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Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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peter.braun1@gmx.ch 17.05.2019, 11:46
320. Nicht nur mehr Polizei

Zitat von quark2@mailinator.com
So wie bei der Bahn, der Post, der Telekom, etc. ist es auch bei der Polizei ein Resourcenproblem. Das kann man nicht durch härtere Strafen lösen (eher im Gegenteil) und man kann es auch nicht durch immer mehr Überwachungsstaat lösen (das vergiftet die Gesellschaft im Kern). Wir brauchen mehr und bessere Polizisten und entsprechend besser bezahlte Polizisten. Dieses "3 strike law" hat dumme Konsequenzen, denn wenn jemand da bei seinem dritten kleinen Diebstahl ertappt wird, kann er motiviert sein, schwere Körperverletzung oder Schlimmeres zu begehen, nur um nicht überführt zu werden. Stattet die Polizei mit mehr Resourcen aus. Naja und dann sorgt natürlich die zweistellige Millionenzahl an Menschen mit sehr niedrigem Einkommen auch dafür, daß es genug Nährboden gibt. Der Sozialstaat der alten Bundesrepublik war besser.
Neben deutlich zu wenig Polizei, ist das grössere Problem in Deutschland, der aus unerfindlichen Gründen weitverbreitete Unwille der JUSTIZ, glasklar durchzugreifen und sich nicht auf der Nase herumtanzen zu lassen. Bei manchen Urteilen und richterlichen Entscheidungen könnte man meinen, Justiz und Täter stecken unter einer Decke. Anders ist Vieles nicht zu erklären. Übrigens: Vor einigen Wochen war ein seltsamer Grünen-Abgeordneter des Landtages aus (ich glaube NRW) bei Plasberg in Hart aber fair. Der hat doch glatt bestritten, das es "Clankriminalität" überhaupt gibt. Das sei alles nur Verläumdung usw. Da bleibt einem glatt der Mund offen stehen...

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emil7685 17.05.2019, 11:47
321.

Zitat von downloaddude
(...) Der 2. ganz wesentlich Punkt ist das Geld. Hier gibt es ja offenbar schon erste Erfolge. Nicht nur, dass dieses Clan-Volk auch noch Stütze kassiert, sie verdienen mit kriminellen Handlungen irrsinnig Geld, welches dann logischerweise am Finanzamt vorbeigeführt wird. Dort muss man ansetzen, denn wenn man den Bubis ihr Spielzeug (Bentley etc.) wegnimmt, gehen sie vielleicht freiwillig woanders hin.
Das wird nach hinten losgehen. Die Bentleys des Clan-Volks sind auf Strohmänner angemeldet und das Geld mit denen die bezahlt werden ist durch die Spielhallen, Auto-Aufbereitungs-Buden und Imbissbuden der Verwandschaft gewaschen. Leidtragende von dem ganzen wären wie immer die normalen und unbescholtenen Leute die von ihrem Opa ein paar Goldbarren und etwas Bargeld geschenkt bekommen und damit eine Einbauküche für die Familie kaufen wollen.

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goggo64 17.05.2019, 11:53
322. Stimmt nicht

"Es ist seltsam: Wir gehen brutal gegen jeden vor, der ins Land will."

Der Witz des Jahres. In Wahrheit kontrollieren wir doch nichtmal, wer ins Land kommt. Wir schützen unsere Grenzen nicht und legen auch keinen Wert auf Identitätsfeststellung, denn wir lassen immer noch Migranten ohne Papiere ins Land.
Wenn Fleischhauer das ernsthaft brutal findet, dann sind ihm die Maßstäbe abhanden gekommen.

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emil7685 17.05.2019, 12:00
323.

Zitat von Margaretefan
(...) All das ist übelstes BILD-Niveau und passt nun wirklich besser in den Focus. Ein schönes Restleben, lieber Herr Fleischhauer und vergessen Sie bitte nicht Ihre Fans mitzunehmen! Danke :-)
Genau. "Fans mitnehmen". Dann kann man das Kapitel "SPON, das Internetportal/-Forum für Erwachsene" endgültig abschließen und diesen Internetauftritt den Trollen, Pöblern, naßforschen Studentenjünglingen und Links-Ideologen überlassen. Schade drum, aber ist wohl nicht zu vermeiden und scheint von Verantwortlichen und Moderatoren wohl explizit so gewollt zu sein.

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peter.braun1@gmx.ch 17.05.2019, 12:14
324. Es würde vieles gwehen...

Zitat von Justitia
Doch, eines ist hinzuzufügen: Clan-Mitglieder, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, sollten umgehend als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung mit einer Einreisesperre ausgewiesen werden und zwar völlig unabhängig von ihrem bisherigen Aufenthaltstatus, ihrer Aufenthaltsdauer sowie ihrer persönlichen Bindung an Ehepartner und Kinder. Einbürgerungen von Clan-Mitgliedern sollten alleine mit dem Hinweis auf ihre Beziehungen zum Clan abgelehnt werden können und bereits erfolgte Einbürgerungen aufgehoben werden können und zwar alles mit der Begründung der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.
Heute ist nicht die Frage, KANN man etwas tun. Der Mensch kann heute fast alles. Die Frage ist immer, WILL man etwas tun, um ein Problem lösen. Leider ist dieser Wille sehr oft nicht vorhanden. Und das trifft auf viele Bereiche zu. Es gibt ständig Ausreden und Scheinargumente. Was den Rechtsstaat betrifft, so sollten mal alle bereits vorhandenen Möglichkeiten ausnutzen und wo nötig den gesetzlichen Rahmen ergänzen.

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ernstrobert 17.05.2019, 12:25
325. legales und legitimes Vorgehen

Zitat von Margaretefan
...die Kommentare zur geistigen Brandstiftung lese, beschleicht mich das ungute Gefühl, dass wir langsam aber sicher auf der Zielgeraden einbiegen, damit's pünktlich zum 100-Jährigen 2033 wieder von vorn losgehen kann. Nun sind's die vornehmlich muslimischen Parallelgesellschaften, denen man den Gar ausmachen muss. Die Polizei soll mehr Kompetenzen erhalten. Mehr Personal, möglich kostengünstig, auch. Knüppelnde Hilfspolizisten, den erst draufhauen und dann fragen, da geht dann einem echten Deutschen das Herz auf. Dass leider die Polizei gern ihre Inkompetenz unter den Teppich kehrt, kommt hier weder dem Kolumnisten noch seinwr hier kommentierenden Fangemeinde in den Sinn. Erinnert euch mal an die Ermittlungen bei den NSU-Morden. Peinlich ist verharmlosend ausgedrückt. Aktuell neht gern die Kindesmissbrauchsfälle in Ostwestfalen. Super Polizeiarbeit. Und denen wollt ihr echt mehr Befugnisse einräumen? Sorry, ich fass' es einfach nicht, wie wenig die düstere Geschichte euch gelehrt hat...
Sehen Sie, genau dies sollte man nicht tun: Kriminalitätsbekämpfung und Geschichtsbewältigung in einen Topf schmeißen und vermengen.
So wie ich bei Letzterem Ihnen voll zustimme, muss ich völlig unabhängig davon doch die Defizite bei Ersterem deutlich benennen!
Da ist in über 20 Jahren einfach schludrig gearbeitet, nachlässig oder auch naiv gehandelt worden, angesichts einer Tätergruppe, die vielleicht so noch nicht bekannt war und irgendwie harmlos schien, mit Familien, Frauen und Kindern mittendrin als 'Schutzschilde'. Die moralische Keule, irgendwie diffus und mit willkürlichen Ausschlägen, mag einige BeamtInnen auch verunsichert haben. Aber ihr Handeln muss sowohl legal als auch legitim sein, ohne multikulturelle Abstriche und moralische Boni.Da gibt es doch nichts zu beschönigen! im Nacken

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rennflosse 17.05.2019, 12:30
326. Aus Rennen wird Mord

Das Problem der Clan - Kriminalität ist das Problem des Versagen des Rechtsstaates. Bzw. ist die Waage der Justizia inzwischen von bedenklicher Schieflage.

Da sind die einen: zumeist relativ untadelige gesetzestreue Bürger, die beim Anblick einer Gruppe Polizisten oder bei der Verkehrskontrolle noch zusammenzucken und ihr Gewissen überprüfen. Das sind die Dummen.

Wer indes ein genügendes Ausmaß an krimineller Energie besitzt, kann in Berlin tun und lassen, was er will. Dabei ist die Zugehörigkeit zu einer großen kriminellen Familie hilfreich, aber nicht Bedingung.

Wenn die Justiz den Willen dazu aufbringt, dann kann sie Erstaunliches leisten: So wird aus grob fahrlässiger Körperverletzung auch mal ein Mord, wenn die Volksseele kocht und der politische Wille dazu vorhanden ist.

Bei der Bekämpfung der Clan - Kriminalität ist der politische Wille aber nicht vorhanden und Volkes Stimme nicht laut genug. Es reicht nur für ein paar mediale Paukenschläge. Das Problem an der Substanz wird niemals gelöst werden. Die Justiz wacht immer mal kurz auf, wenn wieder eine besonders große Goldmünze geklaut wurde, oder der Innensenator ein Gesicht in die Kameras halten will.
Ansonsten ist Berlin ein rechtsfreier Raum.

P.S. Im Görlitzer Park werden neuerdings Markierungen angebracht, wo Straftäter sich aufhalten sollen; ähnlich den Raucherzonen auf Fernbahnhöfen. Das sagt doch alles.

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rwachsmu 17.05.2019, 12:40
327. Danke für die Kritik

Zitat von Ossi Ostborn2.0
Leute wie sie sind am Erstarken solcher eindimensionaler Populisten wie der AFD mindestens nicht ganz unschuldig. Der Herr Fleischhauer hat eine Frage gestellt und "fabuliert" nicht jenseits der Verfassung. Er stellt einen Sachverhalt dar und seine Gedanken dazu. Wo ist das Problem? Was ist daran "rechts"? Es ist schon erstaunlich mit wie wenig kognitiver Leistung einige Foristen sich hier anmassen, anderen mangelnde Intelligenz oder "rechtes" Gedankengut zu unterstellen. Kommt mal runter von Euren hohen Rössern und betrachtet Euch mal ohne Eure selbstverliebte Überheblichkeit. Wie sagt man heute so schön-hässlich: Macht Euch mal ehrlich!
Allein, ich weiß nicht, was sie jetzt kritisieren oder, ob sie etwas zur Sache sagen wollen.

Herr Fleischhauer schreibt hier zur Einführung des three strike law, in einem Zusammenhang, in dem dieses Argument völlig deplaziert ist.

Was ich im Ernst von solch Geschreibsel halte kann ich ob der Nettiquette nicht schreiben. Also mach Sie sich mal ehrlich.

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HeisseLuft 17.05.2019, 12:41
328. Kein Witz

Zitat von goggo64
"Es ist seltsam: Wir gehen brutal gegen jeden vor, der ins Land will." Der Witz des Jahres. In Wahrheit kontrollieren wir doch nichtmal, wer ins Land kommt. Wir schützen unsere Grenzen nicht und legen auch keinen Wert auf Identitätsfeststellung, denn wir lassen immer noch Migranten ohne Papiere ins Land. Wenn Fleischhauer das ernsthaft brutal findet, dann sind ihm die Maßstäbe abhanden gekommen.
Leider kein Witz. Nicht die Behandlung von Flüchtlingen an unserer Grenze ist gemeint, sondern dass wir die Belastung eiskalt auf andere Länder abschieben.

So etwa auf Griechenland:
https://www.handelsblatt.com/politik...Ba6tSnXQeP-ap2
Nein, das ist nicht die taz, sondern das Handelsblatt. Und ja, das ist beschämend für Europa. Und auch für Deutschland, das sich jahrzehntelang einen schlanken Fuß gemacht hat, weil für die EU-Außengrenzen ja andere Länder zuständig sind.

"Es ist seltsam: Wir gehen brutal gegen jeden vor, der ins Land will. Wer die Berichte aus den Lagern am Mittelmeer liest, die wir dulden, um Flüchtlinge fernzuhalten, den muss das Schaudern packen. Aber kaum ist jemand im Land, schalten wir auf eine Nachsicht um, die an Apathie grenzt."

Doch, die beiden Sätze kann ich unterschreiben.

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moritz27 17.05.2019, 12:47
329. Gute Idee, Herr Fleischhauer.

Ich kann mich noch gut zurückerinnern. Die Lage in New York musste damals erst vollkommen unertäglich werden, bevor man dort auf die erfolgreiche Idee kam, die Wiederholungsverbrecher wegzusperren, um die anständigen Menschen dauerhaft zu schützen.

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