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Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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minimalmaxi 16.05.2019, 17:53
30. Nr. 2 quark2@mailinator.com

Härtere und konsequentere Strafen sind absolut notwendig. Was nutzen mehr Resourcen, wenn die Rechtssprechung auf lau macht und die Verbrecher nach wenigen Stunden oder Tagen wieder auf freiem Fruß sind. Ihre verharmosenden Beispiele sind auch nicht geeignet, das Clan-Problem zu beschreiben.
"28 Einträge im Bundeszentralregister wegen Beleidigung, Körperverletzung und artverwandter Delikte sollten reichen." Von mir aus auch für lebenlänglich!

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pierrotlalune 16.05.2019, 17:58
31.

Zitat von quark2@mailinator.com
So wie bei der Bahn, der Post, der Telekom, etc. ist es auch bei der Polizei ein Resourcenproblem. Das kann man nicht durch härtere Strafen lösen (eher im Gegenteil) und man kann es auch nicht durch immer mehr Überwachungsstaat lösen (das vergiftet die Gesellschaft im Kern). Wir brauchen mehr und bessere Polizisten und entsprechend besser bezahlte Polizisten. Dieses "3 strike law" hat dumme Konsequenzen, denn wenn jemand da bei seinem dritten kleinen Diebstahl ertappt wird, kann er motiviert sein, schwere Körperverletzung oder Schlimmeres zu begehen, nur um nicht überführt zu werden. Stattet die Polizei mit mehr Resourcen aus. Naja und dann sorgt natürlich die zweistellige Millionenzahl an Menschen mit sehr niedrigem Einkommen auch dafür, daß es genug Nährboden gibt. Der Sozialstaat der alten Bundesrepublik war besser.
Ich weiß nicht was mehr Polizisten effektiv bringen würden, wenn von der Gegenüberseite keinerlei Achtung und Respekt gegenüber unsere Gesellschaft vorliegt, sondern sich deren bedient, ausnutzt und auch brachialer Gewalt anwendet. All dies auslacht weil er weiß dass er nichts zu befürchten hat. Was sind denn bessere Polizisten, kann nur im Umkehrschluss heißen, dass die Schule nicht gut war, oder die jetzigen nicht so gut sind. Was eher gebraucht wird, wären Gesetze und deren Durchführung die ein solches Verhalten und den gibt es zuhauf von klein bis Großclan unschmackhaft macht. Und es ist doch tatsächlich zum erbrechen, wenn ich darüber nachdenke, dass es hier für z.B. Führerscheinentzug bei 2 malige Geschwindigkeitsüberschreitung gibt, wo dabei niemanden zu Schaden gekommen ist, die Folgen für den Menschen, der vielleicht nur zur Arbeit wollte, davon schwerwiegend sein können, er braucht danach nicht mehr zur Arbeit zu fahren. Bei dem im Artikel beschriebenen Verhalten, der kauft sich danach ein neues Auto und fährt hupend an der Polizeiwache vorbei.
Leider ist diese Art von den anderen zeigen wollen, was Güte ist, gänzlich daneben gegangen. Den kleinen Finger geben, die Hand abgehackt. So ist es einfach. Leider.
Ich sage immer gerne, das eigene Volk klein halten, die Dunstwohlstandsklogge hier ist alles prima, wir haben alles im Griff, jahrzehntelange Fehlpolitik in eigentlich fast allen Bereichen.
Denke gerade an die angebliche Griechenlandrettung, auch da wurden letztendlich auf einer anderen Ebene, nämlich Staatsrelevant, clampolitik auf den Bürger abgestoßen. Na das würde zu weit führen.

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widower+2 16.05.2019, 17:58
32. RICO Act

Wenn man sich unbedingt die USA zum Vorbild nehmen will, wäre der Der Rico Act wohl wesentlich sinnvoller zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität als diese unsinnige Three Strikes Rule, nach der schon mehrfache Ladendiebe zu lebenslänglich verurteilt werden können.

Der RICO Act hätte allerdings die unangenehme Nebenwirkung, dass danach auch Leute verurteilt werden könnten, die Fleischhauer wohl lieber nicht verurteilt sähe. Zum Beispiel VW-Manager, Banker oder auch FIFA-Funktionäre. US-Strafverfolgungsbehörden betrachten den internationalen Fußballverband FIFA zum Beispiel als korrupte Organisation im Sinne des RICO Act.

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vera gehlkiel 16.05.2019, 18:01
33.

Die eine Frage ist, was Amerika uns voraus haben soll, ausser maßlos überfüllte Knaeste, die noch mehr Gewalt hervorbringen. Die andere Frage ist, wieso es immer um einzelne auffällige Muskelprotze und deren Anhang geht, wo die wirklichen hunderte Milliarden Schwarzgeld ganz unauffällig über Wohnungs- und Straßenbaubeteiligungen, die Schweiz und die einschlägigen "Steuerparadise" aus Deutschland verschwinden. Warum gerade die Freunde durchgreifender Rechtsstaatlichkeit von CDU und FDP, die in NRW jetzt das Sagen haben, das Anti- Schwarzgeld- Programm der Rot- Grünen Vorgänger, trotz weltweiter Beachtung und Belobigung, ersatzlos gestrichen haben. Es weiß jede/r Kommissar*in aus der Provinz, dass A & O der Bekämpfung organisierter Kriminalität die konsequente Trockenlegung von Geldfluessen und Sammelbecken zum Geldwaschen ist. Niemand könnte dies besser, als ein europäischer Finanzminister...aber keine Idee wird namentlich von Wertkonservativen entschiedener angefeindet

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gedankenzu 16.05.2019, 18:02
34. Schade, dass Fleischhauer geht, schade, dass Osman bleibt

Die brutale Entwicklung des Clan-Unwesens in Berlin ist Jahrzehnte alt. Das Wegducken von Politik, Polizei und Gerichten ist genau so alt. Das Sympathisieren weiter Bereiche der Medien mit dem schlaffen Rechtsstaat ist noch älter.
Aber wir können sicher sein, dass dies Unwesen so bleibt, denn schon in den Grundschulen dieser Millionenstadt beherrschen schwarzgelockte Buben die Schulhöfe und führen die Schulordnung ad absurdum. Und für reichlich "osmanischen" Nachwuchs ist gesorgt. Damit werden zweifelhafte Berliner Traditionen fortgeführt.
Gut was Fleischhauer schreibt, gut dass der Spiegel endlich mal nicht mehr blind auf diesem Auge ist, gut dass Reul in NRW aufräumt. Das hat nichts mit Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit zu tun, das ist nichts als legitime Notwehr, gegen eine früher ungekannte importierte Brutalität, gegen die hoffentlich noch nicht zu spät angegangen wird. Ein Blick in den Berliner Jugendknast oder nach Tegel zeigt, wie schlimm die Ausländerkriminalität heute in dieser Stadt ist.

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Justitia 16.05.2019, 18:02
35.

Zitat von vandertheken
Nicht viel hinzuzufügen.
Doch, eines ist hinzuzufügen: Clan-Mitglieder, die keine deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, sollten umgehend als Mitglieder einer kriminellen Vereinigung mit einer Einreisesperre ausgewiesen werden und zwar völlig unabhängig von ihrem bisherigen Aufenthaltstatus, ihrer Aufenthaltsdauer sowie ihrer persönlichen Bindung an Ehepartner und Kinder. Einbürgerungen von Clan-Mitgliedern sollten alleine mit dem Hinweis auf ihre Beziehungen zum Clan abgelehnt werden können und bereits erfolgte Einbürgerungen aufgehoben werden können und zwar alles mit der Begründung der Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung.

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sozialismusfürreiche 16.05.2019, 18:05
36. three strikes?

Ohje. In den USA sind die Gefängnisse randvoll, mehr als überbelegt. In Zeltstädten sind dort Gefangene untergebracht. Wieviel %-nochmal der US-Amerikanischen Bevölkerung ist in Gefängnissen derzeit untergebracht? 5% der Weltbevölkerung sind Amerikaner. 25% der weltweiten Gefängnissinsassen sind Amerikaner. Also jeder 4 Gefängnisinsasse ist US-Amerikaner.
Stand 2013 gab es in den USA 2,2 Millionen Gefängnisinsassen. Das sind 2,2% der Bevölkerung im straffähigen Alter (das teils und lokal mit 7 Jahren beginnt), die entweder im Gefängnis sind, auf Bewährung oder zur Haftaussetzung.


ICH will solche Gefängniss-Zustände nicht in Deutschland, Hr. Fleischhauer. Ich will kein 3-Strikes. Das bringt nichts wie man in den USA sieht.

Was ich will sind viele Leute in den Ermittlungsbehörden, bei den Staatsanwaltschaften und in den Gerichten. Ich möchte das Prozesse zeitnah gemacht werden.

Ich war 2x in meinem Leben als Zeuge vor Gericht. 1x habe ich beobachtet wie eine größere Gruppe eine Person aus einer Gruppe von 3 dermaßen zusammengeschlagen haben, dass dieser bewusstlos liegen blieb und am Ende hat er noch 4-5 Tritte gegen die Seite und Kopf bekommen. Und die Polizei, die über der U-Bahn-Station ihre Wache hatte geschlagene 10-12 Minuten brauchte, um aufzutauchen. Bis dahin waren alle über die Berge.

Das andere Mal ähnlich. Die Polizei brauchte ebenfalls 10-12 Minuten, um 200 Meter um die Ecke zurückzulegen. Nur dieses Mal stand ich zusammen mit einem anderen als Streitschlichter zwischen 2 aufgepumpten die einen Afrikaner KO treten wollten. Das Verwickeln in das Gespräch und schlichten hatte lange Zeit super geklappt, nur kam und kam die Polizei nicht. Als sie sich dann doch mit tatü-tata ankündigte und die Aggressoren ihre letzte Chance sahen setzten sie an uns vorbei und haben den Afrikaner doch noch zusammengeschlagen und ebenfalls am Boden liegend gegen die Seite und Kopf getreten.

Ich habe SOOO einen Hals auf die Polizei deswegen.

Aber noch trauriger. Es dauerte 9 Monate bis zur Gerichtsverhandlung. Es war schon schwierig genug in der Streßsituation den Überblick zu behalten, geschweige denn wer was getan und gesagt hatte. Oder gar die Gesichter zu merken zur Identifikation. Man gibt das eine bei der Polizei zu Protokoll und 9 Monate später ist alles weg und man gibt vor Gericht einen Stuss wieder.

Das Hr. Fleischhauer ist das Problem. Und nichts Anderes!

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velbart 16.05.2019, 18:06
37. Das

was Sie fordern, dass nach der dritten Straftat automatisch ein harte Strafe folgt, nennt sich hier Sicherungsverwahrung, die genau in solchen Fällen greifen sollte. Es fehlt nur an den Rahmenbedingungen. Disziplinieren wollen, hat auch etwas mit der eigenen Disziplin zu tun. Die Compliance des Staates, im Sinne einer größer werdenden Rechtsdynamik zu Gunsten des Beschuldigten, wird eindeutig als Schwäche gesehen und bewusst und vorsätzlich erweitert; Tag für Tag. Diese kapazitive Nachsicht, höhlt unseren Rechtsstaat aus, macht ihn angreifbar.

Es stellt sich die Frage, ob die Verursacher gewillt und einsichtig sind, dies adäquat wahrzunehmen und zu korrigieren, bevor sich eine neue Gewalt etabliert hat.

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ditor 16.05.2019, 18:06
38. Kultursensitiv

Zitat von anders_denker
Es ist, gerade unter zugezogenen Mitbürgern, durchaus auch der Wunsch zu hören das man nicht nach Deutschen Gesetzen durchgreift, sondern ruhig die der Herkunftsländer als Maßstab nimmt.
In anderen Bereichen net man soetwas "kultursensitiv".
Wonei die magelnde Eskalation des Strafmaßes in D kein spezifisches Clankriminalitätsproblem ist.
Einfach mal an einem Ort mit Gericht für die einfachereren Fälle die Berichte über Urteile verfolgen. Da bekommen Gewohnheitskriminelle mit ellelangem Vorstrafenregister, anderen anhängigen Verfahren, laufenden Bewährungen etc. regelmäßig "einen letzen Warnschuss", "kommen nochmal mit bleuem Auge davon", "eine Bewährung mit Bauchschmerzen" usw.

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sven2016 16.05.2019, 18:06
39. Anmerkung:

Mit der Three Strikes rule werden in USA Straftäter für eine fast beliebige Tat eingesperrt.

Die Kriminalitätsrate, Rückfallwahrscheinlichkeit und die Schwere der Verbrechen sind allerdings dort wesentlich höher als in Deutschland.

Woran misst man hier den Erfolg dieser Maßnahme?

Gegen schnelle(!) Verurteilung von Gewalt- und Bandenverbrechern dürfte niemand etwas einzuwenden haben, nur muss man das nachweisen und persönlich zuordnen können.

Dann gerne auch nach der ersten Gewalttat ins Gefängnis und ggf. abschieben. Sofortiger Eigentumsentzug ist auch sinnvoll.

Allerdings sehen Lösungen für die sozialen Brennpunkte anders aus.

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