Forum: Politik
Krise der EU: Ach, Europa
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Im Flüchtlingsdrama ist keine Einigung in Sicht, die Eurokrise schwelt weiter, Rechtspopulisten gewinnen Wahlen, Großbritannien droht auszusteigen. Ist die EU zum Scheitern verurteilt?

Seite 23 von 49
kumi-ori 26.12.2015, 10:42
220.

Das mit der europäischen Union hätte vielleicht tatschlich funktionieren können, aber seit den Neunziger Jahren hat die EU im Vereinigungswahn viel zu viele unterentwickelte Länder mit rückständiger Gesinnung in viel zu kurzer Zeit aufgenommen. Wir haben zu viele bäuerlich geprägte Kleinstvölker mit einem tiefsitzenden Hass gegen alles Fremde und alle Nachbarvölker. Für diese Länder ist die EU nichts weiter als ein Rechtsanspruch auf Transferleistungen, von dem sie sich ein Leben ohne eigene Anstrengungen erhoffen ohne jedoch bereit zu sein, selbst Kompromisse einzugehen. Rechtsausleger wie Kaczinski und Orban sind da nur die Spitze des Eisbergs. Für diese Menschen bedeutet die EU nichts anderes, als der Wunsch nach einer regelmäßigen Überweisung des Hartz IV-Satzes aus Deutschland und wenigen anderen Ländern. Ich muss sagen, ich habe mit den syrischen Flüchtlingen weit weniger Bauchschmerzen als mit unseren östlichen Kontinentsgenossen.

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marcw 26.12.2015, 10:46
221.

Zitat von fuffel
und das waren Sie? Oder unsere Vorfahren? Wie weit zurück reicht das? Kann man das vererben? Wie ist das mit den ganzen Sklaven, Zwangsarbeitern, Enteigneten, haben deren Kinder auch Anrechte?[...]
Zivilisatorische Errungenschaften müssen jeden Tag aufs Neue aufrechterhalten werden, indem eine große Zahl der Menschen morgens aufsteht, bis abends einer produktiven Tätigkeit nachgeht und einen nicht zu knappen Teil ihrer Arbeitskraft in Form von Steuern der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Es braucht keine Woche der Untätigkeit, bis hier alles den Bach runter geht. Natürlich hat jeder, der dieses Hamsterrad der Zivilisation in Bewegung hält, auch Anrecht darauf, dass es nicht von seinen politischen Vertretern mutwillig gebremst wird. Wiege der Menschheit - Blödsinn.

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dirk1962 26.12.2015, 10:48
222. @diekleinefrau

Der Gedanke an sich ist richtig. Aber bitte keinen Kaiser, sondern eine gemeinsame Regierung für ganz Europa. Genau das war ja der Traum vieler Politiker. Aber das setzt eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Mitglieder voraus.

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nageleisen 26.12.2015, 10:48
223. So viele Unwahrheiten auf einmal

Zitat von fellmonster_betty
Es wurde geschaffen, um Deutschlands D-Mark, die Mitterant als Atombombe bezeichnete abzuschaffen und gleichzeitig Deutschland so weit wirtschaftlich zu schaden, damit sie nie wieder über ihre Nachbarn herfallen können. Dieses ist ja jetzt gelungen. Die EU fliegt auseinander und Deutschland zahlt die Zeche und wird sich nie wieder erholen. Und die fehlende Solidarität in der Flüchtlingverteilung gibt uns den Rest. Wohl dem, der nur in Dollar und schweizer Franken und Rohstoffen investiert ist.
Vielleicht können Sie ein paar Quellen für Ihre Behauptungen aufstellen.
Deutschland hat bisher am meisten von der EU / EURO profitiert und dominiert alle Entscheidungen innerhalb der EU.
http://www.focus.de/politik/deutschland/dominanz-und-fluechtlingspolitik-front-gegen-merkel-eu-regierungschefs-schiessen-sich-auf-die-kanzlerin-ein_id_5173524.html
http://www.sueddeutsche.de/politik/italiens-premier-renzi-europa-muss-laendern-dienen-nicht-nur-einem-1.2794136
Die wichtigsten Posten werden von den Deutschen besetzt.
http://politik-im-spiegel.de/unter-der-deutschen-rute-i-deutsche-dominanz-bei-ernennung-von-eu-fhrungspersonal/
Die Unternehmen anderer Länder wurden massenweise zum Spottpreis von der deutschen Industrie aufgekauft.
Und die Deutschen nehmen dann gerne ihre Paraderolle ein: die Opferrolle.
Diese EU sollte so schnell wie möglich abgewickelt werden.

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Luitpold Stanislaus 26.12.2015, 10:48
224. Warum funktioniert die Schweiz als Demokratie?

Zitat von beat126
... wie es sich die damaligen Eliten damals ausgedacht hatten. Gemeinsam, aber trotzdem in ihren Einheiten souverän und selbstbestimmend. Das geht aber auch nur dann, wenn die Aufgaben und die Finanzen dazu klar definiert sind. Dies fängt bei der Steuerhoheit an, die in der Schweiz auf allen Ebenen gegeben ist (Bund, Land, Kommune). Deutschland bringt dies nicht mal im eigenen Land zustande. Dazu kämen gemeinsame Entscheide, die nicht nur durch die Mehrheit der absoluten Stimmen, sondern auch durch die Mehrheit der Nationen gegeben wären (Stichwort: Zweikammerparlament). Dazu käme noch eine Gewaltenteilung von Exekutive, Legislative und Judikative, die selbst in Deutschland gar nicht vorhanden ist. Die europäische Kommission ist irgendwas zwischen Exekutive und Legislative und die Grenzen sind überhaupt nicht definiert. Die EU als politische Union kann gar nicht funktionieren. Als Wirtschaftsunion wäre sie handlungsfähig.
Weil die Schweizer ein Nationalstaat sind, deren Bürger sich als Bestandteil dieses Staates mit einer eigenen Identität betrachten. Es ist Heimat.

Im Gegensatz zu diesen "Volksheimen" der anderen europäischen Ländern, die nur dem vorübergehenden Aufenthalt ohne Identifikation der Menschen mit diesem "Heim" dienen.

Demokratie funktioniert eben nur mit denkenden Bürgern mit gutem Wissen und Aus-Bildung. Und nicht mit allen Hergelaufenen mit oft mehr als mässigem Bildungshintergrund.

Dagegen steht diese abgefuckte Veranstaltung von EU mit kaum vorhandener demokratische Legitimation, in der eine Politkaste nur noch die Menschen manipulieren will für ihre Gehirngespinste der absolutistischen Herrschaft. Denen schwebt dabei eher ein Staat wie Ozeanien in "1984" vor als eine Demokratie wie die Schweiz.

Rütlischwur nach Schiller:
"Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
in keiner Not uns trennen und Gefahr.
Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen."

Da ging es gegen die EU des Mittelalters, das feudalistische Reich der Habsburger.

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PH-sauer 26.12.2015, 10:52
225. Man kann über eine gesunde Mischung nachdenken

Zitat von deb2011
"- Festschreibung der parlamentarischen Demokratie" NEIN. Wenn überhaupt, dann bitte eine direkte Demokratie. Also eine Demokratie, die immer wieder ihre Bürger befragt, und eine Demokratie, in der das Volk Volksbegehren einbringen kann.
Man darf aber nicht vergessen, daß für eine direkte Demokratie unterschiedliche Mentalitätsfragen eine zentrale Rolle spielen. Das braucht ein bischen Zeit, wir brauchen keine zweite Totgeburt!

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Lektorat Berlin 26.12.2015, 10:58
226. Wenn der Wind Dich umzublasen droht ...

... bau eine Windmühle, lautet ein weiser holländischer Spruch.
Bezogen auf das mögliche "Scheitern" der EU:
Wo soll das Problem sein, wenn DIESE EU, so wie sie derzeit existiert, "scheitert"?
Ich halte das im Gegenteil für einen Gewinn, für eine Riesenchance, den Frieden in Europa zu sichern!
Nach dem "Scheitern" können sich dann nämlich DIEJENIGEN Staaten, die gleiche Werte und Interessen vertreten, zu einer neuen Europäischen Union, einer, die den Namen Union auch tatsächlich verdient, zusammenschließen. Ohne gemeinschaftliche Währung, selbstverständlich.
Und dann wären wir wieder bei so etwas ähnlichem wie der EG - und das war nicht das Schlechteste.
Die Wirtschaft würde jammern, klar, aber für die Menschen dieser Union wäre das Ganze ein Segen - und zwar AUCH für die der derzeitigen "Nehmerstaaten"...
Nur haben halt blöderweise MENSCHEN keinerlei Lobby, weder in Ds Parlamenten noch in den europäischen noch im Europaparlament.
Ich jedenfalls würde mich über dieses sogenannte "Scheitern" freuen. Eine saubere, faire, anständige Scheidung ist allemal besser als ein Rosenkrieg ohne Ende. Und wenn wir Europas Geschichte betrachten, ist es gar nicht mal so unwahrscheinlich, dass die Rosen dann irgenwann auch beiseite gelassen werden. Also: Lieber jetzt die Einsicht, dass diese EU in diesen Ausmaßen und sich radikal widersprechenden Wertvorstellungen halt nicht praktikiabel ist und ein sauberer Schnitt. Ging vorher ja auch und: ging vorher BESSER!

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turbomix 26.12.2015, 11:03
227.

Zitat von plietsch
Achherje. Seit ich Europapolitik intensiv verfolge, höre ich pausenlos, dass Europa am Ende sei. Vor über 25 Jahren war im Spiegel zu lesen: "Die Stärke der Mark brachte allerdings die anderen Europäer in zunehmende Abhängigkeit von den Deutschen. Das mißfiel vor allem den nationalstolzen Franzosen. Das Diktat von Frankfurt, heißt es in Paris, habe für Frankreich heute den Stellenwert, den das Diktat von Versailles einst für Deutschland hatte." (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13501660.html)
Stimmt. Seit ich denken kann, prophezeien uns die Medien das Ende Europas.

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Dubslav 26.12.2015, 11:09
228. Ministerpräsident Sobotka/Tschechien

Zitat:
Deutschland hat ein Signal ausgesandt, das in weiten Teilen des Nahen Ostens und Nordafrika zu hören und zu sehen war. Das hat zur illegalen Migration in Richtung Europa gereizt. Das lässt sich leider nicht leugnen.
Zitatende

Bohuslav Sobotka hat recht. Ich erinnere mich noch an das Interview mit Frau Merkel. "Glauben Sie ernsthaft dass ein Selfie und freundliche Worte die vielen Flüchtlinge nach Europa oder Deutschland inspirierte zu kommen?"

Natürlich war dies so und damit hat die Kanzlerin ohne Absprache mit den europäischen Kollegen, schon wie beim Atomausstieg- Fakten geschaffen, die zu großen Unstimmigkeiten führten.

Die Kanzlerin wird ja nicht nur von einem sondern im Grund von fast allen EU-Kollegen in Regierungsverantwortung kritisiert.

Sie hat dem deutschen Staatsvolk ob ohne oder mit Migraionshintergrund schweren Schaden zugefügt und außerdem Europa in eine Sinneskrise gestürzt.

Außerdem hat sie es verabsäumt in der Flüchtlingsfrage auch die Nichteuropäischen Länder in die Verantwortung, besonders Amerika -Verursacher der Flüchtlingskatastrophe- zu nehmen.

Das deutsche Volk wird noch schweren Schaden nehmen auch durch die Einbindung der Türkei in die Lösung der Flüchtlingsfrage.


Ich darf den Blick heute auf Düsseldorf richten, ein Vorgeschmack auf kommendes und deshalb ist die Flüchtlingspolitik der ehemaligen Ostblockstaaten in der EU die einzig richtige Politik.

Die EU wird zerbrechen wie so viele Allianzen in der Geschichte der Menschheit und wieder tragen wir ein gerüttelt Maß an Mitschuld:

"Imperialismus des Herzens"

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alexander001 26.12.2015, 11:10
229. Zu Knacker54:

70 Jahre Ruhe??? Nicht dank der EU!!! Bitte Europa/EG mal deutlich von der EU differenzieren! In der EG haben mündige Partner freiwillig auf Augenhöhe zum Wohle der Länder und Bürger Vereinbarungen getroffen und Verträge geschlossen. Heute haben wir eine EU-Diktatur eines durch Lobbyisten gelenkten Brüssels. Und nein, die Vorgaben aus Brüssel sind nicht zum Wohle der Menschen, sondern reine brandgefährliche Willkür.

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