Forum: Politik
Krise der Parteiendemokratie: Alle Macht geht dem Volke aus
DPA

Die Flüchtlingskrise befeuert die politische Debatte in Deutschland. Ein Zeichen, das unsere Demokratie funktioniert? Nicht wirklich: Die Wahlbeteiligung sinkt, die Parteien schrumpfen und vergreisen. Die Krise in fünf Grafiken.

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vox veritas 01.01.2016, 14:16
150. Sorry für die Kritik an den Medien ...

... aber die politische Macht geht inzwischen von den Medien bzw. denjenigen aus, die am Sprachrohr sitzen und am lautesten "Schreien".

Warum sage ich das?

Weil nur die Medien (und die vergleichsweise wenigen Journalisten) bestimmen, wer was und in welchem Umfang zu sehen und zu hören bekommt und zugleich noch eine (moralische) Bewertung vornehmen.

Wir sind also inzwischen bei einer Mediendemokratie angekommen. Ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich von Vorteil ist.

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kael 01.01.2016, 14:18
151.

Wer so etwas als Problemlösung für die geringe Wahlbeteiligung vorschlägt, hat den Knall nicht gehört. Lächerlich.

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aschie 01.01.2016, 14:18
152. Für Europa

Zitat von MrSpinalzo
Sehen Sie das bei der Wahl zum Europäischen Parlament auch so? Wissen Sie, veralbern möchte ich mich auch nicht lassen.
.. seh ich das genauso .Die E U ist nunmal da ob es eineom gefällt oder nicht .Wenn sie umbedingt Europa abschaffen wollen müssen sie halt Afd wählen die haben so was ähnliches im Program.Die Mehrheit der Wähler sieht das aber offensichtlich anders. Deswegen und nur deswegen ist Deutschland immer noch Teil der E U.

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einzigerwolpertinger 01.01.2016, 14:19
153. Was ist

eine Parteiendemokratie?
Demokratie heißt Herrschaft des Volkes.
Also entweder herrscht das Volk oder es herrschen die Parteien.
Eine Parteiendemokratie kann es so wenig geben wie einen gesetzlosen Rechtsstaat.
Die Statistiken über Mitgleiderzahlen und Wahlbeteiligung verschleiern die Tatsache, daß die verbliebenen Mitglieder zu wachsendem Einfluß und Einkommen gelangen. Ein Indikator sind die 'Hausausweise', die Inhaber problemlos Zugang zum Reichstag gewähren.
Dementsprechend inhaltsleer waren bislang die Vorschläge zur Steigerung der Wahlbeteilgung: Verlängerung der Abstimmungszeiten, Wahlurnen in den Supermärkten und ähnlicher Nonsense.
Zu fragen wäre noch, warum die Zuwendungen an die Parteiapparate ständig steigen, obwohl immer weniger Mitglieder zu organisieren sind?

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petra.blick 01.01.2016, 14:19
154. Sicher werden bald schöne, neue, bunte

Parteien gegründet für die seit 30 Jahren steigenden Immigrantenwählerschaft. Es ist doch wohl so klar wie nur was, dass der nächste "Demokratieschub" aus dieser Gesellschaftsgruppe kommen wird. Die Strasse bahnt sich ihren Weg ins Parlament. Freue mich auf mein Rentenalter, es wird toll werden !

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roland56 01.01.2016, 14:20
155. Auswanderer gibt es nur sehr wenige

Zitat von syracusa
Daran ist der erweckte Eindruck falsch, Deutschland würde einen brain drain erleiden. Es ist gewünscht, dass junge Deutsche für einige Zeit ins Ausland gehen, und das machen leider immer noch zu wenige. Echte Auswanderer gibt es nur sehr wenige, und deren Zahl wird bei weitem übertroffen durch die Zuwanderung. Diese Zuwanderung junger Akademiker aus aller Welt und v.a. aus Süd- und Osteuropa führt in einigen Staaten schon zu echtem Mangel.
Na ja, fast 800000 sind aber nicht gerade wenig und leider sind auch viele gut ausgebildete dabei.

http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157440/umfrage/auswanderung-aus-deutschland/

http://www.welt.de/politik/deutschland/article137642128/Adieu-Deutschland-Zahl-der-Fortzuege-auf-Rekordniveau.html

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viktorhugo 01.01.2016, 14:21
156. Politische denkende Menschen erkennen die Sackgasse.

Ich denke, das vor allem junge, politisch denkende Menschen sehr schnell erkennen, das es in den Parteien nur einen sehr engen Gestaltungsspielraum für Realität gibt. Das führt dazu, das eher nach anderen Kanälen gesucht wird, sich politisch auszudrücken. Wir werden in Deutschland in den kommenden Jahren vermutlich eine große Welle artikulierter Politisierung erleben. Die wird aber über Außerparlamentarische Opposition oder radikale Gruppierungen erfolgen.

Solange die verkrustungen in der Politik nicht bekämpft werden und der Wille ein transparentes Demokratiemodell zu entwickeln fehlt, lässt sich diese Tendenz in meinen Augen nicht aufhalten.

Die Büchse der Pandora der neuen Wissensgesellschaft wurde durch das Internet geöffnet.
Die politischen Strukturen die wir noch Leben sind aus der dunklen Vergangenheit. Schon aus diesem Grund sind Parteien für politisch denkende Menschen des 3.000 Jahrtausends völlig unattraktiv, bis sie akzeptieren das Transformation und Anpassung notwendig ist.

--> CCC ist Zukunft, lieber Spiegel.

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iffelsine 01.01.2016, 14:21
157. Es gibt ja auch keine wählbare Partei mehr !

Alle versagen in der Flüchtlingskrise und hören nicht aufs Volk - mehr als die Hälfte will keine Flüchtlinge mehr alimentieren. Eine Zunahme von mehr als einer Million zusätzlicher Hartz-IV-Empfänger kann Deutschland auf Dauer nicht finanzieren. Und vor der Integration kommt die Rücksendung in die Heimatländer, wenn dort akzeptable Bedingungen herrschen. Mit einem solchen Programm käme eine neue Partei auf mehr als 50% der Stimmen. Merkel ist ab 2017 eh Geschichte.

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heinzpeter0508 01.01.2016, 14:21
158. Parteien sind ein Auslaufmodell

das hat schon in 2006 der ein alter Grüner gesagt, der verstorben ist. Die Führenden in den Parteien, egal in welchem Land, sind doch nur nach oben gespülte Emporkömmlinge mit wenig Kompetenz, keiner Kreativität, keiner Voraussicht, kaum Verständnis für derzeitige und künftige Herausforderungen. Sie sind fast allesamt Versager in einer hoch technologischen globalen Welt. Sie haben es einfach nicht drauf. Es wird wohl noch eine zeitlang dauern bis andere Systeme die Völker führen, vielleicht ähnlich wie grosse, internationale Unternehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat. Doch diese Personen in einem Bewerbungsverfahren vom Volk direkt gewählt. Diese Führenden sollten hohe Vergütungen erhalten um Vetternwirtschaft zu vermeiden. Wenn Fußballtrainer schon Millionen p.a. verdienen, wäre auch eine Kanzlervergütung von € 10 Mill. nicht überzogen, entsprechend dann auch die Ministervergütung, um somit Integrität und Unabhängigkeit sicherzustellen.

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vegeta73 01.01.2016, 14:23
159. donnerkeil - der vermeintliche Deutschenhass

den gibt es so nicht aber die Deutschen in der Schweiz sind Ausländer wie andere auch und sollen sich integrieren wie alle. Es kann zu Problemen führen wenn die Lohndumpingpolitik mitgebracht wird und von hiesigen Arbeitgeber ausgenutz wird. So werden oft Deutsche zu tiefen Löhnen eingestellt ( die sich immernoch astromonisch anhören für Deutsche). Diese kennen das System nicht und sind schlecht vorbereitet. Das führt zu Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt. Daher sind Deutsche in vielen Betrieben nicht so beliebt. Obwohl sich die Wut gegen die Arbeitgeber wenden sollte. Von einem allgemeinen Deutschenhass kann man nicht sprechen aber auch nicht von einer Deutschenliebe. Die deutsche Trampelpolitik war den Schweizer schon immer ein Dorn im Auge und das Land war immer westlich orientiert nicht gegen Norden

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