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Krise der SPD: Schröder wirft Nahles "Amateurfehler" vor
imago/photothek

Ex-Kanzler Gerhard Schröder schaltet sich in die Krise der SPD ein: Im SPIEGEL rügt er Parteichefin Nahles für ihre Neigung zu flapsiger Wortwahl - und regt ein Comeback Sigmar Gabriels an.

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kingcole 01.02.2019, 12:09
1. Und ich werfe Schröder strategische Fehler vor

Schröder hat mit der Ausgestaltung der Agenda 2010 aus meiner Sicht das Vertrauen und den Zusammenhalt zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer stark beschädigt und damit ein wesentliches Element der gesellschaftlichen Leistungsstärke zerstört. Er ging über das Ziel der Senkung der Lohnkosten so deutlich hinaus, dass dies in der Dimension einer eigenen Agenda war. Man muss fairerweise anmerken, das Merkel in 13 Jahren nicht substantiell korrigiert hat und somit die Option der Nachbesserung nicht wahrgenommen wurde. Auch was Schröder als ursächlich für den Untergang der SPD bewirkt hat, sollte inzwischen klar geworden sein.

Dagegen sind die amateurhaften Fehler einer Nahles "Peanunts". Aber das ficht den "unfehlbaren Herrn Schröder" sicher nicht an.

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friedrich_eckard 01.02.2019, 12:12
2.

Der Maschmeyer-Kanzler hat zur Zerstörung seiner Partei nun wirklich genug beigetragen und könnte die Restarbeiten getrost anderen überlassen... und wenn er, schwer vorstellbar, seiner Partei wirklich sollte nutzen wollen wäre ihm anzuraten, das Trappistengelübde abzulegen - auch wenn er mit seiner Einschätzung, dass die amtierende Parteivorsitzende eine katastrophale Fehlbesetzung ist, in der Sache natürlich Recht hat. Das Thema dürfte sich aber binnen 24 Std. nach Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen... der Wahlen zum EU-Parlament ohnehin erledigen.

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Ezechiel 01.02.2019, 12:15
3. Interessant.

Der Kanzlerkandidat der Sozialdemokratischen Partei soll vordergründig ökonomische Kompetenz besitzen. Ich dachte, er solle eher soziale Kompetenz mitbringen.

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gammoncrack 01.02.2019, 12:15
4. Schröder hat schon Recht.

Nahles ist ganz offensichtlich der Meinung, dass sie mit ihrer Wortwahl den Geist des Volkes trifft.

Dass das wohl kaum zutrifft, die Erwartungshaltung des Durchschnittsbürgers ist das nicht, hätte sie eigentlich längst erkennen müssen. Dass ihr das nicht gelungen ist, ist inzwischen, siehe die Anhängerquoten, wohl deutich erkennbar.

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steveleader 01.02.2019, 12:16
5. Eine typische Krankheit...

der SPD und seiner Mitglieder.
Illoyalität!!
SPD-Mitglieder wie auch ehemalige SPD-Verantwortliche greifen in schöner Regelmäßigkeit ihre eigene Partei und seine aktuell Verantwortlichen öffentlich an,statt sich mit dem politischen Gegner zu beschäftigen. SPD ist sich selbst die größte Opposition.
Kein Wunder das sie da steht wo sie steht. Einfach nur traurig.

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HuFu 01.02.2019, 12:16
6. Mmmh

Der Hartz-Minister wirft Anderen also was vor? Ajaaa.
Und warum kommt man immer mit Leuten, die schonmal da waren, die Chance nicht genutzt haben bzw. abgesägt worden sind und denkt, die wären nun die Besseren für die Zukunft? Merz bringt es nicht, Gabriel auch nicht. ABER. Die komplette Abschaffung von Hartz bringt es!

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St.Baphomet 01.02.2019, 12:17
7. Wirklich schräg

Ausgerechnet der Mensch der die SPD mit seinen sogenannten "Reformen" nachhaltig ruiniert hat spielt sich hier als Kritiker auf.
Sicher ist Nahles eine Fehlbesetzung und mit der Erneuerung ihrer Partei völlig überfordert.
Dies liegt aber eher daran dass die Parteiführung es jahrelang sträflich vernachlässigt hat sich von dem Mist zu distanzieren den ihnen Schröder, Clement und Co. eingebrockt hat.
Jetzt ist es wohl leider zu spät.

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titzck 01.02.2019, 12:23
8. SPD in der Krise

Der Beitrag von Bundeskanzler Schröder ist ein markantes Zeichen, wie tief die SPD in die Krise gestürzt ist. Kaum jemand traut es Frau Nahles zu, das Ruder herumzureißen. Ob allerdings der Vorschlag des Altkanzlers eine Lösung wäre, bezweifele ich. Wiederauferstehungen sind selten in der Politik. Zuletzt ist Friedrich Merz gescheitert.

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zweitakterle 01.02.2019, 12:28
9. Wo er recht hat....

hat er recht.
Die Aussendarstellung der Nahles ist eine Katastrophe, und dürfte ursächlich die Nichtwählbarkeit der SPD zu ergründen. Die verzweifelte Suche nach eigenständigen SPD-relevanten Inhalten zeigt umso mehr die vermeintliche Leere, die sie dem Wähler vermittelt.
Die war trotz aller Widersprüchlichkeiten bei Gabriel anders. Sein Auftreten ist nicht mit der Nahles-typischen flapsigen Apparatschikhaltung zu vergleichen......

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