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Krise in Afrika: Uno schickt mehr Blauhelme in den Südsudan
REUTERS

Die Gewalt im Südsudan eskaliert. Jetzt hat der Uno-Sicherheitsrat eine deutliche Aufstockung der Friedenstruppen beschlossen. Einstimmig verabschiedete das Gremium eine entsprechende Resolution. Die 7000 Soldaten bekommen Verstärkung durch 5500 weitere Blauhelme.

Michi2010 24.12.2013, 22:30
1. Und was ...

machen die Herren da dort? Unsere Gewissen beruhigen?
Wie wäre es mal die Nachricht an die Herren Kontrahenten vor Ort ... Wer zuerst schiesst bekommt richtig eins auf´s Dach. Jegliche Gewalt gegen Zivilpersonen wird sofort und unnachsichtig geahndet ... anders kapieren die das nicht.

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mulan2255 25.12.2013, 00:06
2. Pro und contra

Einerseits geschieht, von wem auch immer gesteuert und gefördert, bereits ein neuer Genozid, so dass die Menschen dort in akuter Gefahr sind und gerettet werden müssen - aber mich beschleicht das Gefühl, dass die recht schnellen und ungewöhnlich auch massiven militärischen Maßnahmen pp. nicht nur wegen der Menschen geschieht. Im Südsudan sind bekanntlich beträchtlich Ölvorkommen. ...

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Fleetenkieker 25.12.2013, 00:21
3. Noch mehr Soldaten der UNO in den Sudan?

Das bisher dort stationierte Kontingent verschlingt jährlich mehr als 800 Millionen US-$. Erreicht hat die UNMISS bislang absolut nichts, wie jetzt zu sehen ist. Mit der Aufstockung der Einheiten werden die Kosten auf mehr als 1,5 Milliarden steigen, und es wird sich wiederum nichts in diesem Land ändern. Wäre dieses Geld nicht besser in die dringend erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen des Landes investiert?

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mona2 25.12.2013, 00:33
4. das eigentliche Thema

das eigentliche Thema dieses 'Konfliktes' wurde wieder politisch korrekt umschifft. Kein Wort, wer gemordet wird und wer der Aggressor ist. Wer genauer informiert ist, weiss das die weltweit grössten Friedensstifter dabei sind den renitenten Ungläubigen den 'Frieden' zu bringen. Die Blauhelme dürfen wohlwollend zuschauen ansonsten wartet die Peitsche oder gleich der Baukran....

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UdoL 25.12.2013, 02:17
5.

Zitat von sysop
Die 7000 Soldaten bekommen Verstärkung durch 5500 weitere Blauhelme.

Eine fünfstellige Anzahl von Soldaten und Polizisten kann max. ein paar wichtige Orte sichern. Dagegen könnte auch ein Millionenheer aus deutschen, britischen und französischen Soldaten den Leuten dort nicht beibringen, dass alle im Interesse eines handlungsfähigen Staatswesens irgendwie zusammenwirken müssen und Waffengewalt dort absolut nichts zu suchen hat. Das müssen sie selbst merken.

Ich würde nicht jeden Einsatz als "Blauhelm" ablehnen, aber diesen schon.

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Streifenkarl 25.12.2013, 04:56
6. optional

5500 weitere, völlig nutzlose Soldaten ohne irgendwelche Befugnisse oder Handlungsspielraum, die man zudem noch versorgen muss.
Das bringt das Land nach vorne

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Beat Adler 25.12.2013, 10:38
7. Mit den Schultern zucken und Wegsehen ist einfach. Etwas tun ist schwierig.

Zitat von Streifenkarl
5500 weitere, völlig nutzlose Soldaten ohne irgendwelche Befugnisse oder Handlungsspielraum, die man zudem noch versorgen muss. Das bringt das Land nach vorne
Mit den Schultern zucken und Wegsehen ist einfach. Etwas tun ist IMMER schwierig.

1994 sind in Ruanda zwei Ethnien, Hutu und Tutsi, wie Furien aufeinander losgegangen. Es wurde Weggesehen. Resultat 800'000 Massakrierte.

Im Suedsudan scheint sich wiederum ein ethnischer Konflik zwischen den Dinka und den Lou anzubahnen. Diesmal wird NICHT weggesehn.

Allerdings ist es schwierig fuer jede Art von Eingreifen, wenn Teile der llokalen Armee die eine Seite und andere Teile der Armee die andere Seite unterstuetzen. Es ist nicht moeglich mit UNO Kampftruppen, mit sogenanntem robustem Mandat, gleich beide Teile der Armee zu bekaempfen. Was moeglich ist, und das wird getan, mit UNO Blauhelmsoldaten, ist der Zivilbevoelkerung, welche vor den Kaempfen flieht zu helfen und sie in Aufnahmelagern zu schuetzen. Sie sind dadurch nicht hilflos wildgewordenen Schergen ausgeliefert. Mehr ist in einem kurzen Zeitraum nicht moeglich.

Suedsudan mit einer Flaeche von 640'000 km2 (Deutschland: 357'000 km2), welche landwirtschaftlich nutzbar ist, ohne Winter(!), mit einer geringen Bevoelkerung von nur 10 Millionen Einwohnern, kommt nur unter 3 Bedingungen vorwaerts:

1. Relativer Frieden zwischen den Ethnien und mit (Nord)Sudan.

2. Fertigstellung der Erdoelpipeline, Eisenbahn und Strasse via Kenia an den indischen Ozean, das heute groesste Infrastruktirprojekt Afrikas,

und

3. Investitionen in die Landwirtschaft, so wie von chinesischer Seite und Katar, etc. geplant.

Suedsudan alleine hat das landwirtschaftliche Potential saemtliche Einwohner Afrikas mit ausreichend Grundnahrungsmitteln zu versorgen.

Die Formel das aktuellen Konfliktes ist einfach:
Erdoel plus landwirtschaftliches Potential = Kampf um Geld und Einfluss.
mfG Beat

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