Forum: Politik
Krise auf der Krim: Bewaffnete ziehen von ukrainischer Militärbasis ab
REUTERS

Die Ukraine wirft moskautreuen Einheiten die Übernahme einer Kaserne vor: Russisch sprechende Uniformierte stürmten eine Militärbasis, zogen sich aber später wieder zurück. Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama fordern den Abzug russischer Soldaten von der Krim.

Seite 1 von 2
steinbock8 08.03.2014, 09:35
1. Ukraine

Wenn Herr Putin nach seiner Argumentation lautere Motive hätte bräuchte er nicht das Affentheater mit der fehlenden Kennzeichnung seiner Truppenteile jetzt da die parallympics laufen hat die Welt noch eine kleine Atempause diese kleine Auseinandersetzung mit der ukrainischen Kaserne war im Augenblick nur ein Testlauf wenn die sotschiveranstaltungen beendet sind dann geht es in der Ukraine sprich Krim erst richtig los vergessen wir dabei auch nicht den manipulierten aufgestachelten Volkszorn die ersten die darunter leiden müssen sind die Minderheiten zu ihnen gehören Vorallem die krimtataren sie haben berechtigter Weise durch ihre Geschichte große Angst vor den Russen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hubertrudnick1 08.03.2014, 10:32
2. Es sind nur Machtspiele

Zitat von sysop
Die Ukraine wirft moskautreuen Einheiten die Übernahme einer Kaserne vor: Russisch sprechende Uniformierte stürmten eine Militärbasis, zogen sich aber später wieder zurück. Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama fordern den Abzug russischer Soldaten von der Krim.
Es sind nur Machtspiele zwischen den Großmächten und das zu Lasten der ukrainischen Bevölkerung, wobei keiner der beiden Seiten eine ehrliche Antwort gibt.
Die Westmächte haben mit ihren Agenten versucht Tatsachen zu schaffen und Putin hält mit seinen Soldaten, die ohne Nationalitätenabzeichen auftreten und auch nur die Bevölkerung manipulieren.
Solange die paraolympischen Spiele laufen wird er alles auf kleiner Flammen köcheln lassen, danach wird er allerdings mit aller Macht seine Tatsachen schaffen.
Für mich sind beide Seiten unehrlich, sie denken gar nicht daran die Lebenssituation der Bevölkerung zu verbessern, sondern sie alle denken nur an ihre Interessen.
All die Medien betreiben hie ein unsagbares Spiel, sie hinterfragen diese Aktion erst gar nicht, sondern sie stehen unter der Regie ihrer Regierungen.
Der außenstehende Leser soll nicht die Wahrheit erfahren, man manipuliert wieder einmal die freie Meinung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
steffen_schmidt 08.03.2014, 10:41
3. Zeitspiel

Egal was jetzt in den nächsten Wochen passiert, wir werden die Zeche zahlen! Die Energiepreise weden steigen, unabhängig davon, ob es einen objektiven Grund gibt oder nicht. In der Ukraine wird sich nichts, aber auch gar nichts ändern für die "normalen kleinen" Leute dort, die sind jetzt schon zum Spielball geworden. Wir werden durch unsere parteiischen Medien für die Akzeptanz weiterer Belastungen weischgeklopft. Wer profitiert? Wenige. Im besten Fall, wechseln nur die Oligarchen in der Ukraine, die sich an ihrem Volk bereichern und die eigenen Taschen füllen. Wenn es dumm kommt, werden wieder einige Rüstungsindustrielle reich gemacht, das wäre für uns (das sind wir Deutschen genauso wie die Russen) dann noch teurer. Es ist zum heulen. Ich "liebe" unsere Demokratie, die das alles höchst legetimiert ermöglicht. Kein Mensch müßte auf dieser Welt verhungern, aber solange wir uns wie die Schafe von ein, zwei Hunden über die Weide treiben lassen, wird sich daran nichts ändern. Traurig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tinosaurus 08.03.2014, 11:37
4. schwach

Putin ist jetzt dabei, seine Großreich-Träume ohne Rücksicht auf Verluste zu verwirklichen. Oder er kalkuliert die westliche Reaktion kühl mit ein. Er weiß, dass hier Geld und Wirtschaft alle moralischen Bedenken übertreffen. Man zeigt sich entrüstet, aber das war es dann schon. So hat die westliche Demokratie immer noch die Meinungsfreiheit als Errungenschaft zu bieten, aber ansonsten herrscht Geld und Profitgier. Deshalb haben ein Putin oder Kim immer leichtes Spiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ichbinich123 08.03.2014, 11:46
5. Hetzjagd

Die einzigsten die hier anstacheln, sind die hiesigen Medien. Von Russischer Seite klingt es anders. Auch das Volk will keinen Krieg, denn man weiß noch ganz genau was es bedeutet. Nur werden hier mit fremder Hilfe zwei sich eigentlich sehr verbundene Länder gegeneinander angestachelt. Derjenige wem es nützt will nur die Bodenschätze, die Menschen, auch in der Ukraine interessieren Ihn nicht die Bohne. Noch ist es den Leuten auf beiden Seiten nicht klar geworden...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DonCarlos 08.03.2014, 12:06
6. Konsequenzen

Falls Putin wirklich die Krim annektiert kann das für Russland sehr heikel werden.
Zitat von steinbock8
Wenn Herr Putin nach seiner Argumentation lautere Motive hätte bräuchte er nicht das Affentheater mit der fehlenden Kennzeichnung seiner Truppenteile jetzt da die parallympics laufen hat die Welt noch eine kleine Atempause
Nach den Paralympics kommen im Jahr 2018 die Fußball-WM.
Auch könnten die Argumente die Putin heute benutzt ihm irgendwann selbst auf die Füße fallen. In weiten Teilen von Sibirien stellen die Russen nicht die Mehrheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 08.03.2014, 13:06
7. Sackgassen

Die Kraft der einseitigen Information hüben wie drüben führt dazu, dass Nationalismen wieder aufblühen und Putin in Russland gefeiert wird. Natürlich hat er das Völkerrecht gebrochen, wie auch der Westen in zahlreichen Beispielen der Vergangenheit. Wir stecken aber mitten drin in einem von jeweils geeigneter Propaganda befeuerten Schwarz-weiss Denken, das Bretter vor den Köpfen aller Beteiligten erzeugt. Es gibt hier nur noch Gute und Schurken auf der einen Seite und Schurken unnd Gute auf der anderen Seite - dazwischen nichts. Das spaltet und schafft Misstrauen und Hass für Jahrzehnte. Bei der Bildung der Überhangsregierung war es ein grosser Fehler, das kurz davor mit EU-Vermittlung getroffene Abkommen zur Stabilisierung der Ukraine schon am nächsten Tag nicht zu erfüllen. Die EU - und das war der nächste Fehler - nahm das schweigend hin. Sie hätte es verhindern können und wenigstens dafür sorgen müssen, das diese Übergangsregierung eine der nationalen Einheit mit angemessener Repräsentation der russischen Bevölkerung im Osten und auf der Krim wird. Stattdessen ist die Übergangsregierung durch Einbindung rechter Nationalisten eine der nationalen Spaltung geworden, denen die russischen Ukrainer nicht vertrauen können. Nur vor diesem Szenario ist es Putin möglich geworden, sich als Retter seiner Landsleute zu profilieren und die russischen Ukrainer auf der Krim und im Osten des Landes fest auf seine Seite zu ziehen. Das wird dadurch gefördert, dass in weiten Teilen der Ukraine nur russische Medien vorkommen und Mären verbreiten, die dort allmählich geglaubt werden: Angeblich droht rechtsnationale Unterdrückung von allem, was russisch ist, auf der Krim sind es nicht russische Soldaten, sondern Selbstverteidigungskräfte, usw. So wird das nichts mit der Einheit der Ukraine! Im Grossmachtgehabe von Russland und auch dem drohenden, aber militärisch machtlosen Westen gehen die wahren Interessen aller Ukrainer unter. Hier fahren alle Beteiligten nur noch in Sackgassen.
Die Kontaktgruppe könnte der erste Ansatz für eine Lösung sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Verändert 08.03.2014, 13:12
8. Tschetschenien

Zitat von DonCarlos
Falls Putin wirklich die Krim annektiert kann das für Russland sehr heikel werden. Nach den Paralympics kommen im Jahr 2018 die Fußball-WM. Auch könnten die Argumente die Putin heute benutzt ihm irgendwann selbst auf die Füße fallen. In weiten Teilen von Sibirien stellen die Russen nicht die Mehrheit.
In Tschetschenien sind die Russen auch nicht die Mehrheit, im Gegensatz zur Krim wird die Mehrheit der Tschetschenen dort aber blutig und brutal unterdrückt. Dort gibt es selbstverständlich keine Abstimmung. Die drückt der Friedensfürst nur in Nachbarländern durch um diese -oder Teile von ihnen- anschließend zu annektieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ghanima23 08.03.2014, 13:50
9.

Zitat von DonCarlos
Falls Putin wirklich die Krim annektiert kann das für Russland sehr heikel werden. Nach den Paralympics kommen im Jahr 2018 die Fußball-WM. Auch könnten die Argumente die Putin heute benutzt ihm irgendwann selbst auf die Füße fallen. In weiten Teilen von Sibirien stellen die Russen nicht die Mehrheit.
Das ist aber zu kurz gedacht. Das 'Argument' einer russischen Minderheit ist doch nur ein Vorwand um das Durchsetzen der Interessen Russlands hier zu rechtfertigen. Gebe es dort keine russische Minderheit, hätte man einen anderen Vorwand gefunden. Jeder der hier in diese Krise involviert ist, ist sich dessen auch bewusst.
Russland macht klar, das es seine Interessen notfalls mit Gewalt verteidigt. Und das fällt ihnen sicher auch in Sibirien nicht auf die Füsse. Im Gegenteil.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2