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Kriminelle Großfamilien: Wie lange wollen wir noch zusehen?
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In den USA gibt es das "three strikes law": Bei der dritten Verurteilung erhält jeder Delinquent automatisch eine schwerere Strafe. Wäre das ein Modell, um mit der Clan-Kriminalität fertig zu werden?

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redwed11 19.05.2019, 19:11
500.

Zitat von kratzdistel
es sind nunmal ihre laienhaften bewertungen.es kann solche fälle bei allen strafverfahren geben und nicht nur bei Clans.die Verweigerung der aussage ist nunmal ein recht des beschuldigten auch muss der beschuldigte nicht die Wahrheit sagen. bei der akteneinsicht ist in der regel die zeugenanschrift aus der akte zu erfahren. wer sich gefährdet sieht, kann hierzu die angaben verweigern, muss das aber begründen. vor gericht gilt der grundfsatz der Mündlichkeit. da sehen sich alle prozessbeteiligten wieder vor der tür des gerichtssaales wieder oder der angerklagte wird aus der u-haft vorgeführt.nur wer. auf zeuge einwirken will oder eingewirkt hat, begründet den verdacht der verdunkelungsgefahr das ist ein haftgrund. zudem ist es auch strafbar.es wird nur viel schlimmer für den angeklagten. dann gibt es noch zeugenschutzprogramme. bisher ist es kein Problem in Deutschland..redwed dann ist die Erhebung der anklage vor der Gerichtsverhandlung. die spielchen finden erfahrungsgemäß aber erst in der Hauptverhandlung statt.wsoher wollen denn dfie statistiker wissen, dass es soviele Straftaten durch clan Mitglieder geben soll. dann müsste die Polizei alle in flagranti festgenommen haben, wenn eine mauer des schweigens herrschen soll ?
Entschuldigung, aber ich halte Ihre Ausführungen im Zusammenhang mit der Clankriminalität für naiv. Alles was Sie beschrieben haben entspricht den Vorschriften der StPO. Aber wie bei allen anderen Gesetzen halten sich diese Leute nicht daran. Gesetze interessieren nicht in diesen Kreisen. Diese Clans bestehen aus mehren hundert Familienangehörigen und da muss nicht der Beschuldigte gegenüber Zeugen aktiv werden, da gibt es ausreichend Cousins die die versteckten Drohungen übernehmen. Gehen Sie einmal zu Verhandlungen gegen Clanmitglieder, da werden Sie dann sehen wie groß diese Familien sind. Wie sonst kann es bei einem Oberhaupt eines Berliner Clans, eines gewissen Abu Chakar, sein, dass 30 Verfahren eröffnet wurden aber keines zur Verurteilung führte, da die Zeugen bei jeder der 30 Verhandlung einen ganz schlimmen Gedächtnisverlust hatte. Ich jedenfalls glaube nicht an solche Zufälle. Auch glaube ich nicht an das krasse Versagen der Strafverfolgungsbehörden in solchen Fällen. Natürlich ist es äußerst schwer das zu beweisen, aber daher meine Meinung, hier werden die Grenzen unseres Rechtssystems, welches durch diese Leute mit Hilfe der Anwälte ausgehebelt wird, deutlich aufgezeigt.
Übrigens habe ich nie das Zeugnisverweigerungsrecht des Beschuldigten in Frage gestellt. Der Gedächtnisverlust betraf ausschließlich die vorgeladenen Zeugen und diese haben kein Zeugnisverweigerungsrecht, nein, die haben kompletten Gedächtnisverlust.

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heinz k 19.05.2019, 19:21
501. Zweimal zu schnell - Wiederholungstäter

Zitat von ernstrobert
Wenn Ihnen das passiert ist, haben Sie mein Mitgefühl. Meine Punktzahl war auch schon mal bedrohlich hoch. Hatte auch mit beruflichem Druck zu tun. Aber das interessiert in diesem Fall niemanden. Umso ärgerlicher. Andererseits: schon nach 3 mal? Da müssen Sie aber ordentlich zu schnell gefahren sein! Das sollte man dann aber doch vermeiden! Aber die '3 strikes regel' findet sich im deutschen Strafrecht auf viel subtilere Weise: Wer nicht vorbestraft ist, hat einen Bonus, der wegfällt, wenn er sich nicht bessert oder rückfällig wird. Das müsste vielleicht etwas deutlicher angewendet werden, damit es definitiv erzieherisch wirken kann!
Schon wer zweimal hintereinander zu schnell fährt verliert seinen Führerschein.
Allerdings muß man gerechterweise sagen , das auch ein nach Strafverbüssung entlassener Mörder bei einem erneuten Mord in der Regel nicht mehr frei kommt !
Beruhigend , oder ?

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heinz k 19.05.2019, 19:28
502. Gerade weil er so klug ist ..

Zitat von citizen01
Allerdings ist er hier als Kolumnist unterwegs und da gelten nun mal andere, freiere Maßstäbe, die er auch nutzt. Bestreiten Sie Logik, Häme, und Satire in seinen Beiträgen? Manch einer gäbe vielleicht noch ein Riesenpaket Arroganz hinzu.
komme ich mir manchmal wie bei einer Treibjagd vor , als Wild nicht als Jäger oder Treiber !
Auf der einen Seite die Rechten , die gerade in Sachen mangelnder staatlicher Durchsetzungsfähigkeit durchaus Recht haben , bei denen man aber würde man sie wählen den Bock zum Gärtner machen würde , klar .
Auf der anderen Seite aber die vielen Lieben , die auch im schlimmsten Ganoven noch den guten Kern finden und bei denen man den Eindruck hat , sie legten es darauf an uns den erstgenannten in die Arme zu treiben .

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Hans-Hermann K. 19.05.2019, 21:32
503. Und was nuetzt

es uns, dass Herr Fleischhauer nun geht und einen uns passenden und auf den Punkt kommenden Kommentar schreibt ? Nichts!!!!! Waere Herr Fleischhauer, SPON und die weiteren medialen Kollegen einmal frueher aufgewacht und haetten anstaendig zeitiger angefangen einmal ueber diese Clans zu recherieren, um die Bevoelkerung und unsere Entscheider oeffentlich auf ein wachsendes Problem aufmerksam zu machen, waere uns allen mehr geholfen! Und jetzt, wo das Kind wieder in den Brunnen gefallen ist, ist sein Kommentar in meinen Augen, sorry, aber nur Lamento! In meiner Jugendzeit war *Der Spiegel* ein Wochenblatt, dass Biss hatte und man gerne las; aber heute ist alles gleichgeschaltet und *bocklos*! Das ist jedenfalls mein Eindruck und der macht traurig, was aus unserem Zeitungswesen geworden ist !!!

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kratzdistel 20.05.2019, 10:57
504.

Zitat von redwed11
Entschuldigung, aber ich halte Ihre Ausführungen im Zusammenhang mit der Clankriminalität für naiv. Alles was Sie beschrieben haben entspricht den Vorschriften der StPO. Aber wie bei allen anderen Gesetzen halten sich diese Leute nicht daran. Gesetze interessieren nicht in diesen Kreisen. Diese Clans bestehen aus mehren hundert Familienangehörigen und da muss nicht der Beschuldigte gegenüber Zeugen aktiv werden, da gibt es ausreichend Cousins die die versteckten Drohungen übernehmen. Gehen Sie einmal zu Verhandlungen gegen Clanmitglieder, da werden Sie dann sehen wie groß diese Familien sind. Wie sonst kann es bei einem Oberhaupt eines Berliner Clans, eines gewissen Abu Chakar, sein, dass 30 Verfahren eröffnet wurden aber keines zur Verurteilung führte, da die Zeugen bei jeder der 30 Verhandlung einen ganz schlimmen Gedächtnisverlust hatte. Ich jedenfalls glaube nicht an solche Zufälle. Auch glaube ich nicht an das krasse Versagen der Strafverfolgungsbehörden in solchen Fällen. Natürlich ist es äußerst schwer das zu beweisen, aber daher meine Meinung, hier werden die Grenzen unseres Rechtssystems, welches durch diese Leute mit Hilfe der Anwälte ausgehebelt wird, deutlich aufgezeigt. Übrigens habe ich nie das Zeugnisverweigerungsrecht des Beschuldigten in Frage gestellt. Der Gedächtnisverlust betraf ausschließlich die vorgeladenen Zeugen und diese haben kein Zeugnisverweigerungsrecht, nein, die haben kompletten Gedächtnisverlust.
ich hinterfrage alles kritisch. Thomas Fischer ist kompetenter Jurist. er sieht alles mehr deliktisch und nicht nach gefühl. ich habe dazu aus dem Lagebild des lka zur clankriminalität eine Stellungnahme des IM Reul beigefügt. es fehlen leider wesentliche angaben über: wie oft u-haft angeordnet worden ist, anzahl der verfahrenseinstellungen und anzahl der anklagen und Verurteilungen. deshalb sind sein letzten vier sätze als voreilige kritk an der polizei zu verstehen.
übrigens der alzheimer der zeugen kann auch darauf zurückzuführen sein, dass es sich meist um milieustraftaten handelt, wo meist jeder dreck am stecken hat.
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/kriminalitaet-neue-vorschlaege-fuer-den-kampf-gegen-parallelgesellschaften-a-1264622.html
"Insgesamt zählen die Spezialisten des LKA 104 Clans, deren Mitglieder in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2016 bis 2018 auffällig geworden sind. Das Lagebild weist 6.449 Tatverdächtige
aus, denen 14.225 Straftaten zuzuordnen sind. Auch 26 versuchte und vollendete Tötungsdelikte konnte die Polizei Clanmitgliedern zuordnen. „Jahrelang wurden die Hinweise der Bürger, aber auch aus Polizeikreisen zu diesem Problem geflissentlich ignoriert. Ob aus falsch verstandener politischer Korrektheit oder weil man der Auffassung war, dass nicht sein kann, was nicht sein darf. Damit ist nun endlich Schluss. Bei uns gilt nicht das Gesetz des Clans, sondern das Gesetz des Staates“, so Reul. "

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Kampfgeist 20.05.2019, 14:02
505. Nicht schwer...

Eine kriminelle Bande geht immer dort hin, wo es für sie am Bequemsten ist.
Und das bedeutet, dass da viel zu holen sein muss, wenig Gegenwehr zu erwarten ist und Polizei und Justiz nicht besonders streng sind.
Umso bequemer es dort ist, umso selbstsicherer, dreister kann man auftreten.
Wer wie ein Pharao Gold und Geschmeide und Luxuskarossen und Sklavinnen offen vor sich herträgt, hat es sogar SEHR bequem. Er verhöhnt offen Einheimische, Justiz und Polizei.
Das tut er aber, weil er es kann. Weil man ihn lässt.
Ja. Eine strengere Strafverfolgung und härtere Strafen würden das Ganze unbequemer werden lassen.

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mostly_harmless 20.05.2019, 14:23
506.

Zitat von kratzdistel
in den USA ist es gerade umgekehrt wie sie es darstellen. in vielen wohnsiedlungen gibt es keine zäune, Autos werden nicht immer abgeschlossen. [...]. die amerikaner sind disziplinierter wie wir und halten sich an ihre gesetze. hohe Geschwindigkeiten erhöhen das unfallrisiko und vor allem die oft schweren Unfallfolgen.wir haben eine sehr gut ausgebildete Polizei heute meist mit Bachelor. bei uns in der Stadt mit knapp 3OO.000 E findet diese Kriminalität nicht statt [..]d
in der realen Welt leben viele Millionen US-Bürger in "gated communities", etwas das hierzulande weitgehend unbekannt ist. Die Zahl der gated communities nimmt ständig zu, in Kalifornien sind 40% der Neubauten gated communities

https://en.wikipedia.org/wiki/Gated_community

Die Anzahl der Verkehrstoten pro Einwohner ist in den USA wesentlich höher als in Deutschland, ca 2x so hoch

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_Verkehrstoten

Und beinahe nirgendwo sind die Anforderungen, wie man Polizist werden kann, so niedrig wie in den USA

http://classifieds.usatoday.com/blog/careers/8-requirements-become-police-officer/

Die Kriminalität ist in beinahe jeder größeren Stadt der USA wesentlich höher als hierzulande in den Kriminalitäts-Hochburgen Berlin und Frankfurt

https://www.spiegel.de/spiegel/gewaltkriminalitaet-wie-sicher-ist-deutschland-a-1206327.html

Oder anders gesagt: Sie solltenden abstrusen Tweets Ihres Präsidenten deutlich weniger vertrauen

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kratzdistel 20.05.2019, 18:48
507. ganz so ist es nicht

St. Louis hat mit die meiste Kriminalität auf der welt und überwiegend in St. Louis East. und trotzdem lebt man sicherer in der Metropolregion als hier. man meidet das verrufene viertel mit einer hohen innenwohnenden Kriminalität. in der region st. louis liegt die kleinstadt belleville, da ist Friedhofsruhe und da gibt keine zäune.sie übersehen, dass die amerikaner mit die höchste anzahl verhafteter auf der welt hat.hat. wer auffällt, ist gleich in u-haft. da die USA eine streng förderalistische polizeiorganisation haben, gibt es keinen hierarchischen behördenaufbau. Bundespolizei, kommunale polizei arbeiten eigenständig parallel nach art des deliktes. darunter leidet auch die statistische Erfassung. die cops bzw. policeofficer sind währernd ihrer gesamten Dienstzeit meist immer auf streife , geschrieben wird das protokoll im auto sie haben auch viele kontrolldelikte mit drogensüchtigen an verrufenen orten.das erhöht nunmal die fallzahlen.
sie können sich auch bei der Polizei dort bewerben und müssen kein Amerikaner sein. die basisausbildung dauert ungefähr 3 Monate. trotzdem arbeitet die Polizei sehr wirkungsvoll auch konspirativ mit modernsten geräten.es gibt nicht den Datenschutz. da kann keiner seine umgebung einschüchtern wie hier, da ist er weg vom fenster. für die bundestraßen ist wieder die statepolice und in den kommunen und counties die örtliche Polizei des bürgermeisters oder des sheriffs zuständig. warum es dort mehr unfalltode gibt ist mir nicht bekannt. sie sehen dort tagsüber selten schwere unfälle.dort gibt es auch nicht das Notarzt System wie hier. der verletzte wird dort so schnell wie möglich in die klinik gebracht, weil da eine bessere Versorgung stattfinden kann.
millionen Amerikaner und Kanadier, die snowbirds , ziehen zur winterzeit nach Florida auch Kalifornier. dann stehen ihre häuser leer. das ist wohl der hauptgrund für die zunsahme überwachter wohnsiedlungen. aus ihren letzten satz ist zu schließen, dass sie noch nie in den USA waren. wenn sie Ffm. und Berlin anführen, dort müssen sie vor allem beim einkaufen oder im bus oder fußgängerzone auf die geldbörse aufpassen und drüben nicht. einbrecher laufen Gefahr, dass sie beim versuch eines einbruchs in Notwehr erschossen werden. jeder amerikaner hat das recht auf eine Gerichtsverfahren mit einer Jury. diese entscheidet ob schuldig oder nicht und nicht der richter. der bestimmt nur das Strafmaß. dann wissen sie auch, warum selten ein Schuldspruch für den schützen erfolgt.

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mike.mendez 20.05.2019, 19:11
508. Was soll man dazu sagen..

alle wissen doch wer was macht. Vieles ist dokumentiert. Niemanden interessiert es. Die Justiz ist zu lasch, das System voller (bekannter) Schlupflöcher, am Schluss bezahlt der hartarbeitende Bürger. Es war so, es ist so und es wird immer so bleiben. Denn unser System oder die Justiz ändern sich nicht. Vielleicht im nächsten Jahrhundert.

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w.k.heisenberg 21.05.2019, 08:53
509. Es menschelt allenthalben ...

Zitat von spon_4_me # 479: „... Mich stört auch Steuerbetrug und Protzerei und stumpfer Machismo, weswegen ich so wenige echte Freunde unter Bankern, Unternehmensberatern und Besitzern von Sonnenstudios habe.“

Sehr geehrter spon_4_me, als regelmäßiger Leser bestimmter Kolumnen, zu denen natürlich die von Thomas Fischer aber auch die von Jan Fleischhauer zählen (bzw. gezählt hat, was ich im Hinblick auf Meinungsvielfalt in diesem Medium bedaure) schätze ich auch die Kommentare mancher Foristen. Insbesondere auch Ihre Beiträge zeichnen sich m. E. in der Regel dadurch aus, dass sie gut formuliert, sachkundig und wertschätzend sind - es gibt nicht viele Foristen, die sich im Wortgeplänkel mit TF auch nur annähernd auf Augenhöhe bewegen können. Allerdings hat mich das o.a. Zitat aus einem ihrer letzten Beiträge in diesem Forum ziemlich irritiert. Es macht aus meiner Sicht prinzipiell wenig Unterschied, ob ein Mensch andere Menschen als Flüchtlinge, Hartz4-Empfänger oder Clan-Kriminelle einfach aufgrund der Zugehörigkeit zu einer abgrenzbaren Gruppe stigmatisiert oder ob Menschen, die sich selbst für gebildet, weltoffen und tolerant halten, aufgrund eines moralischen Überlegenheitsgefühls Banker und Unternehmensberater ganz allgemein als Steuerbetrüger und Angeber titulieren.

Vielleicht kann man es aber auch so wenden: wir alle haben unsere blinden Flecken und sind nicht frei von Vorurteilen. Daher ist es so wichtig ergebnisoffen aufeinander zuzugehen und die Position des anderen nicht sofort zu diskreditieren - weder als „braun“ noch als „links-grün-verwirft“ oder was man sonst so an Stigmata regelmäßig in vielen Beiträgen lesen muss.

Machen Sie bitte in diesem Sinne weiter, die Foren brauchen Teilnehmer wie Sie.

Mit freundlichen Grüßen!

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