Forum: Politik
Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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luny 17.05.2019, 22:43
460. Freie Wahl

Zitat von isegrim der erste
Für die ersten zwei schlechten Kolumnen die gelbe Karte, für die dritte die rote. So fällt das, was Herr Fleischhauer hier fordert, auf ihn selbst zurück. Welch ein Glück, dass ich den Focus nie lese!
Hallo Isegrim der erste,

niemand zwingt Sie, die Kolumnen von Jan Fleischhauer auf SpOn zu lesen oder zu kommentieren.

Mit anderen Mitforisten teile ich die Befürchtung, daß sich mit Jan Fleischhauer ein Kommentator verabschiedet, der noch die Fahne der Konservativen gegen den Mainstream hoch hielt.

Ziel erreicht, SpOn vertritt eine politisch korrekte Einheitsmeinung und wird nur noch von deren Anhängern gelesen und kommentiert.

Glückwunsch.

LUNY

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pecos 17.05.2019, 23:00
461. Ach wissen Sie,

Zitat von Schartin Mulz
über DIesel haben wir ja nun schon lange diskustiert. Während das Clan-Thema leider jahrzehntelang aus der Öffentlichkeit gehalten wurde.
"wir" haben vielleicht über Diesel diskutiert, aber nicht über die kriminellen Clanstrukturen, die dahinter stehen. Wurden jemals die Familien der Grossanteilseigner mit dem Dieselverbrechen in Verbindung gebracht? Nö.
Es ist immer wieder verblüffend, wie ein Beitrag gedreht werden soll. Da schreibe ich, dass NEBEN den von Fleischhauer behandelten kriminellen Clans AUCH die Autoverbrechermafia als kriminelle Grossclans behandelt werden sollen, und ihr Beitrag tut so, als ob ich ausschliesslich über Diesel reden wollte.

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colinchapman 17.05.2019, 23:18
462. so gut ich die Three-Strikes-Regel finde, aber

sie löst das Kardinalproblem nicht: Der Unterhalt von Gefängnissen wird aus Geldern von öffentlichen Händen finanziert, und das bedeutet immer auch Mangelverwaltung. In unseren Gefängnissen können mangels Platz heute ja noch nicht einmal mehr all die Haftstrafen angetreten werden, die heute ausgesprochen werden.

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Havel Pavel 17.05.2019, 23:45
463. Zuviele Straftäter sind ein Übel für das Land

Zitat von colinchapman
sie löst das Kardinalproblem nicht: Der Unterhalt von Gefängnissen wird aus Geldern von öffentlichen Händen finanziert, und das bedeutet immer auch Mangelverwaltung. In unseren Gefängnissen können mangels Platz heute ja noch nicht einmal mehr all die Haftstrafen angetreten werden, die heute ausgesprochen werden.
Na das dürfte sich ja künftig wohl von selbst lösen, da die Straftaten laut Regierungsaussagen deutlich zurückgegangen sind und das obwohl man aufgrund ständig zu lesender Strafttatbestände eher das Gegenteil vermuten würde und an der Objektivität der Statistik so seine Zweifel hegen könnte. Aber schliesslich hat eine Regierung wohl immer recht. Und ob die Belegung der Haftanstalten zurückgehen wird kann man ja wohl kaum türken.

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hansa_vor 17.05.2019, 23:47
464.

Zitat von Margaretefan
...die Kommentare zur geistigen Brandstiftung lese, beschleicht mich das ungute Gefühl, dass wir langsam aber sicher auf der Zielgeraden einbiegen, damit's pünktlich zum 100-Jährigen 2033 wieder von vorn losgehen kann. Nun sind's die vornehmlich muslimischen Parallelgesellschaften, denen man den Gar ausmachen muss. Die Polizei soll mehr Kompetenzen erhalten. Mehr Personal, möglich kostengünstig, auch. Knüppelnde Hilfspolizisten, den erst draufhauen und dann fragen, da geht dann einem echten Deutschen das Herz auf. Dass leider die Polizei gern ihre Inkompetenz unter den Teppich kehrt, kommt hier weder dem Kolumnisten noch seinwr hier kommentierenden Fangemeinde in den Sinn. Erinnert euch mal an die Ermittlungen bei den NSU-Morden. Peinlich ist verharmlosend ausgedrückt. Aktuell neht gern die Kindesmissbrauchsfälle in Ostwestfalen. Super Polizeiarbeit. Und denen wollt ihr echt mehr Befugnisse einräumen? Sorry, ich fass' es einfach nicht, wie wenig die düstere Geschichte euch gelehrt hat...
Und welche Lösung schlagen sie vor um diese unzumutbaren Zustände für die anderen Bewohner zu beenden?

Zusammen "Klatschen und Tanzen"?

Wie immer wird von linker Seite gewarnt aber Lösungen oder wenigstens Ideen bleiben Fehlanzeige!

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Tacitus73 17.05.2019, 23:59
465. zum Beitrag von sans_words 427

Sie haben leider Recht. Deutschland ist das einzige europäische Land, in dem eine Vielzahl der Bürger Nationalstaatlichkeit und Souveränität aufzugeben bereit sind und damit wesentliche demokratische Einflussmöglichkeiten, die es auf supranationaler Ebene so nicht gibt. Diesen Ansatz versteht niemand um uns herum, nicht die Briten, nicht die Franzosen und auch nicht die Schweden, wie man u.a. Diskussionsrunden mit Pressevertretern aus diesen Ländern entnehmen konnte. Nirgendwo ist man übrigens gleichermaßen empört wie in Deutschland über Trumps "America first". Man sieht in Frankreich oder Schweden durchaus, dass damit nicht die Abschottung gegenüber der Welt gemeint sein kann und darf, man stößt sich aber nicht generell an dem Gedanken, dass Politiker als gewählte Vertreter in erster Linie die Interessen des eigenen Landes und seiner Bürger verfolgen. Ein Gedanke, der sich übrigens auch in Deutschland im Amtseid wiederfindet. Deutschland wird auch so ziemlich das einzige Land sein, in dem eine Masse auf einer Demo hinter Schildern herrennt, auf denen zu lesen ist "Deutschland verrecke!" oder "Deutschland, du mieses Stück Sch...". Man stelle sich Gleiches mal in Großbritannien oder Frankreich oder Italien vor- unmöglich! Leider ist es Fakt: ein kleiner Teil unserer Bevölkerung denkt so hasserfüllt über Deutschland, der größere Teil steht dem gleichgültig gegenüber (was geht mich das an?), und diejenigen, die das auch nur ansatzweise kritisieren, werden mit rechten Nationalisten in einen Topf geworfen. Das Schlimme ist dabei der weitgehende Verlust des gesunden Menschenverstandes und die scheinbar wieder zum Vorschein kommende Anfälligkeit für Ideologien. Diesmal sind es der Kosmopolitismus und der no border-Gedanke- um jeden Preis.

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isar56 18.05.2019, 02:01
466.

Zitat von pecos
"wir" haben vielleicht über Diesel diskutiert, aber nicht über die kriminellen Clanstrukturen, die dahinter stehen. Wurden jemals die Familien der Grossanteilseigner mit dem Dieselverbrechen in Verbindung gebracht? Nö. Es ist immer wieder verblüffend, wie ein Beitrag gedreht werden soll. Da schreibe ich, dass NEBEN den von Fleischhauer behandelten kriminellen Clans AUCH die Autoverbrechermafia als kriminelle Grossclans behandelt werden sollen, und ihr Beitrag tut so, als ob ich ausschliesslich über Diesel reden wollte.
Wie war nochmal das Thema des Artikels von Fleischhauer? Unter Anderen habe auch ich mich in anderen Berichten zu diesem ganz anderen Anliegen längst über die Dieselmafia geäußert.

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bobelle 18.05.2019, 02:40
467. 450. Zweifelturm

Da haben Sie sehr schöne Zitate ausgewählt. Sprachlich, inhaltlich, einfach toll. Ich lese Fischer sehr gerne. Aber so wie es dort steht, beweist es im konkreten Fall das Gegenteil. Wenden wir es an: 1. „Strafjustiz hat die Aufgabe Rechtsfrieden herzustellen“ (scheint ja bei Osman nicht zu klappen. Er wird auch nicht als Subjekt oder Objekt, sondern garnicht behandelt) 2. „Die meisten Menschen stehen morgens auf und möchten nicht besonders ungerecht sein“ (hier ist es anders. Osman steht morgens auf und schmiedet Pläne, um an dem Tag ganz besonders ungerecht zu seiner Umgebung zu sein) Also müssten wir einer Meinung sein, dass der Rechtsstaat sich in dem Fall mal aufgelöst hat. Optimistisch kann man nur sein, wenn es Randerscheinungen bleiben. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Welcher Senf war nun daneben?

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spon_4_me 18.05.2019, 07:26
468. @ luny, havelpavel & wahrsager26:

Hut ab. Da tun sich drei Großforisten zusammen, um, vom Einzelfall, den Herr Fleischhauer aufnimmt, über die Clan-Analyse weiterschreitend, endlich zur Klage über die unhaltbaren Zustände bei Einwanderung, Migration und Asyl zu gelangen (was Ihnen irgendwie alles nahe beieinander zu sein scheint), kulminierend in der Jereminade aller auf medialen Kissen aus digitalen Fenster schauenden aufrechten Leser: Die Politik, die tut ja nichts; die urbanen Eliten, die sehen das nicht; wehe uns! Wenn das so weitergeht, ist die AfD bald stärkste Partei. Etc ad infinitum. Zu dieser Haltung gäbe es meinerseits Einiges zu sagen, was Ihre Bedenken und Kritik angeht auch viel Zustimmendes. Aber machen Sie mir doch gelegentlich die Freude, folgendes zu skizzieren: Wie sähe denn in Ihren Augen ein vernünftiger Umgang mit Migration, Einwanderung, Asyl aus? Mit Parallelgesellschaften meinen Sie vermeintlich Gruppen, die von den bei uns überwiegend herrschenden Werten abweichende haben. Oder sind es Gruppen, die unsere Werte verachten? Je nachdem: Wie soll Ihres Erachtens mit denen umgegangen werden? Welchen Anteil ihrer Arbeit sollten Polizei und Gerichte für die Auflösung solcher eingewanderter paralleler Strukturen aufwenden? 10%? 30%? Es kommt darauf an? Möchten Sie, dass - wie in den USA post-9/11 - die der Sicherheit unseres Vaterlands dienenden Kräfte aufgestockt werden oder ist es ok, wenn dann halt weniger Parksünder aufgeschrieben und Handtaschendiebe verfolgt werden, weil die Polizei Parallelstrukturen beackert? Ich würde so gern und ehrlichen Herzens einmal über konkrete Vorschläge reden, denn das Thema ist wichtig.

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cherrylady 18.05.2019, 07:55
469.

Ihr Ruf nach "law and order" ist viel zu kurz gedacht. Scheinbar einfache Lösungen für komplexe Probleme kommt von Populisten und nimmt seinen Gegenüber - uns Leser - nicht ernst.

Wie unsäglich (und nutzlos) "three strikes law" ist, können Sie in den vollen Knästen und den tausendfachen zerstörten Existenzen in den USA betrachten.

Zu schreiben, dass die betroffenen Bürger sicher nicht Grüne, SPD oder Linke wählen würden, ist eine Unterstellung und impliziert insbesondere, dass diese Parteien nicht in der Lage wären, für Recht und Ordnung zu sorgen.
Ich darf daran erinnern, dass nicht zuletzt Berlin Jahre und Jahrzehnte CDU-regiert war.

Last not least: Gut, dass Sie nicht mehr beim Spiegel sein werden. Ihre Beiträge wurden im Laufe der Jahre immer öfter homophob, frauenfeindlich und/oder rechtslastig. Wenn ich sowas bräuchte, würde ich nicht den Spiegel abonniert haben und lesen. Ich werde Ihre Beiträge nicht vermissen.

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