier und da

So wie Heiko Maas von Gleichgültigkeit als größtem Feind des Antisemitismus spricht ist es nun jedermann klar, dass der Berliner Senat (und NRW) in eben diesem Maße gleichgültig gegenüber organisierter Kriminalität waren und sind ! Abwählen bitte !

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HeinzLambertus 16.05.2019, 17:48
23. Ja

ein sehr guter Artikel. Dieses Bandenmitglied kann einem Schrecken einflössen, das ist ja aber auch gewollt.

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r.voelckel 16.05.2019, 17:49
24. Wie bitte

Herr Fleischhauer geht. Bitte nicht. Der Einzige, der sachgerechte Kolumnen schreibt

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krautrockfreak 16.05.2019, 17:50
25. So endet das halt, wenn man Jahrzehnte zuschaut, wie sich das

entwickelt und immer sagt "so schlimm ist es ja noch nicht". Und das macht man so lange, bis jedem noch so ignoranten Menschen klar sein muss, dass da doch sehr viel schief gelaufen ist. Ist immer dasselbe - Missstände werden nicht klar erkannt und benannt, man eiert rum und verliert wertvolle Zeit.
Und doch, es bedarf harter Strafen und dem Willen, diese auch durchzusetzen. Sonst muss man sich nicht wundern, wenn es bei den nächsten Wahler noch weiter nach rechts geht...

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sober 16.05.2019, 17:50
26.

Fleischhauer kann es nicht lassen: Am Ende schafft er es immer wieder, den Grünen und der SPD einen einzuschenken. Aber das staatliche Versagen bei der Bekämpfung von Clan-Kriminalität in Berlin zieht sich, wie der Kolumnist ja selbst schreibt, über Jahrzehnte. Da gab es auch genügend CDU-Innensenatoren. Auch die Unterstellung, dass die deutsche Nachbarschaft wenigstens CDU (oder AfD?) wählt, ist peinlich flach. Als Betroffener würde ich mir diese Vereinnahmung verbieten. Indirekt strickt Fleischhauer am Mythos des Straftäters, der ja gerne die Nazi-Keule schwingt (bzw. von seinem Anwalt schwingen lässt, der den terrorisierten Nachbarn rotzfrech Ausländerfeindlichkeit unterstellt).

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jinroh 16.05.2019, 17:51
27. Dachte ich es mir doch

Als ich den Artikel las hatte ich nicht nach dem Autor gesehen, aber nach dem lesen war mir klar, es kann nur Herr Fleischhauer sein, der letzte in der Spiegelredaktion der sich nicht dem Mainstream Denken anpasst, der es in Kauf nimmt für das absetzen der Rosaroten Brille beschimpft zu werden....siehe Klimahysterie..und der sieht wohin das führt! Denn alle die die AfD beschimpfen, unterszützen sie fast immer mit falsch verstandener Tolleranz...habe ich absichtlich mit 2 L geschrieben!!

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Jasro 16.05.2019, 17:52
28. Ganz genau!

Der inzwischen verstorbene Heiner Geißler hat ja immer wieder gesagt, Deutschland solle sich als Einwanderungsland die USA zum Vorbild nehmen, also ein Einwanderungsland wie die USA werden. *Dann* aber auch bitte überall und konsequent, mit aller entsprechenden Härte, wie sie in den USA bei der Polizei, bei der Justiz und in der Gesellschaft üblich ist.

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Horst Scharrn 16.05.2019, 17:52
29.

Ich hab die Spiegel Doku zu dem Thema gesehen. Darin wird erwähnt, dass das im Artikel genannte Subjekt in Deutschland nur geduldet ist. Was ich nicht verstehe, ist wieso diese Person, die schon massig Straftaten begangen hat nicht abgeschoben/ausgewiesen wird.
Und was das Thema zu dem Terror im Haus angeht, dafür gibt es bereits die passenden Gesetze und die passenden Gerichtsurteile. Wenn Mieter/Eigentümer den Hausfrieden massiv stören, was hier ja wohl offensichtlich der Fall ist, dann kann denen das Wohneigentum entzogen werden und die aus dem Haus geschmissen werden.
Man muss die bestehenden Gesetze nur konsequent anwenden, dann wird man so Störenfriede auch schnell los.
In dem konkreten Fall hiesse das: Herr Osman und seine Familie fliegen aus der Wohnung raus und werden abgeschoben.

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