Forum: Politik
Krise in der Ukraine: Putins schwerste Entscheidung
AFP

Die Lage in der Ukraine bleibt hochgefährlich - auch für Wladimir Putin. Sollten die rechten Kräfte in der Opposition weiter erstarken, müsste er handeln: Kein Russe würde es ihm verzeihen, wenn etwa die Krim aus Russlands Einflussbereich verschwände. Der Präsident steht vor seiner größten Herausforderung.

Seite 1 von 23
tovarysh 24.02.2014, 19:21
1. Von Uwe nichts Neues

Dieser Artikel ist einer von vielen SPON-Artikeln von Uwe Klussmann, die leider aller sehr stark (und unreflektiert) die russische Sicht der Dinge wiedergibt. In der Ukraine glaubt momentan eigentlich niemand daran, dass sich der Osten des Landes ernsthaft unabhaengig macht - der sehr russlandfreundliche Gouverneur von Charkiv hat angekunedigt, sich an der ukrainischen Praesidentenwahl zu beteiligen. Der ebenfalls sehr russlandfreundliche Buergermeister von Charkiv hat verkuendet, man muesse jetzt in die Zukunft (ohne Janukowitsch) blicken - innerhalb einer einheitlichen Ukraine. Akhmetov hat sich gegen jegliche separatistischen Stroemungen in Donezk ausgesprochen. In Kiew ist die Lage vollkommen entspannt und es wird weiterhin russisch gesprochen. Einzig die Lage in Sevastopol ist etwas unbuebersichtlich - nicht zuletzt dank der russischen Truppen im Land.

Die Lage ist also nicht so hoffnungslos wie Herr K uns weissmachen will. Wenn Herr K angibt, dass Putin vor einer "schweren" Entscheidung steht, klingt das, als ob Herr K ein militaerische Eingreifen als legitime Option Russlands ansehen wuerde. Ich hoffe, dass ist nicht der Fall...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
DeutscherimAusland 24.02.2014, 19:21
2. Wann endlich erkennt,...

auch ein W. Putin das fuer totalitaere Systeme mit einhergehenden Einschnitten in Buergerrechte und persoenliche Freiheiten auf dieser Welt kein Platz ist!
Die russische Perspektive sieht zukuenftig nicht besser aus, wenn er jetzt den Interims-Zaren gibt!Ich hoffe es ist nur Drohgebaerde, aber langfristig bringt Sturheit nur Elend! Davon ist die europaeische und eurasische Geschichte der letzten Jahrhunderte genug gefuellt!
Jetzt gilt Vernunft, wahre Vernunft und Weitblick! Aber,...wenn alles doch nur Marionetten sind?!?!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salzwassermatrosengehilfe 24.02.2014, 19:21
3. Leute, liebe Bundesregierung.

Nehmt um Himmels, Himmels willen die Interessen der Russen ernst. Wirklich. Die haben sonst wirklich keine Wahl und marschieren hier und in der Ukraine ein. Respektiert deren Einflussbereich und helft denen über diese Krise hinweg. Die "Regierung" in Kiew ist ja tatsächlich eher fragwürdiger Natur, wobei einem die armen Kinder, die da gestorben sind, nur absolut leid tuen können. aber, dass Timoschenko, et al. die Zukunft sind, glaubt doch keiner, der noch 3 Gramm Gehirn beisammen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
salzwassermatrosengehilfe 24.02.2014, 19:24
4. Leute, liebe Bundesregierung.

Nehmt um Himmels, Himmels willen die Interessen der Russen ernst. Wirklich. Die haben sonst wirklich keine Wahl und marschieren hier und in der Ukraine ein. Respektiert deren Einflussbereich und helft denen über diese Krise hinweg. Die "Regierung" in Kiew ist ja tatsächlich eher fragwürdiger Natur, wobei einem die armen Kinder, die da gestorben sind, nur absolut leid tuen können. aber, dass Timoschenko, et al. die Zukunft sind, glaubt doch keiner, der noch 3 Gramm Gehirn beisammen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pewibe 24.02.2014, 19:31
5. was sagt eigentlich Eddy Snowden

und wo sind die US Basher, die in der NSA und mit Obama regelrechte Diktatur und Menschenrechtsverletzungen erkannt haben wollen. ;-) Tja, jetzt wissen alle, weshalb der Verräter Snowden dort Asyl erhalten hat. Russland bewegt sich eben noch immer auf Augenhöhe mit China, Nord Korea und dem Iran. Jetzt hat man in der EU also auch noch ein demnächst vom Bürgerkrieg gezeichnete Ukraine am Bein. Mal gespannt wie dann wieder das Wahlvieh manipuliert wird. Wäre ich doch nur Schweizer oder Amerikaner...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
seneca55 24.02.2014, 19:31
6. Putin ist kein Abenteurer, sondern Rationalist

Das Grenzland "Ukraine" war einmal ein paar Monate lang ein Staat bis es in 1920 als Sowjetrepublik wieder an Moskau ging, nach den Wirren der frühen Nachkriegszeit des WK1. Polen ist heute auch als NATO-Mitglied ein zu schwacher Staat, um Einfluss in der Ukraine i.S.d.Westens aus zu üben, also muß und wird Putin für die Interessen der Ostukraine und sein Russland mit Bedacht handeln. Der Westen scheint so oder so bereit, zu einem neuen Kalten Krieg mit Russland zu gehen, weil Russland sich unter Putin zu einer Gegenmacht zu den USA neben dem Emporkömmling VRChina geriert. Abwarten und Tee trinken. Im Zweifel darf Deutschland den Konflikt wahrscheinlich wieder mit seinen Steuergeldern löschen. Gazprobleme wird Deutschland so oder so nicht bekommen, denn das deutsche Russengaz wird etzt direkt seit 2012/13 per Ostsee-Pipeline nach/in Deutschland von Gazprom geliefert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herrkunstprodukt 24.02.2014, 19:32
7. optional

oha.. das ist das noch erleben darf. ein artikel der auch mal die faschisten, die eigentlich das sagen auf dem maidan haben, die die gewalt provozierten, erwaehnt werden...
danke spiegel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mozzico 24.02.2014, 19:32
8. optional

Ich hoffe nur, die Russen werden klüger und besonnener bei der Durchsetzung ihrer Interessen vorgehen als die offen revanchistischen Deutschen und Polen. Sonst sind wir Europäer wieder die Dummen und der Ami lacht sich ins Fäustchen, weil wir wieder mal nach ihrer Pfeife getanzt haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
curti 24.02.2014, 19:33
9. Also wirklich......

Zitat von sysop
Die Lage in der Ukraine bleibt hochgefährlich - auch für Wladimir Putin. Sollten die rechten Kräfte in der Opposition weiter erstarken, müsste er handeln: Kein Russe würde es ihm verzeihen, wenn etwa die Krim aus Russlands Einflussbereich verschwände. Der Präsident steht vor seiner größten Herausforderung.
......SPON - bislang schreibt ihr alles Putin oder dem Kreml zu und nun ist es der Russe der rumort gegen den ukrainischen Putsch. Kalte Krieger!

Im übrigen wird es dem Westen (Steuerzahler) noch sehr weh tun, was ihn jetzt mehr und mehr als schweren Ballast belasten wird. Den grenzdementen Politikern sei Dank. Schon makaber wie vor diesem Hintergrund Steinmeiers Versagen in den Klee gelobt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 23