Forum: Politik
Krise in der Ukraine: "Das ist Krieg"
AFP

In Odessa sterben Dutzende Menschen durch Brandstiftung, Russland gibt dem Westen die Schuld. Aus dem Osten der Ukraine werden schwere Kämpfe gemeldet, der Chef der Anti-Terror-Einheiten spricht von Krieg.

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mattutat 03.05.2014, 19:41
230. "aufschlussrecht"

Zitat von starbugs
De FAZ Artikel ist doch recht aufschlussrecht.
Freud lässt grüßen.

Der Artikel von Reinhard Merkel ist in vieler Hinsicht erfreulich präzise. Ein deutlicher Mangel des Artikels ist aber sein Ausblenden der Aktivitäten des nicht gekennzeichneten russischen Militärs auf der Krim. Genau deshalb ist der Hinweis des Vorposters so treffend.

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holy10 03.05.2014, 19:49
231. Falsch

Zitat von mattutat
Freud lässt grüßen. Der Artikel von Reinhard Merkel ist in vieler Hinsicht erfreulich präzise. Ein deutlicher Mangel des Artikels ist aber sein Ausblenden der Aktivitäten des nicht gekennzeichneten russischen Militärs auf der Krim. Genau deshalb ist der Hinweis des Vorposters so treffend.
Der Artikel hat mehrere Seiten. Auf Seite 3 wird auch auf die Militärpräsenz eingegangen. Insofern ist ihre Kritik einfach nur falsch!

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tinosaurus 03.05.2014, 20:03
232. unverständlich

dass Putin die geplanten Wahlen um jeden Preis blockiert. Die Kiewer Regierung kann nichts verkehrt machen. Geht sie gegen die Seperatisten vor, dann droht Russland mit Einmarsch. Tut sie es nicht und lässt die Schläger gewähren, dann ist sie nicht in der Lage, Ordnung wieder herzustellen. Vielleicht könnte sich ja bei den Wahlen herausstellen, dass die Mehrheit der Ukrainer und auch die prorussischen Bewohner doch lieber frei und unabhängig leben wollen. Das würde Putin sicherlich nicht gefallen und seine Großmachtpläne verdeutlichen. Sein Plan wird jedoch auch so nicht aufgehen, weil er das wirtschaftlich nicht auffangen kann. Und es wird schlimmer. Die richtigen und schmerzhaften Sanktionen sind ja noch gar nicht gemacht worden. Die Russen, die noch bei der Mai-Demo Putin und Stalin-Bilder hoch hielten, werden bald ernüchtert den angerichteten Schaden merken. Mitgefühl habe ich mit all den Russen, die unter Putin zu leiden haben. Sie leben in einer Diktatur, wo Andersdenkende verfolgt und kritische Reporter umgebracht werden. Und Homosexuelle darf es ja in Russland nicht geben. Worauf begründet sich dann dieser russischer Stolz?

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mattutat 03.05.2014, 20:08
233. "Insofern ist ihre Kritik einfach nur falsch!"

Zitat von holy10
Der Artikel hat mehrere Seiten. Auf Seite 3 wird auch auf die Militärpräsenz eingegangen. Insofern ist ihre Kritik einfach nur falsch!
Ich habe nicht geschrieben, dass Reinhard Merkel auf die russische Militärpräsenz auf der Krim nicht eingegangen wäre. Ich habe geschrieben, dass er sie ausgeblendet hat, mit deutlich schlechteren Argumenten als sie ansonsten im Artikel zu finden sind.

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bmwr1100gs 03.05.2014, 20:09
234. Eindeutig Krieg!

Gemäß dem Humanen Völkerrechts hat Russland eindeutig einen Angriffskrieg gegen die Ukraine geführt. Der Einsatz geordneter militärischer Kräfte mit oder ohne Hoheitsabzeichen auf fremden Territorium ist ein kriegerischer Akt. Der Schutz von angeblichen russischen Minderheiten auf der Krim ändert daran nichts. Das Resultat sind nun die kriegerischen bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen in der Ostukraine. Wer traut sich den Russen die Stirn zu bieten? Oder sollen wir froh sein, dass es kaum russische Minderheiten in Deutschland gibt.

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Anthrophilus 03.05.2014, 20:12
235. Herr Janukowitsch wurde gewählt, weil ...

Zitat von holy10
Das Volk hat in freien und von der OSZE beobachteten Wahlen 2009 den Herrn Janukowitsch gewählt. Das wird ja niemand abstreiten. Wer hat diesen Präsidenten den aus dem Land gejagt und den ganz Prozeß angestoßen? Putin? Die Russen?
... er versprach, die Ukraine in Richtung EU zu führen. Als er das doch nicht tat (auf "Bitten" Rußlands) war die Enttäuschung so groß, daß man dagegen zu demonstrieren begann. Herr Janukowitsch wurde nicht aus dem Land gejagt, sondern sah, daß er weder im Parlament noch in der Bevölkerung damit durch kam, bekam Angst und floh zu seinem Souffleur.

Im angeblich illegitimen ukrainischen Parlament sitzen immer noch 75% der ursprünglich gewählten Parlamentarier, die eine neue provisorische Regierung einsetzten, um eine Neuwahl vorzubereiten und durchzuführen.

Ja, und Putin - das ist doch der, der bei der Krimkrise erst sagte, die aufgetauchten kampfbereiten Truppen hätten nichts mit ihm zu tun, um nach dem "Gelingen" des Putsches ("Wahlen" ohne internationale Beobachter und ohne Vorlaufzeit) selbstgefällig die Beteiligung russischer Kräfte einzugestehen ...

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Andr.e 03.05.2014, 20:14
236.

Zitat von HerrZlich
Es nützt ihnen gar nichts wenn sie die gesamten Fakten um 180 Grad verdrehen. Infomieren sie sich bitte besser bevor sie hier solche unqualifizierten Aussagen machen.
Hätten sich die Russen nicht die Krim geschnappt, wäre die Revolution nach dem "Sieg vom Maidan" noch ein bisschen vor sich hingeblubbt und dann abgeebbt. Das wir dann in 10 Jahren wieder so weit wären, ist eine andere Frage. Doch zu kolportieren, die russische Intervention hätte mit den jetzigen Ereignissen nichts zu tun, ist amüsant...

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MatthiasSchweiz 03.05.2014, 20:16
237.

Zitat von sysop
In Odessa sterben Dutzende Menschen durch Brandstiftung, Russland gibt dem Westen die Schuld. Aus dem Osten der Ukraine werden schwere Kämpfe gemeldet, der Chef der Anti-Terror-Einheiten spricht von Krieg.
Kein grosser Bericht wo die Hintergründe der Vorgänge in Odessa beleuchtet werden? Die armselige Reaktion der Regierung in Kiew?

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HerrZlich 03.05.2014, 20:22
238. Keine Separatisten

Zitat von Kurt2.1
Es geht nicht um die, die Schilder hochhalten. Es geht um die, die Waffen hochhalten. SIE sind die Separatisten, unterstützt von Moskau.

Die Leute sind keine Separatisten. Sie wollen eine eine föderalistische Ukraine.

Ich gehe davon aus, dass ie mit dem Begriff "Föderalismus" nichts anfangen können.

Als föderalistischer Staat ist ein Staat, der nach dem Bundesstaatsprinzip aufgebaut ist und somit aus Gliedstaaten besteht, die bestimmte eigene (beschränkte), mithin staatsrechtliche Kompetenzen besitzen, welche nicht vom Gesamtstaat abgeleitet werden.

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Tacitus73 03.05.2014, 20:23
239. Richtig!

Zitat von xique
dass Russland den Konflikt am Anfang ins Rollen gebracht hat, welchen Beitrag zur verschärfung des Konflikts der Westen geleistet hat, ist umstritten. Definitiv steht aber fest, dass dieser ganze Konflikt nicht diese Maße angenommen hätte, wenn Russland sich nicht in die inneren Probleme der Ukraine eingemischt hätte.
Die Aggression ging von Russland aus, auch wenn hier immer wieder etwas anderes behauptet wird. Russland hat auf völkerrechtlich fragwürdige Weise die Eingliederung der Krim vorangetrieben. Völkerrechtlich fragwürdig war das Vorgehen, da Russland weder die Völkergemeinschaft noch die ukrainische Regierung in diesen Prozess mit eingebunden hat. Wenn überhaupt, muss ein solches Referendum von langer Hand vorbereitet werden; Putin hat den Prozess dagegen absichtlich vorangetrieben. Der Legitimationsgrund für den Einmarsch ist höchst beunruhigend: Man behält sich vor, in anderen Ländern einzugreifen, um die dort lebenden Russen "zu schützen". Dass diese Doktrin Europa in die Katastrophe führen würde, sollte sie Schule machen, ist wohl klar; zahlreiche Grenzen könnte man so in Frage stellen.
In einem revolutionären Prozess kommen naturgemäß auch unzureichend legitimierte Regierungen vor; dies rechtfertigt aber noch kein Eingreifen der Nachbarstaaten in diesen Prozess.
Trotz allem ist das russische Vorgehen nachvollziehbar: Mit der Revolution in der Ukraine ist eine aus russischer Sicht unkalkulierbare Lage entstanden; russische Sicherheitsinteressen müssen gewahrt werden, die Schwarzmeerflotte muss gesichert werden. Auch von einem anderen russischen Präsidenten wäre hier eine Reaktion zu erwarten gewesen. Der Westen muss jetzt mit Russland im Gespräch bleiben und die russischen Sicherheitsinteressen in Zukunft stärker berücksichtigen. Trotzdem bleibt es mehr als absurd, die Schuld an der Eskalation dem Westen in die Schuhe zu schieben. Hauptauslöser der aktuellen Krise war das russische Vorgehen.

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