Forum: Politik
Krise der SPD: Schröder wirft Nahles "Amateurfehler" vor
imago/photothek

Ex-Kanzler Gerhard Schröder schaltet sich in die Krise der SPD ein: Im SPIEGEL rügt er Parteichefin Nahles für ihre Neigung zu flapsiger Wortwahl - und regt ein Comeback Sigmar Gabriels an.

Seite 9 von 23
Quarz 01.02.2019, 13:54
80. solange...

...solange ich das Gefühl habe, die SPD will , mit aller Macht die Grünen links überholen, muss sich Schröder nicht nur um die Wortwahl von Frau Nahles Sorgen machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shaboo 01.02.2019, 13:55
81. Was soll man denn bitte ernsthaft ...

... von Politikerinnen (oder natürlich auch Politikern) erwarten, die in ihrem Leben nur eines gelernt haben, nämlich wie man sich innerhalb eines Parteiapparats (oder auch der Kirche) hochdient und dort Karriere macht? Nichts natürlich, gar nichts! Nahles, AKK, Göring-Eckardt - die gehören doch alle zu diesem durchaus illustren Club. Wenn man sich imaginiert, dass diese Figuren vielleicht irgendwann mal die Geschicke dieses Landes lenken werden, wird man zum Spontanauswanderer! Schröder und Gabriel sind allerdings zu Recht Vergangenheit und sollten das auf jeden Fall auch bleiben! Es ist nun einmal schlicht so, dass die SPD derzeit niemanden hat, der sowohl über den Intellekt als auch über die sozialdemokratische Glaubwürdigkeit und die rhetorischen Fähigkeiten verfügt, die nötig wären, um noch irgendeine Art von Hoffnung in diese Partei setzen zu können. Es ist kein Zufall, dass sich auch die SPD-Minister/innen Scholz, Barley, Schulze und Heil irgendwo zwischen blass und peinlich bewegen und in ihrer lausigen Performance nur noch durch völlige Totalversager wie Scheuer, von der Leyen und Altmaier übertroffen werden. Wobei von vorneherein klar war, dass man als SPD im Rahmen eines derart mut- und ambitionsfreien Koalitionsvertrags nicht würde glänzen können, aber die Genossen wussten es ja mal wieder besser ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
conocedor 01.02.2019, 13:57
82. Fragt sich, was hier vergilbt ist.

Zitat von Hörbört
Das galt vielleicht früher mal ("Geht es der Wirtschaft gut, geht es den Menschen gut."). Heutzutage aber stimmt noch nicht mal die Lieblingsbinse der Kapitalismusversteher: "Man muss erst mal etwas erwirtschaften, bevor man es verteilen kann." Denn erwirtschaftet wird seit 10+ Jahren in rauen Mengen, vor allem dank des schwachen Euros und der asiatischen Nachfrage, aber nicht - wie gern kolportiert - durch die Verarmung der Arbeitslosen, die bekanntlich am Arbeitsprozess überhaupt nicht teilnehmen. Der unübersehbare Fehler im "System" ist die totale Vergesslichkeit hinsichtlich der Verteilung des fraglos Erwirtschafteten. Irgendwie haben das die Entscheider versäumt. Aufgeteilt wurden die Erträge nämlich nur unter den Besitzenden. Und man gedenkt auch nicht, daran etwas zu ändern. Zumindest die Sprüche aber sollte man mal "reformieren", um sich nicht zum August zu machen.
Ein Blick in den Bundeshaushalt, Stichwort: "Etat für Arbeit und Soziales", sollte Sie hoffentlich eines Besseren belehren.
Der ist nicht nur mit weitem Abstand der größte Einzelposten, sondern umfasst mengenmäßig so viel wie die nachfolgenden sechs Etats.
Es ist auch nichts davon bekannt, dass dieser Posten in den letzten Dekaden jemals einer Kürzung unterworfen gewesen wäre. Ganz im Gegenteil.

Hier also von einer "Vergesslichkeit hinsichtlich der Verteilung des fraglos Erwirtschafteten" zu schreiben, würde ich dann wiederum mal als Teil einer vergilbten und ziemlich angefaulten Spruchsammlung charakterisieren.

Denn sonst würde man auch eine solche einfache Wahrheit "Man muss erst mal etwas erwirtschaften, bevor man es verteilen kann." nicht als "Lieblingsbinse der Kapitalismusversteher" abtun.

Diese "Lieblingsbinse" gilt nicht nur im Kapitalismus, sie hatte selbst im real existierenden Sozialismus ihre Berechtigung, fand dort nur leider keine Beachtung.
Das Ergebnis ist ja bekannt.
Aber gelernt haben daraus bis heute wohl nicht alle, wie auch Ihrem Beitrag zu entnehmen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jdoehrin 01.02.2019, 14:02
83. Einfach mal die ... halten

Andrea Nahles & Co. mögen sein wie auch immer - Kanzler Schröder war im kongenialen Duo mit Müntefering derjenige, der die Schwachen verraten hat. Damit hat er die SPD in ein Dilemma gestürzt. Keine Frage, dass schwierige Zeiten eine Neuorientierung und neue Erzählung benötigten, die die SPD bis heute nicht hat.
Aber Gerhard Schröder ist der Letzte, der ein Recht hat, die Akteure zu kritisieren.
P.S. In einem gebe ich ihm Recht: Wäre Gazprom & Co. das einzige, was er sich hat zuschulden kommen lassen, dann würde ich sage: Privatsache, schlimmstenfalls nebensächlich. Hauptsache, man hilft den Bedürftigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Adrianstein 01.02.2019, 14:02
84. Schröder ist nicht mehr satisfaktionsfähig

Ich war ein bewusster und zähneknirschender Befürworter der
Agenda 2010, trotz der Merzschen und BDA Verschärfungen damals. Ein entschiedener Schritt 2003 als Reaktion auf die Verlagerung von Arbeitsplätzen aus den damals neuen Bundesländer nach Westdeutschland und , und weiter der Verlagerung auch vieler Westdeutschen Arbeitsplätze nach Osteuropa udn Fernost. Gleichzeitig schwanden die Steuereinnahmen unfreiwillig und freiwillig ( Staatsskr. Zitzelsberger Reformen ).
Auch Erzgenosse a.D. Lafontaine konnte dazu nur Plattheiten beitragen , denn die Supranationalen Konzerne , auch wie BASF, VW und Nestle bestimmten den Takt und trieben sich gegenseitig zu optimierten Lieferketten an.
Seit der Finanzkrise 2008 - die nichts direkt mit dieser Entwicklung zu tun hatte - wurde nicht mehr über Einführung eines Mindestlohns oder einen abgestuften Vermögensschutz oder gezieltere Förderungsmaßnahmen entschieden, nur noch lamentiert.
Zu dieser Zeit nach 2009 war G.Schröder bereits ausserhalb der politischen "Niederungen" seiner zahlenmässig und nach Vertrauen schwindenden Wähler. Dadurch
hat er sich ausserhalb einer nachvollziehbaren Verantwortung, Betroffenheit und Dialogfähigkeit begeben. Er wurde als "Gas Gerd" wahrgenommen und als reicher Privatier mit gewohntem Lächeln und dann neuer Frau.
Von diesem temporären echten Vermittler ist nichts mehr übrig. Der Mann ist mittlerweile eine leere Hülle, den nehme ich als politische Größe gar nicht mehr wahr.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
EckivonRemagen 01.02.2019, 14:03
85. Schröder - Gabriel

Gerhard Schröder hat frühzeitig Anfang der 2000er Jahre erkannt, dass die alten Wirtschaftsgesetze nicht mehr ziehen. Dies gilt sowohl für die Arbeitgeber als auch die Gewerkschaften. Die gesetzliche Regelung unter hartz IV ist und bleibt ein Erfolgsprogramm. Es hilft gerade denen, die tief gesunken sind. Ich denke mal, dass das eine oder andere an Vorschriften eine Kursänderung bedarf. Es sind doch jetzt die Gewerkschaften und Linken in der SPD, die hartz IV gerne "abgeheftet" hätten. Ich sage nur: "Leute lasst die Finger davon, Schröder und Peter Hartz waren in der Sache gut!. Sonst bin ich kein Freund dieser Partei!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bernhard_osterath 01.02.2019, 14:04
86. sei es wie es sei...

...in der endabrechnung hat er für diese partei eine menge stimmen geholt. auch mit agenda 2010.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mussich 01.02.2019, 14:04
87. endlich

nach langer Zeit teile ich mal wieder eine Meinung Schröders.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wasistlosnix 01.02.2019, 14:05
88. Andere Verteilung

Die SPD muss doch nur 10% zulegen um in eine aussichtsreiche Position zu kommen.
Die Partei mit 30% plus stellt den nächsten Kanzler und da wird es nur eine geben die darüber liegt.
Die große Koalition hat versäumt großes zu bewegen. Anstatt nur einen Vertrag abzuarbeiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ReinhardHasch 01.02.2019, 14:05
89. Mund halten

Herr Schröder, ich empfehle Ihnen den Mund zu halten und Ihren Ruhestand zu genießen. Ihre Leistung als Politiker war nicht so groß ,als dass Sie sich als Lehrmeister bewähren könnten. Frau Nahles macht das schon.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 9 von 23